"Slow Weekends - die schönsten Slow Travel Erlebnisse in Deutschland" hätte an sich so gut sein können, doch leider hat mich dieses Werk etwas ratlos und auch enttäuscht zurückgelassen.
Grund dafür sind ...
"Slow Weekends - die schönsten Slow Travel Erlebnisse in Deutschland" hätte an sich so gut sein können, doch leider hat mich dieses Werk etwas ratlos und auch enttäuscht zurückgelassen.
Grund dafür sind nicht etwa die doch zugegeben schönen Fotos, sondern vielmehr die Auswahl der (O-Ton) "inspirierenden" Reiseziele. Hier habe ich mir ein paar schöne Geheimtipps gewünscht, die man vielleicht nicht direkt auf dem Radar gehabt hätte. Leider werden hier jedoch bereits bekannte Reiseziele einfach neu verpackt, was mir persönlich zu wenig ist.
Hätte man hier mehr auf Geheimtipps gesetzt und nicht wahllos Ziele genommen, die bereits in jedem bekannten Reiseführer stehen, hätte ich sicherlich mehr aus dem Werk mitnemen können. So ist es zwar insgesamt nett anzusehen, aber leider mehr vom selben.
Nachdem ich von Dasy Johnson bereits "Die Schwestern" gelesen habe und von diesem Werk nur halbwegs begeistert war, wollte ich der Autorin noch einmal eine faire Chance geben und habe zu ihrem neuesten ...
Nachdem ich von Dasy Johnson bereits "Die Schwestern" gelesen habe und von diesem Werk nur halbwegs begeistert war, wollte ich der Autorin noch einmal eine faire Chance geben und habe zu ihrem neuesten Werk "Das Hotel" gegriffen. Meine Erwartungen waren nicht enorm hoch, was an sich ganz gut war, denn leider konnte mich auch diese Anthologie rund um ein mysteriöses Hotel nicht sonderlich begeistern.
Auf knapp 160 Seiten sind insgesamt fünfzehn Kurzgeschichten zu einem Hotel gestanden, in welchem es nicht nur zu einigen Vermissten- und Todesfällen gekommen ist, sondern es wird auch über die Entstehung des Hotels erzählt. Die jeweiligen Geschichten beziehen sich dabei auf Einzelschicksale, aber auch auf das Hotel selbst, welches nicht nur mysteriös ist und sich immer wieder verändert, sodass es für nahezu jeden Menschen anders aussieht.
An sich hätte das wirklich gut funktionieren und ein interessantes Gesamtbild zum Hotel abgeben können, aber leider ist dies der Autorin meiner Meinung nach nicht gelungen, denn sie verstrickt sich immer wieder in Erklärungen rund um das Hotel und die Geschichten kratzen lediglich immer nur an der Oberfläche, sodass es mir deutlich an Tiefe gefehlt hat.
Es sind zwar hier und da durchaus Horrorelemente enthalten, allerdings kommen mir diese viel zu selten vor, als wirklich mit den Figuren und ihren Schicksalen mitfiebern zu können. Obwohl viele der Geschichten tatsächlich sehr kurz sind, habe ich dennoch oft das Gefühl gehabt, dass sich viele davon wie Kaugummi gezogen haben, weil einfach viel zu sehr auf kleinere Details eingegangen wurde, die am Ende noch nicht einmal wichtig erscheinen. Auch die Figuren in den Geschichten blieben mir stets fremd, sodass ich keinerlei Bezug zu ihnen aufbauen konnte.
Letztendlich werden hier Geschichten rund um ein Hotel erzählt, die man leider viel zu schnell wieder vergessen hat, da es nicht nur an Tiefe mangelt, sondern auch an Spannung und Dramatik. Ich hätte diese Anthologie wirklich gern gemocht, aber leider sollte es nicht sein. Ob ich der Autorin auch noch eine dritte Chance geben werde, ist mehr als unwahrscheinlich.
Von "Keine Panik, ist nur Technik" von Kenza Ait Si Abbou habe ich mir sehr viel erhofft, weil ich mich sehr für Algorithmen und KI interessiere. Leider entpuppte sich dieses Werk dann doch als kleine ...
Von "Keine Panik, ist nur Technik" von Kenza Ait Si Abbou habe ich mir sehr viel erhofft, weil ich mich sehr für Algorithmen und KI interessiere. Leider entpuppte sich dieses Werk dann doch als kleine Enttäuschung, denn vieles, was hier aufgelistet wird, war mir bereits bekannt und wurde in anderen Werken bereits sehr viel einfacher erklärt, ohne dabei zu trocken zu wirken.
Und da ist das große Problem: Man will hier anders wirken, man nimmt bewusst einen Titel, der sich einfach und leicht anfühlt und dann passt das Ganze nicht zum Schreibtil, denn man wird hier von Fachbegriffen erschlagen, ohne dass man aber zu sehr in die Tiefe geht. Dazu ist der Schreibstil viel zu nüchtern, sodass es für mich nichts war, was ich schnell gelesen habe.
Von dem Kochbuch "Plant Based Soulfood" habe ich mir eine ganze Menge versprochen und muss sagen, dass ich am Ende doch eher zwiegespalten und schon fast enttäuscht bin.
Auf den ersten Blick klingen ...
Von dem Kochbuch "Plant Based Soulfood" habe ich mir eine ganze Menge versprochen und muss sagen, dass ich am Ende doch eher zwiegespalten und schon fast enttäuscht bin.
Auf den ersten Blick klingen die meisten Rezepte zunächst ganz gut, wenn es aber um die Dauer der Vorbereitungszeit und die Zutatenliste geht, damm ist vieles davon einfach nicht alltagstauglich. Viele der Zutaten sind dazu im üblichen Handel kaum bis gar nicht erhältlich, sodass ich diese teilweise sogar bestellen musste. Dazu gehören u.a. Aprikosenessig oder auch Palmkohl.
Dazu muss auch vieles bereits einen Tag im Vorfeld vorbereitet werden, ehe man am nächsten Tag überhaupt mit dem Kochen beginnen kann. Wer da dauerhaft die Zeit für hat: Super! Für mich ist dies nur leider nicht so möglich.
Etwas problematisch, aber reine Geschmacksache sind für mich auch die Superlativen, die in diesem Buch verwendet werden. Es wird von Ken Müller immer und immer wieder wiederholt, dass sein Rezept das Allerbeste ist, dass es nichts besseres gibt, dass es das "weltbeste" Essen ist und natürlich alles "wahnsinnig lecker". Natürlich möchte man als Autor sein Werk verkaufen, von daher kann man ihm da nur schwer einen Vorwurf machen, aber für mich persönlich ist dies einfach too much und sorgt eher dafür, dass ich die Lust an dem Kochbuch verliere.
Was hier allerdings auch noch wichtig ist, ist, dass es sich hierbei nicht um rein vegane Rezepte handelt, obwohl man dies durch den Titel "Plant Based" eigentlich glauben könnte. Mir ist klar, dass man den Titel aus marketingtechnischen Gründen bewusst gewählt hat, allerdings kann dies schon sehr in die Irre führen, wenn man sich ansonsten eher vegan ernährt.
"Yoko" von Bernhard Aichner ist derzeit in der Buchbubble in aller Munde und somit bin auch ich auf den Thriller mit dem ansehnlichen Cover aufmerksam geworden. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen ...
"Yoko" von Bernhard Aichner ist derzeit in der Buchbubble in aller Munde und somit bin auch ich auf den Thriller mit dem ansehnlichen Cover aufmerksam geworden. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen waren meine Erwartungen an das Werk enorm hoch und leider wurde ich bitterlich enttäuscht, denn "Yoko" und ich wollten auf vielerlei Hinsicht nicht zusammenpassen.
Dies begann bereits auf den ersten Seiten, als sehr detailliert beschrieben wird, wie ein Hund zu Tode misshandelt wird. Für mich, die selbst einen Hund hat, war dieser Moment unerträglich und es fiel mir dadurch von Anfang an schwer, mich auf die Geschichte gänzlich einzulassen. Auch anderer Missbrauch wird in dem Buch für meinen Geschmack zu detailliert. Hartgesottene Thriller-Fans mögen dies vielleicht, aber für mich war es dann doch zu viel des Guten, obwohl ich normalerweise nur selten Probleme mit dem Genre habe. Die Dialoge sind teilweise gewöhnungsbedürftig, allerdings konnte ich mich gut daran gewöhnen.
Ein weiteres großes Problem sind für mich die Figuren. Vor allem Yoko wirkt auf mich unnahbar, oft eiskalt und anderen Menschen gegenüber von oben herab. Dass sie aufgrund der Ereignisse, die ihr und ihrer Lebensgefährtin in dem Buch passieren, knallhart ist und ihren eigenen, oftmals blutigen Weg gehen muss, ist grundsätzlich nicht das Problem, allerdings habe ich oft das Gefühl gehabt, dass der Autor immer wieder einen drauf setzen musste, um noch mehr zu schockieren, was aufgrund des Plots eigentlich gar nicht nötig ist.
Natürlich wird Yoko, nachdem sie den Hund vor einem Restaurant retten wollte, von der chinesischen Mafia entführt. Gewöhnliche Kriminelle, die keiner Organisation angehören, waren anscheinend für diesen Fall nicht "gut" genug. Auch die Brutalität ist in "Yoko" vollkommen übertrieben, denn vieles hätte gar nicht so ausführlich beschrieben werden müssen. Dadurch, dass die gesamte Brutalität aufgelistet und beschrieben wurde, bleibt nicht viel übrig, was sich die Leserschaft noch selbst bildlich vorstellen kann. Gleichzeitig kam dadurch immer mehr das Gefühl auf, als würde ich mich in einem Splatterfilm und nicht in einem Thriller befinden.
So sehr ich "Yoko" auch mögen wollte: Der knapp 300 Seiten lange Thriller und ich wollten in jeglicher Hinsicht nicht zusammenpassen, sodass ich große Mühe hatte, das Buch überhaupt zu beenden. Wer mit Missbrauch, Tierquälerei und übertriebener Brutalität in Büchern keine Probleme hat, wird sich mit der Geschichte möglicherweise anfreunden können, für mich war es jedoch zu viel.