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Veröffentlicht am 17.08.2024

Ein grausames Verbrechen erschüttert ein bayerisches Dorf

Tannöd
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Stell dir vor, du bist in der tiefsten bayerischen Einöde und plötzlich wird eine ganze Familie auf einem abgelegenen Bauernhof brutal ermordet. Klingt spannend? Dann ist „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel ...

Stell dir vor, du bist in der tiefsten bayerischen Einöde und plötzlich wird eine ganze Familie auf einem abgelegenen Bauernhof brutal ermordet. Klingt spannend? Dann ist „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel genau das richtige Buch für dich! Dieser Roman basiert auf einem realen Verbrechen und zieht dich von der ersten Seite an in seinen Bann.

Die Geschichte spielt nach dem Zweiten Weltkrieg und beginnt mit dem grausamen Mord an der Familie Danner und ihrer Magd auf einem einsam gelegenen Hof. Die Dorfgemeinschaft ist schockiert, und die Ermittlungen decken nach und nach dunkle Geheimnisse und die verkrusteten Strukturen des Dorflebens auf. Was dieses Buch besonders macht, ist die ungewöhnliche Erzählweise: Schenkel lässt verschiedene Dorfbewohner zu Wort kommen und erzählt die Geschichte in Form von Interviews und Zeugenaussagen. Diese Technik verleiht dem Roman eine beeindruckende Authentizität und bringt die Charaktere und ihre Geschichten zum Leben.

Du wirst schnell merken, dass du das Buch nicht aus der Hand legen kannst, obwohl es kein typischer Krimi mit einem klassischen Spannungsbogen ist. Stattdessen erfährst du in kleinen Häppchen immer mehr über das Verbrechen und die düsteren Seiten der Dorfbewohner. Der Schreibstil ist prägnant und die Kapitel sind kurz, was den Lesefluss angenehm macht.

Ein Highlight des Buches ist die tiefgehende Charakterzeichnung. Die Dorfbewohner wirken sehr real und ihre Aussagen offenbaren ein komplexes Geflecht aus Neid, Missgunst und alten Fehden. Besonders faszinierend ist, wie die Autorin es schafft, die Atmosphäre der ländlichen Einöde und das Misstrauen innerhalb der Gemeinschaft einzufangen. Du wirst das Gefühl haben, selbst durch die staubigen Straßen des Dorfes zu gehen und den Menschen beim Reden zuzuhören.

Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Einige Leser bemängeln die Kürze des Romans und hätten sich mehr Tiefe bei den Nebencharakteren gewünscht. Auch die Erzählstruktur kann anfangs etwas verwirrend sein, da man oft den Überblick verliert, wer gerade spricht. Aber diese kleinen Schwächen werden durch die packende Handlung und die eindringliche Atmosphäre mehr als wettgemacht.

„Tannöd“ ist kein Buch für schwache Nerven. Die schonungslose Darstellung der Morde und die düsteren Einblicke in das Leben der Dorfbewohner lassen einen nicht kalt. Doch gerade das macht den Reiz dieses Romans aus. Wenn du also auf der Suche nach einem Krimi bist, der sich von den üblichen Mustern abhebt und dir einen kalten Schauer über den Rücken jagt, dann solltest du „Tannöd“ unbedingt lesen. Aber Vorsicht: Einmal angefangen, wirst du es nicht mehr aus der Hand legen können!

Veröffentlicht am 17.08.2024

Ein grausames Verbrechen erschüttert ein bayerisches Dorf

Tannöd
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Stell dir vor, du bist in der tiefsten bayerischen Einöde und plötzlich wird eine ganze Familie auf einem abgelegenen Bauernhof brutal ermordet. Klingt spannend? Dann ist „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel ...

Stell dir vor, du bist in der tiefsten bayerischen Einöde und plötzlich wird eine ganze Familie auf einem abgelegenen Bauernhof brutal ermordet. Klingt spannend? Dann ist „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel genau das richtige Buch für dich! Dieser Roman basiert auf einem realen Verbrechen und zieht dich von der ersten Seite an in seinen Bann.

Die Geschichte spielt nach dem Zweiten Weltkrieg und beginnt mit dem grausamen Mord an der Familie Danner und ihrer Magd auf einem einsam gelegenen Hof. Die Dorfgemeinschaft ist schockiert, und die Ermittlungen decken nach und nach dunkle Geheimnisse und die verkrusteten Strukturen des Dorflebens auf. Was dieses Buch besonders macht, ist die ungewöhnliche Erzählweise: Schenkel lässt verschiedene Dorfbewohner zu Wort kommen und erzählt die Geschichte in Form von Interviews und Zeugenaussagen. Diese Technik verleiht dem Roman eine beeindruckende Authentizität und bringt die Charaktere und ihre Geschichten zum Leben.

Du wirst schnell merken, dass du das Buch nicht aus der Hand legen kannst, obwohl es kein typischer Krimi mit einem klassischen Spannungsbogen ist. Stattdessen erfährst du in kleinen Häppchen immer mehr über das Verbrechen und die düsteren Seiten der Dorfbewohner. Der Schreibstil ist prägnant und die Kapitel sind kurz, was den Lesefluss angenehm macht.

Ein Highlight des Buches ist die tiefgehende Charakterzeichnung. Die Dorfbewohner wirken sehr real und ihre Aussagen offenbaren ein komplexes Geflecht aus Neid, Missgunst und alten Fehden. Besonders faszinierend ist, wie die Autorin es schafft, die Atmosphäre der ländlichen Einöde und das Misstrauen innerhalb der Gemeinschaft einzufangen. Du wirst das Gefühl haben, selbst durch die staubigen Straßen des Dorfes zu gehen und den Menschen beim Reden zuzuhören.

Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Einige Leser bemängeln die Kürze des Romans und hätten sich mehr Tiefe bei den Nebencharakteren gewünscht. Auch die Erzählstruktur kann anfangs etwas verwirrend sein, da man oft den Überblick verliert, wer gerade spricht. Aber diese kleinen Schwächen werden durch die packende Handlung und die eindringliche Atmosphäre mehr als wettgemacht.

„Tannöd“ ist kein Buch für schwache Nerven. Die schonungslose Darstellung der Morde und die düsteren Einblicke in das Leben der Dorfbewohner lassen einen nicht kalt. Doch gerade das macht den Reiz dieses Romans aus. Wenn du also auf der Suche nach einem Krimi bist, der sich von den üblichen Mustern abhebt und dir einen kalten Schauer über den Rücken jagt, dann solltest du „Tannöd“ unbedingt lesen. Aber Vorsicht: Einmal angefangen, wirst du es nicht mehr aus der Hand legen können!

Veröffentlicht am 02.08.2024

Düster, spannend und packend

Die fünfte Frau
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Du liebst Krimis, die dich so fesseln, dass du das Buch kaum aus der Hand legen kannst? Dann schnall dich an, denn „Die fünfte Frau“ von Henning Mankell wird dich auf eine mörderische Achterbahnfahrt mitnehmen! ...

Du liebst Krimis, die dich so fesseln, dass du das Buch kaum aus der Hand legen kannst? Dann schnall dich an, denn „Die fünfte Frau“ von Henning Mankell wird dich auf eine mörderische Achterbahnfahrt mitnehmen! Dieser Wallander-Roman hat es in sich und lässt auch die erfahrensten Polizisten und Leser schaudern.

Der erfahrene Kommissar Kurt Wallander steht vor einer brutalen Mordserie, die selbst ihm kalte Schauer über den Rücken jagt. Ein alter Mann wird in einer Pfahlgrube aufgespießt, ein anderer halb nackt an einen Baum gebunden und erwürgt, und ein dritter Mann in einem sackbeschwerten Sack in einem See ertränkt. Die Opfer erscheinen zunächst als unbescholtene Bürger, doch bei näherer Betrachtung offenbart sich, dass sie grausame Misshandlungen an Frauen verübt haben. Wallander muss schnell handeln, um weitere Verbrechen zu verhindern, denn der Täter hat es offensichtlich auf Männer abgesehen, die Frauen missbraucht haben.

Henning Mankell schafft es wieder einmal, einen unglaublich spannenden Krimi zu schreiben, der sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzt. Die Fälle, die Wallander und sein Team lösen müssen, sind nicht nur komplex und brutal, sondern werfen auch wichtige moralische Fragen auf. Was bedeutet Gerechtigkeit? Und wie weit darf man gehen, um sie durchzusetzen? Mankell gelingt es, die Spannung durch das ganze Buch aufrechtzuerhalten. Auch wenn sich die Ermittlungen manchmal in die Länge ziehen, bleibt die Geschichte packend. Besonders beeindruckend ist, wie Mankell die Gedankenwelt des Täters einfließen lässt und so ein tiefes psychologisches Profil zeichnet.

Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig. Wallander selbst ist ein sympathischer und engagierter Ermittler, der nicht nur mit den Herausforderungen seines Jobs kämpft, sondern auch mit persönlichen Problemen. Seine Beziehung zu seiner Tochter wird in diesem Buch intensiv beleuchtet und gibt der Geschichte eine zusätzliche emotionale Tiefe. Humor? Ja, auch den gibt es, wenn auch in einer sehr subtilen Form. Wallanders trockener Humor und seine oft mürrische Art bringen den Leser immer wieder zum Schmunzeln, selbst in den düstersten Momenten. Zum Beispiel, wenn er sich mal wieder über den endlosen Kaffeekonsum seiner Kollegen aufregt oder wenn er versucht, seine Beziehung zu seiner Tochter zu verbessern – mit typisch wallanderschem Unbehagen.

„Die fünfte Frau“ ist ein Muss für alle Krimi-Fans und besonders für diejenigen, die Henning Mankells Wallander-Reihe lieben. Der Roman ist spannend, tiefgründig und emotional fesselnd. Mankells Fähigkeit, komplexe Charaktere und gesellschaftliche Themen zu verweben, macht dieses Buch zu einem herausragenden Thriller. Pack dir also einen starken Kaffee und mach dich bereit für eine spannende und nachdenkliche Lektüre – und vergiss nicht, ab und zu tief durchzuatmen!

Veröffentlicht am 02.08.2024

Düster, spannend und packend

Die fünfte Frau
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Du liebst Krimis, die dich so fesseln, dass du das Buch kaum aus der Hand legen kannst? Dann schnall dich an, denn „Die fünfte Frau“ von Henning Mankell wird dich auf eine mörderische Achterbahnfahrt mitnehmen! ...

Du liebst Krimis, die dich so fesseln, dass du das Buch kaum aus der Hand legen kannst? Dann schnall dich an, denn „Die fünfte Frau“ von Henning Mankell wird dich auf eine mörderische Achterbahnfahrt mitnehmen! Dieser Wallander-Roman hat es in sich und lässt auch die erfahrensten Polizisten und Leser schaudern.

Der erfahrene Kommissar Kurt Wallander steht vor einer brutalen Mordserie, die selbst ihm kalte Schauer über den Rücken jagt. Ein alter Mann wird in einer Pfahlgrube aufgespießt, ein anderer halb nackt an einen Baum gebunden und erwürgt, und ein dritter Mann in einem sackbeschwerten Sack in einem See ertränkt. Die Opfer erscheinen zunächst als unbescholtene Bürger, doch bei näherer Betrachtung offenbart sich, dass sie grausame Misshandlungen an Frauen verübt haben. Wallander muss schnell handeln, um weitere Verbrechen zu verhindern, denn der Täter hat es offensichtlich auf Männer abgesehen, die Frauen missbraucht haben.

Henning Mankell schafft es wieder einmal, einen unglaublich spannenden Krimi zu schreiben, der sich mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzt. Die Fälle, die Wallander und sein Team lösen müssen, sind nicht nur komplex und brutal, sondern werfen auch wichtige moralische Fragen auf. Was bedeutet Gerechtigkeit? Und wie weit darf man gehen, um sie durchzusetzen? Mankell gelingt es, die Spannung durch das ganze Buch aufrechtzuerhalten. Auch wenn sich die Ermittlungen manchmal in die Länge ziehen, bleibt die Geschichte packend. Besonders beeindruckend ist, wie Mankell die Gedankenwelt des Täters einfließen lässt und so ein tiefes psychologisches Profil zeichnet.

Die Charaktere sind lebendig und vielschichtig. Wallander selbst ist ein sympathischer und engagierter Ermittler, der nicht nur mit den Herausforderungen seines Jobs kämpft, sondern auch mit persönlichen Problemen. Seine Beziehung zu seiner Tochter wird in diesem Buch intensiv beleuchtet und gibt der Geschichte eine zusätzliche emotionale Tiefe. Humor? Ja, auch den gibt es, wenn auch in einer sehr subtilen Form. Wallanders trockener Humor und seine oft mürrische Art bringen den Leser immer wieder zum Schmunzeln, selbst in den düstersten Momenten. Zum Beispiel, wenn er sich mal wieder über den endlosen Kaffeekonsum seiner Kollegen aufregt oder wenn er versucht, seine Beziehung zu seiner Tochter zu verbessern – mit typisch wallanderschem Unbehagen.

„Die fünfte Frau“ ist ein Muss für alle Krimi-Fans und besonders für diejenigen, die Henning Mankells Wallander-Reihe lieben. Der Roman ist spannend, tiefgründig und emotional fesselnd. Mankells Fähigkeit, komplexe Charaktere und gesellschaftliche Themen zu verweben, macht dieses Buch zu einem herausragenden Thriller. Pack dir also einen starken Kaffee und mach dich bereit für eine spannende und nachdenkliche Lektüre – und vergiss nicht, ab und zu tief durchzuatmen!

Veröffentlicht am 02.08.2024

Lustig, spannend und voller Lokalkolorit

ReeperWahn
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Wenn du mal wieder Lust auf eine richtig schräge und urkomische Geschichte hast, dann schnapp dir „Reeperwahn“ von Steffi von Wolff. Dieses Buch ist ein wilder Ritt durch das Leben von fünf Frauen, die ...

Wenn du mal wieder Lust auf eine richtig schräge und urkomische Geschichte hast, dann schnapp dir „Reeperwahn“ von Steffi von Wolff. Dieses Buch ist ein wilder Ritt durch das Leben von fünf Frauen, die in der Redaktion des berühmt-berüchtigten Kiez-Reports arbeiten. Mach dich bereit für eine Achterbahnfahrt voller absurder Situationen, schwarzem Humor und verrückten Charakteren!

Gerlinde, Peggy, Heidi, Liesel und Brigitte sind die Heldinnen dieser Geschichte. Sie arbeiten für den cholerischen Chefredakteur Herbert, der ihnen täglich das Leben zur Hölle macht. Und als ob das nicht genug wäre, läuft auch privat alles schief – die Männer sind einfach eine Katastrophe! Doch die Mädels haben genug. Sie beschließen, Herbert umzubringen. Ja, du hast richtig gelesen – Mord! Aber keine Sorge, das Ganze wird so humorvoll und absurd erzählt, dass du dich vor Lachen nicht mehr einkriegst.

Schon die Charaktere allein sind ein Highlight. Da ist Gerlinde, die ein Krokodil als Haustier hält – kein Witz! – und sich mit einem Nachbarn herumschlagen muss, der durch ihre Wohnung klettert, weil seine Wohnung keine richtige Tür hat. Peggy, die sich für ihren untreuen Mann abgehungert hat und jetzt seine neue Flamme ertragen muss. Heidi, die immer mit Weisheiten glänzen will, aber ständig ins Fettnäpfchen tritt. Und Liesel, die ihren eigenen Mann auf einem Foto in eindeutiger Pose mit einer Nutte erkennt. Klingt schon chaotisch genug? Warte ab, bis die Mädels anfangen, Mordpläne zu schmieden!

Der Humor in „Reeperwahn“ ist so trocken wie ein Martini in einer Hamburger Bar. Steffi von Wolff schafft es, die absurden Situationen und skurrilen Charaktere so lebendig und bildhaft zu beschreiben, dass du das Gefühl hast, mitten im Geschehen zu sein. Besonders gefallen hat mir, wie sie den absurden Alltag dieser fünf Frauen darstellt, die trotz aller Widrigkeiten zusammenhalten und sich gegenseitig unterstützen. Es ist ein bisschen wie „Sex and the City“, aber mit mehr Mord und weniger Manolos.

Natürlich ist die Geschichte völlig überzogen und unrealistisch, aber genau das macht den Charme dieses Buches aus. Manchmal braucht man einfach eine Auszeit vom Alltag und will sich bei einer verrückten Geschichte kaputtlachen. Und genau das bietet dir „Reeperwahn“. Die Dialoge sind scharf, die Szenenwechsel rasant, und die Situationskomik ist einfach herrlich.

Falls du auf der Suche nach einem tiefgründigen literarischen Werk bist, dann ist dieses Buch wahrscheinlich nicht das Richtige für dich. Aber wenn du Lust auf eine schräge, humorvolle und unterhaltsame Geschichte hast, die dich den ganzen Alltagsstress vergessen lässt, dann solltest du „Reeperwahn“ unbedingt lesen. Es ist wie ein Kurzurlaub in die Welt des Wahnsinns, und du wirst es nicht bereuen.

Also schnapp dir dieses Buch, mach es dir bequem und genieße die süßesten Seiten des Sommers – mit einem großen Lachen im Gesicht!

Fazit: „Reeperwahn“ ist ein herrlich schräger Roman, der mit absurden Situationen, skurrilen Charakteren und viel schwarzem Humor überzeugt. Perfekt für alle, die sich mal wieder richtig kaputtlachen wollen. Ein Muss für Fans von Steffi von Wolff und alle, die gerne über die verrückten Seiten des Lebens lesen!