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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

Nicht das erwartete Highlight

If We Were Gods
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Ich hatte extrem hohe Erwartungen an If we were Gods. Nicht nur weil es optisch einfach eins der schönsten Bücher in meinem Regal ist und der Inhalt mithalten können muss, sondern auch weil ich in den ...

Ich hatte extrem hohe Erwartungen an If we were Gods. Nicht nur weil es optisch einfach eins der schönsten Bücher in meinem Regal ist und der Inhalt mithalten können muss, sondern auch weil ich in den Leaf Verlag sehr große Hoffnungen setze. So 100%ig bin ich allerdings leider nicht zufrieden gewesen, sodass kein Highlight bei rausgekommen ist.

Der Anfang verlief etwas holprig, ich hatte leichte Verständnisprobleme beim zurechtfinden in der Welt und dem Magiesystem, wenn ich ehrlich sein soll. Die Figuren waren mir stellenweise recht unsympathisch und ich hatte Probleme, die Handlungen nachvollziehen zu können, darunter auch die von Olivia. Allerdings hatte ich mich dann irgendwann damit abgefunden, dass ich es ja nicht genauso machen müsste, sondern es nehmen muss, wie es kommt. Mit einer Portion „Ach, das ist schon okay“ las sich das Buch direkt eine Spur besser für mich und auch wenn ich langsam gelesen habe, was anscheinend mein neuer Standard ist, so war ich doch stetig in einem Fluss.

Insgesamt empfand ich das Buch also als ganz nett zu lesen, hatte auch aufregende Lesestunden damit und mochte es stilistisch sehr sehr gern, doch das erhoffte Highlight blieb leider aus.

Veröffentlicht am 26.10.2024

Mehr Bilder wären schön gewesen

Zefira. Es hätte sie nie geben dürfen
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Zefira hat mich nicht nur mit dem Autoren und dem Klappentext gelockt, sondern auch mit der Aussicht auf Zeichnungen von Timo Grubing. Ich liebe seine Illustrationen und Cover, sein einzigartiger Stil ...

Zefira hat mich nicht nur mit dem Autoren und dem Klappentext gelockt, sondern auch mit der Aussicht auf Zeichnungen von Timo Grubing. Ich liebe seine Illustrationen und Cover, sein einzigartiger Stil lässt sich problemlos ausmachen und so habe ich mich mega gefreut, als ich sah, dass er einen Teil zu der Geschichte beitragen würde.

Dann kam auch schon die Ernüchterung, denn die Comic-Elemente waren leider seltener gestreut, als ich mir erhofft hatte. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen an der Stelle einfach falsch, dennoch muss ich gestehen, dass das Leseerlebnis ein wenig darunter gelitten hat.
Den Schreibstil von Thomas Thiemeyer kenne ich bereits und habe mich auch hier gut zwischen den Seiten zurechtgefunden. Locker-flockig werden hier auch jüngere Jugendliche abgeholt, die unkomplizierte Erzählweise eignet sich dafür super.

Mir fehlte leider hier und da etwas Tiefe in der Geschichte, aber in der schnelllebigen Welt der Zielgruppe ist es wahrscheinlich wichtig, immer am Ball zu bleiben und sich nicht in zu viel Tiefgründigkeit zu verlieren. Mir persönlich hätte es gefallen, wäre man etwas mehr unter die Oberfläche getaucht.

Mein Fazit:
Ich habe mich selbst nicht ganz in die Geschichte fallen lassen können, zudem war ich von der Anzahl der Zeichnungen leider etwas enttäuscht. Dennoch glaube ich, dass viele Jugendliche hier ihren Spaß haben werden. 3,5 Sterne für das Buch runde ich wo nötig, weil es keine halben Sterne gibt, auf 4 Sterne.

Veröffentlicht am 25.09.2024

Nicht ganz, was ich erwartet hatte

Die Leoniden - Spektrum (#1)
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Ich hege eine nicht zu leugnende Faszination für nordische Fantasy. Meist eher High Fantasy, aber einer Urban Fantasy Mystery Reihe aus Dänemark kann ich auch nur schlecht widerstehen. Ich war von Anfang ...

Ich hege eine nicht zu leugnende Faszination für nordische Fantasy. Meist eher High Fantasy, aber einer Urban Fantasy Mystery Reihe aus Dänemark kann ich auch nur schlecht widerstehen. Ich war von Anfang an gespannt, wie der Aspekt der Zeitreisen hier eingeflochten wird, schließlich wurde dies schon angeteasert, allerdings kann ich direkt sagen, dass das Buch und ich ein bisschen aneinander vorbeigelebt haben.

Emilie ist eine dieser Figuren, denen nichts im Leben in den Schoß fällt. In der Schule unterdrückt, und in der Familie bestenfalls unsichtbar, möchte man sie einfach nur in den Arm nehmen. Immerhin hat sie tolle Freunde, denkt man sich dann, wenigstens etwas. Dass diese Gruppe sich im Laufe des Buches vergrößert, aber auch um ein Vielfaches verkompliziert, war eines meiner größten Probleme. Noah, der Junge aus ihrem Traum, entpuppt sich nämlich als waschechter Griesgram, extrem unhöflich, geradezu gemein manchmal. Er ist einfach dauergenervt und das wiederum hat mich beim Lesen genervt. Eigentlich schade, denn ich hatte zu Beginn große Hoffnungen in diese Freundschaftsgruppe.

Ständig befand ich mich in einem Zwiespalt aus „Die verhalten sich sehr jung und unreif“ und „Das war eine erstaunlich grausame Szene“. Ab und zu ist mir echt ein Schauer über den Rücken gelaufen, den ich zwar mit der düsteren Stimmung des Buches in Einklang bringen konnte, aber nicht direkt mit dem gefühlten Alter der Figuren. Ich war beim Lesen, wenn die Nerven nicht zu strapaziert waren durch Noah, oft bedrückt, dazu kommt, dass die Handlung sich sehr gezogen hat.

Dieser Band besteht bis auf das letzte Viertel fast nur aus dem Kennenlernen der Personen, ihrer Besonderheiten und der Entwicklung ihrer Beziehungen zueinander. Man hat ein bisschen das Gefühl, man tritt auf der Stelle, während man sich im Kreis dreht. Es passiert was, aber richtig voran geht es dabei nicht. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht, mehr Action, sodass mir das Ende zwar gefallen hat, aber es hätte gern früher aufregender werden können. Zwar wollte ich wissen, wie es weitergeht, aber habe auch Tage gehabt, an denen ich echt kein Bedürfnis hatte, das Buch wieder in die Hand zu nehmen, weil ich befürchtete, es würde wieder nicht vorwärts gehen oder ich müsste mich über Noah ärgern.

Insgesamt habe ich das Gefühl, die düstere Stimmung hat auf mich abgefärbt. Ich wurde zunehmend mieser drauf, wenn ich an das Buch gedacht habe, und versuche, das nicht auf die Bewertung Einfluss nehmen zu lassen. Denn den Zeitreiseaspekt sowie die Idee hinter der Gruppe und ihren Fähigkeiten, finde ich echt spannend. Ich erhoffe mir von der Fortsetzung, dass es inhaltlich mehr vorangeht, dass wir uns weniger auf die Figuren fokussieren und mehr auf das große Ganze. Denn auch wenn vieles hier ausführlich durchgekaut wurde, sind immernoch unzählige Fragen offen.
Von mir gibt es 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.08.2024

Nicht übel

Sparks
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Sparks hatte mich mit dem Marketing bereits bei Greatest Showman und found family. Der Klappentext war spannend, keine Frage, aber bei der Werbung wusste ich schon, dass ich das Buch würde lesen müssen, ...

Sparks hatte mich mit dem Marketing bereits bei Greatest Showman und found family. Der Klappentext war spannend, keine Frage, aber bei der Werbung wusste ich schon, dass ich das Buch würde lesen müssen, fast egal worum es im Detail geht. Mein Hype war riesig, aber entsprechend tief war dann auch der Fall, als ich mir eingestehen musste, dass das Buch und ich nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen würden. Ich fand es nicht schlecht, so weit möchte ich nicht gehen. Aber es war auch nicht das gehypte Lieblingswerk, was ich mir so sehr gewünscht hatte.

Der Stil der Autorin ist recht knapp. Ich kann durchaus damit umgehen, wenn Sätze kurz und auf den Punkt sind, eine meiner liebsten Autorinnen hat auch keine Schwäche für Bandwurmsätze. Aber hier verflog damit auch ein Teil des Zaubers, den ich mir am Anfang noch so sehr einzureden versucht habe. Ich habe mich nicht eingelullt gefühlt, war nicht Teil der Gang, wie ich es gern gewesen wäre, sondern steckte irgendwo im undefinierten Dazwischen, nicht ganz weg, aber auch nicht ganz da.

Die Figuren hatten nicht die Tiefe und die Emotionen kamen nicht so rüber, wie ich erwartet hatte. Dazu kommt, dass natürlich der zeitliche Rahmen, in dem das Buch eingebettet ist, nicht immer Platz für Frohsinn lässt, sondern auch die Stimmung manchmal drückt, ganz unabhängig davon, dass die Sparks sowieso wegen ihrer Kräfte ständiger Gefahr ausgesetzt sind.

Dennoch empfand ich die Grundidee des Buches als sehr spannend, den Plot packend und auch wenn es auf emotionaler Ebene nicht gefunkt hat, möchte ich die Geschichte letzten Endes nicht missen. Wir haben viele Stunden miteinander verbracht und auch wenn ich nicht gehyped war, kam mir doch nicht die Idee, das Buch abzubrechen, dafür wollte ich zu gern wissen, wie es weiter- und ausgeht.

Veröffentlicht am 08.01.2024

Nicht gänzlich überzeugend

Biblioteca Obscura: Frankenstein
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Frankenstein kannte ich bisher nur als grob umrissenen Plot, nicht die ganze Geschichte. Daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwartet, noch mehr habe ich mich aber auf die Ausstattung des Buches ...

Frankenstein kannte ich bisher nur als grob umrissenen Plot, nicht die ganze Geschichte. Daher war ich sehr gespannt, was mich hier erwartet, noch mehr habe ich mich aber auf die Ausstattung des Buches gefreut. So eine luxuriöse Ausgabe sollte das Schmuckstück meines Regals werden. Der erste Eindruck war auch unglaublich positiv und überwältigt, was mir dann beim Lesen aber zunehmend aufgefallen ist, war die Tatsache, dass viele der illustrierten Seiten sich sehr ähneln, wenn nicht sogar gleichen. Es gibt eine handvoll Motive, entweder ein rotes oder graues Gewitter mit Blitzen oder ein gruseliges Auge, die immer wieder als full-page Bebilderung auftauchen. Manchmal mit leichten Variationen, aber häufig auch identisch.
Das fand ich für eine Schmuckausgabe etwas schwach, dann hätte ich lieber ein paar weniger Bilder und stattdessen mehr Abwechslung gewählt.

Die Geschichte an sich war okay, aber stellenweise etwas zäh. Ich bin froh, diesen Klassiker mal gelesen zu haben, aber einmal reicht dann auch. Hätte ich das Buch selbst gekauft, wäre ich wahrscheinlich eher enttäuscht vom Preis-Inhalts-Verhältnis gewesen. So richtig vom Hocker gerissen wurde ich nicht, und auch die Ausstattung überzeugte nicht so sehr wie gedacht. Mit 28€ ist das Buch nicht gerade günstig, aber fairerweise muss man sagen, dass es auch nicht das teuerste ist, was der Markt derzeit zu bieten hat. (siehe Iron Flame, wenn auch mit einem Vielfachen mehr Seiten)

Fans der Geschichte könnten hier besser aufgehoben sein als Sammler*innen von Luxusausgaben.
Ich vergebe etwas ernüchterte 3,5 von 5 Sternen, runde aber bei ganzen Sternen auf 4.