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Veröffentlicht am 04.03.2025

Chaotisches Wirrwarr mit rundem Ende

Die Bibliothek der Wahren Lügen
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Als der 14-Jährige Oskar einen Schreibwettbewerb in den Sommerferien bei seinem Lieblingsautor Simon Bruma gewinnt, ist er ganz aus dem Häuschen. Vor Ort angekommen, scheint in der Villa des Autors jedoch ...

Als der 14-Jährige Oskar einen Schreibwettbewerb in den Sommerferien bei seinem Lieblingsautor Simon Bruma gewinnt, ist er ganz aus dem Häuschen. Vor Ort angekommen, scheint in der Villa des Autors jedoch nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Nachts erscheinen Monster in den Schatten des Flurs und der Autor und seine 12-jährige Tochter November verbergen Geheimnisse und Informationen. Doch Oskar hat keine Zeit sich zu akklimatisieren, denn November ist von einer Krankheit befallen, die nur mittels Oskars Schreibfähigkeiten behandelt werden kann…



„Die Bibliothek der wahren Lügen“ ist für die Zielgruppe ab 11 Jahren gedacht und schildert die Ereignisse aus Oskars Sicht. Während mir der etwas ängstliche und oft drangsalierte Oskar von Beginn an ans Herz wuchs, konnte mich die Geschichte jedoch nicht vollends erreichen. Das Buch las sich ab der Ankunft Oskars in der Villa von Simon Bruma wie ein chaotisches Auf und Ab, in dem mich vieles an Bücher meiner Kindheit bzw. Jugend erinnerten. So z.B. Alice im Wunderland, Tintenherz, Die unendliche Geschichte und Der Herr der Ringe. Leider empfand ich dies jedoch nicht als Hommage an diese Werke, sondern eher als „abgekupfert“ und zu nahe an den Ideen der Originale. Die Handlung war von diversen Kämpfen begleitet und oftmals gab es keine lehrreiche Lösung, sondern ein. „Abrakadabra“ und alles war wieder gut. Oftmals fehlte mir der rote Faden und ich fragte mich, wohin das Wirrwarr führen solle. Das Ende hingegen hat mir persönlich sehr gut gefallen, schloss es doch endlich den Kreis, wodurch ich viele Begebenheiten des Romans endlich nachvollziehen konnte, auch wenn nicht alles Aufklärung fand. Der Sprachstil war überwiegend geprägt von bildlichen Vergleichen, die mir zu Anfang sehr imponierte, nach und nach aber zu zwanghaft und wie aneinandergereihte und damit für den Lesefluss zu sperrige Aufzählungen wirkte. Aufgrund einiger doch gruseliger Szenen und einiger sterbender Figuren, bin ich unsicher, ob der Roman für das Lesealter ab 11 Jahren zu empfehlen ist – zartbesaitete Kinder könnten hier Schwierigkeiten haben, für Teenager ab 14 Jahren hingegen könnte es schon zu uninteressant sein. Alles in allem konnte mich der Roman nicht so recht überzeugen, auch wenn Oskar und vor allem das berührende Ende mir sehr gut gefallen haben.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Nicht überzeugend

Starling House
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Inhalt: Auf die junge Opal übt Starling House eine seltsame Faszination aus. Das verwunschene Anwesen am Rande der Kleinstadt Eden, Kentucky, gehörte im 19. Jahrhundert der Autorin des Romans »The Underworld«. ...

Inhalt: Auf die junge Opal übt Starling House eine seltsame Faszination aus. Das verwunschene Anwesen am Rande der Kleinstadt Eden, Kentucky, gehörte im 19. Jahrhundert der Autorin des Romans »The Underworld«. Als Kind hatte sich Opal in die Geschichte dieses Buchs geflüchtet, nun ist es das verfallende Gebäude selbst, das ihr wie eine Zuflucht erscheint. In Wahrheit lebt sie mit ihrem Bruder Jasper in einem Motel und hält sich mit Aushilfsjobs über Wasser. Bis ihr Arthur Starling, der unnahbare Erbe von Starling House, eine Stelle anbietet. Opal nimmt das Angebot an, obwohl alle anderen Einwohner von Eden das Herrenhaus meiden. Albträume und Ungeheuer sollen das Gelände heimsuchen und ihren Ursprung in einer Vergangenheit haben, die wie ein Fluch auf der Stadt liegt ...

Mit seinem wunderschönen Farbschnitt ist Starling House bei mir eingezogen und ich hatte riesig hohe Erwartungen an Mystik und Flair. Leider konnten diese - zugegebenermaßen hohen Erwartungen - nicht erfüllt werden. Die Geschichte entwickelte sich nur sehr langsam, zeitgleich erschienen mir die Hintergründe schnell offensichtlich. Das Setting hat mir gefallen, jedoch habe ich sehr die Spannung vermisst und musste mich mehrfach zwingen, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Der Fantasy-Anteil bzw. die Erklärungen für den Hintergrund des Starling Hauses konnten mich ferner nicht recht abholen. Die beiden Charaktere Opal und Arthur, sowie die Nebenfiguren sind mir jedoch ans Herz gewachsen, wobei mir die Figurenentwicklung zuletzt doch zu sehr auf der Strecke blieb. Insgesamt ein mittelprächtiges Märchen, das gut um 200 Seiten hätte gekürzt werden können.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Unentschieden

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Effy studiert notgedrungen Architektur, da Frauen in ihrer Welt nicht zum Studienfach Literatur zugelassen werden. Als sich die Möglichkeit ergibt, das Haus ihres bereits verstorbenen Lieblingsautors architektonisch ...

Effy studiert notgedrungen Architektur, da Frauen in ihrer Welt nicht zum Studienfach Literatur zugelassen werden. Als sich die Möglichkeit ergibt, das Haus ihres bereits verstorbenen Lieblingsautors architektonisch zu überarbeiten, reist sie kurzentschlossen an die Küste nach Hiraeth Manor. Vor Ort geschehen jedoch viele merkwürdige Ereignisse, die Effy sehr an ihr Lieblingsmärchen des Autors erinnern und vom bösen Elfenkönig handeln. Liegt das Märchen möglicherweise näher an der Wahrheit als gedacht?

„A Study in Drowning“ ist ein mystischer Roman, der vor allem mit seiner tristen und melancholischen Atmosphäre bei mir punkten konnte. Wenn es draußen grau ist und regnet, kann man sich mit diesem Buch und einer Kanne Tee angenehme Lesestunden bereiten. Das Setting an der rauen Küste hat mir sehr gut gefallen und bis zur Hälfte des Romans blieb die Geschichte düster und spannend. Ab dann konnte ich jedoch das Ende und die Lösung leider vorhersehen, was mir die Lesefreude trübte. Das Ende des Romans zog sich nach dem Finale für meinen Geschmack zudem viel zu lange hin, es hätten mindestens 50 Seiten weniger sein können. Während der blumige Sprachstil zum märchenhaften Ambiente passte, bin ich mit der Protagonistin Effy rückblickend nur mäßig warm geworden, da sie mir oft zu unbeholfen vorkam. Insgesamt bin ich hin- und hergerissen und empfand den Roman zugleich als unterhaltsam als auch als etwas zu ausufernd und vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Unnahbar

Eve
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Inhalt: Amor Towles erzählt mit augenzwinkernder Eleganz, wie eine Frau aus der Provinz die Glamourwelt Hollywoods austrickst. Nachdem Eve mit ihrem Freund in New York Schluss gemacht hat, bricht sie nach ...

Inhalt: Amor Towles erzählt mit augenzwinkernder Eleganz, wie eine Frau aus der Provinz die Glamourwelt Hollywoods austrickst. Nachdem Eve mit ihrem Freund in New York Schluss gemacht hat, bricht sie nach Los Angeles auf. Wenig später wird sie mit der berühmten Olivia de Havilland in den angesagten Lokalen Hollywoods gesehen. Es ist die Zeit, als „Vom Winde verweht“ gedreht wird und die Studios sich gegenseitig die Schauspielerinnen abjagen. Die ebenso raffinierte wie rätselhafte Eve gibt kaum etwas von sich preis, verwirrt jeden Möchtegern und Betrüger, der ihr begegnet, bis sie diejenige ist, die zuletzt lacht.

Dies war mein erster Roman des Autors Amor Towles und ich war im Vorfeld schon sehr neugierig darauf. Mit einem angenehmen Sprachstil wurde man in die goldene Zeit von Hollywood entführt und die Protagonistin Eve blieb stets geheimnisvoll und eigensinnig, was mir grundsätzlich gut gefallen hat. Zugleich blieb Eve aber auch unnahbar, weshalb ich mich emotional mit der Geschichte leider nicht gut verbinden konnte. Insgesamt habe ich mich den eingeführten Figuren nicht nahe fühlen können und die Haupthandlung war zwar interessant gemacht, aber eher vorhersehbar.

Zusammenfassend war der Roman nicht schlecht, aber ich habe definitiv mehr erwartet. Das "Golden Hollywood"-Feeling ist bei mir nicht so recht angekommen.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Wie erwartet

Unlock My Heart. Golden-Heights-Reihe, Band 1 (Dein-SPIEGEL-Bestseller | New-Adult-Romance für alle Fans von Stella Tack)
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Inhalt: Lexie hat sich eins geschworen: niemals so kriminell zu werden wie ihr Dad. Doch um sich ihr Studium leisten zu können, verkauft sie an der Golden Heights University gefälschte Ausweise und Prüfungsantworten. ...

Inhalt: Lexie hat sich eins geschworen: niemals so kriminell zu werden wie ihr Dad. Doch um sich ihr Studium leisten zu können, verkauft sie an der Golden Heights University gefälschte Ausweise und Prüfungsantworten. Dummerweise weckt sie damit die Aufmerksamkeit von Milliardenerbe Logan Maxx. Logan ist lächerlich attraktiv – und er hat einen Auftrag für Lexie, den sie nicht ablehnen kann. Sie ahnt nicht, dass sie sich nicht nur an diesem Deal, sondern auch an Logan die Finger verbrennen könnte …

"Unlock my Truth" hat genau das geliefert, was ich erwartet habe: Einen YA-Roman mit leichter Spannung und ohne große Überraschung. Die Handlung verlief dabei recht vorhersehbar, dennoch haben mir die Haupt- und Nebenfiguren insgesamt gut gefallen. Der Roman ist kurzweilig und las sich gut weg. Er sortiert sich damit im Mittelfeld ein und war weder Highlight noch Flop.

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