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Veröffentlicht am 07.08.2017

Temporeicher Thriller

Spectrum
2

Ethan Cross, der Autor der Shepherd-Reihe, hat einen neuen actionreichen Thriller herausgebracht. Dies war mein erstes Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe und ich muss sagen, dass es mich ...

Ethan Cross, der Autor der Shepherd-Reihe, hat einen neuen actionreichen Thriller herausgebracht. Dies war mein erstes Buch, welches ich von diesem Autor gelesen habe und ich muss sagen, dass es mich überzeugt hat.

Zum Inhalt: Eine GoBox-Filiale wird von drei bewaffneten Personen überfallen und Geiseln festgehalten. Doch schnell wird klar, dass dies kein gewöhnlicher Überfall ist. Der junge Dr. Burke wird zur Rate gezogen und es wird offensichtlich, dass es um mehr geht als nur ein Überfall.

Das Cover ist schlicht mit dem Schriftzug des Titels versehen. Was mir persönlich gefällt. Spectrum kommt regenbogenfarben aus einem dunklen Hintergrund, was auf mich einen geheimnisvollen und verborgenen Eindruck erweckt. -Wie das Geheimlabor. Der Buchschnitt ist blau. Die Aufmachung wirkt sehr edel und ist ein echter Hingucker.

Der Schreibstil gefällt mir. Auffällig ist, dass gerade bei spannenden Situationen kurze, prägnante Sätze geschrieben wurden. Das erzeugt bei mir Dramatik und Herzklopfen. Spectrum hat sich ansonsten flüssig gelesen. Gerade im ersten Kapitel wurden prägnante Wörter hervorgehoben. Die Kapitel sind kurz gehalten und es erfolgt immer ein Perspektivwechsel. Durch die verschiedenen Blickwinkel, erfährt man nach und nach die Zusammenhänge zwischen den Protagonisten.

Der Einstig des Buches beginnt blutig und vielfältig durch die verschiedenen Charaktere
und Orte. Das Buch ist anspruchsvoll geschrieben und man muss sehr aufmerksam lesen, da gerade zu Beginn viele verschiedene Orte und Charaktere auftauchen. Nach und nach fügt sich aber alles zu einem Gesamtbild zusammen.

Die Charaktere sind in dem Buch sehr vielseitig. Ethan Cross hat die Protagonisten gut durchdacht und jedem eine eigene Persönlichkeit gegeben. Besonders gut haben mir Dr. Burke und Nic gefallen. Gerade Burke konnte mich durch seine witzige Art zum Lachen bringen. Er hat eine interessante Auffassungsgabe und Denkweise.
Auch die Spannung kam nicht zu kurz. Sie zieht sich wie ein roter Faden duch das gesamte Buch und steigert sich am Ende nochmal um einiges. Dies gelingt Cross durch die Aneinanderreihung von vielen, schnell hintereinander folgenden Handlungen.

Fazit: Spectrum ist ein lesenswerter Thriller mit Spannung und Action sowie interessanten Persönlichkeiten.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Handlung
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.08.2017

Auf wahrer Begebenheit

Eine von uns
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Harriet Cummings greift in ihrem Krimi „Eine von uns“ eine Verbrechensserie von 1984 in England auf. Die Geschichte vom Fox beruht auf wahrer Begebenheit.

Der Fox treibt sein Unwesen in einem Dorf. Erst ...

Harriet Cummings greift in ihrem Krimi „Eine von uns“ eine Verbrechensserie von 1984 in England auf. Die Geschichte vom Fox beruht auf wahrer Begebenheit.

Der Fox treibt sein Unwesen in einem Dorf. Erst sind es nur Vorahnungen, dass etwas nicht stimmt, doch dann fallen kleine Veränderungen in den Häusern der Bewohner auf. Mal ist es eine Veränderte Position von Gegenständen, Geräusche oder Fußspuren. Dann verschwindet auch noch das junge Mädchen Anna. Jeder kennt jeden, aber die Bewohner beginnen sich gegenseitig zu misstrauen.
Hat einer von Ihnen Anna entführt?

Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt. Der Einstieg beginnt mit einem Prolog, welcher sehr spannend geschrieben ist. Man wird sofort mitten ins Geschehe katapultiert. Der Fox jagt sein erstes Opfer. Herzklopfen ist vorprogrammiert. Es folgt der erste Teil des Buches. Dieser wird aus Sicht der Protagonistin Deloris erzählt. Man erfährt einiges aus ihrer Ehe und ihrer Freundin Anna. Der zweite Teil wird aus der Perspektive des Pfarrers Jim erzählt und der dritte Teil aus Sicht des Kommissars Brian. Im letzten Teil erzählt Stan seine Geschichte. Die verschieden Blickwinkel der Erzählung sind gut gelungen und fügen sich super in das Gesamtbild ein. Durch die unterschiedlichen Perspektiven erfährt man viel über die einzelnen Charaktere. Jeder hat so seine kleinen Geheimnisse und Sorgen.

Die Charaktere sind vielseitig und gut herausgearbeitet. Deloris ist jung und verheiratet. Jedoch scheint sie nicht glücklich zu sein. Anna ist ein eher unscheinbares junges Mädchen. Sie lebt allein und ist vom Geschmack sehr altmodisch. Jeder Bewohner hat seine eigene Familiengeschichte.
Am besten hat mir der Protagonist Brian gefallen. Sein Charakter ist nahbar, ehrgeizig und sympatisch.
Gefallen hat mir auch, wie sich das Dorf durch die Ereignisse entwickelt hat. Von einer ruhigen Idylle, in der die Gemeinschaft lebte zu einer aufgebrachten Meute von Dorfbewohnern.

Der Schreibstil ist flüssig und das Buch liest sich schnell. Personen und Szenen sind detailliert beschrieben, was die Geschichte interessant sein lässt. Der Spannungsverlauf ist recht unterschiedlich. Wenn der Fox ins Spiel kommt, dann kommt etwas Spannung auf. Trotzdem ist das Buch unterhaltsam und nicht langweilig.

Fazit: Ein unterhaltsamer Krimi mit interessanten Charakteren.

Veröffentlicht am 30.07.2017

Kurzurlaub für den Leser

Bea macht blau
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Der Roman Bea macht blau von Tessa Hennig ist mein erstes Buch der Spiegel-Bestsellerautorin.

Das Cover stellt eine schöne Urlaubsszene da. Strand, Meer und ein Café laden direkt zum Träumen ein. Ich ...

Der Roman Bea macht blau von Tessa Hennig ist mein erstes Buch der Spiegel-Bestsellerautorin.

Das Cover stellt eine schöne Urlaubsszene da. Strand, Meer und ein Café laden direkt zum Träumen ein. Ich finde die Szene ansprechend und sehr gelungen. Am liebsten würde man mit der Frau auf dem Cover tauschen und dort sitzen.

Worum geht es? Bea steht vor einer Krise. Ihre Tochter Caroline hat ihr Abitur bestanden und zieht für ein Studium mit ihrem neuen Freund weg. Bea ist davon überhaupt nicht begeistert. Dann erfährt Bea auch noch, dass ihr Mann sie seit langem Betrügt. Kurzentschlossen lässt sie ihr altes Leben hinter sich und fährt ins Baskenland nach San Sebastian. Dort möchte sie in einem Gästehaus, welches sie schon früher oft besucht hat, Urlaub machen. Doch es kommt alles anders als erwartet.

Bea bemüht sich alles für Ihre Familie zu tun. Sie ist immer für ihre Tochter da. Die Kurzschlussreaktion von Bea ist nachvollziehbar. Nachdem Caroline ihr auch noch vorwirft, sie sei selbst schuld daran, dass Matthias sie betrügt, tat Bea mir wirklich leid. Tessa Hennig
schafft es, die verschiedenen Konflikte Mutter-Tochter, mit Ehemann Matthias und ihrer Schwester Karin authentisch wirken zu lassen. Eine Mischung aus Humor, Liebe und etwas zum Nachdenken gestaltet den Roman.

Alle Charaktere sind besonders und habe ich ins Herz geschlossen. Durch die natürliche Art hat man das Gefühl jeden irgendwie zu kennen.
Caroline ist ein typisches 18. jähriges Mädchen. Sie möchte auf eigenen Beinen stehen und sich von ihrem „Nest“ trennen. Als sie aber Schwierigkeiten hat, muss Mama Bea wieder herhalten.

Die Geschichte wird aus Beas Sicht erzählt. Besonders gut haben mir auch die Landschaftsbeschreibungen gefallen. Es wird auf die Kultur, die Mentalität, das Leben und Essen in Spanien eingegangen. Der Schreibstil ist bildhaft und ich hatte immer das Gefühl vor Ort zu sein. Das Buch liest sich schnell durch die lockere Schreibweise.

Fazit: Eine unterhaltsame Urlaubslektüre, die zum Träumen einlädt. Wer einen Kurzurlaub braucht, sollte Bea mach blau nicht verpassen.

Veröffentlicht am 04.11.2017

Wer kommt an die Macht?

Shadow Dragon
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Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin ist der erste Band einer neuen Reihe. Der zweite Band soll im April 2018 erscheinen.

Das Buchcover ist toll herausgearbeitet und ein richtiger Blickfang. Die Drachenhaut ...

Shadow Dragon – Die falsche Prinzessin ist der erste Band einer neuen Reihe. Der zweite Band soll im April 2018 erscheinen.

Das Buchcover ist toll herausgearbeitet und ein richtiger Blickfang. Die Drachenhaut ist als Relief dargestellt sowie Kai. Was sehr edel wirkt. Das Drachenauge zieht einen magisch an. Ich finde es sehr gelungen.

Der Schreibstil ist bildhaft und modern. Die Geschichte wird aus Kais Sicht erzählt. Der Spannungsverlauf war etwas gemischt. Zu Beginn als Kai in die Rolle der Prinzessin schlüpft ist das Buch sehr spannend geschrieben. Man fiebert regelrecht auf das Treffen mit dem Shadow Dragon hin. Als die Geschichte an Fahrt aufgenommen hatte, blieb es eine Zeit lang ruhig und mir fehlte etwas an Spannung. Zum Ende hin konnte mich das Buch aber wieder abholen. Mir kam leider der Shadow Dragon zu wenig in der Geschichte vor. Das fand ich etwas schade. Gerade dieser interessante Drachen hätte noch mehr in die Geschichte einfließen können.

Alles in allem ist die Geschichte interessant und hat noch sehr viel Potenzial für Abenteuer.

Veröffentlicht am 04.10.2017

Das Blutspiel

Das Blutspiel
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„Das Blutspiel“ von Hardy Crueger ist ein Krimi der besonderen Art. So wie der Titel schon vermuten lässt, ist der Thriller sehr blutig und grausam.
Der Schreibstil ist lebhaft und spannend, so dass sich ...

„Das Blutspiel“ von Hardy Crueger ist ein Krimi der besonderen Art. So wie der Titel schon vermuten lässt, ist der Thriller sehr blutig und grausam.
Der Schreibstil ist lebhaft und spannend, so dass sich das Buch schnell lesen lässt.
Die verschiedenen Handlungsorte und Personen machen die Geschichte interessant. Was am Anfang noch undurchsichtig erscheint, fügt sich nach und nach zu einem Gesamtbild.
Der LKA Ermittler Carsten Sanders ist eine sympathische Person. Er wirkt sehr authentisch, da auch einige Dinge aus seinem Privatleben preisgegeben werden. Bei seinen Ermittlungen ist er sehr ehrgeizig.

Fazit: Ein spannendes Werk mit interessanten Ausgang.