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Veröffentlicht am 17.09.2024

Gilmore Girl Vibes

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
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Meet me in Autumn ist ein süßes Buch, das ich ganz gerne gelesen habe.
Jeanies Tante Dot will sich zur Ruhe setzen und überlässt ihrer Nichte ihr Pumpkin Spice Café in dem kleinen Städtchen Dream Harbour. ...

Meet me in Autumn ist ein süßes Buch, das ich ganz gerne gelesen habe.
Jeanies Tante Dot will sich zur Ruhe setzen und überlässt ihrer Nichte ihr Pumpkin Spice Café in dem kleinen Städtchen Dream Harbour. Jeanie kommt das sehr gelegen, sie möchte sich unter anderem beruflich verändern. Dream Harbour heißt sie schnell willkommen und auch der grummelige Farmer Logan, hilft ihr beim Ankommen.
Am besten hat mit die Kleinstadtatmosphäre gefallen. Das Städtchen Dream Harbour mit seinen Bewohner hat mich sehr stark an die Serie Gilmore Girls erinnert und auch die Figuren hatten ihre Ähnlichkeiten, so erinnert beispielsweise Logans Charakter an Luke, das war an manchen Stellen vielleicht auch etwas zu viel des Guten. Auch gut fand ich das herbstliche Setting, das wurde die meiste Zeit gut vermittelt.
Sehr gestört hat mich der Spice. Ich bin allgemein kein großer Fan davon, aber hier war er für mein Empfinden auch nicht gutgeschrieben und außerdem auch viel zu langezogen. Ich habe die Seiten dann überblättert, sonst hätte ich es wohl nicht zu Ende gelesen.
Darüber hinaus war es ein nettes Buch, aber mehr nicht.

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Veröffentlicht am 21.07.2024

Nicht überzeugend

Die Sache mit Rachel
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Die schwangere Rachel lässt ihre Studienjahre Revue passieren. Rachel Murray studiert Anglistik und arbeitet in einem Buchladen, wo sie James kennenlernt. Die beiden werden schnell beste Freunde und ziehen ...

Die schwangere Rachel lässt ihre Studienjahre Revue passieren. Rachel Murray studiert Anglistik und arbeitet in einem Buchladen, wo sie James kennenlernt. Die beiden werden schnell beste Freunde und ziehen zusammen in ein Haus.

Rachel ist seit einiger Zeit in ihren Englischprofessor Dr. Byrne verliebt und will unbedingt eine Affäre mit ihm beginnen. Dieser weist allerdings Rachels Annäherungsversuche zurück. James will ihr helfen, damit Rachel ihn verführen kann und sie schmieden einen Plan. Doch ob das so klappt, müsst ihr selbst herausfinden.

Leider konnte mich dieses Buch trotz des locker-leichten Schreibstils nicht überzeugen. Die Charaktere blieben für mich farblos und ohne charakterliche Tiefe. Ihre Handlungen und Wünsche konnte ich nicht immer nachvollziehen und fand sie oft zu klischeehaft (alle Studentinnen wollen mit dem attraktiven Professor schlafen). Vielleicht bin ich auch zu alt dafür.

Gut fand ich, die Thematisierung der großen Rezession in Irland. Schade dagegen, dass das Identitätsproblem der Iren nur so kurz angesprochen wurde, gerade auch im Kontext der Rezession.

Veröffentlicht am 21.07.2024

Queerer Liebesroman mit kleinen Schwächen

Experienced. Die Liebe bietet unbegrenzte Möglichkeiten
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Experienced ist ein sehr realistischer queerer Liebesroman mit den Themen Queerness, Dating und Sexualität und hat mir gut gefallen.
Am besten fand ich den unterschwelligen Humor, besonders die Textnachrichten ...

Experienced ist ein sehr realistischer queerer Liebesroman mit den Themen Queerness, Dating und Sexualität und hat mir gut gefallen.
Am besten fand ich den unterschwelligen Humor, besonders die Textnachrichten zwischen Bette und Ruth waren super. Besonders gut gelungen sind auch die Sexszenen, die sowohl realistisch und ansprechend geschrieben sind, als auch ganz viel Konsens beinhalten, das finde ich immer schön zu lesen.
Einige Abschnitte ziehen sich allerdings in die Länge, ich musste mich echt teilweise zwingen weiterzulesen und nichts zu überspringen, zudem wird die Handlung wird schnell sehr vorhersehbar. Leider hat es mich auch emotional nicht so angeholt, normalerweise fiebere ich in solchen Geschichten immer mit, hier war es mir irgendwie egal.
Der Schreibstil ist total angenehm. Es war der erste Roman, den ich gelesen habe, in dem Neopronomen (dey) vorkommen. Ich war überrascht, wie ausgesprochen gut das funktioniert.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Nicht meine Autorin

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ war für mich bereits der zweite Versuch mit dieser Autorin und erneut bin ich nicht wirklich überzeugt. Der Roman liest sich zwar zunächst sehr gut an, ...

„Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ war für mich bereits der zweite Versuch mit dieser Autorin und erneut bin ich nicht wirklich überzeugt. Der Roman liest sich zwar zunächst sehr gut an, kann dieses Versprechen aber nicht bis zum Ende einlösen.

Überzeugt hat mich vor allem die Zeitebene in der Nachkriegszeit. Die Geschichte um Marlen, die 1945 nur knapp überlebt, von Wilma aufgenommen wird und in dieser Zeit ihre Begabung für die Malerei entdeckt. Diese Passagen wirken durchdacht, stimmig und emotional greifbar.

Deutlich schwächer empfand ich dagegen die Handlung in der Gegenwart. Hannahs Leben im Berlin des Jahres 2023 blieb für mich erstaunlich blass. Ich habe diese Kapitel weniger aus Interesse als aus Pflichtgefühl gelesen, in der Hoffnung, dass sich am Ende ein überzeugender Zusammenhang zur Vergangenheit ergibt. Genau dieser bleibt jedoch enttäuschend dünn. Die Verbindung der beiden Zeitebenen wirkt konstruiert und unausgereift, eine echte Nähe zwischen den Figuren entsteht nicht. Insgesamt konnte mich das Buch emotional nicht erreichen. Trotz großer Themen blieb vieles auf Distanz.


Stark ist hingegen die Auseinandersetzung mit der Frage, was von einem Leben bleibt und welche Verantwortung oder Schuld wir unseren Eltern gegenüber empfinden. 2,5/5 Sterne

Veröffentlicht am 10.07.2025

Podcast trifft auf Demenz

Himmelerdenblau
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In „Himmelerdenblau“ will Liv Keller, sie ist zusammen mit ihrem Lebensgefährten Podcasterin, über einen Cold Case Fall berichten. Zum 20. Jahrestag des Verschwindens von Julie Novak möchte sie Julies ...

In „Himmelerdenblau“ will Liv Keller, sie ist zusammen mit ihrem Lebensgefährten Podcasterin, über einen Cold Case Fall berichten. Zum 20. Jahrestag des Verschwindens von Julie Novak möchte sie Julies Vater Theo interviewen. Julie war damals 16 Jahre alt und ist verschwunden. Theo leidet aber an Demenz, was alles sehr schwer macht. Als Liv auf einen neuen Hinweis stößt, packt sie der Ehrgeiz und die Zwei versuchen zusammen den Fall zu lösen.

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Vieles wird aus Theos Sicht beschrieben. Das fand ich an sich interessant, auch wenn ich schon bessere Bücher zum Thema gelesen habe, aber auch sehr anstrengend. Er ist dement und oft ist nicht klar, was wirklich passiert und was nur in seinem Kopf ist. Manche Kapitel musste ich zweimal lesen, um überhaupt zu verstehen, was gerade passiert. Gerade das erste Drittel war für mich sehr zäh. Aber auch später kam für mich keine richtige Spannung auf. Den versprochenen „gnadenlosen Thriller“ habe ich nicht gefunden. Für mich eher ein Buch über die Krankheit, was ihr ja auch ein Anliegen war.

Gut fand ich aber die Kritik an True-Crime-Podcasts. Das Ende hat mir auch gefallen, die Auflösung war gelungen. Aber leider konnte das die mühsamen Teile davor nicht ausgleichen. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht richtig überzeugt. 2,5/5 Sterne

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