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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2024

einfach mal Ballast abwerfen

Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben
3

Kristina Günak (Autor) beschrieb mit ihrem Roman "Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben" wie man mit weniger mehr oder besser leicht durchs Leben kommen kann. So ganz hat sich mir der Zusammenhang zwischen ...

Kristina Günak (Autor) beschrieb mit ihrem Roman "Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben" wie man mit weniger mehr oder besser leicht durchs Leben kommen kann. So ganz hat sich mir der Zusammenhang zwischen dem Buchtitel und der Handlungsgeschichte nicht erschlossen.
Dennoch hat es großen Spaß gemacht das Buch zu lesen und an manchen Stellen habe ich herzhaft gelacht. Der Schreibstil lässt ein flottes Lesen zu und führt teils mit Ernsthaftigkeit, aber auch viel Humor durch die Geschichte eines Lebensabschnitts von Ella Mohnbaum. Eine gestandene Frau, geschieden, 2 erwachsene Söhne, die ihren eigenen Weg gehen möchten, aber dennoch ihre Mutter brauchen wenn es brenzlig wird. Beruflich als Journalistin tätig, viel von der Welt gesehen, Reportagen geschrieben möchte sie nun darüber berichten wie man im Alltag mit weniger materiellen Dingen auskommt.
Dafür zieht sie in die Einöde, ein ökölogisch betriebener Bauernhof mit ganz viel Obstanbau, einer kleinen Dorfgemeinde und anspruchslosen Wohneinheiten. Ella zieht in ein ganz einfaches Tiny-Haus, nimmt nur das Nötigste zum Leben mit. Und so ganz nebenbei ist sie auch auf der Suche nach sich selbst, überdenkt ihr bisheriges Leben. Das Intigrieren in die Dorfgemeinschaft fällt anfangs schwer, aber die Dinge entwickeln sich und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Oft zieht man Parallelen zum eigenen Leben.
Der Autorin ist es sprachlich sehr gut gelungen das Leben auf einem Bio-Hof darzustellen, die Charaktere der Protagonisten herauszuarbeiten, das Miteinander und den Umgang mit sich selbst.
Ein Buch, welches zeigt, dass man eigentlich viel zu viel materielle Dinge hat. Mich hat es zum Überlegen angeregt.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Shianas und Burakis Leben im Orient im 16. Jahrhundert

Wie eine Perle im Ozean
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Christina Rey (Autor) schrieb den Roman "Wie eine Perle im Ozean" und führt den Leser in das 16. Jahrhundert auf die Malediven.
Die Handlungsorte sind wunderbar beschrieben und man fühlt sich an die Handlungsorte ...

Christina Rey (Autor) schrieb den Roman "Wie eine Perle im Ozean" und führt den Leser in das 16. Jahrhundert auf die Malediven.
Die Handlungsorte sind wunderbar beschrieben und man fühlt sich an die Handlungsorte versetzt.

Ebenso ist es der Autorin gelungen die verschiedenen Charaktere der Protagnisten darzustellen und zu beschreiben. Allerdings fiel es mir zu Beginn schwer alle Personen auseinander zu halten und richtig zuzuordnen, irgendwie waren alle miteinander verbandelt. So auch Buraki, die Tochter des Sultans, die später einmal die Nachfolge des Vaters antreten sollte und ihr Bruder.
Gemeinsam mit den anderen Kindern, deren Eltern für den Sultan tätig sind und die im Palast des Sultans wohnen werden sie in der Kunst des Schwertkampfs unterrichtet.
Dazu gehört auch Shiana, Tochter des königlichen Waffenmeisters, deren Bestimmung es ist eine Heilerin zu werden, aber später auch als .Hexe verfolgt wird.
Shiana und Buraki sind als Kinder und Jugendliche eng befreundet, obwohl Buraki ihre Stelle als Sultanstochter immer wieder hervorhebt und erst sehr spät erkennt was die waren Dinge des Lebens ausmachen.
Intrigen, Verrat, Machtkämpfe und Gewalt bestimmen die Ereignisse und das Geschehen. Die Freundinnen werden getrennt.
Der Leser erlebt die Weiterentwicklung und das Heranwachsen der Beiden zu Frauen, lernt verschiedene Religionen kennen und auch die Rollen der Männer und die Unterdrückung der Frauen.
Am Anfang des Romans fiel es mir schwer mit den vielen unterschiedlichen Informationen zurechtzukommen und mich in die Geschichte hineinzufinden. Später wurde es sehr interessant und das lesen der Handlungsstränge gelang besser. Besonders die Darstellungen der Frauen und ihr Aufbegehren gab der Geschichte Aufwind. Letztendlich fand ich Gefallen daran.

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Veröffentlicht am 06.09.2024

Jugendliebe, Küsse, Eifersucht

Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti
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"Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti" ist der zweite Band von Michaela Thewes (Autor). Sie erzählt eine Herzensgeschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Liebeswirrwarr angesiedelt in Schule ...

"Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti" ist der zweite Band von Michaela Thewes (Autor). Sie erzählt eine Herzensgeschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Liebeswirrwarr angesiedelt in Schule und Freizeit. Geeignet ab 12 / 13 Jahre, aber auch für die ältere Generation durchaus lesenswert. Da erfährt man vieles über den Umgang der Jugendlichen miteinader, ihre Sprechweisen und auch Vorstellungen vom Leben.
Den Band 1 kenne ich nicht, kann mir aber durchaus vorstellen, dass es auch um viele stürmische Gefühle geht,- so wie hier bei Charly und Noah, die in diesem Band eine besondere Rolle spielen. Aber auch ihre Freundinnen und Freunde spielen eine große Rolle, ebenso wie ihre Feindinnen, die gerne andere mobben und brüskieren. Und dann ist da noch Sina, die momentan selbst nicht weiß was und warum alles in ihrem Leben, auch gefühlsmäßig falschläuft. Nur schwer kommt sie mit alledem zurecht und gibt sich daher aufmüpfig, desinterssiert und wechselhaft, besonders Charly gegenüber bei der sie momentan aus persönlichen familiären Veränderungen einziehen musste. Missverständnisse entstehen, faalsche Vermutungen fürhren zu Problemen und Streitigkeiten.
Der Schreibstil spricht Jugendlich sehr gut an, ebenso wie die Handlungsstränge und Charaktere. Sicher findet mancher Paarallelen zum Inhalt und den Geschehnissen.
Was mir nicht so gut gefiel (aber ich denke mancher der jugendlichen Leser findet es toll) ist die "Bestrafung" wegen des Mobbings.
Freue mich schon auf die Fortsetzung

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Veröffentlicht am 04.08.2024

Veris Entscheidung

Zeit der Schwestern
2

Tanja Huthmacher (Autor) schrieb die Triologie "Zeit der Schwestern". und es gelang ihr mit dem 3. Band "Traubenfest" ein sehr gut gelungener Abschluss der Familiengeschichte. In den Romanen geht es um ...

Tanja Huthmacher (Autor) schrieb die Triologie "Zeit der Schwestern". und es gelang ihr mit dem 3. Band "Traubenfest" ein sehr gut gelungener Abschluss der Familiengeschichte. In den Romanen geht es um drei Schwestern und ihre Familien, aber auch um die Schiffswerft Hohenhausen und die Geschichte der Eltern. Geprägt sind alle drei Bücher von den Charakteren der Schwestern, des Familienclans, ihren Problemen, Sehnüchten, Sorgen, Freuden und ihrem Alltagsleben sowie dem Treffen von Entscheidungen.
Jeder Band erzählt die Geschichte einer Schwester im Alltagsleben und im Zusammenhalt der Familie, die immer füreinander da ist, egal was passiert.
So unterstützen die beiden Schwestern Carolin und Rosemarie ihre ältere Schwester Veronika, um die es im 3. Teil geht. Sie stehen ihr bei, geben Ratschläge und helfen wo sie können und Vroni es auch zulässt.
Vroni arbeitet zusammen mit ihrem Mann Stefan auf dessen eigenen Familien-Weingut, übernimmt alles organisatorische und die Büroarbeit. Gerne würde sie neue Wege im Weinanbau gehen. Doch Stefan hält am Althergebrachten und vermeintlichen Traditionen fest, lässt sich nicht auf Neues ein. Oft ignoriert er Vronis Vorschläge, spricht selten mit ihr darüber. Vroni spürt die Ehekrise, denkt über Trennung nach. Als sie den Neu-Weinbauer Felix und dessen kleines ökologisches Weingut kennenlernt, merkt sie die Krise noch mehr. Sie verlässt Stefan, zieht mit der Teenager-Tochter Rosalie zu ihrem Vater, der seine Schiffe nach der Firmenauflösung nun an den neuen Mann seiner Ex-Frau verkauft.
Doch Vroni steckt den Kopf nicht in den Sand, sondern schaut nach vorne und sucht nach Möglichkeiten ihrem Leben und ihrer Zukunft neue Hoffnungen und Ziele zu geben. Auch hier spürt man den Zusammenhalt der Familenmitglieder von Eltern, Schwestern und Schwagern.

Dies alles hat die Autorin sehr schön be (ge-)schrieben, so dass man sich in die Situationen hineinversetzen kann, oft mitfiebert und doch ahnen kann wie das Leben weitergeht. Mit all seinen Facetten von Mut, Freundschaft, Vertrauen, Verzweiflung, Sorgen, Liebe, Ängsten, Zusammenhalt und Füreinanderdasein und vor allem von Hoffnung und sich nicht aufgeben.
Besonders die Beschreibungen der Beziehungen der Schwestern und der Familie haben mich sehr berührt. Das findet man so nicht immer.
Gerne würde ich mir noch einen vierten Band wünschen, wo man das Heranwachsen der nächsten Generation des Familienclans Hohenhausen verfolgen und miterleben kann.
Danke das ich mitlesen durfte..... eine tolle Lesegemeinschaft.

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Veröffentlicht am 28.05.2024

Lavendel für Parfüm

Die kleine Parfüm-Manufaktur in der Provence
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Das Buch "Die kleine Parfüm-Manufaktur in der Provence", geschrieben von der Autorin Angelina Bach (Autor) hat mich gedanklich nach Framkreich geführt. Beim Lesen hatte ich oft die Lavendelfelder vor Augen ...

Das Buch "Die kleine Parfüm-Manufaktur in der Provence", geschrieben von der Autorin Angelina Bach (Autor) hat mich gedanklich nach Framkreich geführt. Beim Lesen hatte ich oft die Lavendelfelder vor Augen und den Lavendelduft in der Nase. Ein sehr schön zu lesender Sommerroman.
Um die Gesundheit von Marielles Vater steht es nicht besonders gut, genau so wie um die Parfüm-Manufaktur, die schon seit Generationen im Familienbesitz ist.
Marielle bereitete sich auf den Abschluss ihres Studiums und der Doktorarbeit vor, als sie jedoch plötzlich nach Hause beordert wird, um sich um die Belange der Maufaktur zu kümmern. Zum Vater hat sie ein besseres Verhältnis als zur Mutter, die sie bei der vorübergehenden Leitung kaum unterstützt, während der Vater im Krankenhaus liegt. Dagegen findet sie in Bastien, den ihr Vater als seinen Assistenten eingestellt hat und der dessen volles Vertrauengenießt, zu Beginn der Geschichte nur Widerspruch und gegenseitige Ablehnung. Dennoch müssen sie einen gemeinsamen Konsens finden, um die Maufaktur zu retten. Marielle gelingt die Kreation eines neuen Parfüms, welches sie in einem Wettbewerb einem Unternehmen vorführen.
Zu Beginn der Geschichte reden die Beiden nur sehr wenig miteinander, kommen sich aber im Verlauf der Geschichte immer näher. Der Aufbau der Beziehung ging mir persönlich ein wenig zu schnell. Doch das ist wahrscheinlich der Romantik und dem Liebesroman geschuldet.
Fazit: Eine leicht zu lesende Sommergeschichte, wo man den Duft des Lavendels zwischen den Zeilen spürt. Der Schreibstil lässt stets ein tolles Bild der Handlungsorte und Handlungsstränge entstehen.

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