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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.08.2024

guter erster Teil

Skyhunter – A Silent Fall
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Skyhunter war mein erstes Buch von Marie Lu. Es handelt sich um eine Mischung aus Jugendfantasy und Dystophie. Das Cover ist wirklich sehr ansprechend und lässt sicher einige im Laden aufmerksam werden. ...

Skyhunter war mein erstes Buch von Marie Lu. Es handelt sich um eine Mischung aus Jugendfantasy und Dystophie. Das Cover ist wirklich sehr ansprechend und lässt sicher einige im Laden aufmerksam werden.

Talin ist eine junge Kriegerin, die ihre Heimat mit allen Mitteln gegen die Förderation verteidigen will. Anfangs ist die Übermacht des Feindes erdrückend und Talins Kampf scheint aussichtslos. Als sie den Kriegsgefangenen Red vor der Hinrichtung bewahrt, scheint sich das Blatt zu wenden. Denn Red hat ein Geheimnis und Talin spürt, dass sie eine seltsame Verbindung haben. Und vielleicht können sie gemeinsam den Krieg doch noch zu ihren Gunsten wenden.

Man wird sofort in die Story hineinkatapultiert und die Autorin treibt den Plot mit hohem Tempo voran. An der ein oder anderen Stelle hätte sie gern etwas innehalten und den Protagonisten mehr Raum für ihre Entwicklungen geben können. Dennoch hat es Spaß gemacht, das Buch durch zu suchten. Ich freu mich auf die Fortsetzung.

Veröffentlicht am 05.08.2024

empfehlenswert

Und dahinter das Meer
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Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg mal anders. Hier ist es eine 11jährige Engländerin, die von den Eltern 1940 ins weit entfernte Amerika nach Boston geschickt wird, damit sie dort ohne Bedrohung ...

Kinderlandverschickung im Zweiten Weltkrieg mal anders. Hier ist es eine 11jährige Engländerin, die von den Eltern 1940 ins weit entfernte Amerika nach Boston geschickt wird, damit sie dort ohne Bedrohung für Leib und Leben aufwachsen kann, während in Europa der Krieg tobt. Fünf Jahre muss Beatrix in der Fremde ausharren. Und natürlich ist es bald keine Fremde mehr. Die Gastfamilie mit den zwei Söhnen nimmt sie herzlich auf und vor allem die Pflegemutter wird zu einer Vertrauten, die sie lieb gewinnt. Die Rückkehr nach England fällt dem Mädchen dann auch schwer. Ihr Leben lang wird sie der Pflegefamilie verbunden bleiben.

Der Fokus dieser Geschichte liegt auf den Gefühlen und emotionalen Verbindungen der einzelnen Personen. Sowohl Beatrix als auch die Mitglieder beider Familien kommen zu Wort. Ein klarer und unaufgeregter Erzählstil und ein paar Zeitsprünge setzen den Rahmen der Handlung. Empfehlenswert.

Veröffentlicht am 25.07.2024

solide

Aspergers Schüler
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Ein Buch, dass es in sich hat. Aber das war mir vorher schon klar. Erzählt wird die reale Geschichte der UniKlinik Wien, in der zu Nazizeiten der Kinderarzt Dr. Hans Asperger lehrte und arbeitete. Als ...

Ein Buch, dass es in sich hat. Aber das war mir vorher schon klar. Erzählt wird die reale Geschichte der UniKlinik Wien, in der zu Nazizeiten der Kinderarzt Dr. Hans Asperger lehrte und arbeitete. Als erster berichtete er dezidiert über autistische Fälle und definierte ein Syndrom, dass nach ihm Asperger benannt wurde. Anders als viele seiner Kollegen - und Patienten - floh er nicht vor dem deutschen Regime, obwohl es bald Gesetze und Verordnungen gab, die das Leben psychisch Kranker bedrohte und die bar jeder Menschlichkeit waren.

Im Mittelpunkt steht der der kleine Erich, den die Krankenschwester Viktorine zu schützen versucht.

Der Erzählstil ist sehr knapp und klar gehalten. Vor allem die kindliche Psyche der Kranken kommt daher gut rüber. Die zweite Zeitebene hätte ich nicht gebraucht. Solider Roman über einen umstrittenen Arzt.

Veröffentlicht am 22.07.2024

schöner Lesestoff

Bis zum Horizont und weiter
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Der Gerth-Verlag legt in seinen Büchern wert auf eine religiös gefestigte Sichtweise. Davon muss man sich aber gar nicht abschrecken lassen, denn gerade bei historischen Romanen passt das oft gut in das ...

Der Gerth-Verlag legt in seinen Büchern wert auf eine religiös gefestigte Sichtweise. Davon muss man sich aber gar nicht abschrecken lassen, denn gerade bei historischen Romanen passt das oft gut in das damalige Weltbild. Dieses Buch hier spielt Anfang des 20.ten Jahrhunderts und die Heldin ist eine Frau, die mit ihrem Wunsch Journalistin zu werden, durchaus modern wirkt. Die Liebe zu einem Piloten und dessen Intention, den Ärmelkanal zu überfliegen, spielen eine große Rolle im Buch und sind spannend zu lesen. Ich mochte den warmen und empathischen Erzählstil und die Art, wie die Menschen damals wohl dachten und was ihnen wichtig war, kommt gut bei mir an. Sicher nicht mein letztes Buch dieser Autorin.

Veröffentlicht am 22.07.2024

schöne Fortsetzung

Eifelfrauen: Der Ruf der Nachtigall
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Im zweiten Band über die Eifelfrauen geht es vor allem um die beiden Töchter Mia und Klara. Die eine findet ihre Berufung schnell in der klassischen Musik und wird am Ende eine gefeierte Sängerin an der ...

Im zweiten Band über die Eifelfrauen geht es vor allem um die beiden Töchter Mia und Klara. Die eine findet ihre Berufung schnell in der klassischen Musik und wird am Ende eine gefeierte Sängerin an der Oper, die andere sucht in der Tabakfabrik ihrer Familie nach Erfüllung und lernt dabei auch den Mann fürs Leben kennen. Alle Familienmitglieder haben noch jahrelang mit den Folgen des Krieges zu kämpfen aber man spürt, dass es langsam aber stetig voran geht. Mit Deutschland, mit dem Frieden, mit den Frauen. Es herrscht so ein schöner Gleichklang, eine Harmonie in der Geschichte. Das hat mir schon im ersten Band gut gefallen. Die Eifel ist hier nicht mehr der alleinige Hauptschauplatz sondern auch die Welt der Bühne. Die Autorin streut viele Liedtexte ein, um dem Leser durch den Klang der Worte auch ein wenig die Klangwelt der Musik näher zu bringen.



Der Reifeprozess der Frauen und die Entwicklung der Familiengeschichte sind nachvollziehbar und winden sich wie ein Band durch die Geschichte. Liebe, Familie, Musik und Heimat sind die starken Elemente des Buches, die dem Leser ein warmes und heimeliges Lesegefühl bereiten. Schön, dass wir diese Familiengeschichte so erzählt bekommen haben.:)