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EstherStu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.08.2020

Zukunft aus anderer Perspektive

Zukunft - Eine Biografie
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Ein wahnsinnig interessanter Blickwinkel: einmal die Geschichte der Zukunft zu beschreiben, oder auch die Zukunftsvorhersehung. Denn der Autor legt in diesem Wer eine Chronik des Wahrsagens dar, ob in ...

Ein wahnsinnig interessanter Blickwinkel: einmal die Geschichte der Zukunft zu beschreiben, oder auch die Zukunftsvorhersehung. Denn der Autor legt in diesem Wer eine Chronik des Wahrsagens dar, ob in der Antike, im Mittelalter oder Heute, immer war es den Menschen wichtig, in die Zukunft zu blicken.
Woher kommt dieser Wunsch? Auch dieser Frage geht Ogiermann auf den Grund.
Was ich vor allem spannend beim Lesen fand, waren solche Zukunftsvorstellungen, die bisher nicht eingetreten sind und die eher an kitschige Science Fiction erinnern als an reale Gesellschaftsvorstellungen.
Leider war mir das Buch dann an vielen Stellen aber doch viel zu reißerisch geschrieben und hatte wenig von einem fundierten Geschichtsbuch. Dennoch: die Idee ist gut!

Veröffentlicht am 14.11.2018

düsteres Prag

Alchimie einer Mordnacht
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Das Buch erzählt die Geschichte des jungen Chrstian Stern, der 1599 nach Prag kommt. Dort findet er die Leiche einer jungen Frau und gerät bald selbst unter Verdacht. Stern macht sich auf, um in eigener ...

Das Buch erzählt die Geschichte des jungen Chrstian Stern, der 1599 nach Prag kommt. Dort findet er die Leiche einer jungen Frau und gerät bald selbst unter Verdacht. Stern macht sich auf, um in eigener Sache zu ermitteln, bevor er für den Tod verantwortlich gemacht wird. Auch der Kaiser wird auf ihn aufmerksam, herrschen doch an seinem Palast dunkle Geheimnisse.
Das Buch machte auf mich einen durchweg düsteren Eindruck. Besonders die Stadt Prag als sonst schillernden Metropole und "goldene Stadt" wirkt dunkel und zwielichtig, ebenso die Charaktere. Leider hat mir das stellenweise die Lust am Lesen genommen.
Auch die Figur des Christian fand ich selten sympathisch. Dennoch war "Alchimie einer Mordnacht" ein lesenswerter, weil detailreicher historischer Krimi.

Veröffentlicht am 02.07.2024

überkonstruierter Murks

Der 1. Patient
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Während einer Routineoperation stirbt ein Patient. Das Besondere: der Chirurgin und ihrem Team stand während der Operation ein Planungstool aus künstlicher Intelligenz zur Seite. Nach dem Tod des Patienten ...

Während einer Routineoperation stirbt ein Patient. Das Besondere: der Chirurgin und ihrem Team stand während der Operation ein Planungstool aus künstlicher Intelligenz zur Seite. Nach dem Tod des Patienten folgt man dem Leser dann überwiegend dem zugehörigen Gerichtsprozess aus der Sicht verschiedener Beteiligter (Angeklagte Chirurgin, ihr Anwalt, eine Journalistin, die Hinterbliebenen des Opfers etc).
Grundsätzlich fand ich die Idee, einen Krimi, in dem eine künstliche Intelligenz beteiligt ist (oder vielleicht Schuld trägt?) sehr reizvoll, da es ein völlig neues Kapitel aufwirft, das man toll philosophisch angehen könnte. Leider war der Krimi selbst aber so schlecht, dass von der originellen Idee nichts mehr blieb. Das Buch bricht zusammen vor Redundanzen, dass man den Eindruck bekommt, die Autoren hielten ihre LeserInnen für dumm oder dement. Gleichzeitig wird aber ein Wort wie "Adhäsionsantrag" nicht mal kurz erläutert. Die Figuren sind auch totaler Quatsch. Die Chirurgin als Angeklagte völlig unglaubwürdig. Der Rechtsmediziner mischt sich dann auch noch ein als Hilfsdetektiv des Anwalts (zu viel Münsteraner Tatort geschaut?). Dazu schräge und völlig abwegige Wendungen. Leider kein Lesegenuss und erst Recht keine Empfehlung.

Veröffentlicht am 04.02.2024

Absurdes Kammerspiel

Die Einladung
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Das Buch erzählt die Geschichte von Marla, die eine Einladung zu einem 5Jährigen Abitreffen erhält und daraufhin den Weg zu einer verlassenen Berghütte antritt. Dort angekommen stellt sie aber fest, dass ...

Das Buch erzählt die Geschichte von Marla, die eine Einladung zu einem 5Jährigen Abitreffen erhält und daraufhin den Weg zu einer verlassenen Berghütte antritt. Dort angekommen stellt sie aber fest, dass sie zum Treffen von den Beteiligten gar nicht eingeladen wurde. Nebenbei erfahren wir einiges über Marlas Vergangenheit, zB dass sie psychische Probleme hat, ihr Vater sie missbraucht hat und sie an einer Krankheit leidet, bei der man sich keine Gesichter merken kann. Im Laufe der Zeit sterben während des Treffens auf der Berghütte jede Menge Menschen.
Das Buch ist in meinen Augen vollkommener Murks. Kleiner Tip an den Autor: ein Buch wird nicht dadurch spannender, dass man die unwahrscheinlichste Wendung wählt. Am Ende folgt ein beknackter Höhepunkt dem Nächsten. Keine Leseempfehlung!