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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.09.2024

ein wenig enttäuschend

Mit kaltem Kalkül
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Sabine Yaos zweiter Fall, in dem sie zuerst einen Fall von Polizeigewalt in der Gewaltambulanz bearbeiten muss.
Aber dann wird sie zu einem Toten beordert, dem die Kehle durchgeschnitten wurde. Am Tatort ...


Sabine Yaos zweiter Fall, in dem sie zuerst einen Fall von Polizeigewalt in der Gewaltambulanz bearbeiten muss.
Aber dann wird sie zu einem Toten beordert, dem die Kehle durchgeschnitten wurde. Am Tatort gibt es SM Spielzeug und welches für Kinder. Kurz danach wird eine Kinderleiche aufgefunden, die den Ermittlern Rätsel aufgibt. Gleichzeitig verschwindet aus dem selben Lebensumfeld ein weiteres Kind.

Grundsätzlich ein spannender Fall, aber hier mit deutlichen Schwächen. Das Rätsel der Kinderleiche ist keins, da die Lösung mein erster Gedanke war. Dass renommierte Rechtsmediziner erst Abwegiges probieren, bevor sie auf die, aus meiner Sicht, einfache Lösung kommen, erscheint mir doch sehr unrealistisch.

Was ich aber immer liebe, sind die beiläufig eingestreuten Fälle aus dem Arbeitsalltag der Rechtsmedizin, wie hier auch der Fall eines russischen Oligarchen, der eine Vergiftung vorgetäuscht hat.
Und insgesamt ist der Fall spannend geschrieben. Wir erfahren wieder etwas aus Sabines Privatleben und viel Interessantes aus ihrem Berufsleben.

Daher trotzdem eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Hauptsächlich für Menschen

Lass die anderen reden
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Wie heißt es so richtig: Das Problem befindet sich meist am anderen Ende der Leine. Das ist nicht der Hund, das ist der Mensch. Und wenn dieser Probleme hat, wird er einen willensstarken Hund nicht erziehen ...

Wie heißt es so richtig: Das Problem befindet sich meist am anderen Ende der Leine. Das ist nicht der Hund, das ist der Mensch. Und wenn dieser Probleme hat, wird er einen willensstarken Hund nicht erziehen können. Nicht nur, weil dieser Mensch nicht konsequent mit seinem Hund umgeht, sondern weil der Hund die Unsicherheit des Menschen spürt und sofort die Führung übernimmt. Und das ist weder für den Hund noch für den Menschen gut, da beide dann ein sehr unentspanntes Leben haben.
Darum fokussiert sich die Autorin in diesem Ratgeber auch auf den Menschen. Was hat er/sie für Schwächen? Woran kann oder will er/sie arbeiten? Wie kann das gelingen? Dazu werden Experten herangezogen und Vorschläge für mögliche Verbesserungen oder gar Therapien gemacht.
Für mich war da wenig Neues dabei, hat mich aber mal wieder zum Nachdenken angeregt.

Also eine Leseempfehlung für alle, egal ob mit oder ohne Hund!

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Veröffentlicht am 25.08.2024

Gewalt

Letzte Lügen
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Wen sexuelle Gewalt, inzest, Gewalt in Ehe und Familie, despotisches Verhalten oder jede Art von Sucht triggert, sollte die Hände von diesem Buch lassen.

Sara Linton und Will Trent sind endlich verheiratet ...


Wen sexuelle Gewalt, inzest, Gewalt in Ehe und Familie, despotisches Verhalten oder jede Art von Sucht triggert, sollte die Hände von diesem Buch lassen.

Sara Linton und Will Trent sind endlich verheiratet und wollen ihre Flitterwochen auf einem Anwesen am Anfang des Appalachian Trails verbringen. Hier gibt es nur wenige Gäste und die Betreiberfamilie, die alles andere als normal ist. Der Patriarch ist ein gewalttätiger Egoist, dem sich alle unterzuordnen haben. Ein Hilfeschrei mit anschließendem Tod beendet die Flitterwochen von Sara und Will. Und so beginnen die Ermittlungen, die sie tief in menschliche Abgründe führen.

Nicht nur das Tötungsdelikt ist furchtbar, sondern das ganze Leben des Opfers. Je mehr davon ans Tageslicht kommt, desto erschütternder sind die Zusammenhänge. Auch wenn sich die Beziehung von Sara und Will durch die Geschichte zieht, stehen doch Gewalt und Missbrauch im Vordergrund.

Ich glaube nicht, dass es das alles braucht, um einen guten Kriminalroman zu schreiben.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Langweilig

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Das Cover ist ansprechend, der Titel langweilig und der Klappentext interessant.

Der Name DI Wilkins kommt in der für Oxford zuständigen Polizeidienststelle gleich zweimal vor. Unterschiedlicher als die ...

Das Cover ist ansprechend, der Titel langweilig und der Klappentext interessant.

Der Name DI Wilkins kommt in der für Oxford zuständigen Polizeidienststelle gleich zweimal vor. Unterschiedlicher als die beiden können zwei männliche Ermittler kaum sein. Mit ihrer Kleidung setzen beide Statements. Der im Trailerpark aufgewachsenen Ryan trägt Trainingshose und -schuhe, der Oxfordabsolvent Raymond Markenkleidung. Aber auch ihr Auftreten unterscheidet sich sehr. Da Ryan oft Grenzen überschreitet, schwebt das Disziplinarverfahren immer in der Luft. Dabei bringen gerade seine Ermittlungen den Fall voran.
Der Fall: Im Büro des Provost wird die Leiche einer jungen Frau aufgefunden. Ihre Identität bleibt lange im Unklaren. Kurz vor der Entdeckung ihrer Leiche waren sehr viele Menschen in der Universität anwesend.

Ich habe mich nicht sehr gut unterhalten gefühlt. Schon zu Beginn und immer wieder wird Ryan als Jugendlicher beschrieben. Dass andere ihn so sehen, ist sicherlich okay. Dass aber der Autor ihn schon anfangs so betitelt, ist nicht in Ordnung.
Die Geschichte hat deutliche Längen, die Ermittlungen ziehen sich. Insgesamt ist die Geschichte von Ryan, der einen kleinen Sohn und ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater hat, noch der interessanteste Teil der Geschichte.

Insgesamt keine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 18.03.2026

Ärgerlich

39 Grad Mord
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Hannah soll einen zweiten Krimi schreiben und wird dafür von ihrem Lektor in ein Ferienhaus auf Sizilien geschickt. Hier lernt sie ein schwedisches Ehepaar kennen, übernachtet in deren Villa, wo am Morgen ...

Hannah soll einen zweiten Krimi schreiben und wird dafür von ihrem Lektor in ein Ferienhaus auf Sizilien geschickt. Hier lernt sie ein schwedisches Ehepaar kennen, übernachtet in deren Villa, wo am Morgen die Leiche der Frau gefunden wird. Hannah wird zur Hauptverdächtigen und versucht durch eigene Ermittlungen, ihre Unschuld zu beweisen.

Was sich laut Klappentext nach einem unterhaltsamen Krimi anhört, wird zu einem langatmigen, spannungsarmen, konstruierten Fall mit einer unsympathischen Protagonistin.
Hannah trinkt zuviel, stößt alle Menschen vor den Kopf, macht unsinnige Dinge, mischt sich unnötig ein und tut sich auch noch leid. Bei allem Narzissmus hat sie ständig Angst, dass ihre Geliebte, die ihr mit Mann und Kindern hinterhergereist ist, mit ihr Schluss macht. Was Margrét an Hannah findet, bleibt für mich ein Rätsel.

Dieser Krimi ist leicht zu lesen, hat kurze Kapitel und keine schwer zu durchschauenden Verwicklungen. Hier werden Sonne, Wein, Meer, Mafia, gutes italienisches Essen und eine egozentrische Schriftstellerin zu einem Krimi verwurstet, der mich zeitweise geärgert zum Ende immer mehr gelangweilt hat.

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