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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.04.2025

Vikings Vibes, aber dafür sehr viel Blut und Spice...

Die Skaland-Saga, Band 1 - A Fate Inked in Blood
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Ich hatte mich nach der Leseprobe sehr auf das Buch gefreut. Die nordische Mythologie gepaart mit etwas Romanze und Fantasie.
Das Thema nordische Mythologie hätte echt spannend werden können, aber dafür ...

Ich hatte mich nach der Leseprobe sehr auf das Buch gefreut. Die nordische Mythologie gepaart mit etwas Romanze und Fantasie.
Das Thema nordische Mythologie hätte echt spannend werden können, aber dafür hätte es für mich deutlich mehr Worldbuilding und Hintergrundinfos gebraucht – ich bin mit wenig Vorwissen ans Buch gegangen und wurde definitiv enttäuscht. Die Götter werden ständig aufgezählt, aber die Bedeutung dahinter fehlt, ihre Rituale nur angekratzt und Valhalla definitiv zu oft und in falschen Zusammenhängen erwähnt. Statt einer Einführung gibt’s nur bruchstückhafte Randinfos. Die Götter, die Welt, die ganzen Mechanismen – sie sind einfach da. Ohne Erklärung, ohne Tiefe. Schade!

Dann die Romanze. Davon mal ganz abgesehen, dass ich Freya in dem Buch hassen gelernt habe, hatte es mehr körperliches Interesse als echte Verbindung. Die Gespräche waren flach und die Fassaden stur aufrechterhalten, so dass für mich auch hier keine Tiefe entstand. Die moderne Sprache hat dann noch dazu beigetragen und die ständige Erwähnung dieses mächtigen "Björns", wo wirklich jede Frau weiß, was sie bekommt. Wenn es nicht gerade nur um das Eine ging, was Freya das Denken erschwert hat, dann hat sie einige undenkbare Dinge getan und war dann auch noch so stur, eher passiv, weinerlich, festgefahren in den immer gleichen Gedanken und stellenweise unangenehm herrisch. Bjorn setze ich rein charakterlich etwas in Klammern, aber angesichts des Handlungsverlaufs fällt es schon schwer, ihn richtig individuell und genauer zu betrachten.

Das Ende und damit die große Enthüllung hatte ich schon nach ein paar Seiten geahnt und hätte mir auch hier mehr von Freya erwartet. Zusammenfassend fand ich den Schreibstil auch nicht so rund. Es gab es viel inneren Monolog mit ständig offenen Fragen, abgehackte Sätze, dramatisch gemeinte Kurzsätze und ganz viel Gerede um nur 2 Themen.

Ich weiß noch nicht, ob ich mich an den zweiten Teil wage. Prinzipiell hat es mich recht gut unterhalten und an das Augen verdrehen bin ich mittlerweile gewöhnt in diesem Genre. Eventuell als Hörbuch, aber ich möchte ungern noch einmal so viel Geld für so ein zwar sehr schönes, aber doch recht durchschnittliches Buch ausgeben.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Erneuter Versuch für mich, leider ohne Erfolg!

Letzte Lügen
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Nach Jahren habe ich es mal wieder mit Karin Slaughter probiert, weil es kein Reihenbuch war und die Thematik mich doch ganz gut angesprochen hat. Leider muss ich sagen, dass ich nicht mehr zu der Autorin ...

Nach Jahren habe ich es mal wieder mit Karin Slaughter probiert, weil es kein Reihenbuch war und die Thematik mich doch ganz gut angesprochen hat. Leider muss ich sagen, dass ich nicht mehr zu der Autorin finde. Parallel dazu habe ich die Auszeit gehört und musste ohne mein Wissen feststellen, dass die Thematik ähnlich ist, nur mit einem großen Unterschied. Die Auszeit hat mich von vorn bis hinten gefesselt und hier war mir alles zu fad, langweilig, vorhersehbar und nicht greifbar in so vielerlei Hinsicht.
Die Charaktere sind aus der Schublade, viele Gespräche und Interaktionen waren für mich unpassend oder sogar zu konstruiert. Auch die Reaktionen auf Vorkommnisse sind mir nicht wirklich schlüssig erschienen und deshalb habe ich ab der Mitte nur noch überflogen oder gar Teile schlicht überlesen.
Leider für mich ein Reinfall, aber es lag auch an der starken Konkurrenz, die mich eher gefangen hatte.

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Immer dasselbe...

Der Totenarzt (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 13)
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Gut mittlerweile müsste ich es wirklich besser wissen, wir befinden uns schließlich im 13. Band der David Hunter Reihe. Aber immer aufs Neue bricht ein Hype um diese Bücher aus und ich denke jedes Mal, ...

Gut mittlerweile müsste ich es wirklich besser wissen, wir befinden uns schließlich im 13. Band der David Hunter Reihe. Aber immer aufs Neue bricht ein Hype um diese Bücher aus und ich denke jedes Mal, es könnte ja gut werden. Aber leider diesmal wieder nicht.

Mich nervt es ungemein das David Hunter ein Ermittler ohne Ecken und Kanten ist und gefühlt schon alles weiß bevor der Mord überhaupt passiert. Ich bestreite ja garni, dass es solche Ermittler gibt, aber man wird dem Ganzen nach dem 13.Teil doch etwas müde und überdrüssig.

Um auch das Positive zu erwähnen, der Mörder war sehr schlau und einfallsreich und nicht leicht zu fassen. Auch fand ich die perfiden Morde und die Abartigkeit der Beweggründe gut herausgearbeitet, aber das ist eben auch nicht alles.

Gerade solche Sätze wie: " Ich lese viel." und "Ich bin nicht so ein Genie wie du, bitte erklär es mir." Waren mir dann wirklich zu oft betont. Band für Band.

Garcia ist noch die humorvolle Komponente in dem Ganzen, aber nach wie vor, sind die Ermittler für mich sehr unnahbar und auch in diesem Band erfahren wir wenig über Privatleben oder Seele der Beiden. Ich finde das bleibt auf der Strecke und damit bleiben alle Darsteller für mich sehr blass und austauschbar.

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Veröffentlicht am 02.07.2024

Perfide und sehr temporeich!

Krähentage (Gruppe 4 ermittelt 1)
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Das war schon ein schneller Rausch!
Ein sehr trickreicher und schlauer Serienkiller macht Jagd auf die Bewohner und ihr Leben und dabei sieht man keine Unterschiede welches Geschlecht, Alter oder Hobbies ...

Das war schon ein schneller Rausch!
Ein sehr trickreicher und schlauer Serienkiller macht Jagd auf die Bewohner und ihr Leben und dabei sieht man keine Unterschiede welches Geschlecht, Alter oder Hobbies die Opfer haben. Das Einzige was die Morde gemeinsam haben, sind die vielen Krähen, die sich am Tatort befinden und die Spuren peu a peu vernichten. Deshalb passt das Cover des Buches auch so gut. Auch die dunklen Farben und die triste Stimmung spiegeln genau den Inhalt wieder.

Die Morde werden sehr skrupellos und detailliert beschrieben, allerdings bleibt von dem Mörder eine Weile nichts zu sehen, sondern die Krähen stehen im Vordergrund. Durch die Perspektivwechsel zwischen dem Täter und dem Ermittlerteam wird gleich von Anfang an eine hohe Spannung aufgebaut.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Ermittlerpaar Mila und Jakob war schon spannend. Mila war mir jetzt nicht gleich so sympathisch und es gab Momente, wo ich das Verhalten beider nicht ganz verstanden hatte, aber auch hier konnte man eine hohe Dynamik spüren.

Normalerweise bin ich etwas müde von solchen Ermittler-ermittelt-Geschichten, aber Instabooks und Booktube lassen ja keine Luft an diesem Highlight und ich war neugierig. Leider konnte es mich nicht vom Hocker hauen. Ich muss sagen, am Ende war mir das stellenweise zu viel und immer ging es weiter und weiter. Das war für mich schon dezent übertrieben und hätte ich tatsächlich nicht gebraucht. Den letzten Plotttwist habe ich schon geahnt und dachte mir, das hier nicht nur Einer einen dezenten Treffer hatte. Sogar der Epilog setzt noch einen drauf und ich dachte oft: "Jetzt ist aber mal Gut!"

Zusammenfassend fand ich es schon sehr spannend, intelligent konstruiert und aufgebaut, aber für mich etwas zu viel des Guten!

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Veröffentlicht am 17.07.2024

Schade, überhaupt nicht das, was ich erwartet habe!

Yrsa. Journey of Fate (Yrsa. Eine Wikingerin 1)
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Also wenn ich ein Buch bis zur Hälfte durchhabe, breche ich eigentlich nicht mehr ab, aber hier musste ich nach 76% die Reißleine ziehen. Was hat mich dieses Buch genervt. Ich habe mich so auf Wikinger ...

Also wenn ich ein Buch bis zur Hälfte durchhabe, breche ich eigentlich nicht mehr ab, aber hier musste ich nach 76% die Reißleine ziehen. Was hat mich dieses Buch genervt. Ich habe mich so auf Wikinger Abenteuer mit einer starken Protagonistin, Jagd, Meer, einer kleinen Liebelei und viel Dorfleben gewünscht. Aber es sollte eher eine weinerliche, naive und sehr von Selbstzweifeln geplagte junge Frau werden, die einfach aus ihren Fehlern nicht lernt und dabei ständig die blödesten Entscheidungen trifft. Weder konnte ich die Gründe dafür nachvollziehen, noch dass sie es einfach nicht schafft, auch zu dem zu stehen, was sie kann und ausmacht. Diese kleine Lovestory ist für mich so wenig präsent gewesen, dass man sie hätte auch weglassen können. Die Suche nach dem Bruder empfinde ich durch die Fehlentscheidungen als eine Sackgasse und die mystischen Rituale, die manchmal etwas angedeutet werden, hätte man gut viel weiter ausbauen könne. Gut waren tatsächlich die Beschreibungen von Umgebung und Menschenschlag. So hatte man gute Bilder im Kopf, wo das alles spielt, aber ganz explizit Wikinger hört man auch da nicht raus....
Tut mir leid, viel Positives ist einfach nicht hängen geblieben und wem ich das empfehlen könnte, weiß ich vor Schreck auch gleich nicht!

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