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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2026

Lebensfädenknäuel

Niemands Töchter
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Niemands Töchter ist eine fesselnde, komplexe Familiengeschichten, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Alles ist miteinander verwoben, es ist teilweise geradezu verworren, aber definitiv ...

Niemands Töchter ist eine fesselnde, komplexe Familiengeschichten, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Alles ist miteinander verwoben, es ist teilweise geradezu verworren, aber definitiv fesselnd und lesenswert.

Verschiedene Erzählerinnen und unterschiedliche Zeitstränge, dieses Buch erfordert ein bisschen Konzentration, belohnt dafür aber auch mit einer nicht nachlassenden Spannung und viel Abwechslung.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, ich fühle mich ihnen beim Lesen sehr nah. Diese vier Frauen sind sehr unterschiedlich, aber authentisch. Auch zeitgeschichtlich sind sie sehr gut dargestellt. Sie eint ein Wille zur Rebellion, der sich in verschiedenen Lebenswelten an unterschiedlichen Grenzen aufreibt.

Das Ende gefällt mir sehr, nach dem verwobenen Weg passt am Ende dann doch alles, es fühlt sich stimmig und gut an.


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Veröffentlicht am 17.03.2026

Oberflächlich

Der Sommer, der uns blieb
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Britta, Pia und Martin treffen sich nach 20 Jahren ohne Kontakt wieder. Früher waren sie unzertrennlich, dann kam der Bruch.
Lässt sich an diese Freundschaft anknüpfen?

Eine interessante Frage ...

Britta, Pia und Martin treffen sich nach 20 Jahren ohne Kontakt wieder. Früher waren sie unzertrennlich, dann kam der Bruch.
Lässt sich an diese Freundschaft anknüpfen?

Eine interessante Frage und auch weitere schwere Themen werden in diesem Buch behandelt. Schuld, Verrat, Demenz und so einiges anderes wird hier thematisiert.

Allerdings hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht, dieses Buch erinnert mich vom Schreibstil sehr an belanglose Sommerromane. Schnell gelesen, viel Gefühl, schnell vergessen. Das ist schade, denn diese Geschichte hat sehr viel Potential, den Lesenden auch längerfristig und tiefergehend zu berühren. Aber die Umsetzung macht dieses Buch für mich eher belanglos. Es ist sehr oberflächlich, setzt sich wenig mit den Gefühlen der Protagonisten auseinander, es kratzt wirklich nur an der Oberfläche. Das kann als Leichtigkeit stilistisch gewollt sein, mich überzeugt es in diesem Fall nicht.

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Veröffentlicht am 20.06.2025

Deep fake

Reset
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Reset ist ein Thriller, mit ziemlich apokalyptischem Setting.
Es wird dargestellt, was passiert, wenn man der künstlichen Intelligenz nicht mehr trauen kann, man nicht mehr weiß, was an Informationen ...

Reset ist ein Thriller, mit ziemlich apokalyptischem Setting.
Es wird dargestellt, was passiert, wenn man der künstlichen Intelligenz nicht mehr trauen kann, man nicht mehr weiß, was an Informationen wahr ist.

Das Buch ist sehr ansprechend in drei Akte aufgeteilt.

Der erste Akt beginnt sehr rasant und hat mich sofort gefesselt. Es passiert sehr viel, das Geschriebene wirkt auf mich nachvollziehbar und authentisch.

Es werden viele verschiedene Charaktere und Schicksale vorgestellt, die Auswirkungen auf verschiedene Lebensbereiche sind sehr spannend zu lesen.

Im Verlauf des Buches geht es immer mehr um Einzelschicksale und etwas weniger um das große Ganze. Insgesamt passiert mir hier ein bisschen zu viel, es wird alles etwas unglaubwürdig und mein Interesse wird geringer. Auch kommt zu höchst seltsamen Zufällen.

Insgesamt bin ich vom Thema beeindruckt, aber die Umsetzung in diesem Buch konnte mich nicht völlig überzeugen.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Solide

Der Wolf im dunklen Wald
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Dieses zweite Buch von Sia Piontek hat mich weniger begeistert als der Vorgänger.

Der zugrundeliegende Fall ist durchaus interessant und es gibt spannende Irrungen und Wirrungen. Die Charaktere ...

Dieses zweite Buch von Sia Piontek hat mich weniger begeistert als der Vorgänger.

Der zugrundeliegende Fall ist durchaus interessant und es gibt spannende Irrungen und Wirrungen. Die Charaktere sind zahlreich und gut dargestellt.
Der Schreibstil ist wieder sehr mitreißend und die verbreitete Atmosphäre ist absolut stimmig.

Und doch gefällt mir dieses Buch nicht so richtig, ich glaube, ich mag die Protagonistin jetzt einfach noch weniger als vorher. Sie ist schon ein sehr schwieriger Charakter und nicht unbedingt sympathisch. Auch die Tochterbeziehung ist schwierig, für mich vermittelt das beim Lesen einfach kein angenehmes Gefühl und die Protagonistin wird eher zur Anti-Heldin, die zwar spannende Fälle aufklärt, aber ein unangenehmer Charakter ist. Ich bin gespannt, wie sich das in weiteren Teilen entwickeln wird.


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Veröffentlicht am 16.08.2024

Unterhaltsam

Wolke Sieben ganz nah
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Wolke sieben ganz nah entspricht jetzt nicht meinem bevorzugten Lesestoff, aber ab und zu mag ich gerne mal einen seichten Liebesroman einschieben.

Dieser hier ist wirklich witzig, er wird als ...

Wolke sieben ganz nah entspricht jetzt nicht meinem bevorzugten Lesestoff, aber ab und zu mag ich gerne mal einen seichten Liebesroman einschieben.

Dieser hier ist wirklich witzig, er wird als Dramedy vermarktet, ich konnte das Ganze gut als Comedy mit einem Hauch Satire lesen, weil das Drama wirklich sehr dramatisch und damit nicht mehr ernstzunehmend ist.

Die Geschichte ist wirklich unterhaltsam, die Beschreibung von Evermore und Nevermore und Clevermore sehr charmant.
Ein Buch über den Tod, dass nicht besonders traurig ist, eine typische Liebesgeschichte, man weiß, wo es hingeht, es gibt keine Überraschungen.

Die Tropes sind so klischeehaft, das es wirklich überzeichnet wirkt.

Die Charakterentwicklung ist nett mitzuverfolgen, für mich wenig stimmig, aber satirisch passend.
Gute Unterhaltung, nichts beeindruckendes.

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