Typischer McFadden Roman
Die Ehefrau – Was hat sie zu verbergen?Ich habe bisher ja schon einige Bücher der Autorin gelesen und gehe deswegen immer mit einer gewissen Skepsis allen Charakteren gegenüber ins Buch. Denn wer Freida McFadden kennt, weiß dass sie gerne falsche ...
Ich habe bisher ja schon einige Bücher der Autorin gelesen und gehe deswegen immer mit einer gewissen Skepsis allen Charakteren gegenüber ins Buch. Denn wer Freida McFadden kennt, weiß dass sie gerne falsche Fährten legt, mit Sympathien spielt und dann mit einer überraschenden Wendung ums Eck kommt.
Und so war es auch bei "Die Ehefrau". Wir begleiten Sylvia auf dem Weg in ihren neuen Job als häuslichen Pflegerin bei dem attraktiven Adam. Dessen Frau Victoria hatte einen schrecklichen Unfall und ist seitdem als Pflegefall an den Rollstuhl gefesselt. Doch schon bald bekommt Sylvia das Gefühl, dass mit Victoria etwas nicht stimmt und mehr hinter ihrem Zustand steckt, als Adam zugeben will.
Das abgelegene Haus, das dann auch noch durch einen Schneesturm abgeschnitten wird, dazu das merkwürdige Verhalten der Hausbewohner und Angestellten: das alles ergibt ein beklemmendes Bedrohungsgefühl, das immer mehr zunimmt.
Sylvia erhält durch Victorias Tagebuch immer mehr Hintergrundinformationen, die sie die Ehe von Adam und Victoria in ganz neuem Licht sehen lässt. Was mich allerdings ein wenig irritiert hat war die Form des Tagebuchs. Wer schreibt denn Tagebuch inklusiver wörtlicher Rede? Das fand ich etwas unrealistisch.
Trotzdem hat Freida McFaddens Schreibstil einfach eine unglaubliche Sogwirkung. Ich bin einfach nur durch das Buch geflogen!
Auch wenn diesmal der große Knall am Ende für mich ausblieb, hat das Buch mich gut unterhalten und mir ein paar spannende Lesestunden beschert.