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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2024

Das fehlende Teil

Four Secrets to Share (Breaking Waves 4)
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Ich habe diese Reihe so geliebt und jeden Einzelband total verschlungen. Ich liebe die Inselvibes und diese ganz besondere Frauen-Freundschaft, die über die Bücher hinweg zu einem Safe Space für mich geworden ...

Ich habe diese Reihe so geliebt und jeden Einzelband total verschlungen. Ich liebe die Inselvibes und diese ganz besondere Frauen-Freundschaft, die über die Bücher hinweg zu einem Safe Space für mich geworden ist. Der vierte Band bringt sie nun alle zusammen und beantwortet endlich alle brennenden Fragen.

Zum Inhalt: vor dreizehn Jahren hat Lee die Insel überstürzt und mit einem gebrochenen Herzen verlassen, um ihren Traum von einer professionellen Surfkarriere auf Hawaii zu leben. Doch nun ist es an der Zeit heimzukehren, sich der Vergangenheit und ein paar offenen Wunden zu stellen.

Lee hat für mich das krasseste Einzelschicksal der Freundinnen. Im Gegensatz zu den anderen musste sie früh erwachsen werden und in meinen Augen hat sie dir stärkste Entwicklung durchgemacht. Mit ihrem Mut, ihrer inneren Stärke und ihrem schieren Willen ist sie ein echten Role Model und ich hab ihre Geschichte so geliebt.

Dieses Buch bringt nicht nur die Freundinnen endlich alle wieder zusammen, es enthält auch eine schöne Friend to Lovers Liebesgeschichte, dir unter die Haut geht.
Und natürlich gibt es endlich ein paar lang ersehnte Antworten zu Josies Verschwinden. Die Geschichte ist herzergreifend, aber auch wendungsreich und spannend.

Habe die Geschichte wieder total verschlungen und mich total im Surf- und Inselfeeling verloren. Einfach alles an dieser Geschichte ist super stimmig und hat mich absolut gecatcht.

Für mich ein absolutes Highlight und Sommer-Leseerlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

packender Nervenkitzel bis zum Schluss

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Ich finde die Hunter und Garcia Reihe von Chris Carter einfach großartig und fiebere bei den perfiden Fällen, die das LAPD da zu lösen hat, jedes Mal total mit. Auch dieser Fall hat es wieder mächtig ist ...

Ich finde die Hunter und Garcia Reihe von Chris Carter einfach großartig und fiebere bei den perfiden Fällen, die das LAPD da zu lösen hat, jedes Mal total mit. Auch dieser Fall hat es wieder mächtig ist sich und ich fand das Kernthema unglaublich packend und grandios inszeniert. Hatte dieses Mal das Gefühl, dass der Fall weniger blutig war als sonst, dafür deutlich psychologischer, was mir richtig gut gefallen hat.

Zum Inhalt: Die Autopsie eines Verkehrsopfers lässt Rechtsmedizinerin Hove stutzen und leitet einen neuen Fall für die UVC-Abteilung des LAPD ein- denn der Tote ist nicht bei einem Unfall ums Leben gekommen, auch wenn auf den ersten Blick darauf hindeutet. Aber wie löst man einen Fall bei dem es keine Spuren gibt?

Die Inszenierung der Morde fand ich wieder wahnsinnig grausig und bei der Vorstellung des ganzen Ausmaßes dessen, was das Buch offenbart, läuft es mir immer noch kalt den Rücken runter. Ich finde Chris Carter trifft mit seinen Büchern immer echt nen Nerv bei mir und raubt mir regelrecht den Atem mit der Perfidität seiner Geschichte. Das Buch ist unglaublich packend und ein echter Pageturner.

Was ich an der Reihe generell und jetzt auch bei diesem Band wieder total mochte ist, wie hier einfach gute alte Polizeiarbeit geleistet wird. Auch die Verbindung zur Rechtsmedizin und deren Mitarbeit an dem Fall hat mir hier richtig gut gefallen und erheblich zum Flair des Falls beigetragen. Fand fast schade, dass man so wenig Berührungspunkte mit Hove und ihrem rechtsmedizinischen Wunderkind hat, denn die Autopsie-Szenen fand ich unglaublich fesselnd.

Die Enthüllung am Ende war für mich ein echter Schocker, die Atmosphäre im Buch war insgesamt sehr düster aber gegen Ende legt Carter da echt nochmal ne Schippe drauf und zieht auch ordentlich das Tempo an. Wahnsinnig gut geplattet und absolut nervenaufreibend. Ein grandioser 13. Band der Reihe.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Mörderische Jagd durch London

Maybrick und die Toten vom East End
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„Maybrick“ ist ein atmosphärischerer Polizeiroman der mit einem coolen Londoner Setting im frühen 20 Jh. daherkommt. Die Geschichte ist vielschichtig angelegt und bietet ein stimmungsvolles Leseerlebnis ...

„Maybrick“ ist ein atmosphärischerer Polizeiroman der mit einem coolen Londoner Setting im frühen 20 Jh. daherkommt. Die Geschichte ist vielschichtig angelegt und bietet ein stimmungsvolles Leseerlebnis zwischen Bandenkriegen, Polizeigewalt und Armut. Ich hoffe hier auf weitere Bände, denn die atmosphärische Erzählung bietet auf jeden Fall Potential für weitere Fälle.

Zum Inhalt: Joseph Maybrick ist der neue leitende Inspektor in Whitechapel, selbst Kind einer Arbeiterfamilie und aufgewachsen in den Slums, weiß er um die Sorgen und Probleme der Bevölkerung. Als ein totes Kind gefunden wird, ist klar, dass seine Einheit schnell handeln muss, wenn nicht noch mehr Kinder in Gefahr sein sollen und er begibt sich in die Dunkelheit der Docks, wo ein erbitterter Bandenkrieg tobt.

Das Setting ist stimmungsvoll und authentisch angelegt. Es erinnert sehr an Formate wie Peaky Blinders und entführt den Leser in die dunklen Abgründe der Arbeiterviertel. Das Set-Up strotzt vor Elend und Trostlosigkeit und das Schicksal der Kinder in dieser Geschichte ist absolut grausig und erschreckend. Die vielfältigen Nebenhandlungen rund um die verschieden Banden und die Spannungen und Machtkämpfe Innerhalb des Viertels haben mir gut gefallen und die Geschichte gut ausstaffiert, sodass es einiges zu entdecken gab.

Und in all dieser Dunkelheit gab es auch Lichtblicke: unter anderem Inspektor Maybrick, der oftmals zu weich für seinen Posten wirkt, aber mit eiserner Hand in den eigenen Reihen durchgreift und nicht zuletzt die beiden Schmuggler und Bandenchefs Hester und Heath, die sich aus den Tiefen des Slums an die Spitze gekämpft haben und den Kindern eine sichere Perspektive bieten. Ich mochte die tiefgründigen, von ihren eigenen Schicksalen geplagten Charaktere, die alle spezifische Aufgaben innerhalb der Handlung erfüllen und unterschiedliche Aspekte des Arbeiterviertels verkörpern.

Der Fall war abgründig und spannend, ich wurde richtiggehend in die Handlung hineingesogen und hoffe, dass die Geschichte rund um Maybrick und den Banden der Londoner Docks weitergeht. Ein sehr gelungener historischer Kriminalroman, der in Leser in eine andere, düstere Epoche entführt und mit einem grandiosen Ermittler aufwartet.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Die Liebe eines Lebens

Man sieht sich
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„Man sieht sich“ ist eine Geschichte über Timing, über verpasste Chancen und Unwägbarkeit des Lebens. Übers Lieben und geliebt werden. Zwischen Frie und Robert ist es eine sehnsüchtige und aber auch wehmütige ...

„Man sieht sich“ ist eine Geschichte über Timing, über verpasste Chancen und Unwägbarkeit des Lebens. Übers Lieben und geliebt werden. Zwischen Frie und Robert ist es eine sehnsüchtige und aber auch wehmütige Liebe, ein ewiges „Was wäre wenn“. Hat mir richtig gut gefallen und mich mit seiner authentischen Art sehr berührt.

Zum Inhalt: als Robert neu an die Schule kommt, ist Frie mit ihren großen Füßen und den langen Haaren die erste die er kennenlernt. Und die erste, in die er sich verliebt. Doch Frie will weg, raus in Welt und ihre Freiheit genießen und so bleiben sie Freunde. Immer wieder treffen sie aufeinander und immer wieder kommt ihnen etwas dazwischen. Soll es vielleicht einfach nicht sein?

Die Geschichte der beiden wird chronologisch erzählt, der Leser erfährt wie ihre Lebenswege immer wieder aufeinander prallen und sich wieder trennen. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Protagonisten erzählt. Man erlebt einzelne Abschnitte daher nur aus der Perspektive der Person, bei der es einschneidende Veränderungen gibt, trotzdem ergibt sich dadurch eine stimmige Chronik ihres gemeinsamen Lebens.

Ich mochte es, dass diese Geschichte nicht romantisch stilisiert ist, sonders es auch einfach mal kompliziert ist, man andere Personen datet oder der andere schlichtweg nicht interessiert ist. Ich fand die teilweise nüchterne Betrachtungsweise der beiden Protagonisten sehr erfrischend, sie machen sich und dem Leser nichts vor. Natürlich darf dabei mal gehadert und mit sich gerungen werden. Ich fand die Geschichte hat einen sehr realitätsnahen, nachvollziehbaren Blick auf Beziehung abgeliefert.

Neben der Beziehung der beiden Protagonisten stehen auch ihre jeweiligen romantischen Beziehung zu anderen, sowie besondere Freundschaften und die Familie im Fokus. Generell kann man also sagen, dass dies eine Geschichte über zwischenmenschliche Beziehungen ist. Mir hat diese Geschichte richtig gut gefallen, sie unterhält, regt aber auch zum Nachdenken an und ist einfach eine Geschichte, in die ich mich gut fallen lassen konnte.

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Veröffentlicht am 30.06.2024

Die nächste Eskalationsstufe

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Ich hab schon einige Bücher von Marc-Uwe Kling gelesen, aber dieses Buch ist anders als alles, was ich von ihm kenne. Es ist abgründiger, brisanter, schockierender. Eine moderne Horrorgeschichte, die einen ...

Ich hab schon einige Bücher von Marc-Uwe Kling gelesen, aber dieses Buch ist anders als alles, was ich von ihm kenne. Es ist abgründiger, brisanter, schockierender. Eine moderne Horrorgeschichte, die einen nicht mehr loslässt.

Zum Inhalt: ein 16-jähriges Mädchen wird vermisst. Als ein Video viral geht, das seine Vergewaltigung zeigt, stellt das BKA eine Taskforce zusammen. Denn die zu sehenden Täter haben alle einen Migrationshintergrund. Und schnell eskalieren die Reaktionen im Netz und das BKA muss nun nicht nur das Mädchen finden und die Täter zur Rechenschaft ziehen, sondern auch noch eine selbsternannte rechte Bürgerwehr in Schach halten.

Dieses Buch ist ein einziges Pulverfass, das temporeich und mitreißend eine absolut unglaubliche Geschichte erzählt, deren Grausigkeit darin liegt, dass sie absolut im Bereich des Möglichen liegt. Die Geschichte ist sehr brisant und realitätsnah beschrieben. Und das hat mir beim Lesen eine Heidenangst beschert.

Das Buch ist schon auch mit brutalen Schilderungen, Kraftausdrücken und Anfeindungen gespickt, was aber absolut zum Inhalt passt und diesen unterstreicht. Die Kapitel sind kurz und angenehm zu lesen. Für mich war diese Kombination aus temporeicher, sich überschlagender Handlung und knackiger, pointierter Erzählweise super packend. Die Sogwirkung und das Eskalationslevel der Geschichte sind einfach gigantisch.

Das gesamte Buch steckte für mich voller Mindf*ck-Momente und das Ende hat mich schier fassungslos zurückgelassen. Ich muss erstmal verarbeiten, was ich da gelesen habe. Unfassbar schaurig und verstörend.

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