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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2024

Stille Wasser sind tief

RIP. Band 4
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Die „RIP“-Reihe von Gaet‘s befand sich schon lange auf meiner Leseliste und nun, wo auch der letzte Band erschienen ist, wurde es endlich an der Zeit, sich mit den inoffiziellen Tatortreinigern aus Frankreich ...

Die „RIP“-Reihe von Gaet‘s befand sich schon lange auf meiner Leseliste und nun, wo auch der letzte Band erschienen ist, wurde es endlich an der Zeit, sich mit den inoffiziellen Tatortreinigern aus Frankreich auseinanderzusetzen. Nachdem ich bereits die ersten drei Bände gelesen habe, in dem es um Derrick, Maurice und dem Undercover-Polizisten Ahmed ging, beschäftigt man sich nun mit Albert, dem ruhigsten Mitglied aus der Tatortreiniger-Gruppe.

Albert wirkt auf den ersten Blick so, als würde er einer Fliege etwas zuleide tun können, allerdings merkt man auch schnell, dass bei ihm einiges im Argen liegt. So hat er sich während einer Aufräumaktion nicht nur in eine verstorbene Frau verliebt, sondern liebt es, Fotos von Leichen zu sammeln. Ohne zu viel zu verraten kann man sagen, Albert eine sehr komplexe Figur ist, die man nur schwer einschätzen kann. Auf der einen Seite wirkt er sehr unbeholfen und besitzt einen starken Gerechtigkeitssinn, auf der anderen Seite ist er auch oft brutal und geht wortwörtlich über Leichen, um an sein Ziel zu kommen.

Wie man bereits aus den Vorbänden weiß, ist Alberts Schicksal bereits bekannt. Wenig bekannt war bislang dagegen, welche Handlungsstränge dies im Laufe der Zeit mit sich bringen und welchen Einfluss der Verlauf der Geschichte noch nehmen wird. Ich hätte mir zwar im Großen und Ganzen eine Sicht von einem anderen Tatortreiniger noch gewünscht, allerdings hat Albert trotz seines einfachen Wesens dadurch seine Berechtigkeit, um selbst zu Wort zu kommen.

Die Illustrationen von Julien Monier sind weiterhin sehr detailliert und in eher dunklen Farben gehalten, was sehr gut zu den Figuren und der düsteren Stimmung in der Geschichte passt. Man sollte in diesem Band allerdings bedenken, dass es hier besonders blutig und teilweise sehr insektenlastig zugeht, sodass es dabei zu Triggern kommen könnte.

Kurz gesagt: „Albert: Möge deine Seele mit mir sein!“ ist insgesamt ein netter vierter Band der „RIP“-Reihe, der durchaus neue Informationen bietet, allerdings auch deutlich mehr Gewalt und Einblick in die Psyche des Menschen mit sich bringt.

Veröffentlicht am 14.06.2024

praktisches Helferlein

Raus aus dem Hormonkarussell
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„Raus aus dem Hormonkarussell“ aus der Feder von Hormonexpertin und Gynäkologin Dr. med. Judith Bildau ist der perfekte Ratgeber für alle Frauen ab 30, die Probleme mit ihrem Hormonhaushalt haben.

Egal, ...

„Raus aus dem Hormonkarussell“ aus der Feder von Hormonexpertin und Gynäkologin Dr. med. Judith Bildau ist der perfekte Ratgeber für alle Frauen ab 30, die Probleme mit ihrem Hormonhaushalt haben.

Egal, ob Soforthilfe bei PMS, Schmerzen während der Regel oder auch Gewichtszunahme oder Schlafstörungen – hier gibt es jede Menge hilfreiche Tipps und Tricks, wie man es sich ab 30 deutlich einfacher gestalten kann.

Neben den vielen Tricks gibt es auch ein paar interessante Fakten über Naturheilkunde, Nährstoffe, Foodhacks und wie man besser schlafen kann. Zusätzlich gibt es auch zwanzig Rezepte, die fast alle interessant und lecker klingen und auch in den Alltag eingebunden werden können.

Veröffentlicht am 07.05.2024

Unsympathische Tatortreiniger, die zum Nachdenken anregen

RIP. Band 1
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Die „RIP“-Reihe von Gaet‘s befand sich schon lange auf meiner Leseliste und nun, wo auch der letzte Band erschienen ist, wurde es endlich an der Zeit, sich mit den inoffiziellen Tatortreinigern aus Frankreich ...

Die „RIP“-Reihe von Gaet‘s befand sich schon lange auf meiner Leseliste und nun, wo auch der letzte Band erschienen ist, wurde es endlich an der Zeit, sich mit den inoffiziellen Tatortreinigern aus Frankreich auseinanderzusetzen. Meine Erwartungen an die Reihe waren enorm hoch und ich bin froh, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Im ersten Band „Ich werde den Tod nicht überleben“ wird die Geschichte aus der Sicht von Derrick erzählt. Derrick befindet sich in den Vierzigern, hat kaum Zukunftsperspektiven, kein Geld, ist gesundheitlich angeschlagen und lebt sprichwörtlich von der Hand in den Mund. Er führt eine lieblose Ehe, die ihm nichts bedeutet und hat dazu einen Job, der mehr als zwielichtig ist.

Während er und seine Kollegen Maurice, Eugène und Co. sich inoffiziell als Tatortreiniger bezeichnen, sind sie diejenigen, die die Häuser und Wohnungen von Verstorbenen ausräumen. Der Haken dabei ist, dass sich die Verstorbenen noch in ihren Wohnräumen befinden und weder die Polizei, noch ein Bestatter bislang informiert wurden.

Derricks Geschichte wird dabei sehr roh und nüchtern erzählt. Es wird nichts beschönigt und man sollte sich bei dieser Reihe bewusst sein, dass man auch sehr detailliert illustrierte Leichen zu sehen bekommt. Die Reihe wird vom Splitter Verlag für ein Alter ab 16 Jahren empfohlen, was definitiv gerechtfertigt ist.

Allgemein sind die Illustrationen von Julien Monier sehr detailliert und in eher dunklen Farben gehalten, was sehr gut zu den Figuren und der düsteren Stimmung in der Geschichte passt.

Kurz gesagt: „Derrick: Ich werde den Tod nicht überleben“ ist insgesamt eine interessante, teilweise abstoßende Geschichte, die allerdings auch aufgrund der Thematik zum Nachdenken anregt und aufzeigt, zu was Menschen in ihrer Verzweiflung in der Lage sind. Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Bände.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Ein Muss für Fans der Videospiel-Reihe

Clementine
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Als Fan des „The Walking Dead“-Universums habe ich nicht nur die gleichnamige TV-Serie geschaut und zum großen Teil die Comics gelesen, sondern vor allem auch die Videospiele gespielt. Während in den Comics ...

Als Fan des „The Walking Dead“-Universums habe ich nicht nur die gleichnamige TV-Serie geschaut und zum großen Teil die Comics gelesen, sondern vor allem auch die Videospiele gespielt. Während in den Comics und der Serie die Geschichte von Rick, Carol, Daryl und Co. erzählt wird, lernt man in den Videospielen Clementine kennen, die ich direkt in mein Herz geschlossen.

Obwohl die Videospiel-Reihe bereits ihr Ende gefunden hat, hat sich Tillie Walden dazu entschieden, Clementines Geschichte auch weiterhin erzählen zu wollen. Der Comic startet in etwa zur selben Zeit, in der die Videospielreihe endet. Vorkenntnisse wären von daher ein Vorteil, sind aber nicht unbedingt ein Muss, da man im Laufe der Geschichte immer mal wieder auf Clementines Vergangenheit eingeht.

Clementine ist wieder alleine unterwegs, nachdem sie sonst immer mindestens eine Person bei sich hatte, um die sie sich kümmern konnte. Da sie jedoch immer noch traumatisiert ist, möchte sie ihren Weg zukünftig alleine gehen und versucht sich immer mehr nach Norden in Richtung Kanada zu bewegen. Auf dem Weg dorthin trifft sie auf Amos, der in einer Siedlung lebt, die sehr an das 19. Jahrhundert erinnert. Beide begeben sich nach Norden, wo sie auf weitere Teenager treffen. Während Amos von allem sehr begeistert ist und recht naiv an die Zombie-Apokalypse herangeht, hat Clementine schon zu viel erlebt und zu viel verloren, um Menschen zu vertrauen.

In „Clementine“ ist es besonders interessant, wie wenige Worte manchmal vieles bewirken können, um für ein Umdenken zu sorgen. Die Geschichte besitzt Tiefe, stellt die richtigen Fragen und sorgen dafür, dass man sich selbst auch hinterfragt, wie man in der ein oder anderen Situation handeln würde.

Für Fans der „The Walking Dead“-Videospiel-Reihe ist „Clementine“ somit ein absolutes Muss. Wer jedoch gerne Geschichten rund um Zombies liest und bereits mit dem „The Walking Dead“-Universum vertraut ist, sollte dem Auftakt einer neuen Reihe definitiv eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Netter Guide, aber nicht unbedingt ein Muss

Palworld - Der große inoffizielle Guide
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Ich spiele schon seit einer ganzen Weile „Palworld“ auf der Xbox One und mir gefällt die Mischung aus Aufbau, Simulation, RPG und Crafting sehr. Obwohl ich mich doch schon für einen Profi in dem Spiel ...

Ich spiele schon seit einer ganzen Weile „Palworld“ auf der Xbox One und mir gefällt die Mischung aus Aufbau, Simulation, RPG und Crafting sehr. Obwohl ich mich doch schon für einen Profi in dem Spiel halte, war ich dennoch gespannt darauf, was es alles in dem inoffiziellen Guide zu entdecken gibt und ich muss sagen, dass ich doch noch den ein oder anderen Geheimtipp entdeckt habe.

Auf 340 Seiten entdeckt man hier mit vielen detaillierten Illustrationen und Screenshots alles über das Spiel und, was man in dem Spiel alles entdecken und erreichen kann. Dabei ist alles sehr simpel und fast schon selbsterklärend beschrieben, sodass vor allem Anfänger großen Spaß an dem Guide haben werden.

Ob das Buch jedoch wirklich seine 24,90 EUR wert ist, ist mehr als fraglich, da man die meistens Tipps auch online vorfinden kann. Dennoch ist es für Fans eine nette und informative Sache, die man sich ruhig anschauen kann.