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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2024

Aktuell, aber zu viel

Tode, die wir sterben
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In Malmö wird bei einer Schießerei ein 13-jähriger Junge getötet. Er hat einen Migrationshintergrund und man vermutet, dass er an Bandenkriminalität beteiligt ist. Aus verschiedenen Gründen soll nicht ...

In Malmö wird bei einer Schießerei ein 13-jähriger Junge getötet. Er hat einen Migrationshintergrund und man vermutet, dass er an Bandenkriminalität beteiligt ist. Aus verschiedenen Gründen soll nicht die Mordkommission ermitteln, sondern die Ermittler Jon und Svea. Jon ist gerade verwitwet und seine Frau starb zusammen mit seinem Kollegen. Danach ist er in ein Tief gefallen und man zweifelt, dass er wieder bei der Mordkommission arbeiten kann. Svea wiederum soll ebenfalls aus der Schusslinie genommen werden, da sie als Undercover-Ermittlerin einen anderen Polizisten töten musste. Der Fall gestaltet sich schwierig…

Das Buch ist der Auftakt einer neuen Reihe. Ich kenne die Vorgängerreihe und fand sie sehr gut. Genau das ist wahrscheinlich mein Problem, weil ich das Buch immer mit den vergangenen verglichen habe. Dort wurde für den jeweiligen Fall meist ein spezielles Thema ausgesucht. Immer aktuell. Das setzt sich hier fort. Allerdings werden hier quasi alle Problemthemen in ein Buch gepackt. Das war einfach zu viel. Es nahm dem Buch viel Spannung weg und auch große Teile der privaten Probleme der beiden Ermittler waren zu raumgreifend. Hier hätte eine bessere Dosierung für mehr Lesegenuss gesorgt. So ist das Buch im Moment für mich leider nur Durchschnitt und hat definitiv viel Luft nach oben.

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Veröffentlicht am 19.08.2024

Schlaffördernd

Anna O.
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Vor vier Jahren wird Anna zwischen ihren beiden Freunden gefunden. Voller Blut und mit einem Messer in der Hand und die beiden Freunde sind tot, erstochen mit jeweils 10 Stichen. Anna wacht nicht auf und ...

Vor vier Jahren wird Anna zwischen ihren beiden Freunden gefunden. Voller Blut und mit einem Messer in der Hand und die beiden Freunde sind tot, erstochen mit jeweils 10 Stichen. Anna wacht nicht auf und so spaltet sich die Nation, ob sie eine Mörderin ist oder unschuldig. Ben ist Psychologe und wird vom zuständigen Justizministerium angesprochen, ob seine neue theoretische Behandlungsmethode auch bei Anna Anwendung finden kann und sie ins Leben zurückgeholt wird. Es funktioniert und damit beginnen die Probleme erst recht....

Der Plot an sich klingt sehr interessant. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Über fast das gesamte Buch fehlt leider jegliche Spannung. Es wird sehr viel theorisiert. Und manche Handlungen und Begründungen erscheinen mir nicht wirklich logisch. Zum Ende hin wird es ein wenig interessanter, weil verschiedene Möglichkeiten präsentiert werden. Das Ende an sich birgt einige Wendungen, konnte mich aber auch nicht vollends überzeugen. So hinterlässt das Buch keinen wirklich bleibenden Eindruck, sondern hat auf mich eher schlaffördernd gewirkt. Schade, hier wäre weit mehr möglich gewesen. So kommt es über Durchschnitt nicht hinaus

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Schwierig

Der längste Schlaf
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Mara ist Wissenschaftlerin und forscht über den Schlaf. Ursprünglich aus Deutschland stammend, lebt sie in London. Von ihrem Forschungsgebiet ist sie selbst betroffen: permanent schlaflose Nächte und furchtbare ...

Mara ist Wissenschaftlerin und forscht über den Schlaf. Ursprünglich aus Deutschland stammend, lebt sie in London. Von ihrem Forschungsgebiet ist sie selbst betroffen: permanent schlaflose Nächte und furchtbare Träume begleiten ihren Alltag. Da bekommt sie aus Deutschland die Information, dass sie in einem kleinen Ort ein Herrenhaus als Schenkung erhält. Nur: sie kennt weder den Ort noch den Menschen, der ihr das Haus schenkt. Sie will ablehnen, entschließt sich aber nach Zureden ihrer Freunde, sich das Haus wenigstens anzusehen. Dort angekommen, verstärken sich ihre Träume und sie hat seltsame Erlebnisse…

Die Bewertung des Buches ist extrem schwierig für mich. Mich haben die Schlafprobleme interessiert, da ich öfter selbst davon betroffen bin. Natürlich war mir klar, dass es ein Roman ist und kein (Selbst)Hilfebuch und das hatte ich auch nicht erwartet. Trotzdem fand ich die wissenschaftlichen Erklärungen zu dem Thema sehr interessant und nachvollziehbar. Auch der Schreibstil war wie immer (ich kenne mehrere Bücher der Autorin) einfach super und zog einem einfach in die Geschichte rein. Vieles war extrem spannend.
Und so hätte ich sofort die volle Punktzahl gegeben. Wenn, ja wenn nicht die letzten 40 Seiten und damit die Aufklärung gekommen wäre. Ich muss mich leider zur Begründung extrem vorsichtig ausdrücken, da ich einfach zu viel spoilern würde. Aber für mich verschob sich hier vieles ins Reich der Fantasy, war nicht mehr nachvollziehbar und für mich unglaubwürdig. Daher muss ich leider die Wertung zurückstufen.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Was für den Urlaub

Toskanisches Verhängnis
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Nico genießt sein Leben in der Toskana, seine Arbeit in der Restaurantküche und seine Freundin Nelli. Doch so ganz kann er seine Vergangenheit als Polizist in New York nicht vergessen, denn als eine reiche ...

Nico genießt sein Leben in der Toskana, seine Arbeit in der Restaurantküche und seine Freundin Nelli. Doch so ganz kann er seine Vergangenheit als Polizist in New York nicht vergessen, denn als eine reiche Witwe tot in ihrer Villa gefunden wird, benötigt die örtliche Polizei seine Hilfe. Die einzige Zeugin spricht kein Wort italienisch und Nico muss ins Englische dolmetschen. So wird er in die Ermittlungen in diesem Fall erneut eingebunden.

Das Buch ist ein für mich typischer Urlaubskrimi. Die Ermittlungen laufen ganz ruhig vor sich hin, es gibt nicht wirklich sehr viel Spannung und es geht mehr um Land und Leute. In diesem Fall eher um Essen und Leute. Die Toskana kommt fast nur in den Gerichten vor, ansonsten könnte der Fall überall in Italien spielen. Sehr, sehr ausführlich geht es um die Familien und Freunde der beteiligten Ermittler. Das war mir manchmal zu viel, denn der Fall rückte dadurch oft die den Hintergrund. So konnte auch das Ende das Ganze nicht wirklich herausreißen. Für mich guter Durchschnitt.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Überzeugt leider nicht

Im Unterholz
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In der tiefsten schwedischen Provinz arbeitet die ehemalige Journalistin Vera in einer Schule. In der Nähe wird im Wald die Leiche einer Frau gefunden. Vera wird von ihrem ehemaligen Chef der Zeitung aufgefordert, ...

In der tiefsten schwedischen Provinz arbeitet die ehemalige Journalistin Vera in einer Schule. In der Nähe wird im Wald die Leiche einer Frau gefunden. Vera wird von ihrem ehemaligen Chef der Zeitung aufgefordert, die Geschichte zu untersuchen und darüber zu schreiben. Sie ist nicht begeistert, beginnt jedoch mit den Ermittlungen. Und gerät damit selbst in Gefahr...

Das Buch wird als hochgelobtes Debüt genannt. Leider hielt es in meinen Augen nicht, was die Vorschlusslorbeeren versprechen. Es konnte mich nicht überzeugen, weil es über sehr weite Strecken kaum um den Kriminalfall ging, sondern sich fast alles um die Befindlichkeiten von Vera drehen.
Nachdem ihr Mann sie nach vielen Jahren verlassen hat und sie auch ihren Zeitungsjob verliert, fällt sie in ein tiefes Loch. Und dort bleibt sie. Anfangs konnte ich das noch verstehen, doch mit der Zeit hat es mich eigentlich nur noch genervt und auch die mehr zufälligen Ermittlungen überzeugen nur mäßig. Zumal die Polizei so dargestellt wird, als wäre sie dumm und interessenlos. Bei einer Mordermittlung bezweifle ich das. Auch die Auflösung des Falls war für mich schon sehr zeitig vorhersehbar und dann nicht wirklich eine Überraschung. Insgesamt fehlt dem gesamten Buch die Spannung. Daher ist es für mich eher Mittelmaß und ich halte mich mit einer Leseempfehlung zurück.

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