Profilbild von anna4

anna4

Lesejury Profi
offline

anna4 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit anna4 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2025

Langatmig

Katabasis
0

2.5-3?
Schwer…ganz, ganz schwer.
Fragwürdig, was schwerer war: Alices Reise durch die Hölle oder mein Kampf durch das Buch.
Warum ich nicht abgebrochen habe, wenn es doch so ein Kampf war? Weil ich offensichtlich ...

2.5-3?
Schwer…ganz, ganz schwer.
Fragwürdig, was schwerer war: Alices Reise durch die Hölle oder mein Kampf durch das Buch.
Warum ich nicht abgebrochen habe, wenn es doch so ein Kampf war? Weil ich offensichtlich stur bin. Viel zu stur. Ich hatte immer noch die Hoffnung, dass ein Moment kommt, der mich mitreißen wird.

Wenn Katabasis irgendwas ist, dann wahrscheinlich sowas wie eine Therapiesitzung der Autorin bzgl. ihrer Studienzeit, genauso wie Kritik an Dozenten an entsprechenden Hochschulen.
Das alles hat man Alice auch angemerkt. Es gab durchgehend Rückblicke in ihr Leben und vor allem ihre Studienzeit unter Prof. Grimes. Immer wieder habe ich mich gefragt, wieso Alice weitergemacht hat und schon fast besessen nach dem Lob von Grimes war. Wahrscheinlich lag es an ihrer eigenen Sturheit, Zielverfolgung und, auch größtenteils, an Grimes’ Manipulation. Denn anders kann ich sein Verhalten nicht wirklich beschreiben.
Elspeth und Peter haben Alice immer wieder gesagt wie schrecklich Grimes ist, aber wirklich “klick” hat es bei ihr erst am Ende gemacht.

Ein grundlegendes Problem für mich: Das Pacing war zu langsam. Alice & Peter sind insgesamt ca. eine Woche in der Hölle unterwegs. Angefühlt hat es sich wie mehrere Monate.
Die Rückblicke, die einerseits geholfen haben etwas über die Charaktere zu erfahren, waren gefühlt endlos lang und, für mich jedenfalls, öfter an den falschen als an den richtigen Stellen untergebracht, wodurch sich das Buch nochmal mehr in die Länge gezogen hat.
Genauso ist es mit dem vielen Philosophieren über Logik, Mathe, die Hölle, etc.

Es gab einige süße Szenen zwischen Alice & Peter, vor allem am Ende. Romantisch, im klassischen Sinn, war das meiste davon nicht wirklich, vielleicht eher anschmachten von Alices Seite, aber trotzdem ganz nett.

Vom Schreibstil und vom Ton hat es mich mehr an Yellowface erinnert, obwohl ich eher sowas wie Babel erwartet habe.
Für die, die etwas ähnliches wie Babel erwarten, die sollten evtl. ihre Erwartungen etwas anpassen.

Die letzten ca. 20% waren eine absolute Qual für mich. Das war Chaos und alles ganz wild und was da genau passiet ist, könnte ich nicht mal zusammenfassen, egal wie sehr ich es wollte.
Um ehrlich zu sein: Ich war froh als es dann endlich vorbei war.

Babel hat mir vergleichsweise doch etwas besser gefallen.
Ich weiß noch nicht, wie ich in Zukunft mit ähnlichen Werken (historische Fantasy im Dark Academia Bereich) der Autorin umgehen werde.

Vielen Dank an eichborn für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2025

Wenig Handlung

Blood of Hercules
0

Och man..Das Buch hat relativ stark angefangen. Super Setting, vielversprechende Charaktere und Ausgangssituation. Aber dann ging es einfach nur noch bergab.

Die Handlung spielt in einer dystopischen ...

Och man..Das Buch hat relativ stark angefangen. Super Setting, vielversprechende Charaktere und Ausgangssituation. Aber dann ging es einfach nur noch bergab.

Die Handlung spielt in einer dystopischen Alternative zu unserer Welt im Jahr 2099. Alexis’ Lebenssituation ist quasi schlechter als schlecht, daher ist es auch nicht überraschend, dass sie seitdem sie 9 ist eigentlich nur noch ihren Tod herbeisehnt.
Alexis selbst ist während des ganzen Buches mehr tot als lebendig. Konstant unterernährt, kaum bis keine körperliche Kraft und vom nicht vorhandenen Lebenswillen mal ganz abgesehen.
Ihre Gedanken und entsprechenden Kommentare drehen sich um dieselben Themen: warum sie niemandem widerspricht, wie müde und hungrig sie ist, Gauß (Carl Gauß, der Mathematiker) und wann der Tod sie endlich holt.
Der Verlag hat eine Illustration von den Charakteren auf Instagram und die sehen auch alle ganz fein aus, besonders Alexis, aber lasst euch davon nicht beirren!

Während ihrer High School Abschlussprüfung wird Alexis von zwei Männern mitgenommen, muss sich kurz mal in einem regelrechten Massaker beweisen, kommt dann an die War Academy und ab hier passiert recht wenig.
Die Zeit an der Academy ist monoton: Lernen, kein Essen, kaum Schlaf, ab und zu laufen oder schwimmen. Welchen Sinn das Ganze hatte, keine Ahnung. Das einzige was Alexis gut kann ist Mathe und das ist auch zufällig eines der Unterrichtsfächer.
Die kurzen und wenigen Pausen während der Ausbildung werden bei den Mentoren zu Hause verbracht und sind genauso monoton: Essen, schlafen und dann geht es wieder zurück an die Academy, um sich von Neuem zu quälen.
Aus dem Klappentext: “Die heißen Gladiatoren Achilles und Patro formen Alexis zu einer gefährlichen Kriegerin”. Keine Ahnung, in welchem Buch Alexis zu einer gefährlichen Kriegerin geformt worden ist, in diesem jedenfalls nicht. Um es genau zu nehmen, haben die beiden Mentoren eigentlich gar nichts zu Alexis’ Ausbildung beigetragen.

Die Männer, bis auf wenige Ausnahmen, sind auch eher fraglich. Jeder scheint Alexis zu hassen, einerseits weil sie eine Frau ist, andererseits weil sie überhaupt existiert.
Achilles & Patro, Alexis’ Mentoren, machen Alexis gerne deutlich, dass sie eigentlich ein hoffnungsloser Fall ist und ihr einziger Nutzen darin besteht, die beiden zu Generälen zu befördern.
Ihre Professoren Augustus & Kharon sind unerklärlicherweise dauerhaft sauer auf sie und genauso unerklärlicherweise besitzergreifend. Falls das Verhalten der beiden als “heiß” gelten soll, dann muss ich alle hier enttäuschen. Das war alles andere als hot.
Auch aus dem Klappentext: “Ihre nicht weniger attraktiven Professoren August und Kharon, die düsteren Erben der Unterwelt, verfolgen eifersüchtig jeden ihrer Schritte…und Gedanken.” Wenn man das, was die beiden gemacht haben, als “verfolgen eifersüchtig jeden ihrer Schritte” beschreiben kann, dann haben wir wohl verschiedene Ansichten von gewissem Verhalten.
Alexis hat es auch nicht unbedingt so empfunden..
Anständige Gespräche zwischen allen Beteiligten gibt es übrigens nicht. Das wäre wohl etwas zu viel verlangt. Es gibt aber einige tolle kryptische Sätze wie “Ich weiß wer du bist”. Leider kommt Alexis nie auf die Idee nachzufragen, was die andere Person damit meint.

Bis auf ca. 5 Kapitel ist das ganze Buch aus Alexis’ Sicht geschrieben. Es ist nicht nur aus Alexis Sicht geschrieben, sondern wird auch durchgehend von ihr kommentiert. Etwas, was ich später als störend empfunden habe.
Ja, einige Kommentare waren auch mal witzig, aber unterm Strich hat weder der Humor noch das Stilmittel für mich funktioniert.

Der einzige kleine Lichtblick war Nyx, Alexis’ beste Freundin und eine Schlange, die nur sie sehen kann. Warum das so ist, wurde auch nie aufgeklärt.
Viele von Nyx’ Kommentaren waren witzig, viele aber auch etwas unpassend.

Die letzten ca. 70 Seiten machen gar keinen Sinn. Alexis benimmt sich hier zu 100% nicht ihrem Charakter entsprechend, aber irgendwie musste das Buch ja enden. Das ist auch dann die einzige Charakterentwicklung, die man im Buch zu sehen kriegt.

Bei der Vermarktung bin ich genauso überfragt. “Dark Romantasy”? Dark ist es irgendwo, aber damit ein Buch als Romantasy gilt, müsste da auch ein gewisser Grad von Romance vorhanden sein und der war hier unauffindbar.
Ich hatte mir tatsächlich mehr erhofft, denn das Setting und der Twist an griechischer Mythologie war gar nicht schlecht, obwohl ich immer noch keine Ahnung habe was Chthonier sind, genauso wie einige andere Aspekte am worldbuilding, die ich einfach so hingenommen habe.

“Blood of Hercules” war enttäuschend, aber trotzdem leicht unterhaltsam, daher kann ich momentan auch nicht ausschließen, den zweiten Teil trotzdem zu lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2025

Leider nein

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
0

“A Fate Forged in Fire” hat eine unfassbar gute erste Zeile und ein okays Ende, aber alles dazwischen ist etwas fragwürdig.

Ich wollte nach den ersten 50 Seiten schon abbrechen, weil ich es nicht wirklich ...

“A Fate Forged in Fire” hat eine unfassbar gute erste Zeile und ein okays Ende, aber alles dazwischen ist etwas fragwürdig.

Ich wollte nach den ersten 50 Seiten schon abbrechen, weil ich es nicht wirklich gefühlt habe, habe mir dann aber von den überwiegend positiven Rezensionen einreden lassen, dass es noch besser wird. Hätte ja auch durchaus sein können.
Nun ja..es wurde nicht besser.

Das Buch verspricht super viel (Drachen, Feuermagie, Enemies to Lovers, Matriarchat, etc) und es nicht so, als ob dies und mehr nicht vorhanden wäre, aber ich glaube nicht, dass die Autorin diese Tropes/Konzepte zu ihrem vollen Potential ausgearbeitet.
Zum Beispiel das Matriarchat. Während des Buches (und während der 100 Jahre davor) existiert kein Matriarchat und nur weil Aemyra die ganze Zeit sagt, dass sie Königin ist, ändert das an der Tatsache auch nicht viel.

Mit den Charakteren konnte ich größtenteils nichts anfangen. Die einzige nennenswerte Charaktereigenschaft von Aemyra ist, immer wieder zu betonen und jedem zu erzählen, dass sie Königin ist und was sie dann alles anders machen wird, sobald sie dann auch endlich auf dem Thron sitzt.

Die Romance zwischen Aemyra und Fiorean war..sie war einfach. Gefühlt habe ich da nichts.
Obwohl man sagen muss, dass die zwei das ein oder andere nette Streitgespräch hatten.

Der Schreibstil selber war in Ordnung. Ich glaube, mein Problem war einfach, dass das Buch für mich einfach chaotisch war.
Woher kamen auf einmal die ganzen Namen? Wer ist wer?
Aemyra ist quasi von jetzt auf gleich von der Tochter des Schmieds zur Rebellin und rechtmäßigen Königin geworden? Keine Ahnung wie wir auf einmal hier gelandet sind.
In der einen Szene kämpft Aemyra und sieht ihr Fluchtschiff wegfahren, in der nächsten bespricht sie Kampfstrategien auf eben diesem Schiff?

Es gibt am Anfang eine Karte und eine Hilfe bzgl. zur Aussprache (wobei die in der deutschen Leseprobe nicht vorhanden sind also??), die man sich gerne zur Hand nehmen sollte.

Ich kann verstehen, warum man Gefallen an dem Buch findet. Die Drachen waren ganz nett.
Ich sehe mich leider nicht die Fortsetzung lesen, aber vielleicht die nächste Dilogie, die in derselben Welt spielt.

(Danke an Renegate/Dialogue, dass ich das Buch vorab per NetGalley lesen durfte. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2025

Super Start, schwacher Verlauf

Before I Let Go
2

Die Enttäuschung ist enttäuscht. Vielleicht waren auch meine Erwartungen zu hoch gesetzt.

Nachdem ich mir langsam eingestehen musste, nun doch einen Soft Spot für den Second-Chance-Trope zu entwickeln, ...

Die Enttäuschung ist enttäuscht. Vielleicht waren auch meine Erwartungen zu hoch gesetzt.

Nachdem ich mir langsam eingestehen musste, nun doch einen Soft Spot für den Second-Chance-Trope zu entwickeln, bin ich voller Hoffnung in “Before I Let Go” und damit meinen ersten Kennedy Ryan Roman gestartet.
Wie man an der Bewertung allerdings sehen kann, sind der Roman und ich nicht unbedingt auf den gleichen Nenner gekommen.

“Before I Let Go” behandelt auf den knapp 500 Seiten super viele Themen: ein gescheiterte Beziehung & Ehe und sich zurechtfinden in der neuen freundschaftliche & geschäftliche Beziehung zum Ex-Partner, eigene & neue Partnerschaften des Ex-Partners, Trauer, Therapie, nur um einiges zu nennen.

Erzählt wird aus Yasmen und Josiahs Perspektive. Während ich mit beiden Perspektiven anfangs gut klar gekommen bin, hat sich das so um die Hälfte leider geändert.
Yasmens Kapitel waren mir zu weit ausgeholt in ihren Beschreibungen. Es wurde viel drumherum geredet. Die Gedanken haben sich immer wieder wiederholt mit ähnlich großen Umschreibungen.
Josiahs Kapitel hatten für mich anfangs einen sehr klaren Gedankengang, allerdings hat sich der Ton und die Ausdrucksweise seiner Kapitel im Verlauf des Buches so geändert, dass es einen zu starken Kontrast zwischen ihm und Yasmen gab und es dann im Gesamtton des Romans für mich nicht mehr gepasst hat.

Yasmens angespannte Beziehung zu ihrer Teenie Tochter Deja wurde, vor allem im ersten Drittel, mehrfach zum Thema gemacht und obwohl man schon früh erahnen konnte, wo sich der Ursprung des Problems befindet, hat es bis kurz vor Schluss gedauert bis die zwei sich vertragen haben und selbst das wurde vergleichsweise zu schnell und fast schon zu einfach abgearbeitet.

Sowohl Yasmen als auch Josiah haben beide den Versuch einer neuen Beziehung gewagt.
In Mark, mit dem Yasmen wie es schien aus purem Trotz und wahrscheinlich etwas Eifersucht auf einige Dates gegangen ist, habe ich absolut keinen Mehrwert gesehen, denn von der Beziehung hat man als Leser nichts mitbekommen.
Bei Josiah & Vashti sah das zwar anders aus, aber auch da hat man schnell gemerkt, dass Josiah nicht voll dabei war, denn in seinen Kapiteln ist deutlich geworden, dass Vashti die treibende Kraft in der Beziehung ist.
Da frage ich mich: Warum geht man Beziehungen ein, wenn man selber merkt, dass die andere Person es mehr will als man selbst, falls man es denn überhaupt will?

Das letzte Drittel (etwas unter 200 Seiten) bestand viel aus Sexszenen und das darf man sehen wie man will. Gestört hat es mich nicht. Meinen persönlichen Tiefpunkt gab es während einer dieser Sexszene, als das Wort “Mumu” gefallen ist. Absolutes No-Go meinerseits.

Das Thema “Therapie” zieht sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch. Josiah, der sich anfangs strikt geweigert hat einen Therapeuten zu sehen, hat diesbezüglich eine schöne Entwicklung gemacht. Die Szenen mit seinem Therapeuten waren eigentlich auch schon meine liebsten im gesamten Buch.

Schlussendlich haben für mich Yasmen & Josiah zu Anfang des Buches mehr Sinn ergeben als am Ende. Nicht, dass sie als getrenntes Paar mehr Sinn gemacht haben, sondern einfach als Personen und als Paar, das sie mal waren.
Dass beide sich gegenseitig attraktiv finden und immer noch Gefühle füreinander haben, steht außer Frage und ist dem Leser schnell klar geworden. Die Aufarbeitung bis zu dem Moment der Wiederfindung hat, bis auf wenige Szenen und Momente, für mich leider nicht funktioniert.
Soweit ich mich erinnern kann, wurde es im Buch nirgendwo explizit erwähnt, aber mit den gegebenen Umständen sollten Yasmen & Josiah ca. Mitte/Ende 30 sein. Ich habe mich immer wieder dabei erwischt, wie ich versucht habe, das Verhalten der beiden mit ihrem Alter in Verbindung zu bringen. Denn die zwei hätten auch easy Mitte 20 jährige sein können.
Ich glaube vielleicht auch, das Buch hat zu viele Aspekte in Angriff genommen, sodass der Fokus irgendwie auf allem lag und man nicht wirklich die einzelnen Aspekte aufarbeiten konnte, wie es evtl. möglich gewesen wäre.
Auf irgendeiner Ebene abgeholt hat mich das Buch leider nicht.

Ob ich die anderen zwei Bücher, die sich jeweils um Yasmens andere zwei Freunde drehen, lesen werde, weiß ich noch nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.09.2024

Starker Start mit schwachem Verlauf

Meet me in Autumn. Eine Pumpkin spiced Romance
0

Das Buch hat sooooo gut angefangen und je mehr ich gelesen habe, desto schwächer wurde es.

Das Kleinstadt-Setting habe ich absolut geliebt! Die Charaktere waren witzig und haben ganz toll zum allgemeinen ...

Das Buch hat sooooo gut angefangen und je mehr ich gelesen habe, desto schwächer wurde es.

Das Kleinstadt-Setting habe ich absolut geliebt! Die Charaktere waren witzig und haben ganz toll zum allgemeinen Feeling und dem typischen Kleinstadt-Gehabe gepasst.
Hinzu kommt der leichte Humor, der das ganze toll unterstrichen hat.

Es gab von Beginn an eine Mystery Nebenhandlung, die sich durchweg durch das Buch gezogen hat, ohne unterzugehen oder die Romance zu überschatten.

Jeanie und Logan (Hauptcharaktere) fand ich klasse, bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie angefangen haben zu nerven. Es gab ein fast ständiges Hin und Her zwischen den beiden, was ab einem bestimmten Punkt nur noch anstrengend war.
Jeanie wusste nicht, ob sie etwas mit Logan anfangen sollte, obwohl sie grundsätzlich nichts dagegen hatte, denn er schien mal auf Distanz zu gehen und mal nicht, während parallel die Bewohner der Stadt Jeanie darauf hinweisen, dass Logans Herz schon mal schwer gebrochen wurde.
Logan versucht sich einzureden, dass er nichts mit Jeanie anfangen sollte, obwohl er das doch sehr möchte und auch von Freunden bestärkt wird, weil sie ja sowieso bald wieder weg sein wird und es so enden wird wie mit seiner letzten Beziehung.
Schlussendlich ist bei mir der Kragen geplatzt, als Logan, trotz Jeanies wiederholtem Verneinen, davon überzeugt war, er weiß was sie machen wird und ihr auch sagte, was sie machen soll.
Schade.

Grundsätzlich ging es mir auch zu schnell mit den beiden, dies ist aber wahrscheinlich der Länge des Buches geschuldet. Im Deutschen sind es knapp 300 Seiten. Das ist schon nicht viel Spielraum, zumindest für die Liebesgeschichte, denn im Buch vergehen nur ca. 1,5 Monate, maximal zwei.

Das Buch ist Teil eins der “Dream Harbor”- Reihe und ich bin mir momentan noch nicht sicher, ob ich weiterlesen werde, obwohl es mir die Kleinstadt und ihre Mitbewohner doch schon sehr angetan haben.

Vielen Dank an HarperCollins für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars über NetGalley. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere