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Veröffentlicht am 01.07.2024

Wie wird man berühmt?

Fucking Famous
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Lotte Hohenfeld hat schon einiges versucht. Start-up mit einer Dating App, ein Buch über Tinder, doch alles ist gescheitert. Bis eine Freundin beschließt, dass Lotte Star Qualitäten hat und gefälligst ...

Lotte Hohenfeld hat schon einiges versucht. Start-up mit einer Dating App, ein Buch über Tinder, doch alles ist gescheitert. Bis eine Freundin beschließt, dass Lotte Star Qualitäten hat und gefälligst berühmt werden sollte. Also nimmt Tessa es in die Hand, sieht LOTTE HOHENFELD als Projekt und macht sie über Instagram und Co zur Influenzerin. Aus Wolkenbilder werden Bilder von Lottchen, Tutorials und Co. Und aus Lotte langsam aber sicher (nicht nur auf dem offiziellen Weg) zur Berühmtheit.

Das Thema hatte mich direkt interessiert, obwohl das Cover mich nicht sonderlich angesprochen hat und mir in der Buchhandlung nicht aufgefallen wäre, wurde ich durch den Titel und Untertitel neugierig. Aber -und deswegen fällt mir diese Rezi auch schwer - ich bin das gesamte Buch über nicht wirklich warm mit der Protagonistin geworden. Ich konnte ihre Empfindungen nur selten nachfühlen. Es überwogen für mich ihre langatmigen Gedankengänge, statt in die Handlung zu kommen. Mal kommt sie wissenschaftlich, mal philosophisch daher, mal mit Vergleichen zu bekannten Personen, doch Dialoge gab es eher wenige. Das ist nicht unbedingt schlecht, ich hatte aber eine andere Erwartung. Der angekündigte Spaß, ging für mein Gefühl verloren. Natürlich ist das eine Geschmacksache, nur weil mir diese Art der Erzählung und der Schreibstil nicht zugesagt hat, kann es bei anderen genau den Nerv der Zeit treffen. Vielleicht bin ich noch die falsche Generation, zu nah an SocialMedia dran. Manche Dinge sind authentisch, andere allerdings überzogen dargestellt. Ich bin einfach kein Fan von Satire und da manche Parallelen zu echten Personen erkennbar waren, hatte es für mich einen satirischen Charakter.

Aber bildet euch eine eigene Meinung, nur weil ich nicht wirklich in einen guten Lesefluss kam und meine Kritikpunkte habe, heißt das nicht, dass es für andere genau das richtige Buch ist. Manche Rezis sprechen schließlich dafür, dass es bei manchen sehr gut ankommt.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Erwartungsschürend

Ich, die ich Männer nicht kannte
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Leider konnte dieses Hörbuch nicht ganz meine Erwartungen erfüllen. Zum einen, weil es meiner Meinung nach völlig falsch vermarktet wurde. Der Vergleich zu dem Buch „Report der Magd“ hat bei mir dafür ...

Leider konnte dieses Hörbuch nicht ganz meine Erwartungen erfüllen. Zum einen, weil es meiner Meinung nach völlig falsch vermarktet wurde. Der Vergleich zu dem Buch „Report der Magd“ hat bei mir dafür gesorgt, dass ich ein ganz anderes Bild von dem Buch hatte. Auch wenn der Titel es eigentlich schon andeutet.
Eine Gruppe von Frauen ist in einer dystopischen Welt eingeschlossen. Als sie sich befreien können, wandern sie umher. Aufgrund des Alters und weil sie keine Medizin haben, stirbt eine nach der anderen. Die Prota, die diese Geschichte erzählt ist allerdings noch jung und wir begleiten sie auf ihrem Leben, ihrer Selbstfindung und bei den vielen Fragen zu allem um sie herum.


Was mich am Anfang sehr gestört hat, dass ihr immer wieder von den Frauen gesagt wurde „das brauche sie nicht wissen“, wenn sie Fragen hat. Kleinhalten innerhalb einer Frauengruppe hat mich nahezu aufgeregt. Auch der Satz, sie würde eh Jungfrau bleiben - da Ma zu dem Zeitpunkt nicht wusste, dass alle anderen Menschen scheinbar ausgestorben sind, konnten das die Frauen doch auch nicht wissen. Womöglich habe ich das Buch auch nicht richtig verstanden. Diese Sätze haben nämlich schon von Beginn an dafür gesorgt, dass ich nicht richtig in die Geschichte eintauchen konnte.

Leider gab es auch immer wieder feine Klickgeräusche in meiner Hörbuchversion. Ich vermute mal, dass anderen das kaum auffallen wird, weil ich auf solche Töne stärker reagiere als andere Personen.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Nicht meins

Dark Labyrinth – Gefährliches Verlangen
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Ich hatte mir so viel von dem Buch erhofft. Zu viel offensichtlich, denn es war leider so gar nicht meins. Es sollte eine Neuinterpretation der Minotaurussage der griechischen Mythologie sein, aber bis ...

Ich hatte mir so viel von dem Buch erhofft. Zu viel offensichtlich, denn es war leider so gar nicht meins. Es sollte eine Neuinterpretation der Minotaurussage der griechischen Mythologie sein, aber bis auf ganz wenige Elemente war davon nicht viel zu sehen.
Eine Frau wacht ohne Erinnerung in einem Labyrinth auf, ein Dämon ihr gegenüber, der mit ihr gemeinsam hinausfinden will. Die ständigen Wechsel zwischen „sie hassen sich“ und „sie lieben sich“ gingen mir so oft hin und her. Mal ganz abgesehen von den ständigen Wiederholungen, die dafür gesorgt haben, dass ich die ersten 250 Seiten eigentlich nur überflogen habe. Nun gut.. (das kommt auch oft vor) von Stil her war es auch nicht so wirklich meins. Neben Gesprächen, die aufgesetzt und hölzern wirkten, wechseln die Protagonisten zwischen altmodischer Sprache und moderner - da fehlt mir der rote Faden (oder der Ariadnefaden?). Das Magiesystem war im Grunde interessant, wenn man kinky Spice mag. Für mich ist es aber nichts. Allerdings habe ich einen Grund, warum das Buch dann doch ein paar Sterne von mir bekommt: die Wendung was hinter dem Gedächtnisverlust wirklich steckte, habe ich so nicht kommen sehen und null erwartet, das war mal was Neues.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Reflexion und Biografie einer Yogainfluenzerin

Es ist ein Fulltime-Job, sich selbst zu lieben
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Das Cover und der Titel hatten mich neugierig gemacht, aber auch ein wenig eine andere Erwartungshaltung geweckt. Mir war zwar klar, dass es biografische Züge hat, aber dennoch hatte ich mehr einen Weg ...

Das Cover und der Titel hatten mich neugierig gemacht, aber auch ein wenig eine andere Erwartungshaltung geweckt. Mir war zwar klar, dass es biografische Züge hat, aber dennoch hatte ich mehr einen Weg zur Selbstfindwung über Yoga als Ratgeber erwartet.

Doch es ist eher eine Selbstreflexion der Autorin und ein aufzeigen der Problematik des amerikanischen Yoga. Wichtige Themen wie Body-Shaming, Feminismus und Rassismus werden immer wieder angesprochen, doch in diesem Ausmaß hatte ich es nicht in einem Bich dieser Art erwartet. Der provokante Schreibstil spricht mich leider gar nicht an. Gut hingegen waren die zum jeweiligen Kapitel einleitenden Zitate.

Das Titelgebende Kapitel hat mich aber dann sehr enttäuscht, denn statt Selbstliebe ging es hier vie mehr um sexuelle Übergriffe.

Also ich hatte einfach ganz andere Vorstellungen als das, was man dann zu lesen bekam. Ich bin zudem kein Fan davon, wenn in einem Buch ständig von einem anderen Buch der Autor:innen gesprochen wird, als wäre es ein einziges Werbeplakat.

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