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Veröffentlicht am 21.04.2025

Durch das Sternentor

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Das Ritual des Sternentores rückt immer näher und Quinn weiß immer noch nicht so richtig, was ihn dabei erwarten wird. Doch auch im wahren Leben muss er einigen Herausforderungen begegnen: so taucht ein ...

Das Ritual des Sternentores rückt immer näher und Quinn weiß immer noch nicht so richtig, was ihn dabei erwarten wird. Doch auch im wahren Leben muss er einigen Herausforderungen begegnen: so taucht ein anderer Auserwählter auf und der scheint es zunächst auf Quinn abgesehen zu haben. Will er ihn vor dem Kampf um das Sternentor aus dem Weg räumen? Doch warum kämpfen sie dann gemeinsam gegen eine Horde vermummter Gestalten, die Quinn im Namen von Hyazinth in eine Fall gelockt haben? Auch im Saum muss er sich in acht nehmen, da sie dort Begegnung mit einer Hexe machen, die sich anscheinend mit Frey zusammengeschlossen hat, um das Ritual des Sternentores zu manipluieren. Und schließlich gibt es da immer noch die Prophezeihung, die Mathildas Tod voraussagt, sodass Quinn sie am liebsten in Watte packen möchte - doch Mathilda hat natürlich ihren eigenen Kopf.

Mir hat der dritte Teil der Trilogie sehr gut gefallen - die Ereignisse schließen nathlos an die beiden vorgerigen Bände an und alle losen Enden werden am Ende des Buches aufgeklärt - so beispielsweise auch die Geschichte von "Geister-Daniel". Und trotzdem gab es noch eine überraschende Wendung eines Charakteres, sodass nicht die gesamte Handlung vorhersehbar war. Gut hat mir auch die Verknüpfung zur Silber-Trilogie gefallen, da Mathilda und ihre beste Freundin sich nachts teilweise im Traum besuchen. Meiner Meinung nach ist das Buch ein gelungener Abschluss einer tollen Fantasie-Trilogie, die mir insgesamt deutlich besser gefallen hat als die Silber-Trilogie. Auch wenn Quinn und Mathilda für mich nicht ganz an Gwendolyn und Gideon herankommen, so hatte ich trotzdem einigen Lesespaß beim eintauchen in die Saumwelt. Und das Cover des Buches ist auch wieder wunderschön gestaltet.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Die Magie des Lebens

Die Unmöglichkeit des Lebens
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Die Unmöglichkeit des Lebens ist ein tiefgründiger, emotionaler und sehr bewegender Roman von Matt Haig, der sich auf eine äußerst persönliche und berührende Weise mit den Themen Depression, Selbstfindung ...

Die Unmöglichkeit des Lebens ist ein tiefgründiger, emotionaler und sehr bewegender Roman von Matt Haig, der sich auf eine äußerst persönliche und berührende Weise mit den Themen Depression, Selbstfindung und dem Umgang mit den Schwierigkeiten des Lebens auseinandersetzt. Der Autor, der bereits mit der "Mitternachtsbibliothek" viele Menschen begeistert und überzeugt hat, zeigt auch in diesem Werk, wie das Leben trotz all seiner Dunkelheit und Schwere seinen Wert behält.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die ehemalige Mathematiklehrerin Grace, die nach dem Tod ihres Sohnes Daniel und ihres Mannes mit ihrem Leben und ihrer Existenz zu kämpfen hat. Grace gibt sich allein die Schuld an Daniels Tod, der schon in jungen Jahren bei einem Verkehrunfall ums Leben kam. Seither hat Grace sich kaum eine Freude gegönnt und sich versucht durch unbedachte Aktionen sich und ihren Schmerz zu betäuben. Zugleich kann von depressiven Phasen gesprochen werden, die Grace erlebt als ihre Ehe nach einem Seitensprung zerbricht.

Doch dann wird Grace ein Haus geschenkt - ausgerechnet auf Ibiza. Zunächst fährt sie nur dorthin, um es für den anschließenden Weiterverkauf zu inspizieren, doch dann geschehen viele komische, beinahe magische Ereignisse und Begegnungen, sodass Grace auch in ihrem hohen Lebensalter nochmals an einem Wendepunkt ihre Lebens steht und beginnt, sich mit ihren eigenen Ängsten, Erinnerungen und der Suche nach einem Sinn im Leben auseinanderzusetzen. Dabei begegnet sie vielen schmerzhaften Wahrheiten über sich selbst und die Welt um sie herum, die sie zu überdenken zwingt.

Matt Haig versteht es meisterhaft, eine Geschichte zu erzählen, die sowohl zutiefst schmerzhaft als auch heilsam ist. Er setzt dabei auf eine Mischung aus schwarzem Humor, Hoffnung und einer Prise Philosophie, die das Buch zu einem echten literarischen Erlebnis machen. Auch wenn der Plot zunächst wahllos und merkwürdig aneinandergereit erscheint, fügt sich im Verlauf alles zusammen. Als Leser muss man sich selbst zwingen, Ruhe beim Lesen zu bewahren und einige Handlungen einfach auf sich zukommen zu lassen.
Die Erzählweise ist damit gleichzeitig ruhig und eindringlich, ohne jedoch besonders spannend zu sein - dennoch macht sie neugierig und geht unter die Haut, ohne dabei zu drängen. Haig führt den Leser durch die Höhen und Tiefen des Lebens und zeigt, dass es in den dunkelsten Momenten immer auch einen Funken Hoffnung gibt. Das Buch ist auf seine Weise ein Mutmacher, ein Aufruf, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, den eigenen Schmerz zu erkennen, sich zu vergeben und weiterzumachen.

Fazit: Die Unmöglichkeit des Lebens ist ein bewegendes und mutiges Buch, das sich auf einfühlsame Weise mit der Frage beschäftigt, was es bedeutet, mit den eigenen Dämonen zu kämpfen und gleichzeitig weiterzuleben. Matt Haig gelingt es, ein Thema, das oft von Schmerz und Verzweiflung geprägt ist, auf eine Weise zu behandeln, die Hoffnung und Empathie weckt. Der Roman ist kein typischer "Selbsthilfe-Ratgeber", sondern vielmehr ein literarisches Werk, das den Leser zum Nachdenken anregt und gleichzeitig Trost spendet. .

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Tote in den Backwaters

Totenfang
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„Totenfang“ ist der fünfte Band der gefeierten „David Hunter“-Reihe von Simon Beckett und liefert einmal mehr einen spannungsgeladenen Thriller.

Der Roman beginnt mit einem scheinbar unlösbaren Mordfall. ...

„Totenfang“ ist der fünfte Band der gefeierten „David Hunter“-Reihe von Simon Beckett und liefert einmal mehr einen spannungsgeladenen Thriller.

Der Roman beginnt mit einem scheinbar unlösbaren Mordfall. Ein Toter wird in einem abgelegenen Strandhaus gefunden – und es scheint, als sei der Mörder ein Phantom, der alle Spuren verwischt hat. Zugleich ist noch eine weitere Frau verschwunden und scheinbar war sie mit dem Opfer auf sexuelle Weise verbandelt. David Hunter beginnt in dem Fall zu ermitteln, die ortsansässigen Polizeibeamten scheinen ihm aber nicht vollstes Vertrauen entgegen zu bringen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass die Ermittlungen nicht nur eine physische Herausforderung darstellen, sondern auch eine psychologische Dimension aufweisen. Denn je mehr Hunter in die Geschichte eintaucht, desto mehr wird klar, dass der Täter ein gefährliches Spiel mit ihm und der Polizei spielt. Zeitgleich verstrickt sich David Hunter auch privat immer mehr mit dem Fall, da er der Schwester der vermissten Frau zunehmend mehr Interesse entgegenbringt.

Der Plot ist spannend und raffiniert aufgebaut. Beckett zieht den Leser mit einer Kombination aus detaillierten Ermittlungen, einer düsteren Atmosphäre und unerbittlicher Spannung in seinen Bann. Besonders beeindruckend ist die Art und Weise, wie der Autor die forensischen Details in die Geschichte integriert, ohne dass sie den Leser überfordern oder vom eigentlichen Thriller-Aspekt ablenken. „Totenfang“ bleibt in dieser Hinsicht immer zugänglich und bleibt gleichzeitig ein Genuss für Liebhaber von präziser kriminalistischer Arbeit. Fans der Reihe werden nicht enttäuscht, und auch Neueinsteiger werden von der Spannung und der forensischen Präzision des Romans begeistert sein. Wer Krimis liebt, die nicht nur die Oberflächen der Verbrechen zeigen, sondern tief in die menschlichen Abgründe vordringen, wird mit „Totenfang“ auf jeden Fall auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 01.08.2024

Gefühle pur!

Fragile Heart
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Die wundervoll-emotionale Geschichte von Rosie und Adam geht mit "fragile heart" weiter! Und der Titel passt so wunderbar zu diesem Buch! Sowohl Rosie als auch Adam geht es zu Beginn sehr schlecht. Sowohl ...

Die wundervoll-emotionale Geschichte von Rosie und Adam geht mit "fragile heart" weiter! Und der Titel passt so wunderbar zu diesem Buch! Sowohl Rosie als auch Adam geht es zu Beginn sehr schlecht. Sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene. Adam hat jeglichen Kontakt zu Rosie abgebrochen, da er einen Entzug machen muss, bevor der Alkohol ihn vollkommen zerstörrt. Nach und nach bekommt der Leser auch erzählt, was der Auslöser für all seine Probleme ist. Ich finde es sehr stark von Mona Kasten, dass sie sexuellen Missbrauch bei Männern thematisiert. Denn, obwohl Männer viel weniger von diesem Thema betroffen sind, passiert es. Und es ist genauso gut darüber zu reden! Sie beschreibt sehr gut was mit einem Menschen passiert, der eine schlimme Erfahrung nicht verarbeiten kann und wie wichtig es ist, dass in engen sozialen Umfeld über negative und traumatisierende Erfahrungen offen und ehrlich gesprochen werden kann. Auch hat mich das Buch sehr nachdenklich darüber gemacht wie sehr in der Öffentlichkeit stehende Menschen zum rein oberflächlichen "Lustobjekt" degradiert werden, nur weil die in der Öffentlichkeit präsentierte Figur begehrenswert erscheint, der Mensch dahinter aber überhaupt nicht interessiert. Adams Weg raus aus diesem tiefen Loch fand ich sehr gut versteh- und nachvollziehbar gezeichnet. Auch Rosie hat mit der Distanz zu kämpfen, versteht und weiß erst überhaupt nicht, dass Adam einen Entzug macht. Doch als beide wieder in Kontakt kommen, brechen Rosies Dämonen auf und sieht sich mit erneutem Cybermobbing konfrontiert. Die beiden tauschen im Verlauf des Buches ihre Rollen und so wird deutlich wie wichtig es ist sich in einer Beziehung gegenseitig und wechselseitig aufeinander verlassen zu können. Das psychische Wohlbefinden bekommt in diesen Büchern eine starke Komponente und macht deutlich wie fragil, aber wie wertvoll es ist.
Ich werde die Geschichte um Rosie und Adam sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals lesen.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Seichte Verpackung von ernsthaften Themen

Lonely Heart
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Das Cover, der Titel und die Band, um die es sich hauptsächlich in diesem Buch dreht, macht den Eindruck eines sehr seichten Mädchenromans mit wenig Tiefgang. Doch der erste Eindruck täuscht ziemlich. ...

Das Cover, der Titel und die Band, um die es sich hauptsächlich in diesem Buch dreht, macht den Eindruck eines sehr seichten Mädchenromans mit wenig Tiefgang. Doch der erste Eindruck täuscht ziemlich. Hinter dieser Fassade thematisiert der Roman einige sehr schwere Themen wie sexueller Missbrauch, Depressionen, Angststörungen, Online-Mobbing und Alkoholmissbrauch. Es ist also durchaus ein sehr ernstzunehmender Hintergrund, den Mona Kasten sehr gelungen in eine prickelnde Liebesgeschichte integriert, die natürlich jedes "Mädchenherz" zum Schmilzen bringt:
Die Protagonistin Rosie hat sich über mehrere Jahre hinweg eine eigene Radio-Web-Show aufgebaut, in der sie junge aufstrebende Künstlerinnen und Künstler der Musikbranche interviewt. Durch viel Kraft, Engangement und Leidenschaft hat sie es zu einer ansehnlichen Fangemeinde und Reichweite geschafft, sodass auch immer bekanntere Stars ihre Show besuchen. So kommt es eines Tages dazu, dass sie schließlich ihre Lieblingsband "Scarlett Luck" interviewen darf. Für Rosie geht wahrlich ein Traum in Erinnerung: durch diese Band hat sie den Mut gefasst den Wunsch nach einer eigenen Show umzusetzen und sie kann es kaum erwarten, dass die Jungs ihrer Jugendfantasien endlich vor ihr sitzen. Doch als der große Tag endlich da ist, geht alles schief und es wird der schlimmste Tag von Rosies bisherigem Leben. Und da Rosies Leben mittlerweile auch online zu einem großen Teil stattfindet, hat der Fauxpax weitreichende Konsequenzen, da sie wochenlang mit sehr vielen negativen Hasskommentaren und Drohungen konfrontiert wird. Doch es ist auch der Beginn einer sich entwickelnden Beziehung zwischen Rosie und Adam, da sie sich beide sonst wahrscheinlich nie begegnet werden.

Ich habe dieses Buch als Urlaubslektüre mit in den Sommerurlaub mitgenommen und konnte es nur schwer aus der Hand legen. Es ist wirklich eine tolle Mischung aus aktuellen ernsten psychischen Themen, aber auch viel Liebesroman, der mit sehr gelungenen Charakteren und einem super flüssigen Schreibstil aufwarten kann.

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