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Veröffentlicht am 22.06.2025

Die Zeit läuft ab

Sieben letzte Tage
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Alice hat lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Umso erstaunter ist sie, als ihre Schwester den Kontakt mit ihm herstellt und ihr mitteilt, dass er nur noch sieben Tage bis zu seiner eigenen Hinrichtung ...

Alice hat lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Umso erstaunter ist sie, als ihre Schwester den Kontakt mit ihm herstellt und ihr mitteilt, dass er nur noch sieben Tage bis zu seiner eigenen Hinrichtung hat.

Hin- und hergerissen zwischen ihren widerstrebenden Gefühlen versucht sie ihm zu helfen und setzt dafür einiges in Gang.

Die Idee hinter dieser Geschichte fand ich sehr aufregend und war neugierig, was am Ende dabei herauskommt.
Die Kapitel sind in die letzten Tage, Stunden, eingeteilt, so dass man immer sehen kann, wieviel Zeit ihnen noch bleibt.

Nicht nur einmal habe ich mich gefragt, wie sie Ergebnisse erzielen wird, wann es endlich in die Vollen geht, wie sie das schaffen will. Die Tage ziehen sich und so wirklich passiert nichts.
Es steckt eine Menge dahinter, aber es geht manchmal auch etwas abseits. Das ist dann einfach zu viel und zu ausschweifend.

Es gibt verschiedene Figuren, die mich aber nicht alle überzeugt haben. Boudreaux fand ich interessant, die Schwester eher nervig. Alice hadert mit der Beziehung zu ihrem Vater, aber die Strafverteidigerin in ihr, hat die Witterung aufgenommen.

Alles in allem ein unterhaltsames, spannendes Buch, wenn ich auch ein bisschen andere Vorstellungen davon hatte.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 23.02.2025

Die sieben Todsünden

Vanity Falling: Academy of Sins
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Keine Frage, das Buchcover ist sehr gelungen, verspricht einiges und lädt direkt zum Lesen ein.

Die Erzählung ist temporeich, es passiert sehr viel, aber es gibt auch ruhigere Momente. Düster und romantisch ...

Keine Frage, das Buchcover ist sehr gelungen, verspricht einiges und lädt direkt zum Lesen ein.

Die Erzählung ist temporeich, es passiert sehr viel, aber es gibt auch ruhigere Momente. Düster und romantisch ist die vorherrschende Stimmung, die gut zu dieser Welt passt.
Anfangs stürmt eine Menge auf den Leser ein, Personen, ungewöhnliche Namen und Orte. Schon das Inhaltsverzeichnis ist etwas überwältigend. Zum Glück gibt es ein Glossar für die lateinischen Begriffe und auch ein Personenregister, was gerade bei den vielen Namen sehr hilfreich ist. (Wobei das beim gedruckten Buch einfacher zum Nachschlagen ist, als beim ebook).

Asher und Rahel, zwei gegensätzliche Charaktere, die sich langsam annähern, haben mir gefallen. Verbotene Liebe, Feinde die zu Freunden werden, eine langsam aufgebaute Beziehung.
Die Nebenfiguren hätten etwas mehr Aufmerksamkeit verdient. Sie wirken recht blass und bleiben kaum in Erinnerung.

Wenn man sich darauf einlässt wird man mit einer guten Fantasy-Geschichte belohnt, die aber auch kleine Schwächen hat.

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Veröffentlicht am 16.02.2025

Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach

Die Eigensinnige
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Die Komtesse Marie Dubsky ist eine Frau, die ausbricht aus dem Korsett ihrer Zeit, Grenzen überschreitet, ihr Leben selbst bestimmen möchte und ihre Träume lebt.

Die fiktive Geschichte über die Schriftstellerin ...

Die Komtesse Marie Dubsky ist eine Frau, die ausbricht aus dem Korsett ihrer Zeit, Grenzen überschreitet, ihr Leben selbst bestimmen möchte und ihre Träume lebt.

Die fiktive Geschichte über die Schriftstellerin Freifrau Marie von Ebner-Eschenbach ist nicht nur unterhaltsam, sie ist auch interessant und informativ. Sie gibt Einblicke in die damalige Zeit und spiegelt das Sittenbild wieder.

Verschiedene Charaktere spielen mehr oder weniger große Rollen in ihrem Leben. Allen voran ihr Cousin und späterer Ehemann Moritz und ihre Stiefmutter.

Ein bisschen im Hintergrund bleibt im Laufe des Geschehens ihr Wirken als Schriftstellerin, was ich etwa schade fand. Da hätte ich gerne mehr erfahren. Aber leider bleibt es eher nebensächlich.

Dafür werden andere Ereignisse, wie die sicherlich fiktive zufällige Begegnungen mit Kaiserin Sissi, in den Vordergrund gedrängt, die es manchmal nicht gebraucht hätte.

Alles in allem war es sehr unterhaltsam, aber ehe eine Art historischer Liebesroman.

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Im Haus der Tante.

Der Morgen nach dem Regen
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Die Geschichte über eine Mutter, deren berufliches Leben immer im Vordergrund stand, zu Lasten der Beziehung zu ihrer Tochter.

Ist diese Geschichte ein Schuldeingeständnis? Eine Aufarbeitung? Der Versuch ...

Die Geschichte über eine Mutter, deren berufliches Leben immer im Vordergrund stand, zu Lasten der Beziehung zu ihrer Tochter.

Ist diese Geschichte ein Schuldeingeständnis? Eine Aufarbeitung? Der Versuch eines Neubeginns zwischen den beiden Frauen?

Sie hat von allem etwas, aber sie zieht den Leser nicht auf eine Seite. Man muss sich nicht entscheidem, an wem man seine Sympathien vergibt. Sie zeigt beide Seiten, beide Blickwinkel und wirbt auch um Verständnis für die Handlungen.

Mir gefiel dieses Buch gut. Es ist flüssig zu lesen und sehr unterhaltsam. Neben vielen interessanten Einblicken in das Berufsleben der Mutter, hat es auch seine emotionalen, informativen und spannenden Momente.

Die beiden Hauptfiguren brauchen eine gewisse Zeit, um sich einander wieder anzunähern. Das wurde gut umgesetzt und wirkt authentisch.

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Veröffentlicht am 13.01.2024

ein Vierteljahrhundert später...

Eine halbe Ewigkeit
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Ich habe "Mondscheintarif" kurz nach seinem Erscheinen gelesen und war begeistert von dieser witzigen und unterhaltsamen Geschichte.

Natürlich sind die Erwartungen an diese Fortsetzung groß.
Jetzt, fünfundzwanzig ...

Ich habe "Mondscheintarif" kurz nach seinem Erscheinen gelesen und war begeistert von dieser witzigen und unterhaltsamen Geschichte.

Natürlich sind die Erwartungen an diese Fortsetzung groß.
Jetzt, fünfundzwanzig Jahre später, treffen wir sie wieder. Sie ist ein Vierteljahrhundert älter, ich bin es auch. Und die Autorin ebenfalls. Da ändert sich einiges im Leben und in den Ansichten.

Die gleiche Begeisterung wie damals wollte sich nicht so recht einstellen. Zwar treffen wir hier alte Bekannte wieder, stehen mitten in Coras Leben und es sind aktuelle Themen die hier angesprochen werden, trotzdem ist es irgendwie ... fremd. Vielleicht waren auch meine Erwartungen zu hoch.

Keine Frage, es war unterhaltsam und hatte auch seine humorvollen Momente, aber im Großen Ganzen konnte es mich nicht so abholen wie der erste Band.

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