Wenn Licht und Dunkelheit aufeinander treffen - YA-Romantasy vom Feinsten
Shadowflame - Licht und DunkelheitShadowflame ist ein schneller Romantasy-Read mit Academy-Setting, einem interessanten Magiesystem und einer klassischen Liebesgeschichte, den ich gerne gelesen habe!
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm ...
Shadowflame ist ein schneller Romantasy-Read mit Academy-Setting, einem interessanten Magiesystem und einer klassischen Liebesgeschichte, den ich gerne gelesen habe!
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig, und hat für meinen Geschmack einen guten Mix zwischen fantasy-angemessener und alltäglicher Sprache getroffen, bei dem ich mir das Setting und die Geschichte gut vorstellen konnte.
Um in das World Building richtig reinzukommen, habe ich ehrlich gesagt ein wenig gebraucht. Das Magiesystem war leicht verständlich und hat mir vor allem mit seiner Gegenüberstellung von Licht und Schatten und der Paarung von Lux und Nox gut gefallen, bei der Vorstellung der Welt hang ich gerade in der ersten Hälfte jedoch öfter mal hinterher - ich habe mich hin und wieder dabei erwischt, mich bei Orts- und Personennamen zu fragen, “wer/was war das nochmal?”. Mit Fortlauf der Geschichte wird das Ganze allerdings deutlicher ausgearbeitet, sodass ich dann zumindest die Weltpolitik gut nachvollziehen konnte. Ich finde, es wurde auf jeden Fall deutlich, dass die Autorin ein klares Bild von der Welt und dem Geschehen hatte.
Gut gefallen hat mir auch das Akademie-Setting, wobei es mir sogar schon fast ein wenig zu kurz kam. Zu Beginn bekommt man viel vom Alltag an der Akademie und dem Training zur Shadowflame mit, und auch wenn es verständlich ist, dass diese Aspekte mit wechselndem Fokus der Geschichte in den Hintergrund rücken, hätte ich gerne weiterhin mehr davon gelesen.
Die Story insgesamt war trotz des eigentlich sehr typischen und vorhersehbaren Grundbaus spannend und ich habe gerne mitverfolgt, wie sie sich entwickelt hat. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass die Szenen teilweise etwas sprunghaft waren und gerade die spannenden und aufgeladenen Kapitel häufig abrupt (und irgendwie auch konsequenzlos) geendet haben, sodass ich mir an vielen Stellen ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, damit die Szenen etwas vollständiger und die Gesamtgeschichte runder wirken.
Avalon als Protagonistin hat mir ganz gut gefallen. Ich mochte, dass sie so tough und “haudrauf” ist und sich zu wehren weiß, aber auch ihre Grenzen lernt. Über die Liebesgeschichte mit Zion bin ich jedoch etwas zwiegespalten. Die beiden als Shadowflame-Paar waren total interessant und ich hätte gerne mehr darüber gelesen, wie sie ihre gemeinsame Kraft erkunden und gemeinsam wachsen. Allerdings war mir Zion zu sehr "mysteriöser Love Interest", der zu Beginn so extrem abweisend ist, dass mich die wiederholende Dynamik von Annäherung und Ablehnung leider schon fast genervt hat. Der Switch in Charakter und Beziehung kamen mir dann zu plötzlich, als dass ich sie vollständig mitfühlen konnte, auch wenn die beiden als Paar eigentlich gut funktioniert haben.
Insgesamt war Shadowflame ein solider Dilogie-Auftakt, der mit allem dient, was das klassische Romantasy-Herz begehrt und die Leser:innen mit einem fiesen Cliffhanger zurücklässt. Ich hatte Spaß beim Lesen und kann das Buch gerade für Genre-Einsteiger empfehlen, nur hätte ich mir an einigen Stellen einfach etwas mehr und gerade ein paar Seiten mehr gewünscht.
Vielen Dank an die Lesejury und den ONE Verlag für das Rezensionsexemplar!