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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2024

Mut und Freundschaft zählen

Moona
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Schon nach dem ersten Blick aufs Cover wollte ich dieses Buch gerne lesen! Und die Kurzbeschreibung hat ihr übriges getan. Normalerweise sind mir Cover nicht so wichtig, aber bei Kinder- und Jugendbücher ...

Schon nach dem ersten Blick aufs Cover wollte ich dieses Buch gerne lesen! Und die Kurzbeschreibung hat ihr übriges getan. Normalerweise sind mir Cover nicht so wichtig, aber bei Kinder- und Jugendbücher finde ich das schon immer gut, wenn ein Cover schön gestaltet ist, zum Inhalt passt und ansprechend ist.

Hier ziehen sich die passenden Illustrationen sogar noch durchs Buch. In schwarz-weiß, aber mich stört das nicht - im Gegenteil kann man so auch noch die Fantasie etwas spielen lassen.

Aber die kommt hier eigentlich eh nicht zu kurz. Schon nach dem kurzen Prolog ist man voller Spannung, was die Prophezeihung genau meint und weiß, dass das noch aufregend werden wird. Moona ist ein Mädchen, das schon immer gerne draußen war, sich in der Natur, umgeben von Tieren und Pflanzen wohlfühlt. Sie spricht ungerne darüber, aber sie hat eine magische Verbindung zu allen Geschöpfen. Als sie dann auch noch auf Zwergfaultier Brad trifft, ist sie umso begeisterter. Er ist ihr Seelentier und erzählt ihr schier unglaubliche Dinge ... dann geht es auch schon an den Hof der Könige und das Abenteuer wird immer rasanter. Zum Glück kann Moona sich auf alte und neue Freunde verlassen, die sie auch in den größten Gefahren begleiten, beschützen und verteidigen.

Mir hat dieses moderne Märchen, in dem sich ein Mädchen mit ganz besonderen Fähigkeiten und wunderbaren Freunden gegen das Böse behauptet, super gut gefallen! Ich bin geradezu durch die Seiten geflogen und würde gerne noch mehr davon lesen!

Veröffentlicht am 02.09.2024

Wieder ein Highlight

Das geheime Leben der Tiere (Wald) - Die weiße Wölfin
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Nachdem ich bereits die beiden Bücher „Revier der Raben“ und „Stadt der Füchse“ von Autorin Vanessa Walder mit absoluter Begeisterung gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf „Die weiße Wölfin“. Das ...

Nachdem ich bereits die beiden Bücher „Revier der Raben“ und „Stadt der Füchse“ von Autorin Vanessa Walder mit absoluter Begeisterung gelesen hatte, war ich voller Vorfreude auf „Die weiße Wölfin“. Das Buch ist inspiriert von der Geschichte von O-Six und ihrer Tochter Spitfire, die beide im Yellowstone National Park lebten und später beide legal während der Jagd erschossen wurde. Ich habe diese wahre Geschichte ebenfalls nachgelesen und sie hat mich sehr betroffen gemacht. Ich denke, Vanessa Walder hat O-Six mit dem Buch um die weiße Wölfin Fünf ein wunderbares Denkmal gesetzt.

Auch wenn ich überhaupt nicht mehr die Zielgruppe bin, habe ich das Buch voller Begeisterung und mit ganz viel Herzblut gelesen. Immer wieder hatte ich Tränen in den Augen, gerade am Ende. Das Buch ist so real und authentisch erzählt, dass man einfach mitfiebern muss. Ich habe einfach jede Seite, jeden Satz geliebt und genossen.

Die wunderschönen Illustrationen passen perfekt zur Erzählung und machen das Buch herrlich rund.

Mein Lieblingssatz war: „Nichts, was wirklich wichtig ist, ist einfach.“ Das muss man sich wirklich merken, oft lohnt es sich, zu kämpfen und für etwas einzusetzen!

Veröffentlicht am 02.09.2024

Mein Buch des Jahres 2024

Das Pferd der Winde
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Da ich früher sehr, sehr viele historische Romane gelesen habe, ist mir die Autorin Tanja Kinkel bereits wohlbekannt. Ihre Bücher haben mir immer sehr gut gefallen, nicht nur gut recherchiert, sondern ...

Da ich früher sehr, sehr viele historische Romane gelesen habe, ist mir die Autorin Tanja Kinkel bereits wohlbekannt. Ihre Bücher haben mir immer sehr gut gefallen, nicht nur gut recherchiert, sondern auch lebendig und anschaulich, authentisch und mitreißend geschrieben. Umso neugieriger war ich natürlich nun auf ihr Kinderbuch „Das Pferd der Winde“. Schon die kurze Beschreibung hatte mich total angesprochen und mir Lust auf das Buch gemacht. Die wunderbaren Illustrationen von Suzie Mason tun ihr Übriges und passen ganz zauberhaft zur erzählten Geschichte.

Ich bin kein großer Fan von sprechenden Tieren, aber hier wirkt es so real und passend. Mori ist ein sehr junges Pferd, das extrem schnell ist und voller Vorfreude zusammen mit Yul, seinem Menschenfreund, für ein Rennen trainiert. Dann aber holt die beiden die harte Realität ein und statt zum Rennen geht es für Mori alleine nach Nordvietnam. Dort soll er im Krieg als Lasttier dienen. Mori aber vermisst Yul, seine Mutter und die anderen Pferde aus der Herde und natürlich auch die Weiten und den Wind seiner Heimat Mongolei. Und so springt er aus dem Zug, der gerade erst in Vietnam angekommen ist und flieht. Zum Glück trifft er sehr bald auf die Papageibreitrachen-Dame Chau, die sich ihm anschließt und ihm hilft, die viele und gefährlichen Abenteuer zu bestehen. Gemeinsam machen sie sich nämlich auf die Reise zurück in die Mongolei.

Eine zauberhafte und so märchenhaft anmutende Geschichte, die allerdings von einem echten Pferd und einer wahren Geschichte inspiriert ist. Das hat mich so begeistert und ich musste während des Lesens auch das eine oder andere Tränchen verdrücken. Wegen des Kriegs – leider ja wieder ganz aktuell – und der Grausamkeit der Menschen, aber auch wegen der wunderbaren Geschichte. Von Freundschaft, Zusammenhalt, Vertrauen, Vorurteilen und dem Ruf der Heimat.

Egal, ob jung oder alt – von diesem Buch wird jeder begeistert sein, der sich darauf einlässt, Mori und Chau auf ihrer ganz besonderen Reise zu begleiten. Ich fand es toll, so viel über die Gegenden und Landschaften zu erfahren, durch die sie reisen, über die Menschen unterwegs, deren Traditionen und Gebräuche.

Für mich schon jetzt mein Buch des Jahres 2024, ein wahres Meisterwerk des Erzählens!

Veröffentlicht am 28.08.2024

Hat mich mitgerissen

Die Modeschöpferin von Manhattan
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Da ich bereits vor Jahren zwei oder drei Bücher der Autorin gelesen hatte und erst neulich beim Aufräumen nochmal eins in der Hand hatte, war ich natürlich neugierig, wie sie jetzt schreibt und was die ...

Da ich bereits vor Jahren zwei oder drei Bücher der Autorin gelesen hatte und erst neulich beim Aufräumen nochmal eins in der Hand hatte, war ich natürlich neugierig, wie sie jetzt schreibt und was die Modeschöpferin in New York so alles kann.

Schnell war ich mitten im Geschehen drin – auch weil gleich schon ganz am Anfang die Hauptfigur Daisy vorgestellt wird, die mit ihrer Kollegin und Freundin eilig zur Arbeit muss. Zur Arbeit bei besagter Modeschöpferin, die eher eine Modegöttin ist. Auch wenn mir Mode nicht so wichtig ist (man könnte auch sagen „ziemlich egal“), fand ich es sehr spannend, in einen Einblick in die damalige Zeit und das Leben und Schaffen von Madame Valentina zu bekommen. Gerne hätte ich auch einmal ein Kleid, das nur für mich gemacht wurde und meine Vorteile so hervorhebt. Valentina Schlee ist eine Künstlerin, eine Zauberin mit Stoff, Faden und Nadel. Das hat mir wirklich gefallen.

Richtig gelungen ist auch das Flair der damaligen Zeit – mit dem drohenden Krieg in Europa, dem wilden und zugleich so aufregenden Leben in New York. Es ist wie eine kleine Zeitreise.

Schön fand ich auch, wie die Kontraste zwischen den Gesellschaftsschichten herausgearbeitet werden. Gerade auch im Hinblick auf Daisy, deren Leben als Gattin eines reichen Mannes vorbestimmt zu sein scheint – auch wenn sie eigentlich einen anderen liebt.

Überhaupt ist die Liebe ein wichtiges Thema neben der Mode. Das hatte ich so nicht erwartet und ist eigentlich auch nicht mein Genre, aber ich habe es trotzdem mit Freude gelesen.

Interessant und bemerkenswert finde ich die Schreibweise der Autorin, die mit richtig mitgenommen und mitgerissen hat. Ein bisschen atemlos und hektisch manchmal, nicht alles wird detailreich ausgeschmückt und manches bleibt offen, dafür gibt es dann wieder Einblicke in die Gedanken von Figuren, vor allem der großen Modeschöpferin. Das hat mich sehr berührt. Sie, die nach außen hin erfolgreiche, glückliche und reiche Frau, die von den Dämonen der Vergangenheit, der Sehnsucht nach ihrer toten Familie und dem Heimweh geprägt ist. Das war richtig gut beschrieben und geschildert, sodass man bestens mitfühlen konnte.

Jetzt weiß ich wieder, warum ich die Romane von Joan Weng damals so verschlungen habe, auch wenn ich Krimis und Thriller eigentlich bevorzuge. Für solche hinreißenden Geschichten mache ich gerne immer wieder eine Ausnahme! Danke, dass ich die zauberhafte Daisy kennenlernen durfte, die sicherlich ihren eigenen Weg noch findet, die geheimnisvolle Valentina Schlee, die eine wahre Künstlerin ist, und die glamourösen anderen Damen aus dem Manhattan im August 1939!

Veröffentlicht am 13.08.2024

Freundschaft, Tierliebe und ein großes Abenteuer

Lulu und das Wildpony
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Schon beim ersten Blick auf das Cover wusste ich, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich bin üblicherweise absolut keine Coverkäuferin, aber bei Kinder- und Jugendbüchern finde ich das schon einigermaßen ...

Schon beim ersten Blick auf das Cover wusste ich, dass ich dieses Buch lesen möchte. Ich bin üblicherweise absolut keine Coverkäuferin, aber bei Kinder- und Jugendbüchern finde ich das schon einigermaßen wichtig. Dieses Cover hatte es mir auf den ersten Blick angetan und ich fand es so wunderschön gezeichnet. Genau wie auch alle Zeichnungen im Buch, die immer wieder eine kleine Pause für das Auge ermöglichen und das Flair des Textes herrlich unterstützen.

Lulu und ihre Freundin entdecken ein wildes Pony und wollen es retten. Das ist gar nicht so einfach wie zuerst gedacht und dann muss das arme Tier auch erst wieder aufgepäppelt werden. Und was ist mit dem eigentlichen Besitzer, der das Pony dann natürlich doch wiederhaben will, obwohl er sich nicht gut gekümmert hat ...

Eine spannende Geschichte, die nicht nur jungen Pferdemädchen gefällt. Die Szenerie in Südfrankreich hat mir ebenfalls gut gefallen und passt perfekt zur Story, finde ich. Gut gefallen hat mir, dass die Geschehnisse sehr real und authentisch dargestellt werden. Dass das Tier krank ist, sich schwertut, anzukommen, die Mädchen sich Sorgen machen, die rechtliche Situation, ... Man merkt, dass die Autorin weiß, wovon sie schreibt und dass sie Tiere sehr mag. Ich fand auch den Zusammenhalt zwischen den Freundinnen, den Eltern und den Familien im Dorf ganz wunderbar. So eine Nachbarschaft wünscht sich jeder.

Das Happy End hat mir sehr gut gefallen und hat die Geschichte wunderbar abgerundet!