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Veröffentlicht am 04.05.2025

Ein Fantasyauftakt mit Sogwirkung

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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~The Wind Weaver – Sturmverführt von Julie Johnson~

Meine Meinung:
Dieses Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste – und das aus gutem Grund. Das Cover ist nicht nur ein absoluter Blickfang ...

~The Wind Weaver – Sturmverführt von Julie Johnson~

Meine Meinung:
Dieses Buch stand schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste – und das aus gutem Grund. Das Cover ist nicht nur ein absoluter Blickfang mit seinen intensiven Farben und dem eindrucksvoll dargestellten Phönix, sondern spiegelt auch thematisch wunderbar die Elemente Wind und Feuer wider, die in der Geschichte eine große Rolle spielen. Dazu hat mich auch der Klappentext sofort neugierig gemacht – und meine Erwartungen wurden mehr als erfüllt.

In diesem ersten Band der Reihe begleiten wir Rhya, eine junge Frau mit Fae-Blut, die deshalb gejagt wird. Als sie dann von dem mysteriösen Kommandanten Scythe gerettet wird, beginnt eine Reise voller Magie und Geheimnisse, in der schnell klar wird, dass Scythe mehr über Rhya weiß, als er zunächst preisgibt – und dass sie selbst weit mehr ist, als sie ahnt.

Dieses Buch war sehr erfrischend! Ich hatte zunächst die Sorge, dass es zu sehr an bekannte Reihen wie Das Reich der Sieben Höfe oder Air Awoken erinnern könnte. Doch Julie Johnson gelingt es, ein völlig eigenes Universum zu schaffen. Die Charaktere, das Magiesystem, das Worldbuilding – alles wirkt frisch und durchdacht und nie wie eine Kopie. Das hat mir unglaublich gut gefallen und dem Buch eine ganz besondere Note verliehen.

Der Plot entwickelt sich etwas ruhiger – was hier aber absolut positiv gemeint ist. Julie Johnson nimmt sich Zeit, ihre Welt aufzubauen, die politischen Strukturen und die gesellschaftlichen Spannungen zwischen Menschen und Fae darzustellen. Gerade dieser behutsame Einstieg hat es möglich gemacht, wirklich in die Geschichte einzutauchen, bevor es gegen Ende richtig spannend und actionreich wird.
Es gibt mehrere überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe – und einige Fragen bleiben bewusst offen, was die Spannung für den nächsten Band deutlich erhöht.

Jetzt zu den Charakteren:
Rhya hat mir als Protagonistin so gut gefallen! Ich habe ihre Art sehr geliebt und wie sie mit allem umgegangen ist. Ihre Entwicklung von einem zunächst eher schwächlichen Mädchen hin zu einer jungen Frau, die immer stärker wird und ihre Kräfte beginnt zu verstehen und sich gegen ihre Feinde behaupten kann, hat mir richtig gut gefallen. Ich hätte zwar gerne mehr gesehen, wie sie es schafft mit ihren Fähigkeiten, um zu gehen, aber ich denke das wird dann für die nächsten Bände wichtiger.

Scythe, den wir auch noch näher kennenlernen (auch wenn ich das am Anfang nicht erwartet hätte) ist ein sehr interessanter Charakter, der sehr stark dunkle-tragische-Vergangenheit Vibes hat und dabei auch gerne alles gibt, was manchmal vielleicht nicht die beste Eigenschaft ist. Ich mochte besonders seinen inneren Kreis und auch, wie sich seine Beziehung zu Rhya entwickelt: langsam, zögerlich, aber voller Tiefe. Seine Loyalität, seine innere Zerrissenheit und die Art, wie er mit seiner Magie umgeht, machen ihn zu einer faszinierenden Figur, auch wenn ich noch nicht ganz sicher bin, ob er als Love Interest für mich „funktioniert“ – das wird sich wohl erst in den nächsten Bänden zeigen.

Ein echtes Highlight war für mich Soren – eine Figur, die nur kurz auftaucht, aber einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Ich hoffe sehr, dass wir in Band 2 mehr über ihn erfahren, denn seine Präsenz war zwar flüchtig, aber intensiv. Und dazu auch noch seine tollen Sprüche!

Das Magiesystem hat mich besonders angesprochen. Reinkarnation, die vier Elemente, uralte Kräfte – das alles wurde spannend und verständlich erklärt. Die Welt ist detailreich, die politischen Verhältnisse komplex, und die Idee, wie unterschiedlich Fae in den verschiedenen Ländern behandelt werden, hat für mich noch zusätzliche Tiefe geschaffen. Ich bin ein großer Fan von Geschichten, in denen Reinkarnation eine Rolle spielt, und hier wurde dieses Thema besonders gelungen eingeflochten.

Julie Johnson schreibt mit einem sehr tollem Schreibstil und einem Gespür für Emotionen. Der Stil ist zu Beginn eher ruhig und atmosphärisch, was perfekt zur Einführung in diese neue Welt passt. Gegen Ende wird er dann deutlich flüssiger, actiongeladener und spannender. Diese Entwicklung spiegelt sehr gut die Dynamik der Handlung wider und war perfekt für die Story.

Das Ende hat mich eiskalt erwischt. Ein fieser Cliffhanger, ein aufreibender Kampf, viele unbeantwortete Fragen – und das alles in einem Atemzug. Man wird regelrecht aus der Geschichte geworfen, ohne zu wissen, was nun eigentlich genau passiert ist – ich würde jetzt schon am liebsten Band 2 lesen können! Auch das sich andeutende Liebesdreieck sorgt für Spannung, ohne erzwungen zu wirken. Ich bin gespannt, wie sich das ganze entwickeln wird.


Fazit:
„The Wind Weaver – Sturmverführt“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen. Er konnte mich besonders durch sein einzigartiges Magiesystem, tollen Charaktere und eine spannende Handlung überzeugen. Ich habe jede Seite genossen und kann es kaum erwarten, mehr über Rhya, Scythe und ihre Welt zu erfahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.03.2025

Vom perfekten Match zur großen Liebe

Love, uncovered
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~Love, uncovered von Anna Lane~


Meine Meinung:
Nachdem ich Band 1 bereits sehr gemochte habe, war ich unglaublich gespannt darauf, wie sich Kims Geschichte entwickeln würde. Schon damals war sie mir ...

~Love, uncovered von Anna Lane~


Meine Meinung:
Nachdem ich Band 1 bereits sehr gemochte habe, war ich unglaublich gespannt darauf, wie sich Kims Geschichte entwickeln würde. Schon damals war sie mir als Nebenfigur sehr sympathisch, und da der Klappentext vielversprechend klang, konnte Band 2 eigentlich nur gut werden – und das war er auch!

Nachdem Kim in einen PR-Eklat geraten ist und seitdem keine Jobs als Grafikdesignerin bekommen hat, hilft sie Conrad dabei, die große Liebe zu finden. Doch was als professionelle Aufgabe beginnt, entwickelt sich bald zu viel mehr, denn Kim merkt, dass sie Gefühle für Conrad entwickelt. Doch die beiden scheinen auf den ersten Blick so unterschiedlich zu sein...

Ich habe Kim als Protagonistin so geliebt! Sie ist so ein toller Charakter: selbstbewusst, schlagfertig, kreativ und in dieser Geschichte hat sie auch so eine Entwicklung durchlebt. Besonders berührend war es, mitzuerleben, wie sie langsam wieder zu sich selbst findet und ihre Vergangenheit hinter sich lassen kann.

Conrad war dann auch so eine Green-Flag. Sehr charmant, witzig, einfühlsam, Cat-Dads, der perfekte Cronkel und auch sonst einfach nur perfekt. Besonders beeindruckend fand ich, dass er trotz seines Wohlstands sehr bodenständig war. Seine Unsicherheit in Liebesdingen macht ihn nur umso liebenswerter.

Die Dynamik zwischen Kim und Conrad war dazu auch so toll. Ihre Beziehung entwickelt sich in einem perfekten Slow-Burn-Tempo, sodass man richtig mitfiebern kann. Anfangs sind die beiden nur „Partner“, dann entwickeln sich Freundschaft und Vertrautheit, bis langsam, aber sicher das Knistern nicht mehr zu ignorieren ist. Die Mischung aus tiefgründigen Gesprächen, humorvollen Wortgefechten und emotionalen Momenten hat die Chemie zwischen den beiden unglaublich greifbar gemacht.
Die beiden haben auch einfach schon einiges erlebt und es war so schön, die beiden bei ihren Heilungsweg begleiten zu dürfen.

Dann gab es dann auch noch Tess, die Schwester von Conrad und ihre Tochter Lotte, die auch wenn sie kein großer Teil der Geschichte waren, so eine tolle Dynamik hineingebracht haben und besonders Lotte habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sie ist so süß!
Dann gab es auch ein Wiedersehen mit Emmy, Leon und Max, die wir schon in Band 1 kennenlernen durften und über die wir so noch mehr erfahren durften.

Die Idee mit der Dating-Assistentin habe ich so geliebt. So etwas habe ich bisher noch nicht gelesen und es hörte sich schon interessant an. Dadurch das Kim sehr viel Erfahrungen mit Dating hat, Conrad hingegen sehr wenig und sie ihm dadurch viele Tipps gegeben hat, gab es auch einige Szenen, die mich sehr an Fake-Dating erinnert haben. Da die Szenen, in denen Kim Conrad mit Ratschlägen zur Seite stand oder ihn auf Dates vorbereitete, hatten oft eine humorvolle, aber auch tiefsinnige Note hatten.
Dabei gab es auch die ernsteren Momente, die mich sehr berührt haben. Besonders Kims Reflexionen über ihr eigenes Dating-Leben und ihre Erfahrungen mit Zurückweisung und Enttäuschung gaben der Geschichte Tiefe.

Die Handlung hat mir auch sonst sehr gut gefallen, es gab sehr viel Ruhige, süße und romantische Momente. Aber es gab auch einige Überraschende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.
Ich hoffe jetzt auch sehr, dass wir vielleicht auch noch ein Buch zu Tess bekommen (da ich nicht spoilern möchte, werde ich hier nicht weiter drauf eingehen)

Der Schreibstil von Anna Lane war erneut einfach großartig. Sie schreibt modern, leicht und mit genau der richtigen Portion Humor. Gleichzeitig hat sie ein Gespür für Emotionen und schafft es, die Gefühle der Charaktere so lebendig und greifbar darzustellen, so dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Besonders die Dialoge waren authentisch und voller Witz, wodurch das Buch unglaublich viel Spaß gemacht hat.


Fazit:
„Love, uncovered“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne und hat mir sehr gut gefallen. Es war die perfekte Mischung aus toll ausgearbeiteten Charakteren, interessante Jobs und dadurch auch eine interessante Handlung und dazu auch die perfekte Mischung aus Fake-Dating und Slow Burn. Falls euch das alles anspricht, solltet ihr das Buch auf eure Wunsch Liste setzten!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 25.02.2025

Das Schicksal und seine Geschichte

Wisteria – Die Liebe des Todes (Belladonna 3)
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~Wisteria – Die Liebe des Todes von Adalyn Grace~


Meine Meinung:
Mit "Wisteria – Die Liebe des Todes" findet die Belladonna-Reihe ihres tollen Abschlusses. Während mich die ersten beiden Bände leider ...

~Wisteria – Die Liebe des Todes von Adalyn Grace~


Meine Meinung:
Mit "Wisteria – Die Liebe des Todes" findet die Belladonna-Reihe ihres tollen Abschlusses. Während mich die ersten beiden Bände leider nicht vollkommen überzeugen konnten, hat mich dieser finale Teil absolut positiv überrascht und wurde mein persönliches Highlight dieser Reihe.

Ein Aspekt, der mir sofort ins Auge gefallen ist und den ich besonders liebe, ist die wunderschöne Covergestaltung. Das Cover passt nicht nur perfekt zu den vorherigen Bänden, sondern strahlt auch durch die wunderschöne Darstellung des Blauregens, der eine starke Verbindung zur Geschichte hat. Dazu kommt der farblich abgestimmte Farbschnitt, der das Design abrundet und das Buch zu einem echten Schmuckstück in meinem Regal gemacht hat.

Jetzt wieder zum Inhalt des Buches:
Obwohl die vorherigen Bände einen Krimi-Anteil hatten, der mir sehr gefallen hat, hatte diese Buch diese gar nicht nötig – und das hat dem Buch und dessen Inhalt keineswegs geschadet. Diese Geschichte lebt hauptsächlich von der intensiven, emotional aufgeladenen Beziehung zwischen Blyth und Aris. Ihre Dynamik und ihre Dialoge sind von einer ständigen Spannung geprägt, die von Feindseligkeit über Zuneigung bis hin zu tiefer Liebe reicht. Es ist eine dieser "Enemies to Lovers"-Geschichte, die gekonnt auch ohne explizite Szenen auskommt, (ist auch eigentlich schade, dass heutzutage alles nur noch mit Spice gut ist) aber dennoch unglaublich intensiv und leidenschaftlich ist und dadurch eine Liebe darstellt, die trotz vieler Schwierigkeiten zwei Menschen zusammengebracht hat, die es so bestimmt nicht erwartet hätten.
Besonders beeindruckt hat mich dazu auch noch die emotionale Tiefe, die das Buch darstellt, hat. Es war einerseits schmerzhaft, voller Angst und an vielen Stellen herzzerreißend. Andererseits gab es aber auch wunderschöne, zarte Momente, die Hoffnung schenkten. Diese Achterbahn der Gefühle hat mich durchgehend gefesselt, sodass ich keine Seite von Wisteria verpassen wollte.

Die Charaktere sind dazu die nächsten großen Stärken dieses Buches. Wie ich schon erwähnt habe, liebe ich die Dynamik von Blyth und Aris, was auch daran liegt, dass die beiden mich komplett in ihren Bann gezogen haben. Ihre Entwicklung war nachvollziehbar, tiefgründig und emotional berührend. Aris, der für mich meistens geheimnisvolle war und dann bei Blyth zum ersten Mal richtig aufgeblüht ist und auch seine anderen Seiten zeigen konnte, obwohl er trotz dessen immer noch ein gebrochene Charakter war, und Blyth, die trotz ihrer Krankheit und alldem was sie innerhalb der Reihe erleben musste, eine sehr starke und entschlossene Protagonistin ist, die sich niemals unterkriegen gelassen hat (auch nachdem was Aris alles getan hat). Zusammen haben die beiden sich auf eine Weise ergänzt, die einfach nur mitreißend ist.

Auch das Wiedersehen mit Signa und Sylas (und vielen anderen Charakteren) war ein Highlight. Es hat sich angefühlt, als würde man alte Freunde wiedertreffen, und es war schön zu sehen, wie ihre Geschichte weiterging. Insgesamt waren alle Charaktere in diesem Band besonders gut ausgearbeitet, mit greifbaren Emotionen und vielschichtigen Persönlichkeiten.
Ich würde auch noch ganz gerne den Epilog aufgreifen und wie schmerzhaft und trotzdem schön dieser war. Ich möchte nicht spoilern und kann nur sagen, dass ich sehr glücklich bin, dass wir mit „Holly - Eine Belladonna-Novelle“ nochmal neue Einblicke in die Zukunft von Aris & Blyth, aber auch Signa & Sylas bekommen.

Bevor ich jetzt aber komplett ausschweife: Der Schreibstil von Adalyn Grace hat mich in diesem Band auch wieder mal begeistern können. Er ist fließend, poetisch und voller Atmosphäre. Ihre Beschreibungen waren sehr bildhaft und lassen die Welt lebendig werden. Besonders die Beschreibungen vom Wisteria Manor haben mir sehr gefallen. Man spürt in jeder Zeile die Liebe zum Detail, sei es bei den emotionalen Momenten, den Beschreibungen der Umgebung oder den intensiven Dialogen. Sie schafft es, eine düstere, melancholische, aber gleichzeitig wunderschöne Atmosphäre zu erzeugen, die perfekt zur Geschichte passt.


Fazit:
"Wisteria – Die Liebe des Todes" bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein absolut gelungener Abschluss der Reihe und für mich zudem auch das stärkste Buch der Trilogie.
Hierbei konnten mich besonders die Charaktere und ihre Geschichte (ob aus der Gegenwart oder der Vergangenheit) überzeugen und das dann auch noch gepaart mit dem Schreibstil von Adalyn Grace! Ich freue mich jetzt schon auf neue Bücher der Autorin und denke mal, dass es viele geben wird, die diese Reihe mögen werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.12.2024

Ein juristische Liebesgeschichte voller Herz und Hindernisse

In Case We Dare
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~In Case We Dare von Tess Tjagvad~


Meine Meinung:
Nachdem ich schon den ersten Band dieser Reihe so sehr geliebt habe, musste ch mirr den zweiten Band auch kaufen und auch dieser wurde wieder ein Highlight. ...

~In Case We Dare von Tess Tjagvad~


Meine Meinung:
Nachdem ich schon den ersten Band dieser Reihe so sehr geliebt habe, musste ch mirr den zweiten Band auch kaufen und auch dieser wurde wieder ein Highlight. Wie schon in Band 1 werden wir von Tess Tjagvad wieder in die faszinierende und oft chaotische Welt der hochkarätigen Bostoner Anwaltskanzlei entführt, um genau zu seien, nach „Gold, Bright & Partners“. Mit authentischen Charakteren, einem komplexen Plot und einer gehörigen Portion Romantik gelingt es der Autorin wieder, eine Geschichte zu erschaffen, die nicht nur mein Herz berührt hat, sondern auch durch wichtige Themen zum Nachdenken anregt.

Highlight dieses Buches waren für mich die Charaktere, diese habe ich schon im ersten Band sehr ins Herz geschlossen und es war schön, wieder die bekannten Gesichter zu „sehen“ aber auch neue Charaktere kennenlernen zu dürfen. Laurel, die Protagonistin, ist eine ambitionierte Anwältin, die sich nach einem persönlichen Tiefpunkt ganz auf ihre Karriere konzentrieren möchte und einen Neustart in Boston wagt. Sie war für mich einer dieser Charaktere, mit denen ich mich gut hineinversetzten, können. Sie ist für andere da, ist laut, wenn andere das nicht schaffen, da sie schon so oft die Unfeinheit unserer Welt mitbekommen hat und kämpft für ihren ganz eigenen Platz in einer männerdominierten Welt und versucht dabei auch noch mit sich selbst ins Reine zu kommen. Sie ist so eine tolle Frau!

Jetzt kommen wir auch schon zur anderen Hälfte, die das Buch zu etwas Besonderen gemacht hat: Aaron Bates, ihr neuer Mentor und Juniorpartner in der Kanzlei. Er ist ein sehr charismatisch und vielschichtig Charaktere, den ich erst im Laufe der Geschichte verstehen konnte. Er ist ein Mann mit Prinzipien und einem feinen Gespür für Gerechtigkeit, aber auch mit einer geheimnisvollen Vergangenheit, die ich gerne gemeinsam mit Lauren ergründet habe.

Die Chemie zwischen den beiden ist nicht nur glaubwürdig, sondern auch elektrisierend. Ihre Beziehung entwickelt sich organisch, und gerade die langsame Annäherung macht die aufkeimende Liebe umso glaubwürdiger. Ich habe ihre Interaktionen geliebt und auch diese waren sehr vielschichtig: da gab es diese hitzigen Diskussionen über den Fall, die berufliche Ethik und auch allgemein dem Leben, dann gab es aber auch den zarten, fast verletzlichen Momenten, die tief unter die Haut gehen.

Die Verknüpfung der Liebesgeschichte mit dem zentralen juristischen Fall ist der Autorin so gut gelungen! Ich habe Tess Tjagvad dieses Jahr auf der „LYX FESTIVAL“ treffen dürfen und dort hatte sie schone erzählt, dass sie besonders für dieses Buch sehr viel recherchieren musste und ich kann dazu nur sagen, dass es ihr perfekt gelungen ist: die detaillierten Einblicke in die Welt der Kanzlei, aber das auch ohne das es zu „viel“ wurde. Der Fall, der im Mittelpunkt steht war nicht nur spannend, sondern auch emotional aufgeladen – er wirft Fragen über Moral, Verantwortung und persönliche Integrität auf. Zudem bin ich auch bis zum Schluss nicht wirklich sicher gewesen, wer der „Täter“ seien würde. Dabei gibt es dann auch eine Balance zwischen der beruflichen Dynamik und der sich entwickelnden Romanze. Die Kanzleipolitik, die romantische Beziehungen zwischen „Vorgesetzten“ und „Untergebenen“ verbietet, sorgt für eine zusätzliche Spannungsebene. Diese Hindernisse sind nicht nur sehr glaubwürdig, sondern haben auch die Charaktere gewissermaßen dazu gezwungen schwierige Entscheidungen zu treffen.

Der Schreibstil von Tess Tjagvad hat mir auch so gut gefallen! Die Eleganz, mit der sie das Buch geschrieben hat und die sich durch den gesamten Roman zieht. Ihre Sprache ist präzise, aber nicht kühl, detailreich, aber nicht überwältigend. Sie hat ein Händchen dafür, Gefühle zu transportieren, ohne abzudriften. Die Dialoge sind lebendig und authentisch, oft mit einer Prise Humor, die den ernsten Ton der Geschichte auflockert.

Besonders beeindruckt hat mich ihre Fähigkeit, das Innenleben der Charaktere greifbar zu machen. Wir fühlen Laurels Zweifel, Aarons innere Kämpfe und die schwelende Anziehung zwischen den beiden auf eine Weise, die tief berührt. Gleichzeitig gelingt es Tjagvad, die Atmosphäre der Kanzlei – mit all ihrem Glanz und Druck – lebendig werden zu lassen.

Mein einziger Kritikpunkt sind die längen, die ich manchmal gespürt habe. Das war zwar auch nicht oft der Fall, aber manchmal hatte ich mir noch mehr Szenen zwischen den beiden Hauptcharakteren und dafür weniger Kanzlei gewünscht. Ansonsten war das Buch aber einfach perfekt!!!


Fazit:
„In Case We Dare“ bekommt von mir 4,5 von Sternen und hat mir sehr gefallen. Besonders durch das Zusammenspiel von Romance, tiefgründig Charaktere, der juristische Aspekt die die Handlung bereichert haben und der Schreibstil sorgt für ein perfektes Leseerlebnis. Trotz einiger Längen bleibt das Buch insgesamt spannend und emotional bewegend.

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Veröffentlicht am 25.07.2024

Eine besondere Geschichte mit Drachen & toller Liebesgeschichte

When The Moon Hatched
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~When the Moon hatched – Die Auserwählten von Sarah A. Parker~


Meine Meinung:
Ich hatte das Buch jetzt schon öfters auf Social Media gesehen und wollte schon länger wissen, was sich hinter diesem wunderschönen ...

~When the Moon hatched – Die Auserwählten von Sarah A. Parker~


Meine Meinung:
Ich hatte das Buch jetzt schon öfters auf Social Media gesehen und wollte schon länger wissen, was sich hinter diesem wunderschönen Cover verbirgt und wieso alle das Buch so mögen.

Das Cover finde ich, wie schon erwähnt, wunderschön und auch sonst ist die Gestaltung dieses Buches eine 10 von 10. Ich liebe das schlichte aber irgendwie auch sehr magische Cover, das durch die eher gedeckten Farben, sehr ruhig wirkt, aber durch die verschiedenen Motive wie der Drache doch sehr ausdrucksstark ist. Ich finde es toll!

Auch der Inhalt konnte mich sehr überzeugen. Schon von Anfang an, hatte das Buch ein tolles Worldbuilding, eine gute Geschwindigkeit, interessante Charaktere, über die ich mehr erfahren wollte und einen Plot, der einerseits sehr spannend, aber auch manchmal recht ruhig seien konnte. Einfach die perfekte Mischung!
Dazu kam dann auch noch eine sehr originelle Fantasy Welt, mit einer „verfluchten“ Liebe (die scheitern sollte?!) und Drachen!!!
Ich muss zwar gestehen, dass ich in den ersten 100 Seiten nicht wirklich wusste, was gerade abgeht und wer wer ist, das hat sich aber zum Glück nach einigen Seiten gelegt und ich konnte die Geschichte komplett genießen.

Der Schreibstil der Autorin, hat mich schon auf den ersten Seiten überzeugen können. Sie schreibt sehr spannend, flüssig und hat eine Welt vor meinen Augen erschaffe, die ich so schnell nicht verlassen wollte.

Auch die Charaktere, die sie erschaffen hat, haben mich sehr überzeugen können. Sie waren gut durchdacht, hatten alle ihre eigene Story und ich wollte über sie alle noch viel mehr erfahren!

Sehr viel wird aus der Sicht von Raeva erzählt, es gibt aber auch einige Kapitel, die in der Sicht von anderen Charakteren geschrieben sind und der Geschichte noch mehr Lebendigkeit einhauchen und die Geschichte vorantreiben.

Raeve habe ich als Charaktere sehr liebgewonnen. Sie war einfach so badass und so stark. Dabei gab es aber auch viele Geheimnisse und ich bin mit immer noch nicht komplett sicher, ob das jetzt die richtige Raeve war, oder ob da noch einiges kommen wird, wegen den Sachen die sie „vergessen“ hat.

Und auch Kaan ist auch so ein toller Charakter. Er würde für sie sterben, ohne dass ihr das bewusst ist und glaubt mir, wenn ich sage, dass ich dafür „hier“ bin!

Es war auch mal sehr interessant zu lesen, dass die beiden eigentlich mal zusammen waren, aber sie alles vergessen hat, es aber trotzdem eine Geschichte gibt, die dadurch nicht erzählt werden kann, er aber noch alles weiß!

Ich habe immer noch sehr viele Fragen und bin schon sehr gespannt darauf, wie die Geschichte weitergehen wird. Leider ist bisher noch kein zweiter Band angekündigt, aber ich hoffe, dass das bald passiert!


Fazit:
„When the Moon hatched – Die Auserwählten“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und konnte mich besonders durch seine faszinierendes Worldbuilding, seine interessanten Charaktere und einer packenden Story überzeugen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der nach „Fourth Wing“ Lust auf Drachen hat, sich aber auch an eine ganz andere Geschichte einlässt, die trotz gewisser längen besser nicht seien, könnte.

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