Profilbild von Danshi

Danshi

Lesejury Star
offline

Danshi ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Danshi über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.01.2026

Gärtnern im Jahreslauf

Gemüsepower
0

Das Cover passt gut zum nachhaltigen Grundgedanken des Buches. Inhaltlich gibt Lucia Schauerhammer Einblicke in ihren Dorfgarten und zeigt, wie biointensiver Gemüseanbau über das Jahr hinweg organisiert ...

Das Cover passt gut zum nachhaltigen Grundgedanken des Buches. Inhaltlich gibt Lucia Schauerhammer Einblicke in ihren Dorfgarten und zeigt, wie biointensiver Gemüseanbau über das Jahr hinweg organisiert werden kann. Der Aufbau orientiert sich an den Jahreszeiten und vermittelt eine grundlegende Struktur für Planung, Pflege und Ernte. Themen wie Bodenvorbereitung, Kompost, Aussaatzeiten, Schädlinge und Haltbarmachung werden angesprochen. Tabellen und Übersichten bieten eine gute Orientierung und fassen wichtige Zeitpunkte kompakt zusammen. Ergänzt wird der Inhalt durch Fotografien und einige einfache Rezepte. Der Schreibstil ist ruhig, persönlich und gut lesbar.
Nicht alle vorgestellten Ansätze lassen sich dabei eins zu eins auf sehr kleine Gärten oder wenig verfügbare Zeit übertragen. Insgesamt erhält man vor allem einen Einblick in das Gartenkonzept der Autorin, das als Orientierung und Inspiration dienen kann.
Ich habe das Buch als angenehme, ruhige Lektüre erlebt, die schöne Impulse liefert, auch wenn ich mir stellenweise etwas mehr praktische Ausarbeitung gewünscht hätte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.09.2025

Musik als Lebensgefühl

Deep Cuts
0

Percy Marks ist keine Musikerin, aber sie hat ein untrügliches Gespür für Songs. Als sie in einer Bar auf Joe trifft, einen unsicheren Musiker mit viel Potenzial, entsteht eine besondere Dynamik. Sie inspiriert ...

Percy Marks ist keine Musikerin, aber sie hat ein untrügliches Gespür für Songs. Als sie in einer Bar auf Joe trifft, einen unsicheren Musiker mit viel Potenzial, entsteht eine besondere Dynamik. Sie inspiriert sich gegenseitig, manchmal fast zärtlich, manchmal eher wie Konkurrenten. Gerade diese Mischung aus Nähe und Distanz hat für mich den Reiz der Geschichte ausgemacht.

Sehr schön fand ich die vielen Anspielungen an die frühen 2000er. Bands, Songtitel, MySpace – lauter kleine Erinnerungsanker, die beim Lesen sofort ein nostalgisches Gefühl erzeugen. Die begleitende Playlist hat dieses Erlebnis noch verstärkt. Gleichzeitig blieb für mich bei manchen Nebenfiguren Luft nach oben, da sie eher blass wirkten.

Das Cover ist schlicht, aber stimmungsvoll, und passt gut zur Atmosphäre des Romans. Brickleys Schreibstil ist angenehm lesbar, aber auch fordernd, wenn es um die detaillierten Analysen von Musik geht. Das macht den Roman sehr authentisch, verlangt aber auch Aufmerksamkeit von der Leserschaft.

Mein Fazit: Deep Cuts ist eine feinfühlige Coming-of-Age-Geschichte über Leidenschaft, Selbstsuche und die Kraft der Musik. Für Musikliebhaber ein kleines Highlight – für alle anderen vielleicht zu speziell, aber trotzdem ein atmosphärisches Leseerlebnis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2025

Charmanter Reihenstart für Zwischendurch

A Wild Cowboy's Heart
0

Ich muss zugeben, dass mich das Cover von „A Wild Cowboy’s Heart“ zuerst angesprochen hat.
Die Geschichte um Maisie, die ihren Platz im Familienunternehmen sucht und auf Festival-Tour geht, fand ich erfrischend ...

Ich muss zugeben, dass mich das Cover von „A Wild Cowboy’s Heart“ zuerst angesprochen hat.
Die Geschichte um Maisie, die ihren Platz im Familienunternehmen sucht und auf Festival-Tour geht, fand ich erfrischend und süß. Besonders die Idee mit der Craftbier-Brauerei als Setting hebt sich angenehm ab.
Stacey Kennedys Schreibstil ist flüssig und macht das Buch zu einer perfekten Lektüre für entspannte Stunden – ich habe es tatsächlich in einem Rutsch gelesen.
Die Dynamik zwischen Maisie und Hayes hat mir gefallen, wobei ich mir bei Hayes manchmal mehr Tiefe und emotionale Entwicklung gewünscht hätte. Die Liebesgeschichte entwickelt sich recht schnell, passt aber zur Vorgeschichte der beiden. Insgesamt war mir der Roman etwas zu kurz, wodurch manche Konflikte und Gefühle nur oberflächlich bleiben.
Trotzdem ist es eine charmante, leicht zu lesende Romance, die ideal für zwischendurch ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2024

Eine bewegende Lektüre

Reise nach Laredo
0

Arno Geigers „Reise nach Laredo“ entführt uns auf eine außergewöhnliche Reise, die der ehemalige Kaiser Karl V. im Jahr 1558 unternimmt. Zurückgezogen in einem abgelegenen Kloster, wartet Karl auf sein ...

Arno Geigers „Reise nach Laredo“ entführt uns auf eine außergewöhnliche Reise, die der ehemalige Kaiser Karl V. im Jahr 1558 unternimmt. Zurückgezogen in einem abgelegenen Kloster, wartet Karl auf sein Ende und lebt in einer Welt der Einsamkeit und Krankheit. Die unerwartete Begegnung mit seinem elfjährigen unehelichen Sohn Geronimo bringt eine dramatische Wendung in Karls Leben. Gemeinsam brechen sie zu einer abenteuerlichen Reise nach Laredo auf, die nicht nur Karls Welt auf den Kopf stellt, sondern ihm auch neue Perspektiven eröffnet. Diese Reise entwickelt sich zu einer tiefgreifenden Entdeckungstour zur Selbstfindung, auf der Karl die wahre Bedeutung von Freundschaft, Liebe und persönlicher Freiheit erkennt.

Geigers anspruchsvoller Schreibstil fordert vom Leser Geduld und Aufmerksamkeit, bietet jedoch reichhaltige und tiefgründige Einsichten. Das Cover in sanften Rottönen spiegelt die emotionale Wärme und Tiefe der Geschichte wider und rundet das Leseerlebnis auf eindrucksvolle Weise ab.

Eine Lektüre, die lange nachhallt und den Leser dazu einlädt, über die wesentlichen Werte des Lebens nachzudenken.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2026

Wenn Vertrautes zerbricht

Was ist in meinem Alter sonst noch üblich?
0

Schon beim ersten Blick fällt das Cover ins Auge, das eine gewisse Wärme und Leichtigkeit ausstrahlt und damit Erwartungen an eine hoffnungsvollere Geschichte weckt. Der Roman selbst schlägt jedoch eine ...

Schon beim ersten Blick fällt das Cover ins Auge, das eine gewisse Wärme und Leichtigkeit ausstrahlt und damit Erwartungen an eine hoffnungsvollere Geschichte weckt. Der Roman selbst schlägt jedoch eine deutlich ernstere, teilweise auch bedrückende Richtung ein. Im Mittelpunkt steht eine langjährige Beziehung, die durch ein Geständnis ins Wanken gerät und eine innere Krise auslöst. Statt einer dynamischen Handlung begleitet die Geschichte vor allem die gedankliche Auseinandersetzung der Protagonistin mit Verlust, Selbstwert und dem Wunsch nach Nähe.
Dabei kreisen ihre Gedanken immer wieder um dieselben Fragen, was ihre Verunsicherung zwar greifbar macht, auf Dauer jedoch auch etwas ermüdend wirkt. Die Figuren bleiben insgesamt eher auf Distanz, insbesondere die Beziehung zwischen den beiden wirkt schwer greifbar und emotional nicht immer zugänglich. Gerade hier hätte etwas mehr Entwicklung oder neue Impulse der Geschichte gutgetan.
Der Schreibstil ist klar und direkt, stellenweise sehr offen und schonungslos. Diese Ehrlichkeit passt zum Thema, wirkt aber in einigen Momenten auch recht nüchtern oder wiederholend. Die ruhige, fast kreisende Erzählweise unterstreicht die innere Zerrissenheit, nimmt der Geschichte jedoch auch Tempo und Spannung. Kleine feine Beobachtungen blitzen immer wieder auf, gehen jedoch im Gesamtbild etwas unter.
Ich habe das Buch als nachdenklich und thematisch interessant empfunden, gleichzeitig aber auch als etwas zäh in der Umsetzung. Es regt zum Reflektieren an, konnte mich emotional jedoch nicht vollständig erreichen. Insgesamt bleibt eine solide, aber nicht ganz überzeugende Lektüre.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere