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Veröffentlicht am 01.08.2024

Prokrastination: Ein Lifestyle, der mehr Binge-Watching als Produktivität verspricht

Do The Hard Things First
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Stell dir vor, du sitzt da, die Steuererklärung starrt dich an wie der Bösewicht aus einem Horrorfilm, und du entscheidest, dass es der perfekte Zeitpunkt ist, das Alphabet rückwärts zu lernen. Herzlich ...

Stell dir vor, du sitzt da, die Steuererklärung starrt dich an wie der Bösewicht aus einem Horrorfilm, und du entscheidest, dass es der perfekte Zeitpunkt ist, das Alphabet rückwärts zu lernen. Herzlich willkommen in der Welt der Prokrastination, liebevoll präsentiert von Scott Allan Bowes in seinem neuesten Werk „Do the Hard Things First“.

Das Buch beginnt mit einem Versprechen, das kühner nicht sein könnte: Es verspricht, uns aus der Umklammerung der Prokrastination zu befreien. Ja, genau, dieses mysteriöse Land, in dem „später“ und „morgen“ die nationalen Währungen sind. Bowes entführt uns in eine Welt, in der Aufgaben nicht länger aufgeschoben werden als die Veröffentlichung des nächsten „Game of Thrones“-Bandes.

Teil Eins: Die Theorie hinter dem Aufschieben

Im ersten Abschnitt führt uns Bowes durch die dunklen Gassen der Prokrastination. Er offenbart uns, warum wir so gerne Dinge aufschieben: weil, seien wir ehrlich, das sofortige Vergnügen eines „How I Met Your Mother“-Marathons unendlich verlockender ist als die Aussicht, endlich die Garage aufzuräumen.

Teil Zwei: Der 22-Schritte-Plan zur Rettung

Dann, im zweiten Teil, präsentiert uns Bowes seinen revolutionären 22-Schritte-Plan, der eher wie eine Sammlung von Lebensweisheiten wirkt, die man auch von einem weisen, aber leicht verwirrten Großvater erwarten könnte. Von „Mach die schwerste Aufgabe zuerst“ bis „Nein, eigentlich doch die leichteste“, könnte man meinen, Bowes versucht, uns mit einem therapeutischen Ansatz der Verwirrung zu heilen.

Die Umsetzung im Alltag: Eine Komödie in mehreren Akten

Während ich versuchte, den Ratschlägen zu folgen, fand ich mich in Situationen wieder, in denen ich zwischen dem Sortieren meiner Socken nach Farben und der tiefgründigen Frage, ob ich zuerst Kaffee trinken oder doch den Müll rausbringen sollte, zerrissen war. Es ist, als ob Bowes uns durch ein Labyrinth führt, in dem jedes „Nein, das mache ich später“ eine weitere Drehung in die falsche Richtung bedeutet.

Fazit: Ein Abenteuer, das du nicht aufschieben solltest

„Do the Hard Things First“ ist wie der enthusiastische Fitnesstrainer, von dem du nicht wusstest, dass du ihn brauchst. Es ist ein Mix aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, lebensverändernden Aha-Momenten und einer Prise Selbsthilfe-Humor, der dich motiviert, endlich das Buch zu Ende zu lesen – bevor du dich den wirklich harten Dingen des Lebens widmest.

Insgesamt bietet das Buch eine charmante, wenn auch manchmal verwirrende Reise durch die Welt der Selbstoptimierung. Für alle, die ihre Prokrastination in den Griff bekommen wollen, ohne dabei den Spaß am Leben zu verlieren, ist Scott Allan Bowes‘ Werk ein Must-Read. Und wer weiß, vielleicht ist am Ende des Buches die Steuererklärung plötzlich nicht mehr so erschreckend – oder du hast zumindest gelernt, sie kreativer aufzuschieben.

Veröffentlicht am 01.08.2024

Prokrastination: Ein Lifestyle, der mehr Binge-Watching als Produktivität verspricht

Do The Hard Things First
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Stell dir vor, du sitzt da, die Steuererklärung starrt dich an wie der Bösewicht aus einem Horrorfilm, und du entscheidest, dass es der perfekte Zeitpunkt ist, das Alphabet rückwärts zu lernen. Herzlich ...

Stell dir vor, du sitzt da, die Steuererklärung starrt dich an wie der Bösewicht aus einem Horrorfilm, und du entscheidest, dass es der perfekte Zeitpunkt ist, das Alphabet rückwärts zu lernen. Herzlich willkommen in der Welt der Prokrastination, liebevoll präsentiert von Scott Allan Bowes in seinem neuesten Werk „Do the Hard Things First“.

Das Buch beginnt mit einem Versprechen, das kühner nicht sein könnte: Es verspricht, uns aus der Umklammerung der Prokrastination zu befreien. Ja, genau, dieses mysteriöse Land, in dem „später“ und „morgen“ die nationalen Währungen sind. Bowes entführt uns in eine Welt, in der Aufgaben nicht länger aufgeschoben werden als die Veröffentlichung des nächsten „Game of Thrones“-Bandes.

Teil Eins: Die Theorie hinter dem Aufschieben

Im ersten Abschnitt führt uns Bowes durch die dunklen Gassen der Prokrastination. Er offenbart uns, warum wir so gerne Dinge aufschieben: weil, seien wir ehrlich, das sofortige Vergnügen eines „How I Met Your Mother“-Marathons unendlich verlockender ist als die Aussicht, endlich die Garage aufzuräumen.

Teil Zwei: Der 22-Schritte-Plan zur Rettung

Dann, im zweiten Teil, präsentiert uns Bowes seinen revolutionären 22-Schritte-Plan, der eher wie eine Sammlung von Lebensweisheiten wirkt, die man auch von einem weisen, aber leicht verwirrten Großvater erwarten könnte. Von „Mach die schwerste Aufgabe zuerst“ bis „Nein, eigentlich doch die leichteste“, könnte man meinen, Bowes versucht, uns mit einem therapeutischen Ansatz der Verwirrung zu heilen.

Die Umsetzung im Alltag: Eine Komödie in mehreren Akten

Während ich versuchte, den Ratschlägen zu folgen, fand ich mich in Situationen wieder, in denen ich zwischen dem Sortieren meiner Socken nach Farben und der tiefgründigen Frage, ob ich zuerst Kaffee trinken oder doch den Müll rausbringen sollte, zerrissen war. Es ist, als ob Bowes uns durch ein Labyrinth führt, in dem jedes „Nein, das mache ich später“ eine weitere Drehung in die falsche Richtung bedeutet.

Fazit: Ein Abenteuer, das du nicht aufschieben solltest

„Do the Hard Things First“ ist wie der enthusiastische Fitnesstrainer, von dem du nicht wusstest, dass du ihn brauchst. Es ist ein Mix aus wissenschaftlichen Erkenntnissen, lebensverändernden Aha-Momenten und einer Prise Selbsthilfe-Humor, der dich motiviert, endlich das Buch zu Ende zu lesen – bevor du dich den wirklich harten Dingen des Lebens widmest.

Insgesamt bietet das Buch eine charmante, wenn auch manchmal verwirrende Reise durch die Welt der Selbstoptimierung. Für alle, die ihre Prokrastination in den Griff bekommen wollen, ohne dabei den Spaß am Leben zu verlieren, ist Scott Allan Bowes‘ Werk ein Must-Read. Und wer weiß, vielleicht ist am Ende des Buches die Steuererklärung plötzlich nicht mehr so erschreckend – oder du hast zumindest gelernt, sie kreativer aufzuschieben.

Veröffentlicht am 01.08.2024

Eine humorvolle Odyssee durch die Bücherwelt

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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„Book Lovers“ von Emily Henry ist kein gewöhnliches Buch über Bücher. Es ist eher wie ein Blind Date mit einem Buch, das du beim ersten Blick als „nicht mein Typ“ abgestempelt hast, nur um dann festzustellen, ...

„Book Lovers“ von Emily Henry ist kein gewöhnliches Buch über Bücher. Es ist eher wie ein Blind Date mit einem Buch, das du beim ersten Blick als „nicht mein Typ“ abgestempelt hast, nur um dann festzustellen, dass es genau das ist, was du immer gesucht hast.

Nora Stephens, unsere tough und scharfzüngige Heldin, ist das personifizierte Gegenteil jeder RomCom-Hauptfigur, die man sich vorstellen kann. Sie ist eine New Yorker Literaturagentin, die eher Verträge als Herzen bricht. Ihr Weg führt sie in das idyllische Städtchen Sunshine Falls, das für seine Blumenwiesen und attraktiven Landärzte bekannt ist – zumindest in den Liebesromanen ihrer Schwester Libby. Doch statt Romantik erwartet Nora die harte Realität: kein attraktiver Landarzt weit und breit, nur der unnahbare Lektor Charlie Lastra, der anscheinend auch gerade eine Auszeit von New York braucht.

Emily Henry hat mit „Book Lovers“ eine charmante und witzige Geschichte geschaffen, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Die Romanze zwischen Nora und Charlie entwickelt sich wie ein guter Wein – langsam und mit dem richtigen Maß an Würze. Die beiden liefern sich Wortgefechte, die so scharf sind, dass man sich fast die Zunge verbrennt. Es ist wie beim Essen in einem französischen Restaurant: Man versteht vielleicht nicht jedes Wort, aber es schmeckt fantastisch.

Das Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Hommage an die Liebe zum Lesen und Schreiben. Es fühlt sich an, als würde man durch eine Bibliothek voller Lieblingsbücher spazieren, während man gleichzeitig in einem Roman lebt, der alle Klischees des Genres auf den Kopf stellt.

Die Figuren sind liebevoll und realistisch gezeichnet, und man fühlt sich schnell heimisch in der Welt von Nora und Charlie. Die kleine Stadt Sunshine Falls ist so lebendig beschrieben, dass man fast das Gefühl hat, selbst dort Urlaub zu machen – inklusive der Enttäuschung, dass das Leben eben kein Liebesroman ist.

„Book Lovers“ ist für alle, die eine gute Portion Humor in ihren Liebesgeschichten mögen und die gerne hinter die Kulissen der Buchwelt blicken. Emily Henry gelingt es, einen Roman zu schreiben, der nicht nur unterhält, sondern auch das Herz berührt. Man lacht, man seufzt, und am Ende wünscht man sich, dass das Buch noch ein paar Kapitel mehr hätte.

Kurz gesagt: „Book Lovers“ ist wie ein literarischer Cocktail – bunt, spritzig und mit einem unerwarteten Kick. Ein absolutes Muss für alle, die Bücher lieben und dabei auch gerne mal über das eigene Leben schmunzeln. Cheers auf Nora und Charlie – mögen eure Wortgefechte nie enden!

Veröffentlicht am 01.08.2024

Eine humorvolle Odyssee durch die Bücherwelt

Book Lovers - Die Liebe steckt zwischen den Zeilen
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„Book Lovers“ von Emily Henry ist kein gewöhnliches Buch über Bücher. Es ist eher wie ein Blind Date mit einem Buch, das du beim ersten Blick als „nicht mein Typ“ abgestempelt hast, nur um dann festzustellen, ...

„Book Lovers“ von Emily Henry ist kein gewöhnliches Buch über Bücher. Es ist eher wie ein Blind Date mit einem Buch, das du beim ersten Blick als „nicht mein Typ“ abgestempelt hast, nur um dann festzustellen, dass es genau das ist, was du immer gesucht hast.

Nora Stephens, unsere tough und scharfzüngige Heldin, ist das personifizierte Gegenteil jeder RomCom-Hauptfigur, die man sich vorstellen kann. Sie ist eine New Yorker Literaturagentin, die eher Verträge als Herzen bricht. Ihr Weg führt sie in das idyllische Städtchen Sunshine Falls, das für seine Blumenwiesen und attraktiven Landärzte bekannt ist – zumindest in den Liebesromanen ihrer Schwester Libby. Doch statt Romantik erwartet Nora die harte Realität: kein attraktiver Landarzt weit und breit, nur der unnahbare Lektor Charlie Lastra, der anscheinend auch gerade eine Auszeit von New York braucht.

Emily Henry hat mit „Book Lovers“ eine charmante und witzige Geschichte geschaffen, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt. Die Romanze zwischen Nora und Charlie entwickelt sich wie ein guter Wein – langsam und mit dem richtigen Maß an Würze. Die beiden liefern sich Wortgefechte, die so scharf sind, dass man sich fast die Zunge verbrennt. Es ist wie beim Essen in einem französischen Restaurant: Man versteht vielleicht nicht jedes Wort, aber es schmeckt fantastisch.

Das Buch ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Hommage an die Liebe zum Lesen und Schreiben. Es fühlt sich an, als würde man durch eine Bibliothek voller Lieblingsbücher spazieren, während man gleichzeitig in einem Roman lebt, der alle Klischees des Genres auf den Kopf stellt.

Die Figuren sind liebevoll und realistisch gezeichnet, und man fühlt sich schnell heimisch in der Welt von Nora und Charlie. Die kleine Stadt Sunshine Falls ist so lebendig beschrieben, dass man fast das Gefühl hat, selbst dort Urlaub zu machen – inklusive der Enttäuschung, dass das Leben eben kein Liebesroman ist.

„Book Lovers“ ist für alle, die eine gute Portion Humor in ihren Liebesgeschichten mögen und die gerne hinter die Kulissen der Buchwelt blicken. Emily Henry gelingt es, einen Roman zu schreiben, der nicht nur unterhält, sondern auch das Herz berührt. Man lacht, man seufzt, und am Ende wünscht man sich, dass das Buch noch ein paar Kapitel mehr hätte.

Kurz gesagt: „Book Lovers“ ist wie ein literarischer Cocktail – bunt, spritzig und mit einem unerwarteten Kick. Ein absolutes Muss für alle, die Bücher lieben und dabei auch gerne mal über das eigene Leben schmunzeln. Cheers auf Nora und Charlie – mögen eure Wortgefechte nie enden!

Veröffentlicht am 01.08.2024

Zwischen Todesfallen und Liebesfallen

Dieses schöne Leben
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In „Dieses schöne Leben“ schickt uns Mikki Brammer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die uns durch die Straßen von New York führt – und zwar nicht auf dem Sightseeing-Bus, sondern im Leichenwagen. ...

In „Dieses schöne Leben“ schickt uns Mikki Brammer auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die uns durch die Straßen von New York führt – und zwar nicht auf dem Sightseeing-Bus, sondern im Leichenwagen. Die Protagonistin Clover, eine Sterbebegleiterin mit einer Vorliebe für romantische Filme, lebt ein Leben, das so ruhig ist, dass man fast den Puls überprüfen möchte.

Clovers Kindheit bei ihrem Großvater, einem Professor, war geprägt von Büchern und Wissen – was erklärt, warum sie sich eher in einer Bibliothek als auf einer Tanzfläche zu Hause fühlt. Doch als ihr Großvater stirbt, während sie im Urlaub ist, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Sie entscheidet sich, Sterbebegleiterin zu werden, in der Hoffnung, dass niemand so einsam sterben muss wie ihr Opa.

Doch das Schicksal hat andere Pläne für Clover. Als die lebenslustige Sylvie in ihr Leben tritt, beginnt Clover zu realisieren, dass es mehr im Leben gibt als den Tod. Ganz zu schweigen von der resoluten alten Dame Claudia, die Clover auf eine wilde Gänsejagd nach ihrer verlorenen Liebe schickt. Hier wird das Buch fast zu einem Detektivroman – nur dass die Detektivin eine Sterbebegleiterin ist und die Waffe ihrer Wahl ein Taschentuch ist.

Brammers Schreibstil ist so flüssig wie die Tränen, die man beim Lesen vergießt. Die Geschichte ist eine faszinierende Mischung aus Humor, Traurigkeit und Hoffnung. Clover, die in ihrer Freizeit wahrscheinlich Sudoku-Rätsel löst, wird auf eine emotionale Reise geschickt, die sie mehr über das Leben lehrt, als sie in jeder ihrer Lieblingsschnulzen gesehen hat.

Das Buch ist nicht nur eine Geschichte über den Tod und das Sterben, sondern auch eine Geschichte über das Leben und die Liebe. Es zeigt uns, dass das Leben manchmal die besten Geschichten schreibt – auch wenn es manchmal einen Ghostwriter braucht.

Fazit: „Dieses schöne Leben“ ist ein bewegendes und zugleich humorvolles Buch, das einen dazu bringt, über das Leben nachzudenken – und darüber, wie man nicht enden möchte: allein mit einer Katze, die einen anstarrt, als wäre man ihr nächstes Abendessen. Es ist eine Geschichte, die sowohl das Herz als auch die Tränendrüsen berührt und zeigt, dass selbst in den dunkelsten Momenten ein Licht am Ende des Tunnels leuchtet – auch wenn es nur das Licht des Kühlschranks ist.