Platzhalter für Profilbild

Carolinchen

Lesejury Star
offline

Carolinchen ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Carolinchen über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2017

nur heiße Luft

Die Gabe der Auserwählten
0

Inhalt
Lia und Rafe machen sich auf den Weg nach Dalbreck. Je weiter ihre Reise voranschreitet, desto stärker macht sich Lias innere Stimme bemerkbar, sich nach Morrighan zu begeben und ihr Volk vor einem ...

Inhalt
Lia und Rafe machen sich auf den Weg nach Dalbreck. Je weiter ihre Reise voranschreitet, desto stärker macht sich Lias innere Stimme bemerkbar, sich nach Morrighan zu begeben und ihr Volk vor einem drohenden Krieg zu warnen.
Doch so einfach lässt Rafe sie nicht ziehen. Lia muss sich ihrer bisher größten Herausforderung stellen.

Eigene Meinung
"Die Gabe der Auserwählten" ist leider ein typischer Zwischenband. Es passiert nicht viel außer, dass die Figuren von A nach B reisen. Der Fokus ist auf die Entwicklung der Beziehungen untereinander gelegt, dennoch war es mir etwas zu wenig, um nicht schon zu sagen "lahm".
Auch erfahren wir nichts neues über die Gabe im Gegenteil, sie kommt kaum vor, was ich sehr schade fand, da sie doch der Grund für den ganzen Schlamassel ist.

Der Schreibstil ist wie immer toll und man verliert sich schnell in Lias Welt. Obwohl nicht viel passiert, wurde es trotzdem nicht langweilig. Aber für einen "vollständigen" dritten Teil war es mir zu wenig.

Außerdem bin ich maßlos enttäuscht darüber, dass der Verlag den finalen Band in zwei Teile gesplittet hat! Genauso gut hätte man einfach bei einem letzten Band bleiben können - so habe ich nichts Halbes und nichts Ganzes. Fast zwanzig Euro für 350 Seiten auf denen fast nur belangloses Blabla steht... das hätte man sich sparen können.

Fazit
Nun hoffe ich allerdings, dass das Tempo im zweiten Teil von Band drei erheblich angezogen wird. Denn sonst sehe ich schwarz dafür, dass die Geschichte vernünftig zu Ende geführt wird.

Veröffentlicht am 16.10.2017

haarsträubendes Ende

Murder Park
0

Inhalt
Paul wird für die Eröffnung des Murder Park auf Zodiac Island eingeladen. Die Insel, auf der vor 20 Jahren ein Serienmörder sein Unwesen getrieben und dabei auch Pauls Mutter ermordet hat. Doch ...

Inhalt
Paul wird für die Eröffnung des Murder Park auf Zodiac Island eingeladen. Die Insel, auf der vor 20 Jahren ein Serienmörder sein Unwesen getrieben und dabei auch Pauls Mutter ermordet hat. Doch was Paul auf der Insel erleben wird, lässt ihn an allem zweifeln woran er bisher geglaubt hat.

Eigene Meinung
Den Anfang der Geschichte fand ich echt gut. Als Setting ein stillgelegter Vergnügungspark, das kann ja nur gut werden. Die Interviews waren auch sehr gelungen und haben zum Mitraten animiert.

Leider blieben die Charaktere ziemlich blass und unglaubwürdig. Paul blieb mir ebenfalls fremd, obwohl er die Hauptfigur war. Ich konnte seine Gedankengänge und Handlungen oft einfach nicht nachvollziehen.

Schnell geht das Morden auf der Insel los. Die Figuren sterben jedoch wie die Fliegen und eher nebenbei, so dass bei mir ein "egal"-Gefühl vorherrschte. Dann war eben noch jemand tot, wirklich getroffen hat es mich nicht. Auch weil ich einfach keinen Bezug zu den einzelnen (immerhin sind es ganze zwölf Personen) herstellen konnte. Dazu kamen sehr unpassende Sexszenen, die rein gar nichts zum Handlungsverlauf beigesteuert haben.

Schnell hatte ich einen Verdacht, wie Jonas Winner am Ende alles zusammenfügen würde. Leider hat sich das auch bestätigt und alles nur noch schlimmer gemacht. Der Schluss war so unglaubwürdig und platt, dass ich die seitenlange Erklärung wie denn nun alles abgelaufen ist (wenn man es gut macht, braucht man so eine Erklärung am Ende nicht) nur noch quer gelesen habe.

Fazit
Hier wurde viel Potential verschenkt. Der Park wurde kaum genutzt und es waren mir irgendwann zu viele, scheinbar willkürlichen Morde und ich habe selber gemerkt, wie ich mich von der Geschichte distanziert habe. Schade, dabei war der Anfang so vielversprechend.

Veröffentlicht am 05.10.2017

weniger wäre in diesem Fall mehr

Scherben der Dunkelheit
0

Inhalt
Als Anouk Ferien bei ihren Verwandten macht, zieht sie die Aufmerksamkeit des Dark Circus auf sich. Ehe sie es sich versieht, ist sie Teil von ihm und deckt nach und nach das schreckliche Geheimnis ...

Inhalt
Als Anouk Ferien bei ihren Verwandten macht, zieht sie die Aufmerksamkeit des Dark Circus auf sich. Ehe sie es sich versieht, ist sie Teil von ihm und deckt nach und nach das schreckliche Geheimnis hinter den schillernden Vorhängen auf.

Eigene Meinung
Erst war ich begeistert in die magische Welt des Cicus entführt zu werden. Leider war sie im Nachhinein nicht magisch genug, oder sollte ich sagen zu magisch?
Keine Frage, es war toll zu entdecken, wer von den Artisten welche Fähigkeit hat und welche Anouk bekommen würde. Obwohl nachher klar war, welches ihre ist, kamen sie für meinen Geschmack zu selten zum Einsatz. Zudem verschwammen die Grenzen der Fähigkeiten ziemlich stark. Es blieb am Ende nicht auf ein Thema beschränkt, sondern plötzlich konnten einige Figuren zufällig ganz neue Dinge, genau so Anouk. Ihre Fähigkeit weitet sich im Laufe der Geschichte immer mehr aus. Warum und wieso weiß keiner... aber es passiert immer dann, wenn sie es benötigt, wie praktisch.
Gegen Ende war es oft auch einfach zu viel. Es hat total verwirrt, wie viel übernatürliches plötzlich auf wenigen Seiten passiert. Da hatte ich echt Mühe, der Handlung zu folgen.

Die Liebesgeschichte zwischen Anouk und Rhasgar konnte mich nicht überzeugen. Zwar halten sie mit ihren Gefühlen nicht hinter dem Berg, aber kitschige Liebesbekundungen ("der Halt ist in uns") reichen eben nicht aus, um echte Gefühle rüber zu bringen. Gesa Schwartz hat die Beziehung der beiden eher auf vielen Worten und Phrasen, als auf Gesten aufgebaut. Das war leider nichts für mich.

Auch fand ich die Nebenfiguren ziemlich blass. Vor allem dafür, dass sie alle am Ende plötzlich noch wichtige Rollen bekommen. Da tauchen Figuren auf, über die man mal flüchtig was gelesen hat und spielen plötzlich eine wichtige Rolle. Oder jene, die schon gar nicht mehr unter den anderen weilen, tauchen plötzlich irgendwo auf, oder jemand hört ihre Stimmen und, und, und. Gerade dieses "metaphorische" war mir ein wenig zu übertrieben. Ich wusste nicht mehr, was jetzt wirklich passiert ist und was nur irgendein Bild für irgendetwas sein soll.

Fazit
Es hat gut angefangen. Man wird in die fantastische Zirkuswelt gezogen, doch leider übertreibt diese immer mehr. Vor allem am Ende gab es einfach eine Wendung nach der anderen, die mir irgendwann zuviel wurden. Mir war die Geschichte zu überladen und der Fokus war zu sehr auf Effekte, als auf Geschichte und Figuren gesetzt.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Einblick in verschiedenste Beziehungsformen

Die nackte Wahrheit
0

Inhalt
Nachdem er ein erfolgreicher Frauenaufreißer geworden ist, hat Neil Strauss Probleme sich auf eine Monogame Beziehung einzulassen und stößt seine Freundin Ingrid damit gewaltig vor den Kopf. Die ...

Inhalt
Nachdem er ein erfolgreicher Frauenaufreißer geworden ist, hat Neil Strauss Probleme sich auf eine Monogame Beziehung einzulassen und stößt seine Freundin Ingrid damit gewaltig vor den Kopf. Die Folge: Sie trennt sich von ihm und er begibt sich in Therapie, um seine Sexsucht zu heilen.

Eigene Meinung
Ich tue mich mit dem Bewerten von Biografien, oder ähnlichem immer schwer, da es mehr oder weniger erlebte Ereignisse sind und keine komplett erfundene Geschichte.

Neils Zeit in der Therapie war sehr anstrengend zu lesen. Ich musste mich regelrecht durchkämpfen. Viel Theorie und geschwafel, wobei man meist nur auf den Punkt wartet, an dem er die Klinik endlich verlässt. Danach wurde es echt interessant. Wie der Klappentext schon sagt, probiert Neil Strauss alle möglichen Sachen aus. SM, Bondage usw. sind ja sicher fast jedem ein Begriff, aber was es darüber hinaus noch alles gibt, war unglaublich spannend. Ab da hat mir das Lesen echt Spaß gemacht... ob es WIRKLICH alles so passiert ist, sei mal dahin gestellt.

Am Ende wurde es wieder sehr langatmig und eeeecht kitschig... aber wenn es wirklich so passiert sein soll kann man da auch nichts dran ändern

Neil Strauss hat hiermit keinen Ratgeber geschrieben, wie man treu bleiben kann. Er hat nur seinen Weg und Umwege dahin aufgeschrieben, welche mal mehr und mal weniger interessant waren. Wahrscheinlich nimmt sich jeder irgendetwas aus diesem Buch mit.

Fazit
Kann man lesen, muss man aber nicht. Allerdings lässt es die Monogamie wieder in einem schöneren und hoffnungsvollerem Licht erstrahlen, zeigt aber auch, dass nicht jeder dafür bereit ist und es auch andere funktionierende Formen der Beziehung geben kann.

Veröffentlicht am 29.09.2017

Patchworkfamilien und ihre Tücken

Die Liebe seines Lebens
0

Inhalt
Mit Mayas Tod wird nach und nach ein riesiges Familiendrama aufgedeckt. Nach außen hin waren alle eine große, tolle Familie. Zwei Exfrauen, fünf Kinder, Adrian und die neue Maya. Aber einige sind ...

Inhalt
Mit Mayas Tod wird nach und nach ein riesiges Familiendrama aufgedeckt. Nach außen hin waren alle eine große, tolle Familie. Zwei Exfrauen, fünf Kinder, Adrian und die neue Maya. Aber einige sind mit Adrians Verhalten nicht so einverstanden, wie er denkt. Stück für Stück lüftet er ein großes, schmutziges Geheimnis.

Eigene Meinung
An sich war das Familiendrama recht interessant, zu den Charakteren habe ich jedoch keine Verbindung aufbauen können. Entweder bleiben sie blass, wie Adrians Exfrauen, oder sie sind einfach unsympathisch, wie Adrian selbst. Wie kann jemand so egoistisch und blind sein? Schrecklicher Mensch! Somit war das Ende auch eher lächerlich...

Obwohl es interessant war, war es nicht wirklich spannend. Ich war eher neugierig, wer was gemacht hat und wie alles zusammen hängt. Am Ende war es mir allerdings zu schnell und konstruiert. Alles wurde auf wenigen Seiten offen gelegt und ausführlich erklärt. Das hätte ich mir etwas eleganter gewünscht.

Fazit
Ein unsympathischer Protagonist und eine komische Familienkonstellation. Es war ok. Man kann es lesen, muss aber nicht.