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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.09.2024

Abenteuer für Leseanfänger

Animox als Comic-Roman 1. Das Heulen der Wölfe
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Die Mischung aus Roman und Comic fand ich persönlich ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Man hat Seiten, die ganz normal geschrieben sind und dazwischen wird die Handlung dann mit schwarz-weißen Comicstrips ...

Die Mischung aus Roman und Comic fand ich persönlich ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Man hat Seiten, die ganz normal geschrieben sind und dazwischen wird die Handlung dann mit schwarz-weißen Comicstrips fortgesetzt. Teilweise ist es auch einfach nur ein einziges Bild. Für Leseanfänger ist das sicher ganz hilfreich, weil es das Buch auflockert und einfacher zu lesen ist als nur Textpassagen. Für Kinder, die bereits mehr Leseerfahrung haben, würde ich eher die Original-Reihe empfehlen.

Die Geschichte ist spannend und die Charaktere sind interessant. Durch die Illustrationen bekommt man einen noch besseren Eindruck von ihnen. Die Spannung bleibt das ganze Buch hindurch konstant. Allerdings fand ich das Tempo manchmal etwas zu schnell. Es passiert sehr viel in sehr kurzer Zeit. Erklärungen kommen manchmal ein bisschen zu kurz.

Nichtsdestotrotz kann ich das Buch für Leseanfänger durchaus empfehlen.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Sehr authentisch, aber stellenweise etwas langatmig

Du und ich und der Sommer
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Die Geschichte wird aus der Sicht von Jura erzählt und beginnt damit, dass der mittlerweile erwachsene Jura an den Ort zurückkehrt, an dem er Wolodja kennengelernt hat. Während er über das verlassene Gelände ...

Die Geschichte wird aus der Sicht von Jura erzählt und beginnt damit, dass der mittlerweile erwachsene Jura an den Ort zurückkehrt, an dem er Wolodja kennengelernt hat. Während er über das verlassene Gelände streift erfährt man in Rückblicken was in jenem Sommer passiert ist. Dabei springt die Geschichte immer wieder mal in die aktuelle Zeit zurück, was mich jedes Mal ein bisschen rausgerissen hat.

Die Figuren wirken auf mich sehr authentisch und lebensnah. Man kann sich gut in beide hineinversetzen. Wie sie sich langsam näherkommen und mit ihren Gefühlen kämpfen - jeder auf seine eigene Art. Schließlich müssen sie ihre Liebe geheim halten. Gerade Wolodja hat sehr mit seiner Homosexualität zu kämpfen. Er ist sehr vorsichtig, während Jura eher ein Draufgänger ist.

Die Zeit im Sommerlager wird sehr ausführlich behandelt. Für meinen Geschmack eindeutig zu ausführlich. Stellenweise zieht sich das Buch hier ganz schön. Zum Ende hin erfährt man dann eher im Schnelldurchlauf wie Juras Leben weiter verlaufen ist und wie der Kontakt zwischen Wolodja und ihm abriss. Ich finde es großartig, dass hier auch schwierige Themen wie AIDS oder Therapien, die von der Homosexualität heilen sollen, behandelt werden. Genauso wie der Zerfall der Sowjetunion und die Folgen für die Menschen. In diesem Punkt zeigt die Geschichte ein schonungslos ehrliches Bild.

Das Ende war dann für meinen Geschmack ein bisschen unrealistisch, aber dennoch wirklich schön. Ich muss gestehen, dass ich einige Begriffe nachschlagen musste und mich mit den Namen teilweise schwer getan habe. Aber okay, das liegt einfach in der Natur der Sache, wenn man eine Geschichte liest, die in der ehemaligen Sowjetunion spielt.

Mein Fazit: Eine durchaus berührende, authentische Geschichte, die mich jedoch nicht so stark fesseln konnte, dass ich die Folgebände lesen müsste.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

interessante Idee, Umsetzung geht so

Der Salon der kühnen Frauen
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Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll, muss ich gestehen. Die Idee fand ich total interessant, aber die Umsetzung konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Positiv finde ich auf jeden ...

Ich weiß nicht so recht, was ich von diesem Buch halten soll, muss ich gestehen. Die Idee fand ich total interessant, aber die Umsetzung konnte mich nicht wirklich überzeugen.

Positiv finde ich auf jeden Fall, dass man einen durchaus realistischen Einblick in das Leben der Frauen zu jender Zeit bekommt. Ein wenig schade allerdings, dass es dabei nur um die Frauen der Oberschicht geht. Die Not der armen Bevölkerung wird lediglich ein paarmal am Rande erwähnt.

Die Erzählerin, die sich Mutter Gans nennt (Märchen wurden damals auch als Mutter Gans Geschichten bezeichnet) ist quasi eine unbeteiligte Beobachterin des bunten Treibens. Ihre Ausdrucksweise fand ich dabei manchmal eher unpassend. Meist ist die Sprache eher förmlich. Teilweise wird z.B. die Ausstattung eines Salons eine halbe Seite lang in blumigen Worten umschrieben. Aber dann tauchen plötzlich Worte wie "Ficken" oder "Fotze" auf. Das hat für mich einfach nicht gepasst.

Des weiteren fand ich die Erzählweise manchmal etwas zu wirr. Die Erzählerin springt zwischen Personen und Zeiten scheinbar wahllos hin und her. Ich hätte mir eine konstantere Erzählweise gewünscht.

Letzten Endes ist Der Salon der kühnen Frauen kein schlechtes Buch, aber eben auch kein wirklich gutes.

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Veröffentlicht am 28.08.2024

Kindheit in der DDR

Wie ein Vogel
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Besonders auffällig sind an diesem Buch die schönen Illustrationen. Teilweise einfach in schwarz-weiß gehalten, teilweise auch farbig, vermitteln sie den Eindruck, man würde durch ein altes Fotoalbum blättern. ...

Besonders auffällig sind an diesem Buch die schönen Illustrationen. Teilweise einfach in schwarz-weiß gehalten, teilweise auch farbig, vermitteln sie den Eindruck, man würde durch ein altes Fotoalbum blättern. Das fand ich eine wirklich schöne Idee.

Dazu passt auch der Text aus der Erzählperspektive eines jungen Mädchens sehr gut. Das Verhältnis von Bildern und Text fand ich gerade richtig. So werden auch kleine Leser nicht überfordert, da die Bilder hier eindeutig überwiegen. Auch die Sprache ist absolut kindgerecht und leicht verständlich.

Das Buch bietet einen netten Einblick in die Kindheit in der DDR. Für meinen Geschmack ist dieser aber nicht breit genug gefächert. Ich hätte mir hier mehr Alltagssituationen gewünscht. Hauptsächlich geht es um die verschiedenen Wellensittiche der Familie. Der Rest wird eher nebensächlich gestreift. Das ist süß, aber auch etwas oberflächlich.

Trotzdem ist es ein nettes Buch, das Kindern die Zeit des geteilten Deutschland etwas besser näherbringt.

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Veröffentlicht am 05.08.2024

zu viele Charaktere und Perspektivwechsel

Grave 1: Höllenschwur und Knochenflut
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Dieses Buch hat mich leider eher enttäuscht. Ausgehend vom Klappentext hatte ich natürlich erwartet, dass sich die Story hauptsächlich um Nero und Grave dreht. Das ist aber absolut nicht der Fall. Letzten ...

Dieses Buch hat mich leider eher enttäuscht. Ausgehend vom Klappentext hatte ich natürlich erwartet, dass sich die Story hauptsächlich um Nero und Grave dreht. Das ist aber absolut nicht der Fall. Letzten Endes kommen sie auch nicht häufiger vor als die meisten der anderen, gefühlt 1000 Charaktere. Echt schade.

An sich hatte ich mit den vielen Charaktere jetzt kein Problem. Allerdings kenne ich mich in der griechischen Mythologie ziemlich gut aus. Das hat auf jeden Fall geholfen. Das Personenregister am Ende des Buches habe ich dann auch erst ganz am Ende entdeckt. Sehr hilfreich! Ich kannte die "Flame" Reihe nicht, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass es ein Problem war. Ab und zu gab es Passagen, die auf diese Reihe verweisen, aber ich habe auch so alles ganz gut verstanden.

Was mich etwas gestört hat waren auch die vielen Perspektivwechsel. Im Grunde mag ich es, wenn die Geschichte aus mehreren Perspektiven erzählt wird. Man bekommt dadurch ein besseres Gefühl für die einzelnen Charaktere. Aber hier war es einfach irgendwann zu viel des Guten. Zumal sich die Geschichte im Lauf des Buches mehr und mehr aufspaltet. Immer, wenn ich gerade mit einem Paar oder einer Gruppe richtig mitgefiebert habe, kam wieder ein Perspektivwechsel und es wurde von einer ganz anderen Gruppe erzählt. Das stört den Lesefluss.

Darum habe ich für dieses Buch wohl auch ungewöhnlich lange gebraucht, obwohl ich den Schreibstil wirklich mochte. Was mich allerdings auch gestört war die Tatsache, dass die Autorin ihre Protagonisten ab und zu Wörter wie "Fuck" oder "angepisst" sagen lässt. Das hat für mich nicht gepasst. Ist aber wohl Geschmackssache.

Zum Ende hin gibt es dann nicht nur einen Cliffhanger, sondern natürlich gleich mehrere. Und eine überraschende Wendung, die für mich einfach keinen Sinn gemacht hat. Ich glaube, da wollte die Autorin einfach noch einen großen Knall reinbringen. Was mir wieder zu viel des Guten war. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Mein Fazit: Ein gutes Buch, das aber leider dadurch, dass einfach zu viel gewollt wird, nicht wirklich überzeugen kann. Ich werde die Folgebände eher nicht lesen.

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