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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.07.2024

etwas zu großer Fall für Gianna

Was der See birgt
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Der Krimi spielt am Gardasee und durch die bildhafte und detaillierte Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten, hat man als Leser*in das Gefühl mit den Charakteren vor Ort zu sein. Gianna arbeitet als ...

Der Krimi spielt am Gardasee und durch die bildhafte und detaillierte Beschreibung der örtlichen Gegebenheiten, hat man als Leser*in das Gefühl mit den Charakteren vor Ort zu sein. Gianna arbeitet als Journalistin in einer lokalen Zeitung und bearbeitet somit die alltäglichen Fälle, meistens sind diese nicht besonders aufregend, doch endlich tut sich mal etwas. Ein Toter wird aufgefunden und zufälligerweise war sie mit ihm am Vortag verabredet und unterwegs, vielleicht sogar die letzte Person, die ihn lebend gesehen hat. Aufgrund ihres Berufes ist Gianna auch neugierig und versucht selbst Recherchen anzustellen und mehr über den mysteriösen Todesfall herauszufinden. So weit hat mir der Krimi sehr gut gefallen, der Abschluss mit dem Geheimbund und den Anhängern des Bundes war mir von der Idee her nicht neu und auch inhaltlich zu abgehoben und unrealistisch im Vergleich zum restlichen Krimi. Beim nächsten Fall würde ich mir wieder mehr regionale Darstellungen und kleinere, spannender Fälle wünschen, die auch in die Gegend passen, auch diese kann man spannend aufpeppen.

Veröffentlicht am 07.07.2024

bedrückende Fortsetzung

Windstärke 17
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Das Cover mit dem sommerlichen Urlaubsmotiv täuscht, denn der Roman ist keineswegs eine leichte Sommerlektüre, sondern harte Kost. Die Grundstimmung ist traurig, bedrückend und teilweise hoffnungslos, ...

Das Cover mit dem sommerlichen Urlaubsmotiv täuscht, denn der Roman ist keineswegs eine leichte Sommerlektüre, sondern harte Kost. Die Grundstimmung ist traurig, bedrückend und teilweise hoffnungslos, mit kleinen hellen Momenten, die Hoffnung zulassen. Der Roman setzt ein paar Jahre nach „22 Bahnen“ an und erzählt diesmal aus Sicht der jüngeren Tochter Ida. Es werden auch Rückblicke gegeben, aber es ist besser, wenn man den Vorgänger-Teil gelesen hat, da man die Familiensituation und gewisse Verhaltensweisen von Ida viel besser nachvollziehen kann. Als Leser*in kann man das Gefühlschaos von Ida sehr gut nachvollziehen und auch die Leere und Schwere in ihrem Leben, die sie nach dem Tod ihrer Mutter empfindet. Auch wenn es kein unerwarteter oder plötzlicher Tod war, so reißt er Ida doch aus dem gewohnten Umfeld und aus ihrem gewohnten Leben. Sie ist plötzlich frei und könnte über ihr Leben selbst bestimmen, doch plötzlich fühlt es sich falsch an und ist es gar nicht so einfach zu entscheiden, was sie jetzt machen möchte. Ida braucht Zeit der Trauer und Zeit, um sich neu zu orientieren, die ihr bei lieben Menschen geschenkt wird. Manchmal ist Familie viel weiter zu fassen als die enge Familie und Blutsverwandtschaft.

Veröffentlicht am 30.06.2024

Family trifft auf Thriller

Die Dämmerung (Art Mayer-Serie 2)
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Ich würde empfehlen, den ersten Teil der Thriller-Serie vor diesem Teil zu lesen, da man dann die Hauptcharaktere schon kennt und einschätzen kann, warum sie in welchen Situationen so handeln, wie sie ...

Ich würde empfehlen, den ersten Teil der Thriller-Serie vor diesem Teil zu lesen, da man dann die Hauptcharaktere schon kennt und einschätzen kann, warum sie in welchen Situationen so handeln, wie sie es tun und nicht anders und außerdem bereitet es mehr Lesefreude die Reihe in chronologischer Reihenfolge zu lesen. Die Ermittler sind gut beschrieben und ihre Herangehensweise zur Problem- und Falllösung finde ich spannend, auch die Gespräche sind erfrischend und lockern auf. Spannend finde ich, dass auch eine schwangere Ermittlerin Einblicke in ihre Gefühls- und Arbeitswelt gibt. Generell ist die Erzählform bildhaft und beschreibend, sodass man sich gut hineinversetzen kann. Den Nebenerzählstrang finde ich nicht weniger spannend als den Hauptstrang, aber darauf möchte ich jetzt an dieser Stelle inhaltlich nicht weiter eingehen, damit ich nicht zu viel verrate.

Veröffentlicht am 20.06.2024

erschreckende Hintergrundgeschichten

Krähentage
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Der Thriller beginnt sogleich mit einer grauenhaften und mysteriösen Mordserie und zugleich werden zwei neue Ermittlerinnen eingeführt. Über das Ermittlungsteam und die beiden leitenden Ermittlerinnen ...

Der Thriller beginnt sogleich mit einer grauenhaften und mysteriösen Mordserie und zugleich werden zwei neue Ermittlerinnen eingeführt. Über das Ermittlungsteam und die beiden leitenden Ermittlerinnen Jakob und Mila erfährt man wenig Privates, man bekommt als Leser*in zwar eine Ahnung davon, dass beide mit einer komplizierten Vergangenheit kämpfen, aber womit genau ist lange Zeit unklar. Sie lassen keine Nähe zu und wirken eher distanziert, aber trotzdem auf die Arbeit fokussiert und ehrgeizig, sodass sie Erfolge abliefern wollen. Das Team findet sich allerdings schnell zusammen und arrangiert sich sehr gut mit der neuen Situation, sodass auch alle Fähigkeiten optimal eingesetzt werden können.
Ob die Mordserie und die Serie der überfallenen, misshandelten Frauen zusammenhängen, bleibt auch lange Zeit unklar und wird für meinen Geschmack am Ende dann etwas zu schnell und ohne viele Erklärungen abgehandelt. Hier hätte ich mir weitere Hintergrundinformationen zu den Taten gewünscht.
Die privaten Einblicke von Jakob und seiner Familie haben mich am Schluss fassungslos zurückgelassen. Ohne zu viel davon zu verraten, damit hatte ich keinesfalls gerechnet und ich weiß auch nicht, wie künftig damit umgegangen wird und wie sich dies mit seinem Beruf vereinbaren lässt. Über Mila weiß ich auch am Ende noch nicht so viel, sie blendet ihre Vergangenheit bewusst aus und lässt nur sehr wenig Einblicke zu, sodass sie weiterhin forsch und abweisend wirkt, obwohl sie bewiesen hat, dass sie auch ganz anders sein kann.

Veröffentlicht am 19.06.2024

große Überraschung am Schluss

Zorn – Schwarze Tage
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Der dreizehnte Teil der Zorn-Reihe ist persönlicher und dramatischer als die vorangegangenen Teile. Um die Hintergründe gut zu verstehen und auch mit den Hauptcharakteren bekannt zu sein, empfehle ich ...

Der dreizehnte Teil der Zorn-Reihe ist persönlicher und dramatischer als die vorangegangenen Teile. Um die Hintergründe gut zu verstehen und auch mit den Hauptcharakteren bekannt zu sein, empfehle ich die vorigen Teile gelesen zu haben. In diesem Teil ist der Tenor ernster, es gibt viel weniger Wortwitze zwischen Zorn und Schröder, dafür ist ihre Freundschaft inniger und verständnisvoller. Vor allem bei Zorn merkt man eine deutliche Veränderung im Verlauf der Zeit, er wirkt schon fast umgänglich und zahm und auch die große „Patchwork-Familie“ ist viel enger zusammengewachsen und unterstützt sich gegenseitig. Inhaltlich möchte ich nicht zu viel vorgreifen, allerdings hat mir der Schluss nicht so gut gefallen und ich habe mich gelinkt gefühlt. Somit war dies nicht mein „Lieblingsteil“ der Serie. Froh bin ich allerdings darüber, dass dies nicht der letzte Teil der Serie geworden ist und es einen Folgethriller geben wird.