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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.08.2024

Ganz weit weg von meinen Emotionen

Die schönste Version
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und auch von allem, was ich kenne, schätze... sogar von dem, was ich bisher verurteilt habe! Ich komme mir vor, als würde ich im Vergleich zu den vielen begeisterten Leserinnen in einer Parallelwelt ...

und auch von allem, was ich kenne, schätze... sogar von dem, was ich bisher verurteilt habe! Ich komme mir vor, als würde ich im Vergleich zu den vielen begeisterten Leserinnen in einer Parallelwelt lesen, in denen die Emotionen, die Werte, ja, der ganze Zugang zum Leben ganz anders ist.

Aber - und das kam mir mehr und mehr zu Bewusstsein, je weiter ich las - so ist es nicht: Ich bin die, die anders ist. Natürlich nicht nur ich allein, sondern viele aus meiner Generationen, die nicht etwa in den Nullerjahren, sondern in den Achtzigern studierten. Ja, genau, in denen des vorherigen Jahrhunderts, sogar Jahrtausends.

Ich verstehe diesen Zugang zum Leben nicht, in dem man sich allen greifen und schnappen muss, auch wenn man weh tut - anderen, aber auch sich selbst. Diese Kompromisslosigkeit, weiterzumachen, obwohl klar ist, dass es nicht weh tut. Vor allem, weil ich befürchte, dass sie nicht dazu führt, dass man das Ausgenutztsein - ob in sexueller Hinsicht oder auch in anderer - vermeidet, sondern dass genau das Gegenteil passieren wird.

Fünf Sterne, weil die Autorin toll schreibt, mutig ist und stark. Ein Stern, weil es absolut nicht mein Buch ist. Ergibt zusammen drei.

Veröffentlicht am 13.08.2024

Anders als andere

Pi mal Daumen
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Das sind sowohl der hochbegabte 16jährige Oscar mit autistischen Zügen als auch Moni, die die 50 schon überschritten hat und in ihrem Outfit aussieht wie ein Assi. Finden zumindest einige Komilitonen. ...

Das sind sowohl der hochbegabte 16jährige Oscar mit autistischen Zügen als auch Moni, die die 50 schon überschritten hat und in ihrem Outfit aussieht wie ein Assi. Finden zumindest einige Komilitonen. Aber nicht ihre Tochter und noch weniger ihre Enkel, denn für die ist sie unentbehrlich - und ihnen gegenüber ist Monis Mathestudium ein ganz großes Geheimnis.

Bald ist sie auch für Oscar unentbehrlich, denn sie inkludiert ihn einfach in ihre Schar zu betreuender Wesen (ein Hund ist auch dabei) und das fühlt sich ganz und gar nicht schlecht an. Denn auch Moni braucht ihn und seine Matheexpertise.

Denkt Oscar zumindest zu Beginn. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, zumal die Professoren - zumindest die beiden wichtigsten - ganz anders mit Moni umgehen, als von Oscar erwartet. Was ihn sehr erstaunt, Moni hingegen überhaupt nicht.

Was verheißungsvoll anfing, wurde irgendwann ziemlich wirr - jedenfalls zu wirr für meinen Geschmack und für mein Verständnis leider auch. Manchmal mag ich offene Enden, hier aber nicht. Jedenfalls nicht in dieser Form.

Ich mag viele Romane der Autorin Alina Bronski, aber diesen finde ich leider nur so mittel. Dennoch bleibe ich an ihr dran, denn diese Erfahrung habe ich durchaus schon mal gemacht!

Veröffentlicht am 06.08.2024

(K)Ein Buch für mich

Wannsee
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Was habe ich mich gefreut, als ich an dieses Buch kam. Endlich alles über den Wannsee zu erfahren, diesen Schicksalsee der Deutschen! Und das Inhaltsverzeichnis gab mir allen Grund zur Hoffnung, es versprach ...

Was habe ich mich gefreut, als ich an dieses Buch kam. Endlich alles über den Wannsee zu erfahren, diesen Schicksalsee der Deutschen! Und das Inhaltsverzeichnis gab mir allen Grund zur Hoffnung, es versprach einen ebenso spannenden wie lehrreichen Rundumschlag, der den Lebenslauf dieses Sees aufs Eindringlichste skizziert.

Also, den Rundumschlag gibt es, aber mit der Eindringlichkeit ist es so eine Sache: mich konnte das Buch absolut nicht packen und ich hatte keine Freude daran. So wenig, dass ich nicht einmal den Einstieg richtig schaffte und ich kann gar nicht so genau sagen, woran das liegt.

Alle Interessenten möchte ich ermuntern, dennoch einen Blick zu wagen, denn nur wer wagt, gewinnt! Vielleicht ja ein unterhaltsames und lehrreiches Leseerlebnis!

Veröffentlicht am 24.07.2024

Urlaub in Schweden

Das Baumhaus
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Und das im eigenen - gerade vom Großvater des Familienvaters geerbten - Haus mitten im Wald und gleich am Wasser: das kann doch nur toll werden!

Statt dessen entwickelt sich das alles sukzessive ...

Und das im eigenen - gerade vom Großvater des Familienvaters geerbten - Haus mitten im Wald und gleich am Wasser: das kann doch nur toll werden!

Statt dessen entwickelt sich das alles sukzessive zu einem Horror-Szenario! Zunächst gibt es Zoff zwischen den Eltern Hendrik und Nora und dann verschwindet auch noch der kleine Fynn, der voller Vorfreude das Ende des Sommers und den Beginn seines Lebens als Schulkind erwartet. Doch soll es etwa gar nicht dazu kommen? Was ist mit Fynn passiert? Möglicherweise ist er entführt worden - und zwischen die Berichte von Hendrik und Nora geraten auch noch andere, so welche von einer Marla, die als Kind entführt wurde. Wie fügt sie sich wohl in die Geschichte ein?

Ein interessanter Ansatz, aus meiner Sicht jedoch etwas zu langatmig erzählt. Zudem gibt es am Ende eine Art Showdown diverser Akteure, das dann doch sehr konstruiert daherkommt - ein Teil davon hätte auch gereicht. Auch wenn alles durchaus schlüssig ist, ist es aus meiner Sicht doch deutlich zu viel des Guten!

Veröffentlicht am 27.06.2024

Es geht weiter mit der Hausboot-Detektei

Die Hausboot-Detektei - Tödlicher Stoff
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Nun bereits in deren drittem Fall. Denn: He still lives on a house boat, down on the river, nämlich Arie, ehemaliger Polizist. Inzwischen leidet er nicht mehr ganz so sehr unter den vergangenen ...

Nun bereits in deren drittem Fall. Denn: He still lives on a house boat, down on the river, nämlich Arie, ehemaliger Polizist. Inzwischen leidet er nicht mehr ganz so sehr unter den vergangenen Lasten; der Trennung von seiner Frau und dem Verlust seines Jobs kurz vor einer entscheidenden Beförderung.

Sein zündender Gedanke, nämlich die Gründung einer Detektei mit ähnlich jämmerlichen Kreaturen wie ihm selbst ist durchaus von Erfolg, wenn auch nicht von Reichtum gekrönt. Die fünf bauen sich mehr und mehr gegenseitig auf und ihr Wissen über Kriminalfälle aus. Auch haben sich anderhalb Pärchen sowie ein großes und ein kleines Haustiergefunden.

Der dritte Fall ist der Mord an einem angesehen Geschäftsmann, der von einem der Fünf beobachtet wird - mehr weiß man aber noch nicht.
Wieder basiert der Plot auf einer tollen Idee, doch leider ist die Ausführung aus meiner Sicht immer noch nicht ganz auf den Punkt gebracht, es wabert alles nämlich ein wenig vor sich hin, gerät auch mal aus dem Fluss (beziehungsweise aus den Grachten - wir befinden uns ja in Amsterdam=

Sicher, Humor ist vorhanden (wenn auch der manchmal etwas treffender sein könnte), aber die Spannung bleibt irgendwie so ziemlich aus.

Da geht doch noch was, gerade bei so vielen tollen Ideen!