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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2024

Reise in die Vergangenheit

Aimées geheimer Wunsch
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Im Jahre 1891 lebt Aimée gemeinsam mit ihrem Vater in der Normandie. Mit ihren 27 Jahren ist sie schon fast eine alte Jungfer. Ihr Vater hat zwar einen guten Namen, aber kein Geld, so wird eine Hochzeit ...

Im Jahre 1891 lebt Aimée gemeinsam mit ihrem Vater in der Normandie. Mit ihren 27 Jahren ist sie schon fast eine alte Jungfer. Ihr Vater hat zwar einen guten Namen, aber kein Geld, so wird eine Hochzeit mit dem reichen Bernard arrangiert. Um das alte Hochzeitskleid ihrer Mutter zu verschönern, benäht sie einen Kragen in mühevoller Kleinarbeit mit wunderschönen Perlen. In der Innenseite versteckt, stickt sie geheimnisvolle Worte.

Maggie lebt in London, arbeitet in einem Auktionshaus und muss mit den Schuldgefühlen einer berufstätigen Mutter kämpfen. In einer Ramschkiste entdeckt die Auktionatorin diesen besonderen Kragen, der nach Reinigung in seinem vollen Licht erstrahlt. Bei einem Fernsehinterview zeigt Maggie das wundervolle Stück. Francesca meldet sich bei ihr, da der Kragen verborgene Erinnerungen in ihr weckt. Sie wurde adoptiert und kennt ihre Eltern nicht. Maggie berührt die Geschichte und stellt Nachforschungen nach der Herkunft des Kragens an.

Im Laufe der Geschichte werden unterschiedliche Frauen und ihre Schicksale vorgestellt. Der Kragen ist der rote Faden bei der Reise in die Vergangenheit. Der Schreibstil ist flüssig und ich kam gut in das Geschehen hinein. Das Buch wechselt immer von der Vergangenheit in die Gegenwart, wo wir mehr über Maggie erfahren, die immer mehr aufgerieben wird zwischen Familie und Job. Sie schafft es nicht beiden Seiten gerecht zu werden bis sie eine Entscheidung fällt.Die Geschichte ist abwechslungsreich geschrieben, aber es mangelt etwas an Tiefe. Durch die vielen Personen und unterschiedlichen Zeiten wurde vieles nur angerissen. Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Herrlich erfrischend und unterhaltsam

Ihr seid natürlich eingeladen
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Bisher kannte ich die Familie Bundschuh noch nicht, aber nach den ersten Seiten habe ich sie in mein Herz geschlossen.

Die Familie Bundschuh besteht aus Mutter Gundula, Vater Gerald und den drei Kindern ...

Bisher kannte ich die Familie Bundschuh noch nicht, aber nach den ersten Seiten habe ich sie in mein Herz geschlossen.

Die Familie Bundschuh besteht aus Mutter Gundula, Vater Gerald und den drei Kindern Matz, Ricarda und den 19jährigen Rolfi, der in L.A. studiert. Bei einem der seltenen Anrufe von Rolfi verkündet dieser seiner Mutter, dass sie Oma wird und er in den Semesterferien seine Candy heiraten will. Gundula soll die Hochzeitsvorbereitungen treffen, da die Hochzeit in Deutschland im Garten der Eltern stattfinden soll. Den Kontakt zu den zukünftigen Schwiegereltern übernimmt Gerald, der meint fließend englisch zu sprechen. Es gibt Irrtümer und Missverständnis, die sich Gundula stellen muss.

Das Buch lässt sich flüssig und leicht lesen. Der Schreibstil ist erfrischend lebendig und ich konnte lauthals lachen. Schnell wird klar, dass es sich bei diesem Buch, um eine turbulente und temporeiche Komödie handelt.

Die Familie Bundschuh besteht aus bunt gemischten Charakteren und sorgt mit ihrer geballten Erscheinung für verrückte Situationen und grotesken Dialogen, die natürlich in vielen Bereichen auch sehr überzogen daher kommen.

Man sollte von diesem Buch kein literarisches Meisterwerk erwarten, sondern sich auf lockere, leichte Lektüre einstellen Von Zeit zu Zeit lese ich gern ein Buch, bei dem ich mich amüsieren kann, ohne groß nachzudenken. Auf jeden Fall habe ich mich gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Atmosphärische und spannende Unterhaltung

Sizilianische Rache
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Diego und Giulia, ein junges Pärchen, machen einen nächtlichen Ausflug auf die unbewohnte Insel Mozia, am westlichen Rand Siziliens. Gulia will ihrem Freund die Ausgrabungsstätten zeigen, bei denen sie ...

Diego und Giulia, ein junges Pärchen, machen einen nächtlichen Ausflug auf die unbewohnte Insel Mozia, am westlichen Rand Siziliens. Gulia will ihrem Freund die Ausgrabungsstätten zeigen, bei denen sie arbeitet. In der Dunkelheit stolpert Diego über einen leblosen Körper. Es ist Giacomo, ein ehemaliger Freund von Giulia, auf den Diego eifersüchtig war. In der gleichen Nacht verschwand von der Insel auch eine antike Statue. Gehören diese beiden Fälle zusammen?
Nach dem Giulia vor der Polizei ihre Aussage gemacht hat und ein Brief auftaucht, gilt Diego als Hauptverdächtiger. In seiner Not bittet er seinen Vater Luca Santangelo, einen Journalisten, um Hilfe.

Der zweite Handlungsstrang beginnt im Jahr 1914. Er erzählt die Geschichte von Caterina, die als alleinerziehende Mutter großen Anfeindungen ausgesetzt ist. Das Leben ihrer Kinder ist eng mit der traditionellen Thunfischjagd, der Mattanza, verbunden und hat Auswirkungen bis zur Gegenwartsgeschichte.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen und bildhaften Erzählstil. Sehr gut habe ich mich in der Handlung zu Recht finden können. Etwas gestört haben mich einige italienische Begriffe, die ich nach sehen musste. Hier wäre ein kleines Glossar hilfreich. Da ich den ersten Band dieser Reihe um Luca Santangelo nicht gelesen habe, traten die Befürchtungen, dass mir etwas fehlt, nicht ein.
Nicht wie meistens üblich, ist die ermittelnde Person ein Kommissar, sondern ein Journalist, der Unterstützung von seiner Freundin Ada bekommt. Die Beschreibungen der handelnden Personen und der Insel waren vielschichtig, so dass ich mir alles gut vorstellen konnte.
Die Geschichten und Legenden von Sizilien und den kleinen Inseln hat Ann Baiano gekonnt in den Ablauf mit einfließen lassen, so dass ich beim Lesen noch viel Interessantes über Sizilien erfahren habe, was mir bisher nicht bekannt war, dabei gab es nie langatmige Passagen. Ich war immer gespannt wie sich der jeweilige Handlungsstrang weiterentwickelte.
Der Krimi hat mir atmosphärische und spannende Unterhaltung geboten.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Vom Urlaubsparadies zum Alptraum

Beim Leben meiner Tochter
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Auf der traumhaften Insel La Réunion will die Familie Bellion, Liane und Martial sowie die sechsjährige Tochter Josapha, einen herrlichen Urlaub verleben. Doch der Traumurlaub entwickelt sich zum Albtraum. ...

Auf der traumhaften Insel La Réunion will die Familie Bellion, Liane und Martial sowie die sechsjährige Tochter Josapha, einen herrlichen Urlaub verleben. Doch der Traumurlaub entwickelt sich zum Albtraum. Liane verlässt den Poolbereich und will kurz nach oben auf ihr Zimmer gehen. Als sie nach einer Stunde nicht wieder kommt, wird Martial unruhig und will nach Liane sehen. Als sie auf sein Klopfen nicht reagiert, lässt sich Martial von einer auf dem Flur anwesenden Putzfrau das Zimmer öffnen. Der Raum ist voller Blutspuren und die Kleidung von Liane fehlt. Erschüttert meldet Martial seine Frau als vermisst. Capitaine Aja Purui und ihr Kollege Christos übernehmen den Fall. Nach und nach entdeckt die Polizei, dass Martial ihnen Lügen aufgetischt hat und alle Ermittlungsergebnisse weisen auf Martial als Täter, doch ihnen fehlt die Leiche von Liane. Um einer Verhaftung zu entgehen, flieht er gemeinsam mit seiner sechsjährigen Tochter. Trotz Straßensperren bleiben beide unauffindbar. Bis zum Schluss bleiben die Frage offen, lebt Liane oder nicht und ist Martial ein Mörder?

Es ist schwierig dieses Buch einzuordnen, es ist zwar als Roman eingestuft, genauso gut könnte man es aber auch als Psycho-Krimi nehmen. Der Einstieg war relativ leicht und die Geschichte ließ sich flüssig lesen. Etwas Probleme haben mir am Anfang die französischen Begriffe gemacht, die zwar in einem Glossar am Ende des Ebooks knapp erläutert wurden, aber es war etwas nervig über Seitennavigation zum Glossar zu wechseln. Die richtige Spannung entwickelte sich bei mir nach dem ersten Drittel und danach ließ das Buch mich nicht mehr los. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten und die Zeitangaben helfen, sich gut in die Abläufe einzufinden. Es gab unerwartete Ereignisse und man wurde mit überraschenden Wendungen konfrontiert. Das Miträtseln hat mir Spaß gemacht, aber auf die Lösung bin ich nicht gekommen.

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Veröffentlicht am 23.07.2024

Die Suche nach der Freiheit

Das Glück am Ende des Ozeans
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Die Reise beginnt im Jahr 1876. Drei unterschiedliche junge Frauen reisen auf einem Dampfschiff von Bremen nach New York und hoffen auf ein besseres freies Leben. Die selbstbewusste Annett wird in New ...

Die Reise beginnt im Jahr 1876. Drei unterschiedliche junge Frauen reisen auf einem Dampfschiff von Bremen nach New York und hoffen auf ein besseres freies Leben. Die selbstbewusste Annett wird in New York eine Stelle als Schreibkraft annehmen und am Bau der Brooklyn Bridge beteiligt sein. Sie träumt davon eines Tages zu studieren. Die schwangere und innerlich zerbrochene Susanne reist gemeinsam mit ihrem gewalttätigen Ehemann. Sie wollen ihr Glück auf den Goldfeldern versuchen. Die dritte im Bunde ist Gottwitha, sie stammt aus einer Amischgemeinde in Süddeutschland und soll in Pennsylvania einen Mann ihrer Glaubensgemeinschaft heiraten.
In Amerika trennen sich die Wege der drei Frauen, sie wollen aber weiterhin Kontakt halten, denn gemeinsam teilen sie ein Geheimnis.
Die Überfahrt mit dem Dampfschiff macht nur einen kleinen Teil der Geschichte aus, hier hatte ich mir mehr versprochen. Anschließend begleitet man als Leser abwechselnd die drei Frauen. In der Geschichte von Annett erfährt man viel über den Bau der Brooklyn Brigde. Dieses historisch belegte Ereignis war gut mit dem Geschehen verwoben. Es war für mich sehr spannend und interessant darüber zu lesen. Susanne folgt den Goldgräbertrecks nach Westen, um dort für sich und ihrer im Planwagen geborenen Tochter ein neues Leben aufzubauen. Gottwithas Erzählung führt in eine Amischgemeinde und der Leser bekommt Einblicke in diese fremde Welt.
Durch die abwechselnd erzählten Handlungsstränge, die oft mit einem Cliffhanger enden, wird man als Leser neugierig auf das weitere Geschehen. Einige Ereignisse schienen mir unglaubwürdig, andere vorhersehbar.
Trotz allem ist dieses ein unterhaltsamer Frauenroman, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Er ermöglicht ein Eintauchen in eine andere Zeit und hat mir angenehme Lesestunden beschert.

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