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Veröffentlicht am 28.09.2024

Das Warten hat ein Ende

Sommerpfade in Arrowwood
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Das Warten hat ein Ende und endlich darf ich mich wieder auf den Weg nach Arrowwood machen und die Sleeping Lake Ranch besuchen. Alle Geschichten spielen in Arrowwood, können aber unabhängig voneinander ...

Das Warten hat ein Ende und endlich darf ich mich wieder auf den Weg nach Arrowwood machen und die Sleeping Lake Ranch besuchen. Alle Geschichten spielen in Arrowwood, können aber unabhängig voneinander gelesen werden.

Auch wenn diesmal die Geschichte von Lainey und Robyn erzählt wird, habe ich mich sehr gefreut, liebgewonnene Bekannte wiederzusehen. Denn natürlich haben auch Nicky, Granny und Tom ihren Platz in der Geschichte.
Es gibt zwei Handlungsstränge.
Grandpa Bill hat Lainey und ihre jüngere Schwester Robyn zu gleichen Teilen seine Farm vererbt.
Robyn, die als berühmte Konzertpianistin ständig unterwegs ist, hat eigentlich gar kein Interesse an der Farm und Lainey, obwohl sie sie im Sinn ihres Großvaters gerne weiterführen möchte, hat keine Ahnung von der Landwirtschaft. Doch um die Ranch zu ihrem Zuhause zu machen, muss sie nicht nur viel lernen, sondern auch ein eigenes Konzept dafür entwickeln und sich mit ihrer Schwester auseinandersetzen.
Um die Zeit bis zur Übernahme der Farm sinnvoll zu nutzen, begleitet sie ihre Tante Beth nach Arrowwood. Sie hofft, auf der Sleeping Lake Ranch so viel wie Möglich über das Betreiben einer Ranch zu lernen. Auf dem Gnadenhof gibt es jedoch nur einen Job als Pflegerin von Nickys Gandma und nicht nur deren Demenz bringt einiges durcheinander, sondern auch das Auftauchen von Clayton, ihrem Ex-Freund.

Im zweiten Handlungsstrang steht Rabbit vor einigen Herausforderungen. Das Verhältnis zu seinem Vater Jeremy ist zerrüttet, doch dann quartiert dieser sich plötzlich, für scheinbar längere Zeit bei ihm ein. Jeremy mischt sich sogleich in alles ein und weiß alles besser. Für Rabbit ist nicht nur das eine schwierige Situation, denn auch bei der Übernahme der Lederwerkstatt von Tom läuft für Rabbit nicht alles nach Plan.

Das Cover passt perfekt zu den zwei anderen Bänden und gefällt mir sehr gut.
Auch der Schreibstil von Natascha Birovjlev ist wie gewohnt leicht und lebendig. Ich fühlte mich schon nach wenigen Seiten wieder heimisch und hatte das Gefühl Arrowwood gar nicht verlassen zu haben.

Lainey ist eine selbstlose junge Frau, die in der Familie immer hinter ihrer berühmten Schwester zurückstecken muss und das auch bereitwillig tut. Ihre Mutter ist völlig darauf fixiert, Robnys Karriere zu fördern und vergisst darüber, dass sie noch eine weitere Tochter hat, die sie vielleicht ab und zu mal braucht.
Ich hätte mir gewünscht, dass Lainey etwas mehr für das, was sie möchte kämpft und vielleicht wenigstens am Ende, auch ihrer Mutter gegenüber Klartext redet.

Rabbit habe ich schon in Band 2 ins Herz geschlossen. Er möchte die Lederwerkstatt von Tom übernehmen und mit Emily glücklich werden. Doch dann taucht sein Vater auf und schafft es, dass Rabbit plötzlich an sich selbst zweifelt. Man spürt förmlich seine innere Zerrissenheit, Ich habe mit ihm gelitten und von Seite zu Seite gehofft, dass entweder Rabbit oder sein Vater den Mund aufmacht und sie ein klärendes Gespräch beginnen.

Beide Charaktere müssen im Laufe der Handlung lernen, ihren eigenen Weg zu gehen und sich nicht von den Erwartungen anderer beeinflussen zu lassen.

Allerdings wurde mir zu viel um den heißen Brei geredet und die viele Schwindeleien und Geheimnisse empfand ich als etwas übertrieben.
Schön fand ich, dass auch alte Bekannte aus Band 1 und 2 wieder dabei waren, auch wenn sie hier nur eine Nebenrolle spielten. Vor allem die Passagen mit Granny und Tom ließen mir das Herz aufgehen und ich ffeiere ihre späte Liebe.

Natascha Birovljev hat wieder geschafft, nicht nur die Atmosphäre und das Kanadafeeling gekonnt einzufangen, sondern mich mitgenommen auf eine emotionale Reise mit tiefgründigen Charakteren.

Für Band 3 gibt es daher 4 Sterne und eine Leseempfehlung

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Schöner Abschluss der Fantasy-Dilogie

Magnolia Bay 2: Love so Bitter and Sweet
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Die Geschichte von Kari, Nael, Lycien und Zora geht weiter und wie schon in Band 1, verfolgen wir die Handlung aus ihren Perspektiven.
Es sind für meine Verhältnisse ungewöhnlich viele Sichtweisen, aber ...

Die Geschichte von Kari, Nael, Lycien und Zora geht weiter und wie schon in Band 1, verfolgen wir die Handlung aus ihren Perspektiven.
Es sind für meine Verhältnisse ungewöhnlich viele Sichtweisen, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Gut gefällt mir dabei, dass ich jeweils einen Gedanken des Protagonisten als Überschrift mit in das Kapitel hineinnehme.
Daishiro Nemea, der skrupellose und unbarmherzige Anführer des Skarabäusclans will die Macht über ganz Magnolia Bay an sich reißen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er sich mit dem Sydikat der Brennenden Lilie verbündet.
Kari und ihre Freunde wollen ihn stoppen, doch dafür benötigen sie Verbündete. Wo, wenn nicht beim Klauenclan, der Daishiro schon lange ein Dorn im Auge ist, könnten sie diese finden. Doch ist ihre Audienz wirklich erfolgreich?
Zusätzlich kämpft Kari mit einem merkwürdigen Gefühl von Sehnsucht. Doch dann bekommt die Leere in ihrer Brust einen Namen.
Währenddessen suchen Lycien und Zora nach einer Möglichkeit, um Lucien von der lebensbedrohlichen Krankheit, den Silfurvenen zu heilen.

Das Cover passt wunderbar zum ersten Teil der Magnolia Bay -Dilogie und gefällt mir ausgesprochen gut.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig, flüssig und angenehm zu lesen.
Es ist auch noch nicht so lange her, dass ich Band 1 beendet habe und so habe ich ziemlich schnell wieder in die Geschichte hineingefunden.
An die häufigen Wechsel der Sichtweisen habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Ich bekam so immer wieder aus allen Perspektiven Einblicke in die Geschichte, aber so richtig anfreunden konnte ich mich damit nicht.
Obwohl ich sehr gespannt auf die Fortsetzung war, konnte sie mich, wie auch schon Teil 1 lange Zeit nicht so richtig catchen. Ich hatte das subjektive Gefühl, dass es nicht richtig voranging und durch die ständigen Wechsel der Perspektiven spannende Situationen unterbrochen wurden.
Zu Beginn habe ich das Buch öfter zur Seite gelegt und überlegt, ob ich überhaupt weiterlesen möchte.
Aber ich war auch neugierig darauf, zu erfahren, wie die Geschichte endet.
Als Lucien und Zora beim Opaclan ankamen, war es dann endlich so weit. Der Punkt, an dem ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, war erreicht.

Im zweiten Band wird es richtig magisch. Unsere Charaktere lernen neue Fähigkeiten. Wir bereisen neue Orte und lernen neue Clans und auch einige neue Figuren kennen.
War Kari im ersten Teil noch lange Zeit sehr verschlossen und auf Distanz bedacht, so öffnet sie sich im Laufe der Handlung spürbar. Es knistert und prickelt auch etwas mehr.

Das Worldbuilding ist wieder großartig beschrieben und durch die Karte auf den ersten Seiten des Buches, fiel es mir leicht, die Reisen der Protagonisten zu begleiten.
Begeistert hat mich vor allem die Vielfalt der Geschichte. Es gibt Gestaltwandler in den unterschiedlichsten Formen. Paradiesvogel,Tiger, Löwen, Geparden. Jaguare, Drachen, Magier und Hexen.

Der abschließende Showdown war ganz nach meinem Geschmack und bildetet einen perfekten Abschluss der Story.

Wer Hight Fantasy liebt, in denen Gestaltwandler, Schattenmagier, Hexen, Dämonen und Göttinnen eine Rolle spielen und wer auch auf Drachen nicht verzichten will, ist hier richtig.
Dafür gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2024

Ein schöner Auftakt

Magnolia Bay 1: Magic so Pure and Evil
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Kari ist der letzte Paradiesvogel in der Familie der Gestaltwandler. Um die Familienschulden zu begleichen, übergeben ihre Eltern sie mit 11 Jahren an Daishiro Nemea, den Don des Skarabäusclans. Als „Adoptivtochter“ ...

Kari ist der letzte Paradiesvogel in der Familie der Gestaltwandler. Um die Familienschulden zu begleichen, übergeben ihre Eltern sie mit 11 Jahren an Daishiro Nemea, den Don des Skarabäusclans. Als „Adoptivtochter“ des Dons führt sie ein Leben im goldenen Käfig. Sie genießt zwar den Schutz und den Wohlstand des Clans, wird verhätschelt, beneidet und gefürchtet, aber ist niemals frei. Doch dann ändert sich plötzlich alles. Als sie am morgen erwacht, erkennt niemand Kari mehr. Um ihr Leben zu retten, bleibt ihr nur die Flucht. Doch die Situation hat auch Vorteile, denn zum ersten Mal ist sie frei. Es folgen ihr keine Leibwächter mehr auf Schritt und Tritt und sie erregt kein Aufsehen, denn niemand weiß noch, wer sie ist.
Kari will wissen, was geschehen ist. Doch man ist auf der Suche nach ihr und so flieht sie in die Walled City. Dort trifft sie auf den geheimnisvollen Nael und seine Schwester, der Knochenmagierin Zora.

Eigentlich mag ich Bücher mit einem asiatischen Setting gar nicht so gerne, aber der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht.
Wir starten 10 Jahre zurück in der Vergangenheit und verfolgen, wie Kari von ihren Eltern an den Don des Skarabäusclans übergeben wird.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Sie schreibt wunderbar lebendig und sehr flüssig.
Trotzdem konnte die Geschichte mich zu Beginn nicht wirklich catchen und es dauerte etwas, bis ich richtig in der Handlung angekommen war.
Das erste Drittel fühlte sich für mich relativ lang an und ich habe das Buch ein paarmal zur Seite gelegt. Doch irgendwann bin ich in der Story angekommen und dann konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen.

Wir verfolgen die Geschichte aus vier unterschiedlichen Perspektiven und zwei Handlungssträngen, die gut ineinander greifen. Bei vier Sichtweisen dauerte es etwas länger, bis ich mich in alle Figuren hineinversetzen konnte. Doch nach und nach lernte ich Kari, Nael, Zoe und auch Lycien immer besser kennen.

Im Fokus der Geschichte steht Kari. Sie ist eine spannende Protagonistin, denn sie hat in den letzten 10 Jahren gelernt, sich mit einem Eispanzer zu umgeben und keine Gefühle zu zeigen. Ihr wurde schon früh beigebracht, dass Angst ein Zeichen von Schwäche ist. Dadurch ist sie lange Zeit sehr verschlossen, auf Distanz bedacht und beantwortet jede Annäherung mit kühler Zurückhaltung. Doch mit der Zeit kann sie sich etwas öffnen und das Knistern zwischen ihr und Nael ist spürbar.
Zoe und Nael sind, obwohl sie Geschwister sind, wie Tag und Nacht. Zoe ist im Gegensatz zu ihrem Bruder die Fröhlichkeit in Person. Nael wirkt zwar etwas mürrisch, sagt aber von sich selbst, das Mitgefühl seine größte Schwäche ist. Er liebt seine Schwester über alles.
Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und sehr facettenreich gestaltet ohne dabei zu klischeehaft zu wirken. Sie haben Tiefe und sind zu jeder Zeit greifbar. Mein geheimer Liebling ist dabei jedoch das Schwein.

Richtig begeistert hat mich das Worldbuilding. Es ist einfach großartig beschrieben und ich hatte die Schauplätze immer bildhaft vor Augen. Besonders die Karte auf der ersten Seite hat mir gut gefallen.

Magie, Emotionen und Action bilden das Gerüst zu einer facettenreichen Story.
Wer Romantasy liebt und auf Gestaltwandler, Magier und auch auf Drachen nicht verzichten will, ist hier richtig. Für mich ein richtig guter Auftakt der Reihe, der neugierig auf die Fortsetzung macht. Dafür gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 30.05.2024

Mit Felix durch Österreich

Mit Felix durch Österreich
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Felix begleitet Sophie schon, solange sie denken kann und ist immer an ihrer Seite. Die beiden sind eigentlich unzertrennlich, doch manchmal reist Felix durch die ganze Welt. Aber er schreibt Sophie von ...

Felix begleitet Sophie schon, solange sie denken kann und ist immer an ihrer Seite. Die beiden sind eigentlich unzertrennlich, doch manchmal reist Felix durch die ganze Welt. Aber er schreibt Sophie von unterwegs immer Briefe und kehrt jedes Mal zu ihr zurrück.
Als Felix mit Sophie und ihrer Familie am Bodensee Urlaub macht, verschwindet er plötzlich während einer Theateraufführung. Gemeinsam mit dem Adlermädchen Adele reist er durch Österreich und erlebt viele Abenteuer, von denen er Sophie in seinen Briefen erzählt.

Für mich war es das erste Buch aus der Reihe, dass ich meinem 5 jährigen Enkel geschenkt habe.
Wir haben es mit in den gemeinsamen Urlaub genommen (leider nicht nach Österreich) und jeden Abend eine der Geschichten gelesen.

Jannes war sehr begeistert und konnte es abends kaum abwarten, weiterzulesen. Wir begleiteten Felix nicht nur bei seinen Abenteuern, sondern lernten auch Österreich nach und nach kennen. Selbst für mich war es spannend, mehr über das Land und seine geschichtlichen und kulturellen Hintergründe zu erfahren.
Zu Beginn gibt es eine tolle Landkarte, auf der man die Stationen, an denen Felix halt machte, genau verfolgen konnte.
Die Reise führte uns von Innsbruck, Salzburg ins Salzkammergut, über den Großglockner zum Wörthersee und zum Wiener Prader. In 6 Briefen hält Felix Sophie über seine Reise auf dem Laufenden.
Ergänzt werden die Geschichten durch viele farbenfrohe Illustrationen.
Jannes war zwar noch etwas zu jung, um zu verstehen, dass Österreich neun Bundesländer hat, aber das tat seiner Freude über die Abenteuer des reiselustigen Hasen keinen Abbruch.

Einen Stern muss ich allerdings abziehen.
Die Briefe, die Felix schreibt, sind eigentlich sehr schön.
Mich hat jedoch ziemlich gestört, dass sie alle in Großbuchstaben geschrieben sind. Texte, die in Versalien geschrieben werden, lassen sich deutlich schlechter lesen.
Bei den gleichförmige Zeilen bleibt der Blick nirgendwo hängen und das Auge hat keine Orientierung. Ich finde das macht das Lesen mühsamer und es ist alles andere als leserfreundlich.
Mein Lesefluss stockte aus dem Grunde des öfteren und das hat nicht nur mich gestört.

Fazit

Ein wunderschönes, kindgerechtes Buch, das mit viel Liebe zum Detail erstellt wurde.
Für Kinder nicht nur spannend und lustig ist, sondern auch pädagogisch wertvoll. Wir werden bestimmt noch weitere Felix-Bücher lesen und gemeinsam mit ihm auf die Reise gehen.
Dafür gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.04.2024

Ein toller Einstieg in die Geschichte

Geborene des Lichts
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Ein magisches Artefakt schützt die Wüstenstadt Madina mit einem Schutzschirm vor den Bestien und den Lichtstürmen. Zeemira ist eine Lichtgeborene und ihre Aufgabe als Heilerin ist es, die Hohepriesterinnen ...


Ein magisches Artefakt schützt die Wüstenstadt Madina mit einem Schutzschirm vor den Bestien und den Lichtstürmen. Zeemira ist eine Lichtgeborene und ihre Aufgabe als Heilerin ist es, die Hohepriesterinnen zu unterstützen und die verwundeten Soldaten, die im Kampf gegen die Bestien verletzt werden, zu heilen. Doch Zeemira lässt sich leicht ablenken und hat immer öfter Probleme, sich zu konzentrieren. Sie wird deshalb von den anderen Priesterinnen gemobbt. Viel schlimmer ist jedoch, dass sie, das Leben, der ihr anvertrauten Soldaten riskiert.
Als in einer Schlacht viele Soldaten ihretwegen sterben, muss Zeemira sich vor dem Konsil verantworten, Ihr droht die Verbannung. Sie hat nur eine Chance um ihren Nutzen für die Stadt unter Beweis zu stellen. Deshalb tritt sie ihren Dienst im Lazarett einer Kriegerkaste an und heilt die Soldaten, die krank sind oder bei ihren Übungskämpfen verletzt wurden.
Schnell freundet Zeemira sich mit einigen der Krieger an und fühlt sich so wohl, wie schon lange nicht mehr. Vor allem zu Jaleel, der immer ein sorgloses Lächeln im Gesicht hat, fühlt sie sich schnell hingezogen und die Beiden kommen sich näher. Doch der Krieger hat eine düstere Vergangenheit, die er vor ihr verbirgt.

Der Klappentext hat mich neugierig auf die Geschichte gemacht und so landete das Buch im letzten Jahr, beim Besuch der Buchmesse, in meiner Tasche.
Es handelt sich um eine überarbeitete Neuauflage und das Cover hat mich sofort begeistert. Es passt perfekt zur Story.
Zu Beginn erwartet uns eine Karte von Madina, auf der alle wichtigen Schauplätze eingezeichnet und markiert sind. Sie verhalf mir dazu, mir einen guten Überblick über die Stadt zu verschaffen.
Am Ende des Buches gibt es noch ein Glossar, in dem wir die Übersetzungen der doch recht ungewöhnlichen Namen und Begriffe finden.

Ich muss gestehen, dass ich etwas gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden.
Es vergeht viel Zeit damit, die Protagonisten und die Welt kennenzulernen und lange Zeit passiert recht wenig Aufregendes. Doch ich bin etwas zwiegespalten. Einerseits finde ich es grundsätzlich gut, wenn ich die Figuren und das Worldbuilding richtig kennenlerne, andererseits mag ich es aber auch, wenn die Geschichte zügig vorangeht.
Man sieht daran mal wieder, dass es für die Autoren schwierig ist, die LeserInnen zufriedenzustellen.

Doch kommen wir zu den Protagonisten.
Wir verfolgen die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Zeemira und Jal.
Ich mag den Wechsel der Sichtweisen, denn so kann ich mich am besten in die Figuren hineinversetzten.
Eigentlich mag ich keine komplizierten Namen, bei denen ich jedes Mal wieder überlegen muss, wie ich es ausspreche. Ich fand sie deshalb etwas gewöhnungsbedürftig.
Zeemira ist eine Protagonistin, die nicht auf den Mund gefallen ist und sagt, was sie denkt. Doch sie setzt sich auch gerne mal in die Nesseln, ist ab und zu unkonzentriert, undiszipliniert und etwas planlos. Manchmal war sie etwas nervig, aber trotzdem, oder gerade deswegen, mochte ich sie sehr.
Jaleel hingegen, konnte mich nicht begeistern. Er ist ein Schürzenjäger und sehr von sich überzeugt. Die Äußerungen, die er teilweise (über Zeemira) macht, brachten ihm keine Pluspunkte.
Wahrscheinlich konnte ich mich deshalb auch nicht so richtig mit der Liebesgeschichte anfreunden.
Allerdings ist Jal, aufgrund seiner düsteren Vergangenheit nur schwer zu durchschauen und ich hoffe, dass ich im zweiten Teil der Reihe einen etwas besseren Draht zu ihm finde.

Richtig gut gefallen hat mir die Beschreibung des Worldbuilding.
Madina ist eine Oase und völlig abgeschnitten von der restlichen Welt. Geschützt vor den Lichtstürmen und furchtbaren Bestien durch ein magisches Artefakt. Regiert wird die Stadt von strengen Hohepriesterinnen und Lichtgeborenen. Wird man für die Stadt zu einer Belastung, hat man sein Recht verwirkt in seinem Schutz zu leben.
E.F. von Hainwald hat die Schauplätze sehr bildhaft und anschaulich beschrieben, aber es fehlen mir da noch einige Hintergrundinformationen.

Am Ende bleibe ich deshalb mit etlichen offenen Fragen zurück.
Doch die Geschichte beginnt erst und ich bin gespannt, was wir noch alles über diese Stadt, seine Entstehung und über Zeemira und Jal erfahren werden.
Um Antworten zu bekommen, werde ich wohl zügig den zweiten Teil lesen müssen.

Für den ersten Teil der Reihe gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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