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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2024

Nicht überzeugend

Starling House
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Inhalt: Auf die junge Opal übt Starling House eine seltsame Faszination aus. Das verwunschene Anwesen am Rande der Kleinstadt Eden, Kentucky, gehörte im 19. Jahrhundert der Autorin des Romans »The Underworld«. ...

Inhalt: Auf die junge Opal übt Starling House eine seltsame Faszination aus. Das verwunschene Anwesen am Rande der Kleinstadt Eden, Kentucky, gehörte im 19. Jahrhundert der Autorin des Romans »The Underworld«. Als Kind hatte sich Opal in die Geschichte dieses Buchs geflüchtet, nun ist es das verfallende Gebäude selbst, das ihr wie eine Zuflucht erscheint. In Wahrheit lebt sie mit ihrem Bruder Jasper in einem Motel und hält sich mit Aushilfsjobs über Wasser. Bis ihr Arthur Starling, der unnahbare Erbe von Starling House, eine Stelle anbietet. Opal nimmt das Angebot an, obwohl alle anderen Einwohner von Eden das Herrenhaus meiden. Albträume und Ungeheuer sollen das Gelände heimsuchen und ihren Ursprung in einer Vergangenheit haben, die wie ein Fluch auf der Stadt liegt ...

Mit seinem wunderschönen Farbschnitt ist Starling House bei mir eingezogen und ich hatte riesig hohe Erwartungen an Mystik und Flair. Leider konnten diese - zugegebenermaßen hohen Erwartungen - nicht erfüllt werden. Die Geschichte entwickelte sich nur sehr langsam, zeitgleich erschienen mir die Hintergründe schnell offensichtlich. Das Setting hat mir gefallen, jedoch habe ich sehr die Spannung vermisst und musste mich mehrfach zwingen, das Buch wieder in die Hand zu nehmen. Der Fantasy-Anteil bzw. die Erklärungen für den Hintergrund des Starling Hauses konnten mich ferner nicht recht abholen. Die beiden Charaktere Opal und Arthur, sowie die Nebenfiguren sind mir jedoch ans Herz gewachsen, wobei mir die Figurenentwicklung zuletzt doch zu sehr auf der Strecke blieb. Insgesamt ein mittelprächtiges Märchen, das gut um 200 Seiten hätte gekürzt werden können.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Unentschieden

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Effy studiert notgedrungen Architektur, da Frauen in ihrer Welt nicht zum Studienfach Literatur zugelassen werden. Als sich die Möglichkeit ergibt, das Haus ihres bereits verstorbenen Lieblingsautors architektonisch ...

Effy studiert notgedrungen Architektur, da Frauen in ihrer Welt nicht zum Studienfach Literatur zugelassen werden. Als sich die Möglichkeit ergibt, das Haus ihres bereits verstorbenen Lieblingsautors architektonisch zu überarbeiten, reist sie kurzentschlossen an die Küste nach Hiraeth Manor. Vor Ort geschehen jedoch viele merkwürdige Ereignisse, die Effy sehr an ihr Lieblingsmärchen des Autors erinnern und vom bösen Elfenkönig handeln. Liegt das Märchen möglicherweise näher an der Wahrheit als gedacht?

„A Study in Drowning“ ist ein mystischer Roman, der vor allem mit seiner tristen und melancholischen Atmosphäre bei mir punkten konnte. Wenn es draußen grau ist und regnet, kann man sich mit diesem Buch und einer Kanne Tee angenehme Lesestunden bereiten. Das Setting an der rauen Küste hat mir sehr gut gefallen und bis zur Hälfte des Romans blieb die Geschichte düster und spannend. Ab dann konnte ich jedoch das Ende und die Lösung leider vorhersehen, was mir die Lesefreude trübte. Das Ende des Romans zog sich nach dem Finale für meinen Geschmack zudem viel zu lange hin, es hätten mindestens 50 Seiten weniger sein können. Während der blumige Sprachstil zum märchenhaften Ambiente passte, bin ich mit der Protagonistin Effy rückblickend nur mäßig warm geworden, da sie mir oft zu unbeholfen vorkam. Insgesamt bin ich hin- und hergerissen und empfand den Roman zugleich als unterhaltsam als auch als etwas zu ausufernd und vorhersehbar.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Unnahbar

Eve
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Inhalt: Amor Towles erzählt mit augenzwinkernder Eleganz, wie eine Frau aus der Provinz die Glamourwelt Hollywoods austrickst. Nachdem Eve mit ihrem Freund in New York Schluss gemacht hat, bricht sie nach ...

Inhalt: Amor Towles erzählt mit augenzwinkernder Eleganz, wie eine Frau aus der Provinz die Glamourwelt Hollywoods austrickst. Nachdem Eve mit ihrem Freund in New York Schluss gemacht hat, bricht sie nach Los Angeles auf. Wenig später wird sie mit der berühmten Olivia de Havilland in den angesagten Lokalen Hollywoods gesehen. Es ist die Zeit, als „Vom Winde verweht“ gedreht wird und die Studios sich gegenseitig die Schauspielerinnen abjagen. Die ebenso raffinierte wie rätselhafte Eve gibt kaum etwas von sich preis, verwirrt jeden Möchtegern und Betrüger, der ihr begegnet, bis sie diejenige ist, die zuletzt lacht.

Dies war mein erster Roman des Autors Amor Towles und ich war im Vorfeld schon sehr neugierig darauf. Mit einem angenehmen Sprachstil wurde man in die goldene Zeit von Hollywood entführt und die Protagonistin Eve blieb stets geheimnisvoll und eigensinnig, was mir grundsätzlich gut gefallen hat. Zugleich blieb Eve aber auch unnahbar, weshalb ich mich emotional mit der Geschichte leider nicht gut verbinden konnte. Insgesamt habe ich mich den eingeführten Figuren nicht nahe fühlen können und die Haupthandlung war zwar interessant gemacht, aber eher vorhersehbar.

Zusammenfassend war der Roman nicht schlecht, aber ich habe definitiv mehr erwartet. Das "Golden Hollywood"-Feeling ist bei mir nicht so recht angekommen.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Wie erwartet

Unlock My Heart. Golden-Heights-Reihe, Band 1 (Dein-SPIEGEL-Bestseller | New-Adult-Romance für alle Fans von Stella Tack)
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Inhalt: Lexie hat sich eins geschworen: niemals so kriminell zu werden wie ihr Dad. Doch um sich ihr Studium leisten zu können, verkauft sie an der Golden Heights University gefälschte Ausweise und Prüfungsantworten. ...

Inhalt: Lexie hat sich eins geschworen: niemals so kriminell zu werden wie ihr Dad. Doch um sich ihr Studium leisten zu können, verkauft sie an der Golden Heights University gefälschte Ausweise und Prüfungsantworten. Dummerweise weckt sie damit die Aufmerksamkeit von Milliardenerbe Logan Maxx. Logan ist lächerlich attraktiv – und er hat einen Auftrag für Lexie, den sie nicht ablehnen kann. Sie ahnt nicht, dass sie sich nicht nur an diesem Deal, sondern auch an Logan die Finger verbrennen könnte …

"Unlock my Truth" hat genau das geliefert, was ich erwartet habe: Einen YA-Roman mit leichter Spannung und ohne große Überraschung. Die Handlung verlief dabei recht vorhersehbar, dennoch haben mir die Haupt- und Nebenfiguren insgesamt gut gefallen. Der Roman ist kurzweilig und las sich gut weg. Er sortiert sich damit im Mittelfeld ein und war weder Highlight noch Flop.

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Veröffentlicht am 24.07.2024

Mörderjagd

Suddenly a Murder - Mord auf Ashwood Manor
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Zu ihrem Schulabschluss hat Izzys beste Freundin Kassidy sie und ihre engsten Freunde in ein hochherrschaftliches Haus auf einer abgelegenen Insel eingeladen. Alles läuft streng unter einem 20-er Jahre ...

Zu ihrem Schulabschluss hat Izzys beste Freundin Kassidy sie und ihre engsten Freunde in ein hochherrschaftliches Haus auf einer abgelegenen Insel eingeladen. Alles läuft streng unter einem 20-er Jahre Motto, denn die Insel und das Haus war die Location in dem Lieblingsfilm der beiden Mädchen, der in den goldenen 20ern spielte. Als jedoch Kassidys Freund ermordet aufgefunden wird, wird aus dem Spiel blanker Ernst und schnell wird klar, dass einer der Freunde der Täter sein muss…

„Suddenly a Murder“ ist ein Krimi mit closed-room-Szenario. Das 20er Jahre-Mottos ist interessant gemacht und als Leser begleiten wir Izzy als Hauptfigur durch die Geschichte. Hierbei wird der Inhalt in der Gegenwart in der 3. Person als auch in Rückblenden von Izzy in die Vergangenheit aus der 1. Person wiedergegeben. Ich brauchte ein bisschen, um mich an die wechselnde Erzählform zu gewöhnen und war zunächst sehr irritiert davon. Der Sprachstil ist modern und die Handlung insgesamt gut ausgearbeitet worden. Es ergibt sich für jede Person ein Motiv und ich konnte den Täter überraschenderweise erst zum Schluss erraten, was mir gut gefallen hat. Ein großes Problem war für mich allerdings, dass ich mit den Figuren überhaupt nicht warm geworden bin. Selbst mit der Hauptfigur Izzy gelang es mir nicht, mitzufühlen – stets fühlte ich eine Mauer zwischen mir und den Charakteren.

Ich schätze den Versuch der Autorin, sich an einem Klassiker wie Agatha Christie heranzuarbeiten. Entgegen meiner Hoffnungen kam der Roman jedoch nicht an den Thrill von Holly Jackson oder die Atmosphäre und Rafinesse von Agatha Christie heran. Hier gibt es noch Luft nach oben und ich bin gespannt, wie sich die Autorin weiterentwickeln wird.

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