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Lenna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.11.2024

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss
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Wer Julia Dippel und ihre Bücher kennt, weiß das es immer unfassbar spannend und emotional zu geht. Die Fortsetzung der Geschichte rund um Arez bietet wieder genau diese Achterbahnfahrt der Gefühle und ...

Wer Julia Dippel und ihre Bücher kennt, weiß das es immer unfassbar spannend und emotional zu geht. Die Fortsetzung der Geschichte rund um Arez bietet wieder genau diese Achterbahnfahrt der Gefühle und das von der ersten bis zur letzten Seiten. Das liegt auf jeden Fall auch an den beiden hinreißenden Hauptfiguren mit ihren vielen Ecken und Kanten. Sin und Arez wirken einfach unheimlich echt und greifbar und man schließt sie sofort wieder ins Herz. Diese beiden sind für einander geschaffen und das merkt man bei jedem Aufeinandertreffen, auch wenn sie streiten - oder vielleicht gerade auch dann. Ich habe bei dieser Geschichte gelacht, gebangt, war schockiert und traurig und das in einer schnell aufeinander folgende Reihe. Das ergeht mir immer so bei Büchern von Julia Dippel.
Diese Fortsetzung der Geschichte hatte es jedoch noch mehr in sich, als der erste Band. Sie war im Ganzen dunkler, trauriger gleichzeitig aber auch unheimlich liebenswert und unterhaltsam. Gerade das Ende, ohne hier zu viel verraten zu wohlen, hatte es in sich, sodass ich sehnsüchtig auf den dritten Band warte!

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Hoch aktuell

VIEWS
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"Views" von Marc-Uwe Kling hat mich nach der Lektüre fassungslos, geschockt und mit vielen offenen Fragen zurückgelassen. Der Roman ist definitiv nichts für schwache Nerven und zwingt die Leserinnen den ...

"Views" von Marc-Uwe Kling hat mich nach der Lektüre fassungslos, geschockt und mit vielen offenen Fragen zurückgelassen. Der Roman ist definitiv nichts für schwache Nerven und zwingt die Leserinnen den Blick für aktuelle Risken und Gefahren zu öffnen. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein per Video aufgenommenes Verbrechen, das viral geht. Durch die Ermittlungen wird man immer wieder mit heutigen tagesaktuellen Problemen konfrontiert für die es (noch) keine richtigen Lösungen gibt. Das Buch hat mir einige Gänsehautmomente beschert, weil es sich unfassbar realistisch und plausibel angefühlt hat. Durch die gesammte Handlung war die Spannung immer auf ein Höchstmaß aufgedreht und ich konnte den Roman nicht mehr aus der Hand legen. Woran das genau gelegen hat, kann ich nun nachträglich nicht mehr sagen, aber ich war richtig in den Bann gesogen. Als umso heftiger habe ich dann das Ende der Geschichte empfunden. Ohne zu viel verraten zu wohlen: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieses Ende vielen Leserinnen nicht gefallen wird. Es ist offen, überraschend und nur schwer verdaulich. Man sollte sich etwas wappnen, bevor man diesen Roman liest.
Trotz dieses Endes, das ich mir nicht gewünscht habe, das ich aber durchaus verstehe, fand ich das Buch unheimlich gut geschrieben!

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Alles wäre gut, wenn...

Alles gut
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In den meisten Fällen, in denen jemand 'Alles gut' sagt, ist nicht alles gut. Dieses erlogene 'alles gut' trifft auch auf diesen Roman und seine Geschichte zu. Vielmehr ist es in dem meisten Fällen eher ...

In den meisten Fällen, in denen jemand 'Alles gut' sagt, ist nicht alles gut. Dieses erlogene 'alles gut' trifft auch auf diesen Roman und seine Geschichte zu. Vielmehr ist es in dem meisten Fällen eher ein 'alles wäre gut, wenn...'. Das fängt schon bei den beiden Protagonisten an. Jess ist schwarz, eine Frau, in einer Männerdomäne am arbeiten und Demokratin, Josh ist weiß, ein Mann, in der gleichen Branche wie Jess tätig und Republikaner. Ihre (Liebes-)Beziehung könnte so einfach und schön sein, wären da nicht ihre zum Teil grundlegenden Einstellungen und Sichtweisen. Der Roman lässt diese beiden immer wieder aufeinander treffen, diskutieren und streiten. Das ist oftmals unheimlich unterhaltsam und gleichzeitig hoch politisch. Ich mochte dieses Hin und Her, diese Auseinandersetzungen, denn eine Gesellschaft, eine funktionierende, lebt von diesem Austausch, der Diskussion und dem gegenseitigen Zuhören.
Troztdem machen dieses Konlfiktsituationen den Roman, der auf über 400 Seiten kommt, auch zu einer in Teilen anstregenden Sache. Es ist kein Buch, dass man locker und leicht einfach herunterliest. Es strengt an, fordert seine Leser*innen dazu auf mitzudenken, gedanklich mit zu diskutieren, mit den beiden mit zu erleben, aber gerade das macht auch seinen Charme aus.

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Veröffentlicht am 19.05.2023

Sehr spannend

One of the Girls
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'One of the girls' hat mich ab dem Klappentext in seinen Bann gezogen gehabt. Sechs Frauen mit ihre Geheimnissen gemeinsam auf einem Junggesellinnenabschied bieten jede Menge Möglichkeiten für sehr viel ...

'One of the girls' hat mich ab dem Klappentext in seinen Bann gezogen gehabt. Sechs Frauen mit ihre Geheimnissen gemeinsam auf einem Junggesellinnenabschied bieten jede Menge Möglichkeiten für sehr viel Drama und Spannung. Und das Buch hält, was es verspricht: es gibt jede Menge Spannungen und Geheimnisse.
Am Anfang habe ich eine Weile gebraucht, um in die Handlung hineinzufinden, da tatsächlich aus der Perspektive von allen sechs Frauen abwechselnd erzählt wird. Deswegen hat es ein bisschen gedauert, bis ich alle sechs kennengelernt hatte und einen gewissen Überblick über die Beziehungen gewinnen konnte. Von da an ließ sich die Geschichte unheimlich gut lesen! Trotz dieser Anfangsschwierigkeiten bin ich ein großer Fan dieser vielen Perspektivwechsel geworden, da man so tiefe Einblicke in alle Frauenfiguren bekommen konnte. Man erlebt hautnah mit, wie die Fassaden der Frauen im Laufe des Trips zu bröckeln beginnen und die Geheimnisse von allen ans Licht drängen. Ich möchte gar nicht zu viel an dieser Stelle verraten, aber einige Geheimnisse haben es wirklich in sich!
Die größte Spannung haben für mich aber die kleinen Zwischenkapitel verursacht, in denen immer wieder kleine Vorausdeutungen vom Ende des Buches enthalten waren. Man wusste also die ganze Zeit, dass etwas Schlimmes passieren wird, allerdings wusste man nicht, wen es am Ende erwischen wird. Gerade diese Ungewissheit hat die Spannung auf die Spitze getrieben!

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Veröffentlicht am 01.11.2022

Grandios kurios

Shorty
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Jörg Maurers 'Shorty' gehört zu den Büchern, die man sehr selten in die Hand bekommt, die man nicht so richtig einordnen kann, die einen nicht mehr loslassen und die einen gleichzeitig verwirren und zum ...

Jörg Maurers 'Shorty' gehört zu den Büchern, die man sehr selten in die Hand bekommt, die man nicht so richtig einordnen kann, die einen nicht mehr loslassen und die einen gleichzeitig verwirren und zum Lachen bringen. Es ist wirklich schwer diese Art von Büchern in Worten zu beschreiben, weil für sie ganz eigene Gesetze zu gelten scheinen.
Als Hauptfigur wird uns ein mittelalter Mann namens 'Shorty' präsentiert, der so viele Berufe ausgeführt hat, dass sie nicht einmal alle genannt werden können. Dieses doch sehr skurrile Exemplar eines Menschen hört nun plötzlich eine Stimme, die ihn mit der Rettung der Welt beauftragt. Allein dieses Anfang-Szenario ist so kurios, dass die Geschichte eigentlich nur grandios werden kann - und das wird sie dann auch. Erzählerisch ist das ganze wunderbar inszeniert und erzählt, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen! Die Geschichte hat mich mächtig in ihren Bann gezogen, auch wenn die auftretenden Theorien meinen Kopf schwirren ließen. Am Ende war ich fast genauso verwirrt wie Shorty die Hauptfigur. Die ganze Handlung war einfach kurios grandios, auch wenn mich das Ende etwas ratlos zurückgelassen hat. Für mich war 'Shorty' trotz des skurrilen Endes auf jeden Fall eine Entdeckung des Jahres.

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