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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.11.2024

nette Fantasy

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
1

"Silent Secrets" liegen unter der Stadt Paris. Niemand der Normalsterblichen ahnt, dass die Weltenbibliothek tief drunten ruht und deren Fortbestand und deren Vollständigkeit das Gleichgewicht der Menschenwelt ...

"Silent Secrets" liegen unter der Stadt Paris. Niemand der Normalsterblichen ahnt, dass die Weltenbibliothek tief drunten ruht und deren Fortbestand und deren Vollständigkeit das Gleichgewicht der Menschenwelt bestimmen.

Im Prolog erfährt man, dass Remy bei einem Unfall ihre ganze Familie verliert. 19 Jahre später treffen wir sie im Schoße ihrer Ziehfamilie. Glücklich und zufrieden, unwissend wer sie wirklich ist, aber mit einem Summen in ihrem Kopf und einer Idee, dass da noch mehr ist. Dann trifft sie einen jungen Mann und der ist aus der unteren Welt. Ein Beschützer der Bibliothek, der in ihr die eine erkennt, die wichtig ist für den Fortbestand von allem. Und Remy wird in ein Abenteuer hineingeschleudert.

Den Anfang der Geschichte und auch die Charakter fand ich sofort sehr ansprechend. Auch der Erzählstil ist gut lesbar. Er passt zu jungen Leuten ohne zu profan zu wirken.

Ohne zu viel zu verraten ist es dann so eine Art Schnitzeljagd, die sich entspinnt. Das ist unterhaltsam aber ein wenig krankte die Story für mich daran, dass sie keine großen Alleinstellungsmerkmale und keine große Überraschungen bereit hält.

Nette Story, nette Leute. Mal schauen, ob Teil 2 da noch etwas zulegt.

Veröffentlicht am 13.10.2024

nix für mi

Lückenbüßer (Ein Kluftinger-Krimi 13)
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Klüpfl und Kobr haben mal wieder zugeschlagen und einen neuen Kluftinger abgeliefert. Und wie immer kann ich nicht nein sagen. Komm ja schließlich aus Bayern, mag die Gegend, in der die Story spielt und ...

Klüpfl und Kobr haben mal wieder zugeschlagen und einen neuen Kluftinger abgeliefert. Und wie immer kann ich nicht nein sagen. Komm ja schließlich aus Bayern, mag die Gegend, in der die Story spielt und mag auch Kluftis Art gerne. Leider ging es mir wie die letzen Male. Die Story ist nett und ich freute mich mal wieder die alten Kumpfels zu treffen und zu lesen, wie es ihen so in letzter Zeit ergangen ist. Auch dass Klufti auf dem Weg in die Politik ist, finde ich sehr amüsant und kann mir gut vorstellen, dass da noch Potential für so manche gute Geschichte liegt.

Aber der Kriminalfall. Der war diesmal besonders dünn, fand ich. Der wurde stiefmütterlich behandelt und da kam für mich überhaupt kein Thrill auf. Gut, die Kluftinger-Krimis sind dafür auch nicht bekannt. Aber die ersten waren wirklich nicht schlecht. Da kam durchaus was an bei mir. Aber dieser war für mich leider kein Krimi. Hilft halt nix.

Veröffentlicht am 29.09.2024

durchschnittlich

Im Warten sind wir wundervoll
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An diesem Buch hat mich so einiges gereitzt. Da ist zum einen der tolle Buchtitel "Im Warten sind wir wundervoll". Und auch der vielversprechende Plot von der jungen Deutschen, die als Kriegsbraut in den ...

An diesem Buch hat mich so einiges gereitzt. Da ist zum einen der tolle Buchtitel "Im Warten sind wir wundervoll". Und auch der vielversprechende Plot von der jungen Deutschen, die als Kriegsbraut in den USA landet und nach deren Verlobten dann durch die Presse gesucht wird.

Aber ich hatte mir viel mehr versprochen von diesem Roman.

Zum einen bin ich wieder mal an dem gängigen Konstrukt gescheitert, dass sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit erzählt wird. Wie meist hat mich der Gegenwartsstrang überhaupt nicht interessiert. Ich möchte sogar sagen, er hat genervt, weil er von dem durchaus interessanten Strang abgehalten hat. Die Story in der Vergangenheit hat dann ein paar durchaus schöne Szenen schaffte es aber nicht, mich emotional richtig zu packen. Vielleicht lag es an der Sprache der Autorin, die der Dramatik und den Gefühlen der Protas nicht immer gerecht wurde.

Das Buch war für mich nur guter Durchschnitt. Es gibt einfach zu viele Bücher, die ähnliches erzählen und dabei herausragen.

Veröffentlicht am 21.07.2024

nicht ganz meins

VIEWS
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Marc-Uwe Kling war mir natürlich ein Begriff. Ich war gespannt, ob er so einen gravierenden Genre-Wechsel, wie er ihn mit dem Krimi "Views" versucht, auch wirklich inhaltlich und sprachlich schafft.

Ich ...

Marc-Uwe Kling war mir natürlich ein Begriff. Ich war gespannt, ob er so einen gravierenden Genre-Wechsel, wie er ihn mit dem Krimi "Views" versucht, auch wirklich inhaltlich und sprachlich schafft.

Ich würde sagen teils-teils.

Sprachlich erinnert der Text für mich schon sehr an die anderen Romane des Autors. Sein scharfer Humor, sein schräger Blick auf Geschehnisse, seine Art, Gespräche zu strukturieren. Das ist ganz der alte Kling. Für meinen Geschmack hätte da etwas weniger nicht geschadet, der manchmal fand ich es unpassend für die unangenehm-realistische Handlung, die ja mit persönlichen Verletzlichkeiten und einem aufgewühlten Pöbel einhergeht.

Das Thema an sich ist natürlich hochaktuell und interessant. Mir hätte gefallen, wenn es weniger mit Plakativen und Attitüden überfrachtet gewesen wäre, wenn die Darsteller nicht teilweise so eindimensional und/oder oberflächlich rübergekommen wären.

Ein Kriminalroman gehört für mich zum schwersten Genre im Bücherhimmel. So ganz konnte mich Kling auf dieser Wolke nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 21.07.2024

unterhaltsam

Yrsa. Journey of Fate (Yrsa. Eine Wikingerin 1)
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Der Titel erfasst hervorragend die Art, wie das Buch strukturiert ist, wie es sich entfaltet und was man zu erwarten hat.
Es geht um die junge Wikingerin Yrsa. Um ihr Schicksal und dass ihres Bruders, ...

Der Titel erfasst hervorragend die Art, wie das Buch strukturiert ist, wie es sich entfaltet und was man zu erwarten hat.
Es geht um die junge Wikingerin Yrsa. Um ihr Schicksal und dass ihres Bruders, um ihr Heranwachsen und reifen während einer abenteuerlichen langen Reise Richtung der damals so wichtigen Handelsstadt Haitabu. Um ein Mädchen das zur Frau wird und sich nicht beirren lässt von bedrohlicher Natur, gefährlichen Männern und eigenen Unsicherheiten. Der Erzählstil ist gut lesbar, wenn auch für meinen Geschmack sehr ausladend in seinen Beschreibungen, in seinem mäandern in andere Zeiten, andere Geschehnisse, Gedankenwelten der Protagonisten. Dadurch wird das Tempo immer wieder gewaltig heruntergefahren und eine Straffung hätte dem Buch meiner Meinung nach gut gestanden.

Die Welt der Wikinger, vor allem die vermeintlich magische Glaubenswelt, spielen eine große Rolle. Das ist aber kein wirklich geschichtlich fundierter Roman. Ich denke, dass da eine fremde und von uns teilweise mystizierte Welt als Baukausten genommen wurde, um eine starke Frau in Szene zu setzen.

Ein unterhaltsamer Roman, der für mich aber eher in die Abenteuerecke gehört.