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Veröffentlicht am 05.08.2024

Eine emotionale Achterbahnfahrt durch die Welt der Gefühle und des Frauseins 🎢❤️‍🩹

Ava liebt noch
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Bei „Ava liebt noch“ hat mich zugegebenermaßen zuerst einmal das Cover gecatcht - ist es nicht wunderschön?!
Doch auch die Lektüre konnte der äußerlichen Verführung der geschmackvollen Hülle standhalten. ...

Bei „Ava liebt noch“ hat mich zugegebenermaßen zuerst einmal das Cover gecatcht - ist es nicht wunderschön?!
Doch auch die Lektüre konnte der äußerlichen Verführung der geschmackvollen Hülle standhalten.

„Ava liebt noch“ ist mehr als eine Romanze - Vera Zischke nimmt uns mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt durch die Welt der Gefühle und des Frauseins.
Wir erleben die 43-Jährige Ava als Mutter und Ehefrau - aber auch als eine Frau, die begehrt werden möchte. Sie lernt den 24-Jährigen Kieran kennen - eine Begegnung, die ihre Welt aus den Angeln zu reißen scheint. Hat sie sich doch zunächst selbst verloren in ihrem Leben als Ehefrau und Mutter, scheint sie an einem Wendepunkt ihres Lebens angekommen zu sein - doch findet sie sich nun selbst oder verliert sich sich wieder, auf eine andere Weise?!
Ava erlebt mit Kieran für sie seltene und kostbare Momente, sie genießen beide die schönen Seiten Zweisamkeit und bekommen eindrücklich erzählt von Vera Zischke Einblicke in Avas Gefühlswelt. Ava möchte sich selbst wieder spüren - eine Sehnsucht, die ich als Leserin gut nachempfinden konnte.

Die Autorin vollführt kapitelweise einen Perspektivwechsel und wir lernen Kierans Innenleben kennen mit allem, was es zu bieten hat: tiefgründige Gedanken, Sehnsüche, Zweifel, genauso wie seine tiefsitzenden Verletzungen, mit denen er durchs Leben geht.

Vera Zischke hat mit Ava die Verkörperung des Bildes einer klassischen Frau erschaffen. Eine Frau, die zu funktionieren hat in ihren verschiedenen Rollen als Ehefrau, Mutter und Liebhaberin - doch ist es ihr sehnlichster Wunsch, sich selbst wieder spüren zu können. Ein Verlangen, dass ich als Leserin nur allzu gut nachempfinden konnte.
Die Autorin schafft es durch unvorhergesehene Wendungen, die Spannung der Story aufrechtzuerhalten und hat mich mit dem einen oder anderem literarischen Augenzwinkern auch gerne mal zum schmunzeln angeregt.

Danke Vera Zischke für ein Buch, das zum Nachdenken über Rollenbilder anregt und wachrüttelt - sich die eigenen Sehnsüchte und Wünsche, die man für sein Leben hat, bewusst zu machen und ihnen nachzugehen!

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Dramatische Schicksale im japanisch besetzten Malaysia im Zweiten Weltkrieg 💛

Nach uns der Sturm
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Vor allem ist „Nach uns der Sturm“ ein fesselndes und schmerzhaftes Porträt des Lebens einer malaiischen Familie unter japanischer Besatzung während des Zweiten Weltkriegs, aber es ist auch die Geschichte ...

Vor allem ist „Nach uns der Sturm“ ein fesselndes und schmerzhaftes Porträt des Lebens einer malaiischen Familie unter japanischer Besatzung während des Zweiten Weltkriegs, aber es ist auch die Geschichte von endlosem Leiden und Gewalt zwischen einer Mutter und ihren Kindern. Cecily Alcantara, Mutter von Jujube, Abel und Jazmin, hat einem japanischen General geholfen, die "Befreiung" ihres Landes ein Jahrzehnt vor dem Krieg zu planen. Bezaubert von Fuijwara und seiner Ideologie "Asien den Asiaten", brachte Cecilys Zusammenarbeit mit den Japanern ihr Land ein brutales Schicksal und ihre Familie kurz vor die Zerstörung. Dies ist eine Geschichte von schrecklichem Leiden, aber auch von Liebe, Hoffnung und dem Wunsch, sich zu revoltieren, sowohl gegen die Besatzung als auch gegen sich selbst.

Trotz seines fragmentierten Geschichtenerzählens wurde ich von der Kraft der Menschlichkeit des Buches in den Bann gezogen. Jeder Charakter ist genauso verabscheuungswürdig wie erbärmlich. Cecily, die Hausfrau, die in der Monotonie ihres Alltags gefangen ist, versucht, ihr Leben aus der Hand der dominierenden männlichen Gesellschaft zu entziehen. Jujube, willensstark, erweist sich als so einfühlsam wie grausam angesichts der Widrigkeiten. Und Abel, der Märtyrer, der sich in Trauer ertränkt, um dem Schmerz zu entkommen. Jazmin, ist der Jüngste, der Unschuldigste, der versucht, frei zu sein. Das Orchester von Charakteren webt ein schmerzendes Fresko von Leben, die von der eigenen Menschlichkeit auseinandergerissen werden.

Ich glaube, dass die Kraft eines Schriftstellers fest in der Art und Weise liegt, wie sie ihre Charakter ausarbeiten, besonders in einem Genre wie diesem, und Vanessa Chan hat es nicht versäumt, uns grandiose Figuren zu liefern. Während des gesamten Buches stöhnte ich verärgert über die "dumme" Entscheidung der Charaktere, über die Naivität der Kinder ihrem Mangel an Überlebensinstinkten, aber dann erinnerte ich mich, dass ein 7-jähriges Kind die Gewalt des Krieges nicht ertragen sollte, dass Cecily, eine so schreckliche wie naive Person, die sie war, in erster Linie Mutter und Frau bleibt. Die beeindruckenden Charaktere dieses Buches haben mich durch diese Lektüre geführt und mich daran erinnert, dass viele von uns das Glück haben, die Gewalt des Krieges nie zu erfahren.

Insgesamt empfehle ich „Nach uns der Sturm“ aufrichtig denjenigen, die ein sehr überzeugendes Buch darüber wollen, wie die Menschheit angesichts der Gewalt beharrt - oder für diejenigen, die etwas über die schreckliche japanische Besetzung Südostasiens während des Zweiten Weltkriegs erfahren wollen, die zu oft in unseren Geschichtsbüchern vergessen wird.

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Veröffentlicht am 25.06.2024

Auch Caroline Wahls zweites Werk ist äußerst gelungen!

Windstärke 17
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Von der ersten Seite an ist man drin in dieser Geschichte, vor allem weil Caroline Wahl auch in ihrem zweiten Buch konsequent aus der Perspektive ihrer Protagonistin erzählt: Man sitzt mit ihr im Zug und ...

Von der ersten Seite an ist man drin in dieser Geschichte, vor allem weil Caroline Wahl auch in ihrem zweiten Buch konsequent aus der Perspektive ihrer Protagonistin erzählt: Man sitzt mit ihr im Zug und beobachtet eine dieser Mütter, die ihre Erziehung wie eine lautstarke Performance zelebrieren. Oder lümmelt - auf der Suche nach der einen schönen Erinnerung - mit Ida und ihrer Mutter auf dem Sofa und schaut Frühstücksfernsehen, wo die beiden die Promis benoten. Aus Alltagsszenen werden schmale Sätze voller Wucht, Schmerz und Witz. Und immer umkreisen sie die Leerstelle in Idas Leben. Als sie nach einem Zusammenbruch von Marianne, Knuts Frau, aufgenommen wird, findet sie sich wieder in einer duftenden Küche.

Jede Nacht, mehrmals, findet Ida ihre tote Mutter. In dem rot karierten Flanellpyjama, blass, mit leicht offenem Mund. Wie an dem Tag, als sie glücklich aus Prag kam. Idas Schuldgefühle lassen sie seitdem nicht schlafen, zur Beerdigung der Mutter schafft sie es nicht. Aus Idas überstürzter Flucht nach Rügen wird ein Herantasten ans Leben. Marianne stellt wenig Fragen, aber immer die richtigen. Und Idas Tage werden nach und nach strukturiert von Wald-Walking und Papageienkaffeetassen, Aufbackbrötchen und sehr viel Kuchen.

Nach und nach erweitert sich das Personentableau: Ida lernt Leif kennen, Rüganer und weltweit erfolgreicher Techno-DJ - aber auch er ist vom Leben lädiert. Und die Liebe zwischen den beiden ist keine Sommerromanze, sondern ein wuchtiger Klumpen im Magen, in dem es manchmal flirrt und flattert. Caroline Wahls Roman ist wie eine Netflix-Serie - eine der guten. Mit Sogwirkung und unmittelbaren Dialogen, aufgeschrieben wie in einem Drama.
Der Roman knallt, leuchtet und ein bisschen Glitzer schimmert da auch in der unruhigen See.

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Worauf kommt es wirklich an? Ein idyllisches Kleinod an der irischen Küste lehrt es uns

Mitternachtsschwimmer
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Ich wollte einen Roman lesen, der in Irland spielt, und „Mitternachtsschwimmer“ war perfekt dafür. Eine wunderschön geschriebene Geschichte über moderne Menschen, aber es fühlte sich nach einfacheren, ...

Ich wollte einen Roman lesen, der in Irland spielt, und „Mitternachtsschwimmer“ war perfekt dafür. Eine wunderschön geschriebene Geschichte über moderne Menschen, aber es fühlte sich nach einfacheren, vergangenen Zeiten an. Roisin Maguire hat gut ausgearbeitete, sympathische, aber nicht perfekte Charaktere erschaffen. Normalerweise mag ich keine Geschichten, die zur Zeit der Pandemie und des Lockdowns spielen, aber diese war wirklich reizend, obwohl ich sie nicht als leichte Kost bezeichnen würde. Ich mag realistische Charaktere, gut ausgearbeitet, inklusive Liebe, Hoffnung und Erlösung in der Geschichte. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte mit ungewöhnlichen Charakteren in der Atmosphäre einer Kleinstadt namens Ballybrady, voller skurriler Charaktere, die die Stadt kennen und lieben. Eine gelungene Übersetzung aus dem Englischen von Andrea O‘Brien.

Grace wohnt allein in einem malerischen Dorf an der irischen Küste. Sie verbringt ihre Zeit am liebsten allein, ohne einen Menschen zu sehen. Ihr Hund ist ihr wichtigster Begleiter. Wenn sie nicht mit ihm unterwegs ist, schwimmt sie oder quiltet. Sie ist der pure Wirbelwind, mit ehrlichen Worten auf der Zunge, aber gutem Herz. Sie kennt die Gefahren des Meeres ebenso, wie die, die einen Menschen ins Herz treffen können.
Um sich finanziell über Wasser zu halten, vermietet sie ein Cottage an Touristen.
Evan flüchtet in ebendieses Cottage - weg von seiner kriselnden Ehe. Er braucht Kraft, um seine Trauer um seine kleine Tochter zu verarbeiten, fröhnt aber immer mehr dem Alkohol, darunter leidet auch sein Job. Er möchte sich eine Woche Zeit für sich nehmen, um dann mit wiedergewonnener Kraft seine Rolle als Ehemann, Geschäftspartner und Vater wieder auszufüllen. Doch als er im Cottage in Ballybrady ist, überrascht ihn der Lockdown. Er ist nun gezwungen, sich mit den hiesigen Dorfbewohnern auseinanderzusetzen, zu denen auch Grace gehört. Er lernt, was wirklich wichtig ist im Leben.

Die Lektüre von „Mitternachtsschwimmer“ brachte mich dazu, darüber nachzudenken, dass die größte Raffinesse in der Einfachheit liegt, dass die Wahrheiten des Herzens nicht durch Wendungen in der Handlung oder andere literarische Standardtricks verschönert werden müssen. Eine Geschichte zu erzählen, - einfach und wunderschön und einer klaren Liebe zu dem irischen Ballybrady, das diese Charaktere so großzügig beherbergt, reicht aus. Als ich fertig war, war mein Herz voll.

Ich habe es geliebt. Schwierige Themen, aber leicht und schön geschrieben. Es war einfach, sich in der Geschichte zu verlieren. Eine sehr gut strukturierte und prägnante Handlung, die das Lesen zu einem Vergnügen machte - ich konnte währenddessen das Meer förmlich riechen und schmecken.
Der einzige Grund, warum ich ihm nicht fünf Sterne gegeben habe, ist, dass es ein paar Dinge gibt, die für mich mehr Erklärungen bedurft hätten.
Unabhängig davon hoffe ich auf mehr von Roisin Maguire. Sehr zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Zivilisationskritischer Roman mit Tiroler Bergkulisse!

Wild wuchern
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Auch ich wollte wissen, welche Art Geschichte sich hinter diesem wunderschönen Cover verbirgt und bin ganz unvoreingenommen in die Story gestartet, denn ich achte vor meiner Lektüre eines Buches immer ...

Auch ich wollte wissen, welche Art Geschichte sich hinter diesem wunderschönen Cover verbirgt und bin ganz unvoreingenommen in die Story gestartet, denn ich achte vor meiner Lektüre eines Buches immer penibel darauf, nicht vorher gespoilert oder beeinflusst zu werden, denn ich möchte mir meinen ganz eigenen Eindruck verschaffen (und Euch anschließend hier daran teilhaben lassen).

Das folgende Zitat spiegelt perfekt, worum es in „Wild wuchern“ geht:

„Ich war dort, wo man mich hingepflanzt hat, wie ein Ziergewächs in einem Topf. Jetzt bin ich hier und wuchere. Und niemand mehr da, der mich stutzt. Aber auch niemand, der mir Wasser gibt.“

Unsere Protagonistin ist Marie, eine junge Wienerin mit wie man so schön sagt, einem geregelten Leben - ein Ziergewächs in einer hübschen Wohnung mitten in der Stadt (oder im Topf sinnbildlich). Allerdings läuft nicht alles so rund, wie es nach außen scheint, denn sie ist ein Opfer von häuslicher Gewalt seitens ihres Lebenspartners Peter. Wir steigen in die Story ein, als sie flüchtet - vor dem neuesten Gewaltausbruch, vor ihrem Lebensgefährten, vor ihrem Leben. Doch wohin? Wo ist sie sicher? Sie macht sich auf den Weg zu einem Ort ihrer Kindheit, einer Tiroler Alm, der von ihrer Cousine Johanna bewohnt wird. Johanna war schon in der gemeinsam verbrachten Kindheit psychisch auffällig geworden, indem sie Ihre Kommunikation aufs Nötigste beschränkte und oft nicht mal das - sprich: sie zog sich in sich selbst zurück und stellte die Konversation mit anderen Menschen auch teils komplett ein. Wir werden hineingezogen in Maries Gedankenstrudel aus Angst - Angst, verfolgt zu werden von Peter, Angst, gefunden zu werden von Peter, aber auch Angst, abgelehnt zu werden von Johanna. Denn Marie struggelt nicht nur mit ihrer aktuellen Situation, sondern auch mit gewissen Erfahrungen aus und Erinnerungen an ihre Kindheit. Denn ebendiese Alm wurde einst auch von ihrem Großvater bewohnt, der ihr nicht besonders zugetan war - was für sie nur schwer aushaltbar war und sie auch zu einer folgenschweren Tat getrieben hat (für alle, die es noch nicht gelesen haben, möchte ich die Tat an dieser Stelle nicht spoilern, an alle die es bereits gelesen haben: Stichwort Babygämse).

Marie findet Unterschlupf bei Johanna, was man sich keinesfalls als luxuriöse Berghütten-Erfahrung vorstellen darf, sondern vielmehr als eine Besinnung auf das Leben in rudimentärster Weise. Denn Johanna lebt dort sehr einfach und verrichtet alle anfallenden Arbeiten rund um die Alm selbst, die fürs Überleben dort notwendig sind - da kommt natürlich eine Hilfe ganz gelegen, sollte man meinen. Doch Johanna fühlt sich zunehmend in ihrer Ruhe und ihrem friedlichen Leben dort gestört von dem „Eindringling“ Marie. Wie wird es also weitergehen? Werden sich die beiden Cousinen zusammenraufen? Muss Marie zurück zu ihrem gewalttätigen Mann?! Oder wird sie gar vorher dort gefunden von Peter oder der örtlichen Polizei?!

In jedem Fall besinnt sich Marie auf der Tiroler Alm auf das, worauf es ankommt im Leben. Sie findet Gefallen an der Verrichtung einfachster Tätigkeiten und dem damit verbundenen Tagesablauf. Marie ist endlich in der Lage, sich frei zu entfalten, oder man könnte es auch „Wild wuchern“ nennen - denn sie ist nicht mehr beschränkt auf ihre Wiener Wohnung inklusive Haustyrann, sondern hier gehts nur um das (Über-) Leben und was dafür nötig ist, ohne jegliche Ablenkung. Sie dringt auch immer mehr zu Johanna vor, indem sie sich an Ihre Vorstellungen des Lebens anpasst, wie z.B. tunlichst darauf zu achten keine Spinnennetze zu zerstören und co. Kann so ein „einfaches“ Leben die Erfüllung bringen?! Haben wir nicht schon alle einmal darüber nachgedacht?! Ich für meinen Teil auf jeden Fall und diesen Aspekt des Buches mochte ich ganz besonders. Katharina Köller übt Zivilisationskritik aus mit „Wild Wuchern“, sie thematisiert häusliche Gewalt, aber auch der zwischenmenschliche Aspekt kommt nicht zu kurz, denn die Beziehung der beiden Cousinen ist verworren, auch aufgrund psychischer Auffälligkeiten seitens Johanna, wie ihrem elektiven Mutismus (ihr zeitweiliges Schweigen bzw. die Kommunikation nur mit bestimmten Personen).
Ich habe das Buch gerne gelesen, aber in manchen Aspekten hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht, wie insbesondere der Cousinen-Beziehung inklusive Charakteren - ein Psychogramm der Figuren wäre großartig gewesen. Nichtsdestotrotz hatte ich wundervolle Lesestunden und kann Euch nur ans Herz legen, Euch einen eigenen Eindruck zu verschaffen - also wenn Ihr Lust habt auf einen kleinen gedanklichen Ausflug in die Berge inklusive atemberaubender Naturbeschreibungen, zwischenmenschlichem Wirrwarr, aber auch tiefgreifenden Aspekten wie Gesellschaftskritik, häuslicher Gewalt und psychischer Erkrankung, dann solltet Ihr Euch „Wild Wuchern“ von Katharina Köller unbedingt mal genauer anschauen!

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