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Veröffentlicht am 18.05.2025

Wo Reichtum, Macht und Status alles bestimmen.

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Zusammenfassung/Klappentext:
Ruby Bell arbeitet hart für ihr Ziel, in Oxford zu studieren. An der Maxton Hall, einer Privatschule voller reicher und arroganter Schüler, versucht sie möglichst unauffällig ...

Zusammenfassung/Klappentext:
Ruby Bell arbeitet hart für ihr Ziel, in Oxford zu studieren. An der Maxton Hall, einer Privatschule voller reicher und arroganter Schüler, versucht sie möglichst unauffällig zu bleiben und sich aus allem herauszuhalten. Doch ihr ruhiges Leben gerät aus den Fugen, als sie zufällig ein Geheimnis über Lydia Beaufort entdeckt – und damit die Aufmerksamkeit, von deren Bruder James Beaufort auf sich zieht.

James will um jeden Preis verhindern, dass Ruby das Geheimnis ausplaudert, und versucht, sie mit Geld zum Schweigen zu bringen. Doch Ruby denkt gar nicht daran, sich kaufen zu lassen und sie möchte nichts mit den Geheimnissen zu tun haben. Widerwillig kreuzen sich ihre Wege immer wieder – und aus der Feindschaft wächst eine unerwartete Anziehung. Doch ihre Welten könnten nicht unterschiedlicher sein, und je näher sie sich kommen, desto mehr steht für beide auf dem Spiel.

Meinung:
Mitten in der glitzernden, aber gnadenlosen Welt der Elite-Schüler von Maxton Hall – wo Reichtum, Macht und Status alles bestimmen – steckt die bodenständige Ruby Bell. Dank eines Stipendiums hat sie einen Platz an der Privatschule ergattert, möchte aber möglichst wenig mit ihren versnobten Mitschülern zu tun haben. Obwohl der Fokus auf der Liebesgeschichte liegt, greift der Roman auch tiefere Themen wie familiären Druck, gesellschaftliche Unterschiede und Zukunftsängste auf, was der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht. Dennoch bleibt die Handlung vorhersehbar und endet mit einem dramatischen, aber wenig überraschenden Cliffhanger.

Ruby ist eine starke Protagonistin, die sich nicht einschüchtern lässt und selbst dem einflussreichen und arroganten James die Stirn bietet. Sie ist klug, ehrgeizig und bodenständig. James hingegen verkörpert das klassische Bild des reichen, verwöhnten Bad Boys, der gerne Partys feiert und das Leben nicht allzu ernst nimmt – doch hinter seiner Fassade steckt mehr, als es zunächst scheint. Das "reicher Bad Boy trifft auf bodenständiges Mädchen"-Prinzip ist sicherlich nicht neu und voller Klischees, aber Mona Kasten schafft es dennoch, die Geschichte frisch und spannend zu halten.

Die Dynamik zwischen Ruby und James ist geprägt von hitzigen Wortgefechten, Konflikten, Annäherungen und Rückschlägen, wodurch ihre Beziehung authentisch wirkt. Allerdings ziehen sich einige Spannungen und Missverständnisse unnötig in die Länge und wiederholen sich, was stellenweise etwas ermüdend war.

Der Schreibstil ist locker, leicht und flüssig, sodass man mühelos durch die Seiten fliegt.

Fazit:
Die Mischung aus Liebesgeschichte, familiärem Druck und gesellschaftlichen Unterschieden sorgt für eine spannende Handlung, auch wenn sie von zahlreichen Klischees geprägt ist. Trotz vorhersehbarer Elemente und sich wiederholender Konflikte macht die Geschichte neugierig auf mehr.

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Veröffentlicht am 31.12.2024

Band 2 wird entscheiden, ob ich die Reihe weiterverfolge oder nicht.

The Serpent and the Wings of Night (Crowns of Nyaxia 1)
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Ich bin recht Zwiegespalten, was die Geschichte angeht. Ich hatte unglaublich mühe, in die Geschichte reinzukommen, weshalb ich schlussendlich aufs Hörbuch gewechselt habe – von da an ging es recht flott. ...

Ich bin recht Zwiegespalten, was die Geschichte angeht. Ich hatte unglaublich mühe, in die Geschichte reinzukommen, weshalb ich schlussendlich aufs Hörbuch gewechselt habe – von da an ging es recht flott. Aber ich beginne einfach mal von vorne.

Die ganze Storyline fand ich sehr interessant aber die Sache mit dem Kejari hat mich dann doch sehr schnell an die Tribute von Panem erinnert. Ich habe grundsätzlich keine Probleme damit, wenn Autoren sich Ideen von anderen Autoren holen, sofern daraus etwas ganz anders gemacht und mit eigenen Ideen angereichert wird. Das ist hier auch teilweise der Fall, denn wir treffen auf eine ganz eigene Art an Teilnehmern – allesamt Vampire mit verschiedenen Fähigkeiten. Soweit so gut aber dennoch sind einige Teile doch sehr stark an die Hungerspiele angelehnt. Bei Oraya hatte ich aber das Gefühl, dass man versucht hat sie zu sehr an Katniss zu orientieren und anhand ihres Charakters aufzubauen, aber das ist meiner Meinung nach etwas fehlgeschlagen. Dazu komme ich aber später. Was mir in hinsichtlich des Kejaris gefehlt hat, war die Sogwirkung und die Spannung. Die Spannung der Spiele, oder Prüfungen wie man das hier nennt, wurde hier immer wieder unterbrochen. Die Teilnehmer kehrten nach den Prüfungen in den Palast zurück, lebten dort miteinander, und kehrten danach wieder in die Spiele zurück. Gerade diese Unterbrechungen waren für mich enorm langatmig und teilweise auch langweilig. Zudem möchte ich folgendes betonen: Das Kejari hat keine Regeln, man konnte sich also auch ausserhalb der Spiele gegenseitig umbringen aber kaum einer hat das gewagt. Wenn man bedenkt, dass Oraya sich inmitten von blutrünstigen Vampiren befindet, ist es doch sehr unlogisch.

Das Ende an sich fand ich wiederum zu gehetzt. Es passiert unglaublich viel auf einmal und wird inert wenigen Seiten abgehandelt. Ich darf aber zugeben, dass ich das Ende, in diesem Ausmaß, nicht erwartet hätte. Schade, dass der interessanteste Charakter in den nächsten Bänden nicht mehr dabei sein wird.

Weiter hat mir auch die Tiefe bei den Charakteren aber auch innerhalb des Worldbuildings gefehlt. Wir bekommen hier mit Oraya eine Protagonistin, die zwar menschlich aber dafür beinahe übermächtig ist. Ihr gelingt es mehrmals und mit Leichtigkeit starke Vampire auszuschalten, die zum Teil noch übermächtige Fähigkeiten in sich tragen. Zudem liess mich das Gefühl nicht los, als wollte man hier eine zweite Katniss erschaffen aber mit einer ordentlichen Portion Naivität. Zudem wird sie immer wieder sehr stark verletzt, befindet sich am Rande des Todes und wird durch eine Wundermedizin wieder gerettet. Ach komm schon! Wo bleibt hier die Spannung? Man musste kein einziges Mal um sie bangen, da sie so oder so überlebt.

Von Raihn wissen wir so gut wie kaum etwas aber gerade genug, damit der Charakter interessant bleibt. Ich schätze, da werden wir in Band 2 noch mehr erfahren.

Die Lovestory zwischen Raihn und Oraya konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Für mich fühlte es sich wieder mal nach einer ganz klassischen toxischen Romanze an. Mächtiger manipulativer Vampir trifft auf ein törichtes Mädchen, weshalb sie plötzlich ihr ganzes bisheriges Leben und ihren eigenen Ziehvater hinterfragt.

Betreffend Worldbuilding, warf das Magiesystem bei mir einige Fragen auf. Warum auch immer haben einige Vampire weitere Fähigkeiten und andere nicht. Wieder andere verlieren plötzlich ihre Begabungen usw. Das Ganze ist mir noch etwas zu undurchsichtig. Auch die verschiedenen Vampirhäuser, Kriege und Nebencharaktere wurden nur oberflächlich behandelt und nicht weiter ausgeführt. Kurz und knapp: Viele Aspekte blieben schwammig und wurden nicht konkretisiert und das ist schade. Mehr Details oder Hintergrundinformationen hätten der Geschichte gutgetan.

Der Schreibstil finde ich hingegen wirklich sehr gut. Er war atmosphärisch, düster und teilweise auch wirklich bildgewaltig – Letzteres insbesondere während der Prüfungen. Auch die Kämpfe fand ich richtig toll beschrieben.

Fazit:
Ich habe zwar viel Kritik an dem Buch geübt aber das liegt wohl auch daran, dass meine Erwartungshaltung enorm hoch war.

Das Buch befindet sich meiner Meinung nach in einem soliden Durchschnitt. Es war nicht schlecht aber auch kein Highlight. Die Geschichte war durchaus spannend aber aufgrund der immer wieder aufkommenden Längen, ging mir beinahe die Puste aus. Auch das Worldbuilding und die Charaktere waren meiner Meinung nach nicht so ganz ausgereift. Ich gehe stark davon aus, dass wir im nächsten Band mehr Informationen bekommen und einige Fragen geklärt werden.

Schlussendlich wird jedoch Band 2 entscheiden, ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte oder nicht.

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Veröffentlicht am 21.09.2024

Ein etwas langatmiger Anfang aber dafür folgte gegen Ende der Geschichte deutlich mehr Spannung.

Iron Empire – Erwählt vom Licht der Wälder
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Ich hatte anfangs richtig mühe, in die Geschichte reinzukommen. Aber je weiter ich vorangekommen bin, desto interessanter und spannender wurde es. Schlussendlich konnte ich das Buch kaum mehr weglegen. ...

Ich hatte anfangs richtig mühe, in die Geschichte reinzukommen. Aber je weiter ich vorangekommen bin, desto interessanter und spannender wurde es. Schlussendlich konnte ich das Buch kaum mehr weglegen.

Alles in allem bot mir die Geschichte eine gute Unterhaltung, aber für meinen Geschmack ist hier das Worldbuilding etwas zu kurz gekommen. Wir wissen kaum etwas über die Welt, in der diese Geschichte spielt und wir wissen kaum etwas über die damalige Auseinandersetzung zwischen den Eijn und den Aldan. Weshalb wurden die Eijn aus der Geschichte der Aldan verbannt? Warum sollte niemand über sie Bescheid wissen? Ich hätte zudem noch gerne etwas mehr über die Zünfte und das Leben der Eijn erfahren aber das kam alles viel zu kurz. ABER ich muss sagen, dass mir die Idee einer waldverbundenen Gemeinschaft sehr gefallen hat. Die Eijn verehren den Wald, während das Volk der Aldan ihn als Rohmateriallieferanten sehen, ihn abholzen und dieser dafür mit höchstgiftigen Pilzsporen zurückschlägt. Durch die Abholzung bringen die Aldan die Welt in Gefahr und erkennen es nicht mal – trotz dieser eindeutigen Zeichen. Kommt uns wohl allen bekannt vor, oder? Ich sage dazu nur ein Wort: Regenwald.

Fast ein Drittel des Buches kämpften sich die beiden Protagonisten durch die Wispernden Wälder und trafen auf allerlei Wesen und Gefahren. Das war der Teil, welcher für mich nicht spannend genug war. Ich hätte mir hier mehr Details und eine bildhaftere Beschreibung gewünscht. Es war alles relativ oberflächlich gehalten und es wurde nur das Nötigste über die Wesen erzählt. Die Gefahren waren kaum da, waren sie auch schon wieder verschwunden. Die meiste Zeit über hat Kaes magischer Stein ihnen den Hintern gerettet. Ich hätte mir da etwas mehr Kreativität der Autorin gewünscht. Ich hätte gerne erlebt, wie Hunter und Kae den Gefahren eigenhändig entkommen wären.

Am interessantesten wurde es für mich, als die beiden das Eiserne Imperium erreichten. Von da an konnte ich das Buch kaum mehr aus den Händen legen. Kae trifft auf eine höchstmoderne Welt, die sie noch nie zuvor gesehen hat, und die Schilderung war für mich vollkommen authentisch. Obwohl sie nur ein einziges Ziel vor Augen hatte, findet sie sich plötzlich inmitten von Intrigen und Gefahren wieder und muss sich zu allem Übel auch noch mit Rassismus auseinandersetzen. Gut stehen ihr Hunter und seine beste Freundin bei.

Die Charaktergestaltung fand ich gut – ich mochte sowohl Kae als auch Hunter sehr gerne. Obwohl sie zwei völlig unterschiedliche Charaktere sind, scheinen sie gut zu harmonieren. Kae hat es mir zwischenzeitlich jedoch nicht leicht gemacht. Während des Aufenthalts bei den Eijin und der Durchquerung des Waldes war sie teilweise enorm zickig und abweisend, was manchmal echt anstrengend war. Zum Glück hat sich das mit der Ankunft im Eisernen Imperium gelegt.

Die sanfte aufkeimende Liebe zwischen Kae und Hunter gefiel mir richtig gut aber das ganze „Ich darf mich nicht in dich verlieben und du darfst dich nicht in mich verlieben“-Gehabe ging mir dann doch gehörig auf die Nerven. Es wurde immer und immer wieder durchgekaut.

Der Schreibstil an sich ist sehr einfach gehalten und flüssig zu lesen. Ideal für einen YA-Roman.

Fazit:
Obwohl mich das Buch anfangs nicht überzeugen konnte, wurde es gegen Ende ein Pageturner. Ich habe es mir darum nicht nehmen lassen und gleich den zweiten Band bestellt.

Ich bin gespannt, wie sich die Truppe schlagen wird.

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Eine weitere wunderschöne Ausgabe aus dem Hause MinaLima.

Peter Pan
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Auch dieses Buch habe ich nur gekauft, weil es eine MinaLima-Version ist und ich es als Sammlerstück in meinem Regal haben wollte. Die Buchseiten sind auch hier liebevoll gestaltet, beinhalten viele Illustrationen ...

Auch dieses Buch habe ich nur gekauft, weil es eine MinaLima-Version ist und ich es als Sammlerstück in meinem Regal haben wollte. Die Buchseiten sind auch hier liebevoll gestaltet, beinhalten viele Illustrationen und tolle detailreiche interaktive Extras. Kurzum: Es ist wunderschön aufgemacht.

Die Geschichte selber… Hm… Naja… Es ist seltsam und ich kann es nicht wirklich beschreiben, aaaber es ist bisher die einzige Geschichte meiner Kindheit, die mich nicht mehr abholen konnte.

Wobei, doch, eigentlich kann ich es sehr wohl beschreiben. Es sind die enorm veralteten Rollenbilder, die mich gestört haben. Mädchen und Frauen werden als einfältige Wesen dargestellt, die nur Hausfrau und Mutter sein können. Ja, die Geschichte ist natürlich sehr alt und früher waren nun mal andere Zeiten, was man dem Autor nicht verübeln kann und ich ihm auch nicht verübeln möchte. Aber es ist ja nicht nur das. In diesem Buch werden Kinder als herzlos beschrieben und das war mir dann doch etwas zu viel. Herzlos zu sein ist keine gute Eigenschaft – weder für Kinder noch für Erwachsene. Der Vater von Wendy und ihren Brüdern war einfach nur zum Fremdschämen peinlich. Er verhielt sich wie ein kleines trotziges Kind, richtig unangenehm.

Wie jedes andere Märchen ist auch diese Geschichte eher von brutaler Sorte. Hier werden Piraten und Indianer abgeschlachtet, als wäre es nichts. Mich persönlich stört das nicht aber jedes Elternteil sollte sich selber überlegen, ob man die Geschichte seinem Kind zum Lesen geben will oder nicht.

Fazit:
Das erste Buch meiner Kindheit, welches mein Erwachsenes-ich nicht mehr abholen konnte. Aber ich wollte die MinaLima-Ausgabe unbedingt als Sammlerstück in meiner kleinen Bibliothek haben.

Für die Aufmachung des Buches gibt es für mich klare 5 Sterne aber für den Inhalt gerade mal 2 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.10.2023

Am Anfang etwas langatmig aber gegen Ende ein Pageturner.

SORRY. Ich habe es nur für dich getan
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Die Geschichte spielt abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart, was mir hier sehr gut gefallen hat. Häppchenweise erfährt der Leser, was in der Beziehung zwischen Julian und Robyn vorgefallen ...

Die Geschichte spielt abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart, was mir hier sehr gut gefallen hat. Häppchenweise erfährt der Leser, was in der Beziehung zwischen Julian und Robyn vorgefallen ist. Dazu muss ich aber auch sagen, dass die vielen Wiederholungen und die immer selben Gedanken auch manchmal ermüdend waren.

Die Thematik der häuslichen Gewalt & des psychischen Missbrauchs wurde in diesem Buch zu oberflächlich dargestellt – zumindest meiner Meinung nach. Ehrlichgesagt mangelte es mir an Empathie für die Protagonistin und ich konnte ihr Verhalten und ihre Gedanken teilweise nicht nachvollziehen. Diese Worte fallen mir echt schwer zu schreiben, denn ich bin eigentlich ein sehr empathievoller Mensch und ich weiß, was eine toxische Beziehung mit einem Menschen macht… Das Problem lag meiner Meinung nach auch nicht an den Szenen, denn die wurden wirklich gut ausgearbeitet und waren echt heftig & schockierend. Meiner Meinung nach lag es an den Emotionen, da die Gefühle der Protagonistin viel zu simpel dargestellt wurden. Mir fehlten teilweise die starken Emotionen (Angst, Wut, Hass, Panik, etc.). Ich finde, die Thematik hätte besser ausgearbeitet werden können = etwas mehr "Show, don't tell.".

Die Charaktere wurden gut genug ausgearbeitet aber ich hätte manchmal gerne mehr von ihnen erfahren – insbesondere auch von Julian. Aber ich kann auch verstehen, dass die Autorin Julian nicht noch mehr Tiefe gegeben hat. Er wirkte so aalglatt, als könnte er wirklich kein Wässerchen trüben, daher hat es wirklich gut gepasst. Zu Robyns Familie habe ich Folgendes zu sagen: Hast du so eine Familie, dann brauchst du keine Feinde mehr.

Trotz der obengenannten Kritik und obwohl die Handlung zwischendurch dahinplätscherte, hatte das Buch auch seine spannenden Momente und mutierte zeitweise zum echten Pageturner. Besonders gegen Ende wurde es zunehmend spannender und es ging Schlag auf Schlag. Etwas Schade finde ich, dass viele Fragen zum Schluss offengeblieben sind.

Der Schreibstil an sich war flüssig & angenehm und das Buch punktet mit kurzen & knackigen Kapiteln.

Fazit/Empfehlung:
Insgesamt wurde ich gut unterhalten – sofern man dies bei einem solchen Buch, welches häusliche Gewalt zum Thema hat, sagen kann… Es ist ein heftiges Thema aber in diesem Buch fehlte mir die Tiefe und die starken verwirrenden Emotionen.

Nichtsdestotrotz hatte das Buch einige spannende Momente und war für mich, auch dank der kurzen & knackigen Kapitel, ein wahrer Pageturner – besonders gegen Ende.

Ich kann das Buch daher durchaus weiterempfehlen.

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