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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2024

schöner Wohlfühlroman mit winterlicher Atmosphäre

Winterzauber auf dem kleinen Bücherschiff
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„Winterzauber auf dem kleinen Bücherschiff“ ist der 2. Teil der Reihe von Tessa Hansen. Auch wenn man die Bände grundsätzlich unabhängig voneinander lesen kann, so finde ich es doch schöner, wenn man die ...

„Winterzauber auf dem kleinen Bücherschiff“ ist der 2. Teil der Reihe von Tessa Hansen. Auch wenn man die Bände grundsätzlich unabhängig voneinander lesen kann, so finde ich es doch schöner, wenn man die Vorgeschichte der Protagonisten kennt. Dieser Teil schließt nahtlos an den ersten Band an.
Die Handlung rankt sich wieder um das kleine Bücherschiff mit seiner Buchhandlung, sowie den Besitzerinnen Katja und Miri. Bei der Hochzeit der schwangeren Miri ist ihre beste Freundin Katja Trauzeugin. Somit fühlt sie sich auch ein wenig für die Hochzeitsvorbereitungen verantwortlich. Wenn da nur nicht ihre eigenen Sorgen sie einholen würden. Und dann taucht ein Mann auf, der ihr Herz in Aufruhr bringt!
Der Roman steckt wieder voller schöner Atmosphäre, und ich konnte mir das winterliche Bücherschiff sehr gut vorstellen. Die Charaktere waren mir größtenteils schon aus dem ersten Teil bekannt. Mein Favorit war diesmal Frau Tietgen, die nur eine Nebenrolle spielt. Die Handlung rankt sich dismal hauptsächlich um Katja. Auch wenn sie mir sehr sympathisch war, so stand sie sich manchmal etwas zu sehr selbst im Weg.
Der Schreibstil ist wieder locker, leicht und flüssig zu lesen. Es ist Humor beigemischt, so dass der Roman sehr unterhaltsam ist.
Bei der Handlung hat mir stellenweise der Zufall eine zu große Rolle gespielt. Dies kam dann bei mir nicht so ganz authentisch rüber.
Fazit: Ein schöner Wohlfühlroman mit einem wunderbaren Setting, der sich sehr unterhaltsam liest. Wenn ihr gerne Wohlfühlromane lest, dann kann ich euch das Buch sehr empfehlen. Es eignet sich bestens zum Abschalten und Wegträumen.
Mit einem schönen Zitat von S. 239 möchte ich meine Rezension abschließen: „Es gibt Momente, da bedeutete Schweigen mehr als tausend Worte.“

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Veröffentlicht am 06.10.2024

ansprechendes Kinderbuch für die Altersgruppe ab 3 Jahren

BLUEY – Schlafenszeit
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Kennt ihr Bluey? Ich kannte sie bis vor kurzem nicht. Das Buch ist angelehnt an eine Fernsehserie. Mein Enkelkind darf während die Zähne geputzt werden eine kurze Sequenz von Bluey schauen und liebt es ...

Kennt ihr Bluey? Ich kannte sie bis vor kurzem nicht. Das Buch ist angelehnt an eine Fernsehserie. Mein Enkelkind darf während die Zähne geputzt werden eine kurze Sequenz von Bluey schauen und liebt es sehr. Daher habe ich mich gefreut, dass im cbj Verlag bei Penguin Random House das Buch „Bluey: Schlafenszeit“ erschienen ist. Schlafengehen ist bei allen Familien mit kleinen Kindern ein wichtiges Thema.
Das Buch ist in gebundener Form erschienen und beinhaltet 24 Seiten. Die Altersempfehlung ist ab 3 Jahren.

Kurz zum Inhalt:
Die Mama von Bluey und Bingo ist am Abend bei Freundinnen eingeladen. Papa muss die Kinder ins Bett bringen. Bluey vermisst die Mama, und Papa spielt mit den Kindern noch eine Weile bevor er sie ins Bett bringt.

Die Illustrationen sind total süß gemacht und wirklich allerliebst. Der Text ist angenehm kurz gehalten. Allerdings habe ich Zweifel, ob ein dreijähriges Kind mit dem Begriff einer Babyparty schon viel anfangen kann. Dies ist nämlich eines der Themen hier im Buch. Außerdem finde ich es schade, dass immer von Mum und Dad geschrieben wird, und diese Begriffe nicht ins Deutsche übersetzt wurden.

Aber ansonsten ist das Buch wirklich sehr ansprechend gemacht. Toll finde ich es auch, wie der Vater noch mit den Kindern spielt und tobt, um sie von der Abwesenheit der Mutter abzulenken. Auch fand ich es schön, dass die Mama als sie heimkommt, alle schlafend vorfindet. Trotzdem gibt sie den schlafenden Kindern einen Gute-Nacht-Kuss. Das hinterlässt beim Vorlesen ein gutes Gefühl und eine positive und liebevolle Atmosphäre.

Fazit: Ein schönes Bluey-Buch zum Thema „ins Bett gehen“. Mit den süßen Illustrationen wird es alle Kinder begeistern.

Veröffentlicht am 08.07.2024

unterhaltsamer Küstenroman

Wer nicht lieben will, muss fühlen
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Nachdem Joanne ihren zwanzig Jahre älteren Liebhaber zusammen mit ihrer Mitbewohnerin im Bett erwischt, flüchtet sie nach Hamburg zu ihrer Cousine Cate, um ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Außerdem ...

Nachdem Joanne ihren zwanzig Jahre älteren Liebhaber zusammen mit ihrer Mitbewohnerin im Bett erwischt, flüchtet sie nach Hamburg zu ihrer Cousine Cate, um ihrem Leben eine neue Wendung zu geben. Außerdem möchte sie nach ihrer Mutter suchen, die sie als Kleinkind verlassen hat.
Mit „Gleichung mit zwei Unbekannten“ gibt es zwar einen Vorgängerroman. Aber die Romane können unabhängig voneinander gelesen werden.
Mit Joanne darf man sich ein wenig in Tinder und den Dating Dschungel begeben. Das war äußerst unterhaltsam und witzig zu lesen und ich habe mich sehr amüsiert. Auch die Liebesgeschichte um Joanne ist leicht und locker zu lesen. Durch die Suche nach der Mutter kommt dann zusätzlich noch etwas Tiefgang in die Handlung.
Vom Schreibstil her war es mir in der ersten Hälfte teilweise etwas zu ausgeschmückt und langatmig, vor allem weil die Sache um die Mutter auch erst recht spät aufgegriffen wurde. Das fand ich ein wenig schade. Auch wurde ich mit Joanne lange Zeit nicht so richtig warm. Sie kam mir ein wenig naiv und unreif vor.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten und mir Küstenfeeling verschafft. Mit den Protagonisten darf man unter anderem segeln gehen und nebenbei erfährt man auch ein wenig übers Segeln. Die Emotionen und Gefühle der Hauptprotagonistin hat Cara Feuersänger gut beschrieben. Auch die Nordseeküste und Hamburg wurden sehr schön beschrieben. Ich war schon mehrfach in Hamburg und habe etliches wiedererkannt und Bilder vor Augen gehabt.
Fazit: Alles in allem ein gefühlvoller und unterhaltsamer Sommerroman, bei dem man sich ein wenig nach Hamburg und an die Nordseeküste träumen kann. Wer Lust auf locker-leichte Leseunterhaltung und eine Liebesgeschichte hat, dem kann ich „Wer nicht lieben will, muss fühlen“ auf jeden Fall empfehlen.

Veröffentlicht am 11.06.2024

schöner Wohlfühlroman aus London

Am Himmel funkelt ein neuer Tag
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Ich bin ein großer Fan der Bücher von Meike Werkmeister. Das Cover ist wieder wunderschön und lässt direkt schon ein wenig Sommerfeeling aufkommen.

Diesmal ist Zoe die Hauptprotagonistin. Als Innenarchitektin ...

Ich bin ein großer Fan der Bücher von Meike Werkmeister. Das Cover ist wieder wunderschön und lässt direkt schon ein wenig Sommerfeeling aufkommen.

Diesmal ist Zoe die Hauptprotagonistin. Als Innenarchitektin geht sie für ein Jahr beruflich nach London. Sie fühlt sich dort sehr wohl und lebt in einem wunderschönen Viertel. Auch neue Freunde findet sie recht schnell. Doch plötzlich meldet sich Filipe wieder bei ihr, der ihr einst das Herz gebrochen hat. Gibt es noch eine Chance für die beiden? Lest selbst!

Mit seinen ca. 500 Seiten ist der Roman sehr umfangreich. Der Schreibstil ist wieder gut zu lesen und Meike Werkmeister schreibt wie immer sehr gefühlvoll und berührend. Auch wenn ich das Buch wirklich gerne gelesen habe, so ist es nicht mein Lieblingsbuch der Autorin. Insbesondere in der ersten Hälfte waren für mich doch einige Längen vorhanden. Es geht sehr leise los und es dauert ein wenig bis die Handlung Fahrt aufnimmt. Der Schreibstil ist allerdings wieder sehr schön, so dass man beim Lesen die schönen Ecken Londons vor Augen hat. Charmant und humorvoll beschreibt die Autorin die Personen und die Handlung. Die Liebesgeschichte nimmt keinen sehr großen Rahmen ein und spielt eher am Rande.

Irgendwie haben sich die Protagonisten diesmal auch nicht so ganz in mein Herz geschlichen wie sonst. Aber vermutlich ist das jetzt Jammern auf hohem Niveau, weil ich die Messlatte inzwischen bei der Autorin so hoch gelegt habe.

Hier mein Lieblingszitat aus „Am Himmel funkelt ein neuer Tag“: „Glücklich sein bedeutet, in dem ganzen Mist, den das Leben dir vor die Füße wirft, die Goldkrümel zu sehen“.

Gerne empfehle ich euch natürlich diesen schönen Frauenroman weiter!

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Schöner Familienroman mit Tiefgang

Das Flüstern des Lebens
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Ein Zebra lässt seine Streifen nicht zurück“ (Zitat S. 433)

Corinna ist vor langer Zeit nach Tansania ausgewandert und besitzt dort eine große Kaffeeplantage. Als sie überraschend bei einem Unfall ums ...

Ein Zebra lässt seine Streifen nicht zurück“ (Zitat S. 433)

Corinna ist vor langer Zeit nach Tansania ausgewandert und besitzt dort eine große Kaffeeplantage. Als sie überraschend bei einem Unfall ums Leben kommt, stellt sich heraus, dass sie eine vierzehnjährige Tochter hat, von der bisher niemand wusste. Diese ist nun auf dem Weg nach Deutschland zu Corinnas Zwillingsschwester. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Der Schreibstil von Katharina Fuchs ist angenehm zu lesen. Er ist sehr bildhaft und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Beim Lesen hatte ich wunderbare Bilder der Landschaft und der Tiere Afrikas vor Augen. Hier ein schönes Zitat von S. 301: „ Die Farbübergänge dieses frühen Abends zu dem satten Grün der exotischen Pflanzen schienen uns gefangen zu nehmen.“ Es gibt sehr viele wunderschöne Naturbeschreibungen. Allerdings gab es für mich zwischendurch, insbesondere in der ersten Hälfte auch immer mal wieder kleine Längen. Man hätte die 478 Seiten etwas schrumpfen können.

Sehr gelungen fand ich den Aufbau des Buches mit kurzen Kapiteln und ständigem Protagonistenwechseln. So konnte ich mich in alle Charaktere gut hineinversetzen. Auch wechselt man immer zwischen Deutschland und Afrika. Katharina Fuchs hat interessante und sehr gegensätzliche Charaktere geschaffen und ich kann euch verraten, dass nicht alle Sympathieträger sind.

Sehr schön wird aufgezeigt, dass es nie zu spät ist für einen Neubeginn. Ein Buch welches durchaus auch zum Nachdenken anregt. Es ist auch jede Menge Tiefgang enthalten. Sehr gut werden die Probleme Afrikas eingebunden, wie beispielsweise Ausbeutung, Kinderarbeit und einiges andere mehr.

Fazit: Mich konnte dieses Buch richtig fesseln. Die Mischung aus Familiengeheimnis, etwas Spannung und Gefühl hat mir gut gefallen. Auch wurde das Reisefieber ein wenig geweckt!

Zum Abschluss noch ein Zitat von S. 396: „Manchmal denken wir, dass wir das Richtige tun, auch wenn es das nicht ist. Und manchmal bereuen wir unsere Entscheidungen erst, wenn es zu spät ist.“

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