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Veröffentlicht am 17.10.2024

Hab keine Angst vor den Stürmen des Lebens

Das Mädchen und die Lehre vom Fluss
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Das Cover, auch der Titel ist passend und stimmig zum Cover. Allerdings finde ich die Schriftart des Titels und die dicke Umrandung der Buchstaben nicht ganz ansprechend. Eine schlichte Font ohne Rand ...

Das Cover, auch der Titel ist passend und stimmig zum Cover. Allerdings finde ich die Schriftart des Titels und die dicke Umrandung der Buchstaben nicht ganz ansprechend. Eine schlichte Font ohne Rand hätte ich schöner gefunden. Die Tuschezeichnung bekäme so mehr Gewichtung und es wäre harmonischer. Ansonsten gefällt mir Konzept und Farbgebung.

Inhaltlich ist es eine sehr schöne Geschichte, gespickt mit buddhistischen Weisheiten. Man begleitet ein namenloses Mädchen auf der Suche nach ihrem Großvater, der ihr ein Mentor war. Auf ihrer Reise lernt sie selbst mehr über sich und begreift die Lektionen ihres Großvaters durch eigene Erfahrungen und Begegnungen.

"Ich werde im Regen einen Sonnenschirm ausspannen, dachte sie..." (Kapitel 13, S.98). Dieser Satz fasst kurz und knapp zusammen, was das Buch mitgeben möchte. Schlechte Erfahrungen gehören zum Leben, doch man muss lernen durch sie hindurchzutreten. Am Ende ist alles eine Lektion. Gute Erlebnisse sind schön, aber sie formen den Charakter nicht. Es erinnert an Bücher von James Norbury und Charlie Mackesy, beziehungsweise steht diesen in nichts nach.

Da es viele schöne Zitate im Buch gibt, hier eine kleine Auswahl:

"Es gab genug positive Beispiele, dass die guten Kräfte im Leben stärker sind und man seine Dämonen besiegen kann (...)" (S.116)

"Gefühle kommen und gehen, wie die Wolken am Himmel. Du kannst sie vorbei ziehen lassen oder sie festhalten. Klug ist, nicht zu lange bei einem Gefühl zu verweilen, besonders wenn es Schaden anrichtet" (S.129)

"Wandelbar musste sie sein, damit sie den Schwierigkeiten des Lebens gerecht werden konnte. Beweglich musste sie sein, damit sie sich stets den Hindernissen anpassen oder ausreichen konnte. Offen musste sie sein, damit sie neue Lösungen sehen konnte, falls sie einmal nicht mehr weiter wusste." (S.155)

"Jetzt verstehe ich (...), dies muss man erfahren haben, um Kenntnis zu erlangen." (S.177)

Allgemein gefällt mir das Layout im Inneren, die Qualität der Zeichnungen schwankt. Ich finde tatsächlich, dass es dem Buch dadurch einen gewissen Charme gibt. Das ist allerdings Geschmackssache. Es wirkt so als hätte man ein Buch von einer Freundin oder einem Freund in der Hand. Es hat etwas perfekt unperfektes. Auch die Wahl der kaligrafischen Schrift gefällt mir. So hat man beim Lesen ein wenig das Gefühl etwas handgeschriebenes in der Hand zu haben. Das passt einfach wunderschön zu der Geschichte.

Ein Buch wie eine warme, kuschelige Decke. Schön abends mit Kerzenlicht ist es besonders schön in diese Welt einzutauchen.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Liebevolle Gestaltung

Kuscheln
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Das Cover hat eine ganz besondere Haptik. Es ist nicht nur ein Koala mit seinem Kind abgebildet, es sind auch flauschige Fellelemente untegriert. Diese sind überraschend weich und samtig. Das ...

Das Cover hat eine ganz besondere Haptik. Es ist nicht nur ein Koala mit seinem Kind abgebildet, es sind auch flauschige Fellelemente untegriert. Diese sind überraschend weich und samtig. Das ist bei manchen Fühlbüchern nicht immer gegeben. Auch sonst finde ich den Titel passend. Er ist präzise und man hat sofort einen Eindruck inwiefern sich das Buch von anderen Tierbüchern unterscheidet. Der Titel ist damit gleichzeitig der Universal Selling Point. Ich wüsste zumindest nicht von einem Kinder-Sachbuch, in dem es um das Kuscheln in der Tierwelt gibt.

Jedem Tier werden 2 Doppelseiten gewidmet. Darunter Löwen, Urang-Utans, Erdmännchen, Kaiserpinguine, Koalas, Wildbienen, Elefanten, Vögel und Hausrinder. Zum Ende gibt es noch eine Doppelseite über weitere Tiere, die nicht so ausführlich beschrieben werden und eine Seite für die eigene (menschliche) Familie.

Die Illustrationen sind ein absolutes Highlight. Daran kann man sich kaum satt sehen. So wunderschön und detailreich, sodass man sich lange auf einer Seite aufhalten kann. Die Texte sind ebenfalls ausführlich und ansprechend. Allerdings muss ich hier anmerken, dass es definitiv eher etwas für sehr wissbegierige Kinder ist, die sich ausführlicher mit einem Buch beschäftigen können. Ansonsten macht es dem Buch keinen Abbruch nur den Text der jeweils ersten Doppelseiten zu lesen und sonst mehr über die Bilder zu reden. Irgendwann wächst das Interesse für die anderen Texte vielleicht von ganz alleine.

Ein wunderschönes und informatives Buch für wissbegierige kleine (Vor-)Leseratten.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Süß

Meck und Schneck. Spaß hat, wer trotzdem lacht
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Das Cover ist schon sehr niedlich und weckt Neugier. Die Figuren sind wunderschön gezeichnet und auch der Titel ist passend gewählt.

Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht. Es ist leicht ...

Das Cover ist schon sehr niedlich und weckt Neugier. Die Figuren sind wunderschön gezeichnet und auch der Titel ist passend gewählt.

Der Schreibstil ist einfach und kindgerecht. Es ist leicht verständlich und vermittelt viele wichtige tolle Werte. Vor allem zeigt es auch, dass ein kleines Tier wie eine einfache Schnecke den Mut aufbringen kann in ein Abenteuer zu ziehen. Gerade auch etwas wo sich kleine Kinder abgeholt fühlen. Sind sie nicht alle auch noch kleine Schnecken, die lernen müssen sich mutig der Welt zu stellen? Die Illustrationen sind einfach wunderschön. Nicht zu aufdringlich und noch immer bunt genug. Ich finde es immer schön, wenn Kinderbücher nicht zu viele Knallfarben haben. Das ist angenehmer anzuschauen und wirkt allgemein beruhigender. Bei einem Buch finde ich das sehr essenziell. Volle Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 11.08.2024

Nostalgie

Idefix und die Unbeugsamen - Der große Taubenschlag
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Das Cover ist super gelungen. Der neue 3D-Stil ist noch immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber es wurde schön umgesetzt.

Die Asterix-Geschichten sind mittlerweile einige Jahrzehnte alt und irgendwie ...

Das Cover ist super gelungen. Der neue 3D-Stil ist noch immer etwas gewöhnungsbedürftig, aber es wurde schön umgesetzt.

Die Asterix-Geschichten sind mittlerweile einige Jahrzehnte alt und irgendwie immer noch zeitlos. Ich hatte mich tatsächlich zuletzt als Kind mit Idefix und co. beschäftigt, sodass es schön war darin eine ganze Weile später wieder zu versinken. Es kommen beim Lesen sofort Erinnerungen an die alten Verfilmungen hoch und trotzdem ist es eine ganz eigene neue Geschichte. Es hat Spaß gemacht einen Tag lang in die wohlbehütete Kinderwelt abzutauchen und alle Sorgen und das Chaos der Realität für einen Augenblick zu vergessen. Vielleicht wird es nicht die letzte Ausgabe und ich werde mich umsehen, ob ich noch eine schöne Geschichte zum Lesen finde. Vielleicht auch andere alte Serien zu denen es Comics gibt.

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Veröffentlicht am 06.08.2024

Sehr wichtig

Im Nordwind
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Das Cover ist schlicht. Man sieht vorne nur eine Frau in einem blauen Kleid, die sich verloren in Hamburg umsieht. Normalerweise mag ich Romane mit realen Menschen auf dem Cover nicht besonders, ...

Das Cover ist schlicht. Man sieht vorne nur eine Frau in einem blauen Kleid, die sich verloren in Hamburg umsieht. Normalerweise mag ich Romane mit realen Menschen auf dem Cover nicht besonders, aber hier passt es ganz gut um die Stimmung der Geschichte einzufangen. Alice ist verloren.

Die Geschichte ist sehr aufwühlend, obgleich nicht viele überraschende Wendungen passieren. Es zeigt das Leben von Frauen und verarmten Arbeitern im Jahr 1913. In Rückblenden geht es zeitlich nochmal um ein paar Jahre zurück. Der Fokus liegt auf Alice, die den Rechtsanwalt John aufsucht, um ihr zu helfen aus ihrer gewaltsamen Ehe zu fliehen. Dabei kämpft sie unerbittlich um das Sorgerecht ihrer Tochter. Ihr Mann Hank ist Alkoholiker, spielsüchtig und schlägt Alice bei jeder Möglichkeit, bringt sie fast um. Es ist erschreckend zu lesen wie die Rechte der Frauen unter den Tisch gekehrt worden sind und Gewalt bis zu einem gewissen Maße in der Ehe sogar geduldet wurde. Allerdings nur von Seiten des Mannes! Ähnliche Verstöße von Frauen wiederum wurden gesetzlich anders gesehen.

Es hat sich in den über 100 Jahren, die seither vergangen sind doch einiges getan. Bei Häuslicher Gewalt im Bezug aufs Sorgerecht besteht allerdings selbst heute noch handlungsbedarf. Auch heute wird gewalttätigen Männern ein Umgangsrecht mit ihrem Kind erteilt, auch wenn die Frau darunter leidet dadurch ihren Ex immer wieder sehen zu müssen. Würde ich kein reales Beispiel kennen, würde ich es kaum glauben.

Ein absolut gutes und wichtiges Buch. Vielleicht versteht man so ein bisschen warum auch heute noch einiges schief läuft. So lange ist es nicht her, bedenkt man wie lange die Erde existiert.

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