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Veröffentlicht am 12.11.2017

Heute fängt der Himmel an

Heute fängt der Himmel an
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Der Klappentext des Buches hat mich angesprochen, da er nicht nach 0815-Liebesgeschichte klingt. Ich mag Liebesromane sehr gerne, besonders dann, wenn sie etwas Besonderes sind. Sie setzen sich damit dann ...

Der Klappentext des Buches hat mich angesprochen, da er nicht nach 0815-Liebesgeschichte klingt. Ich mag Liebesromane sehr gerne, besonders dann, wenn sie etwas Besonderes sind. Sie setzen sich damit dann einfach aus der Masse der Romane ab. Das ist bei diesem Buch absolut der Fall.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Beziehung von Emily’s Großelter – Margarete und Peter. Die beiden lernten sich während des zweiten Weltkrieges kennen. Zu dieser Zeit war Peter ein Kriegsgefangener in Amerika. Die Beziehung der beiden wurde nicht geduldet, so dass sie sich stets heimlich treffen mussten. Als Peter nach dem Krieg aus der Gefangenschaft entlassen wurde, erfahren sowohl Maragert’s als auch Peter’s Familie von der Beziehung der beiden. Da keine der Familien damit einverstanden ist, tragen beide Seiten ihren Teil dazu bei, dass Margaret und Peter nicht wieder zueinander finden.

Im Buch geht es aber auch um die Beziehung zwischen Emily (Margart’s und Peter’s Enkeltochter) und ihrem Vater Victor (der Sohn der beiden). Victor hat seine Frau und seine Tochter verlassen, als Emily noch ein kleines Mädchen war. Er versucht zwar, sich ihr wieder anzunähern, doch die Verletzung bei Emily sitzt noch sehr tief. Die Wut auf ihren Vater ist noch immer ihr ständiger Begleiter.

Nachdem Margaret gestorben ist, erhält Emily ein Gemälde, das ihre Großmutter in jungen Jahren zeigt. Emily sowie auch ihr Vater wissen nichts von Peter. Der Schmerz von Margaret war immer zu groß, um über ihre große Liebe zu sprechen. Nachdem Emily jedoch dieses Gemälde erhält, macht sie sich gemeinsam mit ihrem Vater auf die Suche nach Informationen zu diesem Gemälde. Stück für Stück decken sie so die tragische Geschichte von Margaret’s und Peter’s Liebe auf. Aber auch Emily und Victor fangen an, sich einander wieder anzunähern.,

Auch hat Emily hat noch mit weiteren „Geistern“ ihrer Vergangenheit zu kämpfen und während sie auf der Suche nach Antworten bzgl. ihrer Großmutter ist, erkennt sie, dass sie sich auch ihrer eigenen Vergangenheit stellen muss, um bereit für eine unbeschwerte Zukunft zu sein.

Im Grunde handelt „Heute fängt der Himmel an“ also von drei Beziehungskonstellationen, die alle miteinander verbunden sind. Es ist der Autorin sehr gut gelungen, dies alles so im Buch unterzubringen, dass die Geschichte dennoch übersichtlich und nachvollziehbar bleibt.

Hauptsächlich wird die Geschichte aus Emily’s Sicht erzählt, zwischendurch gibt es aber immer wieder Rückblicke, die zeigen, wie es Peter erging und wie sein Leben verlaufen ist. Durch Emily’s Fortschritte auf der Suche nach Klarheit und diese Rückblicke, entsteht nach und nach das Bild ein sehr tragischen und berührenden Liebesgeschichte.

Der Schreibstil ist so angenehm und die Geschichte so spannend, dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen. Zwar ist von Anfang an klar, dass es für Margaret und Peter kein Happy End geben wird – Margaret ist ja bereits verstorben – aber für mich entstand beim Lesen schnell die Hoffnung, dass es wenigstens zu einer Wiedervereinigung zwischen Peter, Emily und Victor kommt. Wobei „Wiedervereinigung“ eigentlich das falsche Wort ist, die drei haben sich ja nie kennengelernt. Ich habe mich beim Lesen das ein oder andere Mal wie auf einer Gefühlsachterbahn gefühlt – Hoffnung, Bedauern, Mitleid, Freude, alles war dabei.

Am Ende des Buches sollte man die Erkenntnis mitnehmen, dass es niemals zu spät für eine zweite Chance ist. Außerdem sollten manche Dinge nicht ungesagt bleiben. Irgendwann hat man die Chance verpasst und wird es vielleicht ewig bereuen.

Fazit
„Heute fängt der Himmel an“ ist eine tragische Geschichte über eine Liebe aus dem zweiten Weltkrieg. Zwei Liebende, deren Beziehung von den Familien nicht geduldet und zerstört wurde. So traurig und berührend die Geschichte aber auch ist, zeigt sie doch, dass man die Hoffnung niemals aufgeben sollte.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Wahre Freundschaft soll nicht wanken

Wahre Freundschaft soll nicht wanken
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Die beiden Protagonisten von „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ sind zwei Teenager – Sophie und Reece und das Buch ist abwechselnd aus Sicht dieser beiden geschrieben. Als ich festgestellt habe, dass ...

Die beiden Protagonisten von „Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ sind zwei Teenager – Sophie und Reece und das Buch ist abwechselnd aus Sicht dieser beiden geschrieben. Als ich festgestellt habe, dass hier zwei Jugendliche die Hauptrollen spielen, habe ich schon befürchtet, dass es sich um eines dieser völlig übertriebenen Jugendbücher handelt, die mit der Realität nicht mehr viel zutun haben. Erfreulicherweise war das nicht der Fall. Die Geschichte ist realistisch und die (meisten) Handlungen von Sophie und Reece sind nachvollziehbar.

Sophie’s Cousine, Dani, stirbt, indem sie vom Balkon ihrer Wohnung stürzt. Die Polizei und sämtliche anderen Leute gehen davon aus, dass es Selbstmord war. Die Tatsache, dass sie depressiv war und eigentlich unter Medikamenten stand, die sie aber nicht mehr genommen hat, spricht dafür. Sophie kann das allerdings nicht so richtig glauben, denn kurz zuvor ging es Dani noch gut und sie war gut gelaunt. Als Sophie einen USB-Stick von Dani mit Bildern findet, fällt ihr ein Foto auf, dass sie in ihrem Gefühl, dass es kein Selbstmord war, bestärkt. Sie geht zur Polizei, für die der Fall jedoch klar auf der Hand liegt. Gemeinsam mit ihrem besten Freund, Reece, geht sie der Sache dann selbst nach. Das alles sind für mich nachvollziehbare Umstände.

Das Besondere an Sophie’s Verhältnis zu ihrer Cousine war, dass sie ihre einzige richtige Verwandte war. Ihre Mutter sowie ihre Tante (Dani’s Mutter) kamen einige Jahre zuvor bei einem Unfall ums Leben und sie lebt in einer Pflegefamilie. Da Sophie also eine einfache Vergangenheit hinter sich hat, hat sie ohnehin große Probleme in Beziehungen zu anderen Menschen und der Tod einer ihr so nahestehenden Person macht ihr sehr zu schaffen.

Als Sophie und Reece also ihre eigenen Ermittlungen anstellen, merken sie schnell, dass sie da in eine Sache hineingerutscht sind, die eigentlich etwas zu groß für sie ist. Der ganze Umfang davon ist ihnen dennoch nicht klar und so nehmen sie alles auch nicht so ernst, wie es gut für sie gewesen wäre. Erst nach einem sehr deutlichen Warnschuss erkennen sie, dass sie es mit kriminellen Personen zutun haben, die so schnell vor nichts zurückschrecken. Reece, der daraufhin den Ernst der Lage erkennt, wird das Ganze zu gefährlich, Sophie jedoch lässt sich davon nicht abschrecken und bringt sich selbst und Reece dadurch in große Gefahr.

Etwa das letzte Drittel des Buches wird für mich dann doch etwas weniger nachvollziehbar. Allerdings ist der Verlauf der Geschichte passend, damit die Spannung erhalten bleibt und dieses Buch den Titel „Thriller“ auch verdient.

Sophie und Reece sind beides zwei sehr sympathische Teenager und durch die abwechselnden Erzählweisen bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken von beiden. Besonders Sophie mit ihrer Vergangenheit und den daraus hervorgehen Vertrauensproblemen hat mir sehr leid getan. Aber auch Reece, der ihr durchweg einer toller bester Freund ist und der total verknallt in sie ist, hat mir einigen Stellen ganz schön leid getan, da Sophie hin und wieder doch sehr verletzend ihm gegenüber war.

Was mir gut gefallen hat, war die Wandlung, die Sophie im Buch durchmacht. Sie fängt ein bisschen an, in ihrem Inneren für Klarheit sorgen zu können und sich weiterzuentwickeln.

Das Ende ist etwas vorhersehbar, aber das finde ich nicht schlimm. Es passt gut zur Geschichte und ist ein schöner Abschluss.

Fazit
Eine Teenagergeschichte, die auch für Erwachsene geeignet ist. Ein angenehmer Schreibstil und ein aufbauender Spannungsbogen runden das Ganze schön ab.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Frühlingsglück und Mandelküsse

Frühlingsglück und Mandelküsse
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„Frühlingsglück und Mandelküsse“ ist ein sehr schöner Liebesroman, den ich innerhalb eines Tages nahezu verschlungen habe. Charlie, die Protagonistin, habe ich sofort ins Herz geschlossen, sie wirkt sofort ...

„Frühlingsglück und Mandelküsse“ ist ein sehr schöner Liebesroman, den ich innerhalb eines Tages nahezu verschlungen habe. Charlie, die Protagonistin, habe ich sofort ins Herz geschlossen, sie wirkt sofort sympathisch. Bei ihrem Freund Eddy hingegen kam schnell der Eindruck auf, dass ihm nicht allzu viel an Charlie liegt. Bei einem Essen bei seinen Eltern wird deutlich, wie wenig diese von Charlie halten, seine Mutter spricht sogar ganz offen aus, dass sie lieber seine Ex-Freundin an seiner Seite sehen würde – in Gegenwart von Charlie. An dieser Stelle hatte ich großes Mitleid mit ihr, besonders weil Eddy sie nicht einmal gegen die Sticheleien seiner Mutter verteidigt. So einen Freund braucht doch wirklich niemand.

Auch in Charlie’s Job läuft es ganz schön chaotisch. Ihr zukünftiger neuer Chef, Daniel, und sie haben keinen guten gemeinsamen Start. In der folgenden Zeit spürt sie dann deutlich, dass er nicht allzu viel von ihr hält und weitaus netter zu den Kollegen ist als zu ihr. So überrascht es nicht, dass er ihre Bitte ablehnt, die Petit-Fours-Messe im Hotel veranstalten zu dürfen. Charlie lässt sich davon jedoch nicht unterkriegen und mit ein bisschen Trickserei findet die Messe dann doch im Hotel statt. Da es viel vorzubereiten und zu erledigen gibt, ordnet ihr noch aktueller Chef Richard an, dass Daniel ihr bei den Vorbereitungen hilft. Hierbei entspannt sich das Verhältnis zwischen Daniel und Charlie dann endlich und sie kommen sich sogar etwas näher, damit startet dann aber das Gefühlschaos…

Das Buch hält immer wieder ein paar Überraschungen parat und manche Wendungen sind ganz anders als zunächst erwartet, dadurch bleibt es schön spannend. Spannend bleibt es auch fast bis zur letzten Seite – Charlie steht zwischen den beiden Männern (ihrem Freund, Eddy und ihrem Chef Daniel). Hier will ich aber nicht zu viel verraten, um nicht zu spoilern.

Was mir außerdem gut gefallen hat ist, dass es vor jedem Kapitel/Abschnitt ein Backrezept gab. Das ist mal etwas anderes und die Rezepte scheinen auch relativ leicht zu backen zu sein, vielleicht werde ich sogar mal eines versuchen.

Fazit
Ein schönes Buch, dass die jetzt kommenden (und vermutlich) verregneten Herbsttage ein bisschen aufpeppen kann. Es ist eine schönes Geschichte, die man so schnell nicht mehr aus der Hand legen kann, wenn man einmal damit angefangen hat.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Die Beichtkammer

Die Beichtkammer
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Sam, Tom und Amy wurden entführt und gemeinsam in einem Raum eingesperrt. Ihnen ist zunächst nicht klar, warum sie entführt wurden. Sie versuchen herauszufinden, ob zwischen ihnen irgendwelche Gemeinsamkeiten ...

Sam, Tom und Amy wurden entführt und gemeinsam in einem Raum eingesperrt. Ihnen ist zunächst nicht klar, warum sie entführt wurden. Sie versuchen herauszufinden, ob zwischen ihnen irgendwelche Gemeinsamkeiten bestehen, finden aber keine.

Es gibt keine direkte Kommunikation zwischen den dreien und dem Entführer. Sie erhalten lediglich zwei Mal mit Computer geschriebene Zettel, gemäß der sie absolut ehrlich zueinander sein und sich ihre schlimmsten Sünden gestehen sollen. Andernfalls droht der Entführer, sie zu töten. Natürlich kommen sie diesen Forderungen nach…

Bis ca. zur Hälfte des Buches hatte ich erst einmal das Gefühl, es könnte noch ein bisschen mehr Spannung vertragen. Sam, Tom und Amy saßen also in dem Raum fest und redeten und überlegten, aber es passierte nicht viel mehr. Mein Wunsch wurde aber erhört und durch eine überraschende Wendung kommt ordentlich Schwung in die Geschichte.

Der angenehme Schreibstil und natürlich auch die Tatsache, dass es sich um eine Kurzgeschichte handelt, tragen dazu bei, dass sich das Buch in Kürze durchlesen lässt.

Fazit
„Die Beichtkammer“ ist ein spannender Kurz-Thriller mit überraschendem Ende – perfekt für ein bisschen Spannung zwischendurch.

Veröffentlicht am 12.11.2017

Schau mir in die Augen, Audrey

Schau mir in die Augen, Audrey
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Mit diesem Buch dürfte ein relativ großes Zielpublikum angesprochen werden – Teenager, da der Hauptcharakter des Buches einer ist, Mütter, die sich in einigen Situation sicherlich mehr oder weniger wiederfinden, ...

Mit diesem Buch dürfte ein relativ großes Zielpublikum angesprochen werden – Teenager, da der Hauptcharakter des Buches einer ist, Mütter, die sich in einigen Situation sicherlich mehr oder weniger wiederfinden, aber auch kinderlose Erwachsene (vermutlich in erster Linie Frauen), die an vielen Stellen einfach gut unterhalten werden.

Obwohl das Buch mit dem Thema Mobbing einen ernsten Hintergrund hat und zeigt, was Menschen, die meinen sich einen „Spaß“ zu machen, anderen Menschen überhaupt antun, ist es Sophie Kinsella gelungen, dennoch einen in erster Linie unterhaltsamen Roman zu verfassen. Sie vereint hier Witz und Ernsthaftigkeit auf großartige Weise.

Die Charaktere haben alle so ihre Besonderheiten, die jeden Charakter auf seine ganz eigene Art sympathisch macht.

Der erste Satz, bzw. die ersten zwei Sätze, lauten: „Oh Gott. Mom ist verrückt geworden.“ – und damit wird eigentlich schon der perfekte Einstieg ins Buch geliefert. Das Buch lässt sich von der ersten Seite an sehr flüssig lesen. Es ist ein perfektes Buch für einen schönen Sommertag, den man im Garten oder auf dem Balkon verbringt.

Was ich jedoch ein bisschen störend finde ist, dass man zwar erfährt, dass Audrey von ihren Mitschülern gemobbt wurde, jedoch nicht, was genau geschehen ist. Ich hätte es schöner gefunden, wenn dies im Laufe der Geschichte noch aufgelöst worden wäre.

Fazit
Typischer Sophie Kinsella Stil, der sich mit diesem Buch aber erstmals an ein jüngeres Publikum richtet. Obwohl das Buch ein ernstes und auch sehr aktuelle Thema – Mobbing – behandelt, kommt der Humor hier nicht zu kurz.