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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2024

absolut sympathisch

Altern
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Wow, was hat Elke Heidenreich denn für eine angenehme Erzählstimme?! Ich könnte ihr tatsächlich stundenlang zuhören und mag ihre klare, schnörkellose Art zu erzählen. Vielleicht liegts am Thema, dafür ...

Wow, was hat Elke Heidenreich denn für eine angenehme Erzählstimme?! Ich könnte ihr tatsächlich stundenlang zuhören und mag ihre klare, schnörkellose Art zu erzählen. Vielleicht liegts am Thema, dafür kenne ich die Autorin fernab ihrer Bücher zu wenig, aber ich mag, wie sie hier eine klare, fundierte Meinung vertritt, dabei auch links und rechts des eigenen Lebensweges den Blick schweifen lässt und damit ein Werk schafft, das Altern aus Sicht von Literatur, Kultur, Sozialpolitik und Philosophie betrachtet.

Das Buch geht direkt schon recht schonungslos los- Elke Heidenreich berichtet über ihren Lebensweg. Ich kenne zwar ihre Bücher, habe mich aber nie mit dem Menschen dahinter beschäftigt und war dementsprechend überrascht, dass sie so offen über ihr Leben und ihren Werdegang spricht. Ehrlich und ungeschönt reflektiert sie, was gut war und was hätte besser laufen können.

Die Autorin philosophiert nicht nur das Altern und das Alter an sich, sondern auch worum es auf dem Weg ins Alter geht. Sie referenziert dabei auch andere Autoren und bekannte Persönlichkeiten, deren Gedankengänge sie selbst beeinflusst und einen Eindruck hinterlassen haben. Ich mochte es, dass sie uns an diesen Ideen und ihrer Meinung dazu teilhaben lässt.

Sie erzählt davon, wie sie mit dem Alter fertig wird und sich davon nicht unterkriegen lässt. Elke Heidenreich präsentiert sich hier nachdenklich und grundsympathisch. Mit Würde altern- so kanns gehen und daran sollte man sich ein Vorbild nehmen. Besonders schön fand ich folgendes Zitat „Am schnellsten Altern lässt einen ein Leben ohne Herausforderungen“. Also das Leben auskosten, mutig sein, einfach leben- alt wird man von allein.

Sie erzählt auch von den Schwierigkeiten des alt seins in Zeiten der Digitalisierung und Enkeltricks und öffnet dem Leser die Augen dafür, dass Altern auch ein Zustand des zunehmend isolierter und hilfloser Werdens ist und macht aufmerksam auf die Gefahr von Altersarmut und das „auf andere angewiesen sein“. Es sind mahnende, wach rüttelnde Worte, die ein ehrliches Bild vom Alter vermitteln.

Für mich eine schöne Lektüre, die viele Aspekte beleuchtet, aufmerksam macht und gleichzeitig unterhält.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Wow, wieder so so gut

Magic Study
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Ich fand „Poison Study“ wirklich richtig stark und war ganz aufgeregt, als ich die Fortsetzung entdeckt habe. Ich war mir fast sicher, dass es niemals an Band 1 heranreichen könnte, aber meine Güte, ich ...

Ich fand „Poison Study“ wirklich richtig stark und war ganz aufgeregt, als ich die Fortsetzung entdeckt habe. Ich war mir fast sicher, dass es niemals an Band 1 heranreichen könnte, aber meine Güte, ich glaube es war sogar noch besser. Magisch, abgründig, gefährlich und absolut fesselnd.

Zum Inhalt: Nachdem ein Todesurteil über Yelena verhängt wurde, flüchtet sie sich nach Sitia, um zu ihren Wurzeln zurückzufinden und ihre Magie beherrschen zu lernen. Doch in der Zitadelle angekommen findet sie nicht nur Freunde und Gleichgesinnt, man steht ihr auf skeptisch gegenüber und verdächtigt sie der Spionage für den Norden. Als eine grausame Mordserie die Zitadelle erschüttert, tut Yelena alles in ihrer Macht stehende, um zu helfen, auch wenn sie droht sich dabei selbst zu verlieren.

Yelena fand schon im ersten Band ein absolutes Badass, aber in diesem Band legt sie locker noch eine Schippe obendrauf und ich finde es großartig, was sie lernt mit ihrer Magie zu vollbringen. Generell finde ich alles rund um das Magiekonzept sehr spannend und interessant aufgearbeitet, es gibt auch in diesem zweiten Band wieder wahnsinnig viel zu erkunden.

Neben bekannten und geliebten Charakteren tauchen auch einige wirklich faszinierende neue auf, von denen man manche sofort ins Herz schließt, während ich mich an anderen stundenlang aufreibend konnte. Natürlich hat es Yelena in Sitia nicht leicht und trifft dort nicht nur auf Widerstand, sondern auch auf erbitterte Feinde.

Es wird wieder ganz schön brutal und grausam, diese Reihe ist wirklich nichts für schwache Nerven, aber diese düstere, abgründige Stimmung ist auch einfach wieder wahnsinnig packend. Gemeinsam mit Yelena gerät der Leser in eine Strudel aus Gewalt, Intrigen und dunklen Geheimnissen und die Gruppe rund um Yelena muss sich wieder einigen Herausforderungen stellen.

Für mich war dieses Buch wieder spannend ab der ersten Seite und ich fand der Autorin ist es hier wieder unglaublich gut gelungen akzentuierte Lichtblicke in die düstere Handlung zu setzen, sodass es auch einfach ein paar schöne, hoffnungsvolle Momente gab, die bei all der Grausamkeit Balsam für die Seele waren.

Ich kann den nächsten Band gar nicht erwarten und will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Für mich ein absolutes Fantasy-Highlight.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

Zeitreise-Café

Bevor die Erinnerung verblasst
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Mit „Bevor die Erinnerung verblasst“ ist der dritte Band der Romanreihe von Toshikazu Kawaguchi rund um das besondere Zeitreise-Café in Japan erschienen.
Das Buch ist in vier Geschichten unterteilt, die ...

Mit „Bevor die Erinnerung verblasst“ ist der dritte Band der Romanreihe von Toshikazu Kawaguchi rund um das besondere Zeitreise-Café in Japan erschienen.
Das Buch ist in vier Geschichten unterteilt, die sich alle im Café abspielen und um die Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit drehen. Es gibt dabei eine gewisse Chronologie, sodass die einzelnen Geschichten ein Gesamtwerk bilden.

Zum Inhalt: Nagare Tokita hilft im Café Donna seiner Mutter in Hakodate aus, während diese in Amerika unterwegs ist. Unterstützt wird er dabei von den Frauen der Familie, denn nur diese können den Ritus vollführen, der das Café so einzigartig macht: wenn sie Café einschenken, ist es möglich, in die Vergangenheit zu reisen. Aber es gibt einige wichtige Regeln zu beachten.

Am Anfang des Buches gibt es eine Personenübersicht, die ich wahnsinnig hilfreich fand und zu der ich immer wieder zurückgekehrt bin, weil nicht in jeder Geschichte dieselben Personen im Fokus stehen. Trotzdem war ich überrascht wie sehr sie doch alle miteinander verbunden sind und wie sich Yukari wie ein roter Faden durch die Geschichten und das Buch zieht.

Es ist gleichzeitig ein zutiefst melancholisches und doch hoffnungsvolles Buch, durchzogen von Trauer, Wut, Schuld, Angst, aber auch von Freude, Vergebung und Zuversicht. Ich fand jede einzelne der Geschichten auf ihre eigene Art emotional ergreifend und die Themen zutiefst menschlich.

Ich fand die Geschichten einfach wunderschön und habe gerne nach den einzelnen Geschichten noch kurz den Botschaften nachgesonnen, die hier feinfühlig, aber doch auch sehr greifbar vermittelt werden. Es sind Geschichten, die zum Reflektieren anregen.

Ich mochte dieses Buch sehr gerne und kann es wärmstens empfehlen, wenn man sich auf eine philosophische, emotionale Reise durch die Zeit begeben möchte.

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Veröffentlicht am 08.09.2024

buchige Fantasy geht immer

Mondia-Dilogie 1: Silent Secrets
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Alexandra Flint entführt den Leser mit ihrem neusten Werk in die geheimnisvolle, magische Welt des Pariser Untergrunds. Dort verborgen liegt eine Bibliothek, die mit dem Schicksal der Welt verknüpft ist. ...

Alexandra Flint entführt den Leser mit ihrem neusten Werk in die geheimnisvolle, magische Welt des Pariser Untergrunds. Dort verborgen liegt eine Bibliothek, die mit dem Schicksal der Welt verknüpft ist. Was kann sich ein Bücherwurm mehr wünschen, als eine atmosphärische, buchige Geschichte. Richtig, nichts- bin restlos glücklich und voll überzeugt vom Konzept.

Zum Inhalt: ihr Leben lang hat sich Remy gefragt, wer ihre leiblichen Eltern waren. Doch weil nichts über sie bekannt ist, hat sie sich in ihre eigene kleine Welt zurückgezogen- eine Werkstatt wo sie Gegenstände jeglicher Art repariert. Dort wird sie von Kasimir gefunden, der in ihr etwas erkennt, das man verloren glaubte.

Die Geschichte und das Set-Up rund um Mondia fand ich sehr stimmungsvoll und interessant angelegt. Es birgt genau die richtige Prise Magie und Übernatürlichkeit, damit das Buch als Urban Fantasy durchgeht, hält sich aber sonst strickt an Realität, was mir gut gefällt. Besonders Paris als Setting fand ich sehr atmosphärisch und ansprechend gewählt, weil diese Stadt auch einfach von sich aus dieses Flair von Exklusivität mitbringt.

Dadurch dass Remy auch ein Neuling ist, lernt der Leser mit ihr mit, was ich sehr authentisch fand. Man wird nicht mit Infos überladen, sondern erarbeitet sich die Antworten auf Fragen Schritt für Schritt. So wird auch der Spannungsbogen kontinuierlich aufgebaut.

Die Charaktere fand ich gut angelegt, durch ihre abenteuerliche Rätselreise blieben sie aber eher auf Distanz, sodass ich hier noch Potential für den nächsten Band sehe. Stattdessen gibt es hier atemlose Szenenwechsel, eine Verfolgungsjagd durch Europa, vielschichtige Rätsel und etliche Geheimnisse, die noch nicht gelüftet wurden.

Hat mir richtig gut gefallen, gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 01.09.2024

Jugendbuch Highlight

Scandor
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Ich bin schon lange großer Fan von Ursula Poznanski und mag vor allem ihre Jugendbücher. Mit diesem Buch hat sie sich nochmal selbst übertroffen und es ist direkt in den Top 5 meiner liebsten Bücher von ...

Ich bin schon lange großer Fan von Ursula Poznanski und mag vor allem ihre Jugendbücher. Mit diesem Buch hat sie sich nochmal selbst übertroffen und es ist direkt in den Top 5 meiner liebsten Bücher von ihr gelandet. Für mich auf jeden Fall ein Highlight-Buch in diesem Jahr. Klare Leseempfehlung von mir.

Zum Inhalt: eine extravante Challenge und ein exorbitantes Preisgeld, dass dein Leben verändern könnte. Die Idee hinter Sandor ist ganz einfach: wer lügt verliert. Der Schlüssel zum Sieg ist die Wahrheit und der Einsatz ist deine größte Angst. Bist du bereit, dich dem Wettbewerb zu stellen?

Für mich ist es ein bisschen ein Markenzeichen von Poznanskis Werken, dass sie bereits zu Beginn die Grundsteine für die großen Enthüllungen am Ende legt und den Leser damit schon von Beginn an ein bisschen spoilert. Ich muss allerdings sagen, dass ich dieses Mal bis zum Ende völlig im Dunkeln getappt bin und die Auflösung am Ende total überraschend und sehr gelungen fand.

Ich fand das Konzept der Scandor-Technik und des Spiels selbst total gelungen, die Challenges waren mitreißend und der Handlungsverlauf spannend angelegt. Die Autorin legt hier viele falsche Fährten innerhalb der Handlungsstränge und ich bin ihr total auf den Leim gegangen. Es gibt viele Wendungen und es hat total Spaß gemacht mitzurätseln, was hinter Scandor steckt.

Ein bisschen überzogen und konstruiert ist die Storyline natürlich schon, aber das Gesamtbild ist durchaus stimmig und funktioniert einfach wahnsinnig gut. Tessa und Phillip sind Protagonisten mit denen man mitfiebert, die absolute Sympathieträger sind und denen man Erfolg wünscht. Und die ganze Zeit fragt man sich, in was die beiden da hineingeraten sind.

Wirklich packend bis zum Schluss und ein sehr genialer Plot. Hat mir richtig gut gefallen.

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