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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Unglaublich fesselnd

Nocticadia
0


Bevor sie sich versehen kann, ist Lilia Studentin an der Dracadia Universität, an der sie versucht, über die eigentliche Todesursache ihrer Mutter zu forschen. Ganz einfach ist das jedoch nicht
Ihr im ...


Bevor sie sich versehen kann, ist Lilia Studentin an der Dracadia Universität, an der sie versucht, über die eigentliche Todesursache ihrer Mutter zu forschen. Ganz einfach ist das jedoch nicht
Ihr im Weg stehen reiche Professoren, die etwas zu verheimlichen versuchen sowie die Rooks, eine mächtige Geheimgesellschaft. Im Labor von Professor Bramwell kommt sie den tödlichen Würmern und anderen Geheimnissen immer näher und schließlich auch ihm selbst. Gleichzeitig werden ihre Entdeckungen immer gefährlicher. Was wird sie herausfinden über den Tod ihrer Mutter und welche Verstrickungen hat die Vergangenheit mit der Gegenwart?

Die Geschichte über Lilia und Devryck in "Nocticadia" von Keri Lake hat interessant begonnen und umso spannender geendet. Nach und nach werden immer mehr Geheimnisse aufgedeckt, mit denen man nicht gerechnet hat. Der Roman ist definitiv nichts für schwache Nerven, beinhaltet hier und da sehr gruselige Elemente sowie eine gelungene, wenn auch eigentlich verbotene Liebesgeschichte. Anfangs war ich aufgrund der hohen Seitenzahl zwar etwas skeptisch, aber es hat sich sehr gelohnt und ich habe die Geschichte verschlungen.

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Veröffentlicht am 29.07.2024

Poetische Darstellung der Geruchswelt, Gefühle garantiert

Delicate Dream
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Odell Evergreen soll nach einem schlimmen Unfall das Parfümunternehmen seiner Familie übernehmen. Um jedoch an der Spitze von Evergreen angenommen zu werden, muss er ein eigenes Parfüm kreieren. Und das ...

Odell Evergreen soll nach einem schlimmen Unfall das Parfümunternehmen seiner Familie übernehmen. Um jedoch an der Spitze von Evergreen angenommen zu werden, muss er ein eigenes Parfüm kreieren. Und das ist gar nicht so leicht, wenn er dabei auf die Hilfe von Emmeline, seiner Kindheitsfreundin, angewiesen ist.

Der detaillierte und poetische Schreibstil von Merit Niemeitz lässt die Geschichte noch gefühlvoller erscheinen, als sie ohnehin schon ist. Nach und nach erfährt man mehr über die Vergangenheit von Odell und Emmeline, während sie sich in der Gegenwart wieder neu kennenlernen. Genauso, wie es auch die drei Geschwister Odell, Keaton und Mari tun, die nach dem schlimmen Verlust ihrer Eltern gezwungen sind, wieder zusammenzuleben.

Besonders gut gefallen haben mir die vielen Gerüche und die Wahrnehmung der Außenwelt durch Emmelines Sichtweise. Odell und sie sind mir wirklich ans Herz gewachsen, auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Emmeline ist ein richtiger Gefühlsmensch, während Odell rational eingestellt ist. Dass es hier ab und zu Schwierigkeiten zwischen den beiden gibt, ist vorausgesetzt.

Der Auftaktband von Evergreen Empire hat mir unglaublich gut gefallen. Der Bezug zur Parfümherstellung war mal etwas neues, was ich so noch nicht gelesen habe und die traurige und zugleich vielversprechende Geschichte sind nur weiterzuempfehlen. Ich kann es kaum abwarten, die Geschichten von Mari und Keaton zu lesen.

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Veröffentlicht am 21.03.2024

Ein Lesehighlight voller Gefühle

Divine Rivals
2

REZENSION 🖤

Nach dem Fortgang ihres Bruders Forest, der für die Göttin Enva in den Krieg gezogen ist, arbeitet Iris Winnow bei der Oath Gazette, um für sich und ihre Mutter zu sorgen. Im Kampf um die ...

REZENSION 🖤

Nach dem Fortgang ihres Bruders Forest, der für die Göttin Enva in den Krieg gezogen ist, arbeitet Iris Winnow bei der Oath Gazette, um für sich und ihre Mutter zu sorgen. Im Kampf um die Beförderung zur Kolumnistin lernt sie Roman Kitt kennen, der den Job ebenfalls haben möchte. Sie lernen sich kennen, und gleichzeitig auch über Briefe, denn Roman ist ihr Brieffreund, mit dem Iris auf magische Weise kommunizieren kann. Das Problem: Roman weiß, wer hinter den Briefen steckt, während Iris keinen Schimmer hat, wer ihr Brieffreund ist. Als Iris dann an die Kriegsfront zieht, werden die beiden getrennt, jedoch kommt am Ende doch alles anders. Und auch, als der Krieg immer näher rückt, verschlimmert sich die Lage immer mehr.

Der erste Teil der „Letters of Enchantment“-Dilogie mitsamt seinen authentischen Charakteren hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Der Verlust, den Iris erleben muss, hat mich sehr mitgenommen, aber die Lage an der Kriegsfront war dann noch einmal viel schlimmer. Obwohl es hier um den Krieg zwischen zwei Göttern geht – Enva und Dacre – kann die Darstellung des Krieges doch auch auf heutige Kriege bezogen werden. Die Darstellung von den Schützengräben und vielen verwundeten Menschen tritt sicherlich auch in der ‚wahren‘ Welt auf.

Verlust, Schmerz, Trauer und Kriegsgeschehen sind Themen, die innerhalb des Romans gut umgesetzt werden. Auch der Schreibstil von Rebecca Ross sowie die gezeigten Briefe, die Roman und Iris austauschen, gefallen mir gut. Die Geschichten und Einflechtung der Nebenfiguren passen ebenfalls gut zusammen. Besonders Marisol und Attie, mit denen Iris im Laufe der Geschichte zu tun hat und mit denen sie kurzfristig zusammenwohnt, sind mir richtig ans Herz gewachsen. Gemeinsam sind sie wie eine kleine Familie, was vor allem für Iris wichtig ist, die sonst nur auf sich allein gestellt wäre.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir „Divine Rivals“ und die Geschichte von Iris und Roman richtig gut gefallen hat. Das Buch ist definitiv ein Jahreshighlight für mich, denn ich konnte es kaum weglegen, so spannend und gelungen habe ich die Geschichte gefunden. Auf den zweiten Teil der Dilogie freue ich mich riesig und kann es kaum abwarten, erneut in die Welt einzutauchen.

5 ★

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Veröffentlicht am 27.03.2023

Eine Liebe, die bis in die Gegenwart reicht

Vergiss uns. Nicht.
5

Sie waren beste Freunde, dann hatte er ihre Freundschaft einfach so gekündigt, ohne Grund. Das dachte April jedenfalls und war sich dessen ziemlich sicher, bis heute. Jetzt sind beide erwachsen, die Freundschaft ...

Sie waren beste Freunde, dann hatte er ihre Freundschaft einfach so gekündigt, ohne Grund. Das dachte April jedenfalls und war sich dessen ziemlich sicher, bis heute. Jetzt sind beide erwachsen, die Freundschaft zwischen April und Gavin schon lange Vergangenheit, aber Gavin hat Probleme. Und die lassen sich nicht einfach so lösen ohne äußere Hilfe. Anstatt sich jedoch seinem besten Freund Luca anzuvertrauen, sorgt April mit ihrer Fürsorglichkeit dafür, dass Gavin sich ihr öffnet. Bereits vergangene Gefühle und Erinnerungen kommen ans Licht, die nicht alle so schön sind, wie man vielleicht denkt.

Laura Kneidl berührt die Leser/innen mit ihrem Roman „Vergiss. Uns. Nicht.“ vor allem durch die intensiven Gefühle, die aus der Sicht Aprils geschildert werden. Nicht nur fiebert man hier mit der Geschichte zwischen April und Gavin mit, sondern auch mit Aprils Projekt, das Studenten dabei helfen soll, finanzielle Unterstützung zu erhalten. Neben diesem Thema werden auch weitere wichtige Themen angesprochen, zu denen heutzutage leider viel zu viele Menschen Bezug haben. Dass Gavin seine Probleme anfangs alleine durchsteht und so ohne Unterstützung nicht weiterkommt, wird schnell klar und ist eine bedeutende Message des Romans.

Obwohl in diesem Band April und Gavin im Mittelpunkt stehen, kommen auch die anderen Charaktere der Freundesgruppe nicht zu kurz. Neben den zwei Hauptcharakteren erfährt man über Sage und Luca beispielsweise, wie die beiden zusammen gekommen sind. Vor allem wenn man die Vorbände nicht gelesen hat, wie ich zum Beispiel, ist das hilfreich. Auch über Connor und Aaron wird einiges berichtet, wodurch Neugierde aufgebaut wird, wie es mit den beiden weitergehen wird.

Insgesamt bin ich sehr begeistert von dem Roman, denn dieser konnte mich nicht nur überzeugen, den nächsten Band definitiv zu lesen, sondern auch die beiden Vorgänger-Bände nachzulesen, da ich diese (leider) noch nicht gelesen habe.

5 ★

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Veröffentlicht am 31.05.2022

Ein spannender Thriller, der das Geschworenensystem in den USA hinterfragt

Verweigerung
3

Zehn Jahre sind vergangen, seit Bobby Nock wegen des Mordes an Jessica Silver angeklagt wird und zwölf Geschworene über den Fall entscheiden. Jeder einzelne von ihnen hat dasselbe durchlebt, aber ist anders ...

Zehn Jahre sind vergangen, seit Bobby Nock wegen des Mordes an Jessica Silver angeklagt wird und zwölf Geschworene über den Fall entscheiden. Jeder einzelne von ihnen hat dasselbe durchlebt, aber ist anders damit umgegangen. Durch wechselnde Perspektiven in „Verweigerung“ wird dem Leser vor Augen geführt, wie die Geschworenen im Gerichtsverfahren gehandelt haben und warum sie das taten. Auch die Tatsache, dass Bobby Nock Afro-Amerikaner ist, lässt die Geschworenen über Rassismus diskutieren, was heutzutage leider noch immer ein Thema ist. Obwohl anfangs nur Maja für “unschuldig“ plädierte, stimmten am Ende des Verfahrens alle der Geschworenen dafür, dass Jessicas Lehrer Bobby freigesprochen wird.

Und jetzt, genau zehn Jahre später, treffen sich die Geschworenen erneut, nachdem einer der Geschworenen behauptet, er hätte Beweise dafür, dass Bobby Nock tatsächlich schuldig war und sie ein falsches Urteil abgegeben hätten. Aber dann kommt es zu einem Mord unter den Geschworenen und Maja wird als Einzige verdächtigt. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht, auch wenn sie alles andere als schön ist.

Interessant ist vor allem, wie die Geschworenen bei der Wahl von “schuldig“ oder “unschuldig“ voneinander beeinflusst werden können und dass das Rechtssystem der USA Schwachpunkte besitzt. An Spannung hat es zudem kaum gefehlt, der Schreibstil Moores ist fesselnd und es wurden durch die wechselnden Perspektiven immer wieder neue Ereignisse und Geheimnisse aufgedeckt. Besonders gegen Ende überrascht der Autor mit einer neuen Information, mit dem man am Anfang des Buches niemals gerechnet hätte.

Ein gelungener Justizthriller von Graham Moore, durch den der Leser einen tieferen Einblick in das Geschworenensystem in den USA bekommt. Bis zum Ende weiß der Leser nicht, welche Dinge der Wahrheit entsprechen und welche nur erfunden sind, aber genau das macht es umso spannender. Gerne selbst lesen!

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