Sehr bewegend
"Ich werde der Erste sein." He was not, in fact, the first, and I'm also sad about it.
Ein wirklich fantastisches Buch. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gefallen würde, weil ich eigentlich nur gutes ...
"Ich werde der Erste sein." He was not, in fact, the first, and I'm also sad about it.
Ein wirklich fantastisches Buch. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gefallen würde, weil ich eigentlich nur gutes gehört habe, und ich war auch die ganze Zeit über echt interessiert daran, was passiert ist, und habe Patroklos und Achill sowie auch einige Nebenfiguren sehr schnell ins Herz geschlossen, und trotzdem hat sich die ganze Großartigkeit des Buches doch langsam an mich angeschlichen. Denn am Anfang war es "nur" ein gutes Buch, und dann am Ende ... uff. Nicht, dass ich es nicht hätte kommen sehen (obwohl ich immer das Gefühl habe, mich eigentlich nicht so mit Sagen/Mythen auszukennen, und die Griechischen sind keine Ausnahme, konnte ich doch recht früh erkennen, worauf es hinauslaufen würde), aber es ging mir dann doch näher als gedacht. Ganz besonders das letzte Kapitel (auch vieles vorher, aber das eben stärker) hat mich sehr berührt.
Das Buch ist eindeutig ernster, auch wenn vieles eher angeschnitten und nicht immer groß behandelt wird (oder zumindest nicht über das der Zeit entsprechende Maß hinaus), und auch sehr düster, was aber zu erwarten war, aber trotzdem gibt es auch immer wieder Lichtblicke und beim Lesen hat Miller für mich eine echt gute Balance gefunden zwischen "ich habe gerade ein total warmes Gefühl, weil das Buch sich glücklich liest" und "das nimmt doch alles kein gutes Ende, warum ist das so bedrückend?" Und für mich persönlich hat genau dieser Zwiespalt aber richtig gut gepasst und das Leseerlebnis noch mal besser gemacht, weil es eben genau die Art von Buch und Geschichte ist, die diese Herangehensweise braucht.
Auch schön fand ich die kleineren Verweise auf andere Geschichten, die immer wieder eingebaut wurden. Hat sich natürlich auch super ergeben, weil die Geschichten einfach zusammengehören (natürlich ist Odysseus relevant, wenn es um Troja geht), und entsprechend vielleicht nichts weltbewegendes, aber ich habe mich trotzdem immer gefreut, wenn ich was erkannt habe, und mit meinem mangelhaften Wissen verstanden habe, was da gerade eingeleitet/erwähnt/... wurde.
Alles in allem ein Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt, als auch einfach zum Mitfühlen mit den Figuren, und ich persönlich hatte wirklich eine richtig gute Zeit beim Lesen und bin sehr froh, endlich dazu gekommen zu sein!