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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2025

Wenn Licht und Dunkelheit aufeinander treffen - YA-Romantasy vom Feinsten

Shadowflame - Licht und Dunkelheit
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Shadowflame ist ein schneller Romantasy-Read mit Academy-Setting, einem interessanten Magiesystem und einer klassischen Liebesgeschichte, den ich gerne gelesen habe!

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm ...

Shadowflame ist ein schneller Romantasy-Read mit Academy-Setting, einem interessanten Magiesystem und einer klassischen Liebesgeschichte, den ich gerne gelesen habe!

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, und hat für meinen Geschmack einen guten Mix zwischen fantasy-angemessener und alltäglicher Sprache getroffen, bei dem ich mir das Setting und die Geschichte gut vorstellen konnte.
Um in das World Building richtig reinzukommen, habe ich ehrlich gesagt ein wenig gebraucht. Das Magiesystem war leicht verständlich und hat mir vor allem mit seiner Gegenüberstellung von Licht und Schatten und der Paarung von Lux und Nox gut gefallen, bei der Vorstellung der Welt hang ich gerade in der ersten Hälfte jedoch öfter mal hinterher - ich habe mich hin und wieder dabei erwischt, mich bei Orts- und Personennamen zu fragen, “wer/was war das nochmal?”. Mit Fortlauf der Geschichte wird das Ganze allerdings deutlicher ausgearbeitet, sodass ich dann zumindest die Weltpolitik gut nachvollziehen konnte. Ich finde, es wurde auf jeden Fall deutlich, dass die Autorin ein klares Bild von der Welt und dem Geschehen hatte.

Gut gefallen hat mir auch das Akademie-Setting, wobei es mir sogar schon fast ein wenig zu kurz kam. Zu Beginn bekommt man viel vom Alltag an der Akademie und dem Training zur Shadowflame mit, und auch wenn es verständlich ist, dass diese Aspekte mit wechselndem Fokus der Geschichte in den Hintergrund rücken, hätte ich gerne weiterhin mehr davon gelesen.
Die Story insgesamt war trotz des eigentlich sehr typischen und vorhersehbaren Grundbaus spannend und ich habe gerne mitverfolgt, wie sie sich entwickelt hat. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass die Szenen teilweise etwas sprunghaft waren und gerade die spannenden und aufgeladenen Kapitel häufig abrupt (und irgendwie auch konsequenzlos) geendet haben, sodass ich mir an vielen Stellen ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, damit die Szenen etwas vollständiger und die Gesamtgeschichte runder wirken.

Avalon als Protagonistin hat mir ganz gut gefallen. Ich mochte, dass sie so tough und “haudrauf” ist und sich zu wehren weiß, aber auch ihre Grenzen lernt. Über die Liebesgeschichte mit Zion bin ich jedoch etwas zwiegespalten. Die beiden als Shadowflame-Paar waren total interessant und ich hätte gerne mehr darüber gelesen, wie sie ihre gemeinsame Kraft erkunden und gemeinsam wachsen. Allerdings war mir Zion zu sehr "mysteriöser Love Interest", der zu Beginn so extrem abweisend ist, dass mich die wiederholende Dynamik von Annäherung und Ablehnung leider schon fast genervt hat. Der Switch in Charakter und Beziehung kamen mir dann zu plötzlich, als dass ich sie vollständig mitfühlen konnte, auch wenn die beiden als Paar eigentlich gut funktioniert haben.

Insgesamt war Shadowflame ein solider Dilogie-Auftakt, der mit allem dient, was das klassische Romantasy-Herz begehrt und die Leser:innen mit einem fiesen Cliffhanger zurücklässt. Ich hatte Spaß beim Lesen und kann das Buch gerade für Genre-Einsteiger empfehlen, nur hätte ich mir an einigen Stellen einfach etwas mehr und gerade ein paar Seiten mehr gewünscht.

Vielen Dank an die Lesejury und den ONE Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 25.02.2025

Club der Comfort-Characters!

I Kissed Shara Wheeler
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Es war schön, mit Chloe eine bisexuelle Protagonistin zu haben, die sich so vollkommen sicher und wohl in ihrer sexuellen Identität fühlt und an ihren eigenen Wünschen und Zielen festhält, unabhängig von ...

Es war schön, mit Chloe eine bisexuelle Protagonistin zu haben, die sich so vollkommen sicher und wohl in ihrer sexuellen Identität fühlt und an ihren eigenen Wünschen und Zielen festhält, unabhängig von ihrer stark konservativen Umgebung und den Herausforderungen, die das Teenager-Sein in sich birgt. Mein persönliches Highlight waren allerdings die Nebencharaktere, die alle ihre eigenen Geschichten erzählen und das Buch um einiges voller und bunter gestalten. Besonders Smith, Rory und Georgia waren totale Comfort-Charaktere. Themen wie die eigene Sexualität, (queere) Identität und das Finden des eigenen Platzes in der Welt werden gut in der Geschichte umgesetzt, während verdeutlicht wird, dass jede/r individuell mit den eigenen Werten und Gefühlen umgeht, egal was einen verbindet oder unterscheidet.

Die Haupthandlung rund um das Verschwinden von Shara Wheeler, wie drei ganz unterschiedliche Charaktere zusammenkommen und die hinterlassenen Rätsel/Hinweise verfolgen und lösen à la Margos Spuren, hat mir gut gefallen und Spaß gemacht zu lesen. Leider hat sich für mich der Handlungsstrang ab einem gewissen Zeitpunkt ein wenig verlaufen und ist etwas unspektakulär ausgegangen. Ebenso hat mich Chloes Liebesgeschichte (mit ihrem Love Interest) nicht ganz überzeugen können - nicht unbedingt die Beziehung an sich, aber ich hätte mir gewünscht, dass sie sich über die Geschichte hinweg stärker entwickelt und sich die Charaktere besser mit den teilweise sehr komplexen Gefühle zwischen ihnen (von Rivalitätsgedanken bis zu fast schon Obsession) auseinandergesetzt hätten.

Die Entwicklung und Abhandlung des Hauptplots als solcher hat mir zum Ende hin also nicht ganz so gut gefallen, aber alles drum herum, das das Buch füllt, wie die Nebencharaktere, Nebenplots, leitenden Themen und die Message am Ende der Geschichte, war richtig gut. Auch das fast schon etwas kitschige Ende ist vielleicht einfach mal gerade das, was eine queere Story benötigt und verdient hat, und hat mich daher sehr glücklich zurückgelassen. Das Buch kommt zwar nicht an meinen McQuiston Favoriten Royal Blue heran, aber ich kann es trotzdem empfehlen, und denke, dass es vor allem jüngeren Lesenden viel mitgeben kann.

Vielen lieben Dank an den Droemer Knaur Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 11.07.2024

Eine ruhige New Adult Romance über das Abschließen mit der Vergangenheit

Keeping Secrets
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Obwohl ich mit "Keeping Secrets" erst einmal warm werden musste, hat mir das Buch zunehmend besser gefallen und bleibt mir abschließend als eine solide New Adult Romance Geschichte mit schöner Atmosphäre ...

Obwohl ich mit "Keeping Secrets" erst einmal warm werden musste, hat mir das Buch zunehmend besser gefallen und bleibt mir abschließend als eine solide New Adult Romance Geschichte mit schöner Atmosphäre in Erinnerung.

Womit mich das Buch absolut überzeugen konnte, waren der angenehme Schreibstil sowie die Freundesgruppe. Die individuellen Nebencharaktere bleiben in diesem Band zwar (noch) eher im Hintergrund, dennoch wurde eine tolle Dynamik zwischen diesen aufgebaut, sodass mir die Szenen, in denen sich Tessa mit Coles Freundesgruppe anfreundet, mitunter am meisten Spaß gemacht haben zu lesen.
Im Gegensatz dazu hatte ich zunächst ein wenig Schwierigkeiten, mich mit Tessa und Cole als Protagonisten anzufreunden. Besonders Cole konnte mich zu Beginn nicht ganz überzeugen - die sehr impulsive Umgangsweise konnte ich nicht wirklich nachvollziehen und erschien mir etwas überzogen -, aber auch bis zum Ende blieb er neben Tessa, die stark im Fokus der Geschichte stand, eher blass und seine eigene Geschichte fand kein richtiges, oder nur ein unzufriedenstellendes Ende. Wie Tessas Story und ihr Umgang und Abschließen mit ihrer Vergangenheit behandelt wurde, hat mir jedoch sehr gut gefallen.
Die Story wies das erste bis zweite Drittel des Buches ebenfalls einige Längen auf, sodass bis auf das Aufeinandertreffen der Charaktere kaum etwas passiert ist, während einige angerissene Plotstränge auch bis zum Ende der Geschichte nicht richtig zu Ende geführt wurden und eher offen blieben.

Insgesamt habe ich Keeping Secrets gerne gelesen, hätte mir aber einfach etwas mehr Action und Details gewünscht - vor allem was Faerfax als Setting und Cole als Figur angeht.

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Peak Enemies-to-Lovers!

Dear Enemy
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Dear Enemy bietet eine Enemies-to-Lovers-Geschichte wie sie im Buche steht - die Anspannung und der Aufbau der Beziehung zwischen Delilah und Macon waren wirklich perfekt und haben wahnsinnig Spaß gemacht ...

Dear Enemy bietet eine Enemies-to-Lovers-Geschichte wie sie im Buche steht - die Anspannung und der Aufbau der Beziehung zwischen Delilah und Macon waren wirklich perfekt und haben wahnsinnig Spaß gemacht zu lesen. Obwohl ich zu Beginn die Befürchtung hatte, dass das Ganze aufgrund der Vergangenheit der Charaktere in Richtung Bully-Romance gehen und zu stark vom Miscommunication-Trope Gebrauch machen könnte, haben sich meine Befürchtungen nicht erfüllt; die Beziehung zwischen den Charakteren entwickelt sich genau im richtigen Tempo und sowohl Macon als auch Delilah setzen sich mit ihren Fehlern und Gefühlen auseinander, sodass ich der Geschichte verfallen bin und absolut mitgefiebert habe.

Leider haben mich dann die letzten 10% der Geschichte enttäuscht. Mir hat die Wendung, die die Geschichte nahm, und auch die Auflösung gewisser Subplots überhaupt nicht gefallen - manches wirkte einfach sehr gekünstelt und unpassend, nur um noch einen letzten Konflikt in die Geschichte einzubauen, während andere Aspekte bloß in einem Nebensatz abgehandelt wurden, von denen ich mir mehr erhofft hatte. Oh, und die Übersetzung von Delilahs Spitznamen aus dem Original zu "Kartoffel" fand ich auch furchtbar.

Insgesamt 3,75🟊, die mich sehr positiv überrascht haben!

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Veröffentlicht am 26.02.2026

Opposites Attract in der Kleinstadt - hat mein Kyra Groh Herz leider nicht ganz erfüllt

The Pumpkin Spice Latte Disaster (Lower Whilby 1)
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Als bekennender Kyra Groh Fan habe ich mich seit Ankündigung auf dieses Buch gefreut und mir tut es wirklich im Herzen weh, dass es mich im Gegensatz zu ihren bisherigen Büchern, die ich so geliebt habe, ...

Als bekennender Kyra Groh Fan habe ich mich seit Ankündigung auf dieses Buch gefreut und mir tut es wirklich im Herzen weh, dass es mich im Gegensatz zu ihren bisherigen Büchern, die ich so geliebt habe, leider nicht ganz überzeugen konnte.

Mir hat die Ausgangssituation und die Dynamik, mit der die Geschichte aufgebaut wird, eigentlich sehr gut gefallen. Jude, Musik-Fan und chaotische Podcasterin, der es nie laut genug sein kann und die ihre einengende Heimat zurückgelassen hat, und James, der ruhige Barista, der fernab des Ruhms seiner Musiker-Familie sein Zuhause in der Kleinstadt gefunden hat. Durch Umstände müssen sie gemeinsam in James' Café arbeiten, gehen sich dabei gegenseitig auf die Nerven und nähern sich schließlich an - es hat gut angefangen, aber leider haben mir dann einige Aspekte im Buch einfach nicht gefallen.

Meine größte Schwierigkeit hatte ich ehrlich gesagt mit James. Jude mochte ich, auch wenn manchmal grenzüberschreitend, eigentlich total gerne und habe sie mit ihrer Schlagfertigkeit und Selbstironie vor allem mit der Zeit ins Herz geschlossen. James fand ich in den ersten Kapiteln (und zum Ende) auch noch okay, allerdings waren die Kapitel aus seiner Perspektive dann durchgehend so dermaßen voll von sexuellen Gedanken, sobald er Jude auch nur angesehen oder an sie gedacht hat, dass ich extrem genervt war und ihn als Love Interest einfach nicht positiv sehen konnte.
Dadurch wirkte es auf mich auch, als sei die gesamte Beziehung rein aus körperlicher Anziehung entstanden. Mir haben mehr Szenen gefehlt, in denen die beiden Zeit miteinander verbringen und sich zunehmend annähern, und ich konnte die Gefühle und Beziehung nicht ganz nachempfinden.

Aber auch als einzelne Charaktere und in ihren Entwicklungen blieben sie mir beide etwas unvollständig. Die einschneidenden Ereignisse, die sie in der Vergangenheit jeweils stark geprägt haben und noch heute beschäftigen, wurden bis zum Ende nicht richtig eingeordnet und ausreichend aufgearbeitet. So hatte ich den Eindruck, dass ihre Hintergründe nur einmal kurz "als Erklärung" erzählt wurden und danach unerwähnt blieben. Judes Verhältnis zu ihrer Familie wurde auch nicht wirklich behandelt, obwohl sie so eine zentrale Rolle für sie spielt - auch wenn ich hier annehme, dass es in Band 3 mit Olive noch näher dazu kommen wird.

Aus irgendeinem Grund hat mich selbst der Humor, den ich an Kyra Grohs Büchern sonst so sehr liebe, nicht wirklich gekriegt. Er hat für mich nur in Judes Schlagfertigkeit und ein paar Dialogen zwischendurch funktioniert und wirkte stattdessen häufig eher flach und erzwungen.

Die Kleinstadt Lower Whilby ist mir als Setting auch zu blass geblieben. Ich hatte mich auf ausführliche Beschreibungen der Umgebung und das typische Kleinstadt-Feeling gefreut, wurde aber leider enttäuscht. Ich kann allerdings nachvollziehen, dass es hier kürzer gekommen ist, da Jude selbst überwiegend negative Gefühle gegenüber der Stadt hat, und könnte mir vorstellen, dass es in den nächsten Bänden anders sein wird. Herbststimmung kam bei mir abgesehen vom Pumpkin Spice Sirup (und dem Titel und Cover) nicht wirklich auf, und die Anspielungen auf Gilmore Girls durch direkte Referenzen innerhalb der Geschichte waren mir zu aufgezwungen.

Beim letzten Drittel kam dann jedoch mit der Beziehungsentwicklung und dem Zusammenspiel der Charaktere doch noch wieder das Gefühl auf, das ich an den Geschichten der Autorin so gerne mag, und ich habe das Buch zumindest auf einer positiven Note beenden können. Vor allem das Ende, wie mit den Unterschieden zwischen Jude und James umgegangen wird, fand ich schön.

Zuletzt möchte ich auch noch die Vertonung im Hörbuch erwähnen, da mir diese leider auch nicht so gut gefallen hat. An sich wurde sie gut produziert und die Stimmen gut gewählt, allerdings hat mir der Sprecher von James nicht ganz zugesagt.
Ich finde es wahnsinnig beeindruckend, wie ausdrucksstark der Sprecher Leonard Hohm ist, und ich habe ihn auch schon in anderen Hörbüchern gehört, wo er mir weitaus besser gefallen hat, aber hier hat es für mich leider nicht funktioniert. Vermutlich bin ich in diesen Aspekten einfach etwas empfindlich, aber ich hatte beim Hören den Eindruck, dass Emotionen aus seiner Perspektive durch Intonation und Stimme teilweise so überspitzt gesprochen wurden, dass James an vielen Stellen unverhältnismäßig aggressiv und unhöflich wirkte statt grumpy oder genervt. Auch seine Art weibliche Figuren zu vertonen fand ich persönlich ganz furchtbar - entweder klangen sie extrem hysterisch oder hochnäsig (oder high, im Falle von James Mutter). So glaube ich, dass die Vertonung stark zur Mis-charakterisierung von Figuren beigetragen hat und ich auch James gegenüber indifferent, oder meist sogar eher negativ eingestellt war. Die Sprecherin Sarah Dorsel hingegen hat mir als Jude gut gefallen.

Da ich mich ehrlich auf das Buch gefreut hatte, sage ich abschließend wirklich ungern, dass ich insgesamt einfach etwas enttäuscht bin - ich glaube, es kamen hier leider einige Aspekte zusammen, die einfach nicht meinen Geschmack getroffen haben. Ich hoffe, dass mir die nächsten Bücher von Kyra Groh wieder besser gefallen werden, und auch dieser Reihe würde ich mit Band 2 gerne nochmal eine Chance geben, da ich Eleanor mochte und ihr ein Happy End wünsche, und mich freuen würde, wenn Lower Whilby mich doch noch überzeugen kann.

Vielen Dank an Hörbuch Hamburg und NetGalley für das Rezensionsexemplar.

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