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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.09.2024

Leider nicht mein Ding

Kein Land in Sicht
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Klappentext:

„Eine Frau erwacht auf einem Kreuzfahrtschiff auf hoher See – ohne jede Erinnerung, aber mit der Gewissheit, dass sich etwas Schreckliches ereignet hat, bei dem sie selbst eine zentrale Rolle ...

Klappentext:

„Eine Frau erwacht auf einem Kreuzfahrtschiff auf hoher See – ohne jede Erinnerung, aber mit der Gewissheit, dass sich etwas Schreckliches ereignet hat, bei dem sie selbst eine zentrale Rolle spielt. 

Ein Kreuzfahrtschiff auf hoher See. Eine Frau in ihrer Kabine. Sie weiß weder ihren Namen, noch, wie und warum sie auf dem Luxusdampfer gelandet ist. Nur dass sie Kreuzfahrten hasst und Angst vor dem Wasser hat, ist sicher. Widerwillig, aber mit ungebremsten Ermittlerdrang lässt sie sich ein auf das Abenteuer Kreuzfahrt in der Hoffnung, ihre Identität auf hoher See wiederzufinden. Nur bruchstückhaft kehren die Erinnerungen zurück: Sarah Peters ist ihr Name. Sie ist Kriminalkommissarin. Sie wurde undercover eingeschleust, um einer brutalen Schlepperbande auf die Spur zu kommen. Und Sarah weiß bald auch: sie kann auf diesem Schiff niemandem trauen. Und sie hat rasend wenig Zeit, um ein großes Verbrechen zu verhindern.“





Fazit:

Bei diesem Krimi handelt es sich um den ersten Band für Sarah Peters. Ich werde sie leider nicht fortsetzen, dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen passierte ziemlich lange nichts, außer der Tatsache, dass es sich bei der Frau ohne jegliche Erinnerungen (dafür einem dauerhaft mulmigen Gefühl) um Sarah Peters handelt, sie in Wahrheit eine Kriminalkommissarin ist und auf einem Schiff undercover arbeitet. Mich fesselte der Anfang deshalb schon mal nicht.



Zum anderen entsprach der Schreibstil nicht meinem Geschmack. Die Sätze wirkten abgehakt und die Dialoge oft sehr vage. Die Ereignisse fand ich ziemlich verwirrend, die Spannung ging dadurch verloren bzw. kam gar nicht erst auf. Außerdem mochte ich die Protagonistin leider überhaupt nicht.

Die Perspektive eines Gefangenen interessierte mich leider nicht wirklich.


Im Großen und Ganzen habe ich mir irgendwie etwas anderes vorgestellt bzw. einen krasseren Spannungsbogen gewünscht. Ein paar Szenen sind ganz solide aber nichts weltbewegendes. Es tut mir leid für die Autorin aber ich kann das Buch leider nicht wirklich weiterempfehlen.


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Veröffentlicht am 08.09.2024

Tiefste Abgründe

Kleine Monster
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Klappentext:

„Pia und Jakob sitzen im Klassenzimmer der 2B, ihnen gegenüber die Lehrerin ihres Sohnes. Es habe einen Vorfall gegeben, mit einem Mädchen. Pia kann zunächst nicht glauben, was ihrem siebenjährigen ...

Klappentext:

„Pia und Jakob sitzen im Klassenzimmer der 2B, ihnen gegenüber die Lehrerin ihres Sohnes. Es habe einen Vorfall gegeben, mit einem Mädchen. Pia kann zunächst nicht glauben, was ihrem siebenjährigen Kind da vorgeworfen wird. Denn Luca ist ein guter Junge, klug und sensibel. Sein Vater hat daran keinen Zweifel. Aber Pia kennt die Abgründe, die auch in Kindern schlummern, das Misstrauen der anderen erinnert sie an ihre eigene Kindheit. Sie lässt ihren Sohn nicht mehr aus den Augen und sieht einen Menschen, der ihr von Tag zu Tag fremder wird. Bei dem Versuch, ihre Familie zu schützen, wird Pia schließlich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Ein fesselndes psychologisches Drama über die Illusion einer heilen Kindheit.“





Fazit:

Das Ereignis welches Pia und Jakob erleben, triggert Pia so sehr, dass sich der Roman mehr oder weniger mit ihrer Vergangenheit beschäftigt. Die Einblicke werden dabei sehr tiefgründig und das innere Chaos sehr transparent und ehrlich durchleuchtet. Der Schreibstil ist ziemlich fesselnd und einnehmend. Nicht zugesagt hat mir, dass vieles ungesagt/nicht zu Ende erzählt wurde. Mehr Klarheit als Ungewissheit wäre mir persönlich lieber gewesen.

Zum Schluss war ich leider schon etwas enttäuscht, da ich im Nachhinein betrachtet nicht jede Situation für wichtig gehalten habe und vieles auch einfach unausgesprochen bleibt. Mein Fazit ist daher sehr gespalten. Diese Art der Darstellung war mir ein bisschen too much. Nichtsdestotrotz fand ich viele (Neben)Sätze und Szenen sehr berührend und emotional.

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Veröffentlicht am 28.07.2024

Großartige Idee - ungewöhnlicher Stil

Elektrizität und Himmelsfische
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Klappentext:

„Die 14-jährige Marzia erzählt, wie sich von jetzt auf gleich ihr Leben komplett und für immer verändert. Wie aus dem Nichts zwingt ein plötzlicher Raketenbeschuss Marzias Familie zum sofortigen ...

Klappentext:

„Die 14-jährige Marzia erzählt, wie sich von jetzt auf gleich ihr Leben komplett und für immer verändert. Wie aus dem Nichts zwingt ein plötzlicher Raketenbeschuss Marzias Familie zum sofortigen Verlassen der Stadt. Nur mit dem Notwendigsten setzen sie sich in Opas Wagen und fahren – Mutter, Vater, sie, die kleine Schwester und die Großeltern – Richtung Grenze. Auf dieser Flucht erleben sie Gewalt, Not, Willkür und Demütigung und geraten in absurde, surreale Situationen, bis sie schließlich ein Motel an einer Grenze erreichen. Dort übergibt Marzia ihre Tagebuchaufzeichnungen einem Schriftsteller, Andrej Bulbenko, mit der Bitte, er möge sie erst lesen, wenn sie sich nach Ablauf einer Woche nicht bei ihm gemeldet habe. Marzia meldet sich nicht, und Bulbenko beginnt zu lesen …“





Fazit:

Die Idee zu diesem Buch hat mich auf Anhieb völlig in seinen Bann gezogen. Ich stellte mich auf ein Buch ein, dass zwar aus Sicht eines Kindes geschrieben aber dennoch emotional und fesselnd ist. Zunächst dachte ich mir nichts dabei und gab dem Ganzen eine Chance, doch je tiefer ich in der Story war, desto weniger Lust hatte ich weiterzulesen. Die Art wie die Ereignisse aus Sicht der 14-jährigen Marzia dargestellt werden, hat mir einfach nicht zugesagt. Ihre Schilderungen sind sprunghaft, zum Teil wirklich kurios und absurd. Die Diskussionen im Auto fand ich weder witzig noch spannend. 
Die persönlichen Beobachtungen und Erlebnisse zu dem plötzlichen Raketenbeschuss stehen gar nicht so sehr im Fokus wie ich es mir gewünscht hätte. Diese werden von anderen „Nebensächlichkeiten“ überlagert. 



Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt da sich meiner Meinung nach der Ernst der Lage in unspektakulären Details verliert. Dennoch finde ich, dass man dieses Buch mit Sicherheit anders wahrnimmt, wenn man es zum Beispiel mit anderen liest und darüber diskutiert. Das kann in Form einer Leserunde oder als Schullektüre sein. Mein Ding war es leider nicht.

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Veröffentlicht am 17.06.2024

Leider eher mittelmäßig

Der Zufall eines Sommers
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Klappentext:

„Summer und Kit treffen sich Anfang der 90er Jahre in Indien und wissen beide, dass ihre Begegnung etwas Besonderes ist, mehr als eine einfache Urlaubsromanze. Sie verbringen eine magische ...

Klappentext:

„Summer und Kit treffen sich Anfang der 90er Jahre in Indien und wissen beide, dass ihre Begegnung etwas Besonderes ist, mehr als eine einfache Urlaubsromanze. Sie verbringen eine magische Zeit miteinander, bis sie durch tragische äußere Umstände voneinander getrennt werden. Während Summer sich von einem schweren Schicksalsschlag erholt, versucht Kit erfolglos, sie zu finden. 

Ohne es zu wissen, ziehen beide nur wenige Kilometer voneinander entfernt nach Suffolk. Sie gehen neue Beziehungen ein und verfolgen ihre Träume, verpassen sich immer wieder knapp, bis sie sich plötzlich wieder gegenüberstehen. Doch ihre Leben sind nicht stehengeblieben, und sie müssen sich beide fragen, ob zu viel passiert ist, sich zu viel geändert hat, um wieder zueinander zu finden.“





Fazit:

Da mich vor einiger Zeit der Roman „Vom Ende der Nacht“ von Claire Daverley völlig geflasht hatte, war mir wieder nach einer tragischen Geschichte wo es um verpasste Chancen bzw. den falschen Zeitpunkt geht. 



Die Autorin hat in diesem Roman vieles aufgegriffen was ich sehr gut nachvollziehen und verstehen konnte. Die Dynamik und Anziehung zwischen Summer und Kit war greifbar, genau wie die Umstände, die ständig zu Entfernungen und Trennungen führten. Und doch fehlte mir das gewisse Etwas. Ich kann leider nicht sagen was es genau ist. Schlecht ist dieses Buch keinesfalls, ich hatte nur das Gefühl als hätte ich manche Textpassagen einfach überspringen können ohne dabei etwas zu verlieren/verpassen. Zudem fehlte mir das Feeling der 90er Jahre - hier kam von der Autorin leider nichts.



Mein Urteil fällt daher eher mittelmäßig aus. Leider.

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Veröffentlicht am 25.05.2024

Wird viel an der Oberfläche gekratzt

Promise Boys - Drei Schüler. Drei Motive. Ein Mord.
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Klappentext:

„Nach außen hat die Urban Promise Prep School ein makelloses Image. Sie verspricht, aus gefährdeten Jugendlichen anständige Erwachsene zu machen. Die Schüler J. B., Ramón und Trey kennen ...

Klappentext:

„Nach außen hat die Urban Promise Prep School ein makelloses Image. Sie verspricht, aus gefährdeten Jugendlichen anständige Erwachsene zu machen. Die Schüler J. B., Ramón und Trey kennen die Regeln genau: gebügelte Hemden, »Ja, Sir« und »Nein, Ma’am«, keine Raufereien, kein Fluchen, keine Rap-Musik ... Doch ist das strenge Programm der Schule wirklich erfolgreich? Denn als der Schuldirektor ermordet wird, sind J. B., Ramón und Trey die Hauptverdächtigen. Sie alle hätten ein Motiv gehabt - und möglicherweise auch Zugang zur Mordwaffe. Die drei tun sich zusammen, um den Mordfall aufzuklären und ihre Namen reinzuwaschen. Oder versteckt sich der Schuldige etwa doch unter ihnen?“





Fazit:

Leider konnte mich dieser Jugendthriller nicht ganz überzeugen. Warum? Weil ich den Aufbau des Buches nicht gut fand und die Message somit total in den Hintergrund rutschte.


Der Großteil der Story besteht aus Interviews von Freunden/Mitschülern/Lehrern oder Bekannten. Diese geben an warum sie der Meinung sind, dass er (also einer von den 3 Jungs) der Mörder sein könnte, was sie gesehen haben und wie deren Vermutungen sind. Viele Passagen sind daher mit (zum Teil verwirrenden und unnötigen) Hinweisen, „Beweismaterialien“ sowie möglichen Leitmotiven gefüllt. J.B., Ramón und Trey kommen ebenfalls zur Wort. Der Schreibstil hierbei ist sehr modern, jugendlich und freiheraus. 



Als sich die Drei zusammentun und die Wahrheit aufdecken möchten, nimmt das Tempo etwas zu. Meiner Meinung nach leider sehr spät. Während ihrer Suche wird ein schrecklich umfassender Einblick in das Schulsystem gewährt. Ich war schockiert was für strenge Regeln an der Urban Promise Prep School gelten. Dass es hier mal eskaliert wundert mich überhaupt nicht. 
Einen noch intensiveren Eindruck erhält man zu den Themen Rassismus, Mobbing und Hass. Die drei Verdächtige werden wegen ihrer Herkunft und Hautfarbe ziemlich schnell als Mörder abgestempelt. Die Darlegung dieser Ungerechtigkeit wird schonungslos und scharfsinnig offengelegt. Der Vergleich zu dem Buch „The Hate U Give“ ist daher mehr als berechtigt.

Der Autor hat ziemlich viele Nebenstränge ins Leben gerufen aber später einfach nicht weiterverfolgt. Den Sinn dahinter habe ich nicht verstanden und finde es daher schade, dass der Fokus nicht immer richtig lag und vieles schnell und oberflächlich abgewickelt wurde. Falsche Spuren zu legen ist ja okay aber wenn dann richtig und gekonnt. Zudem habe ich nicht auf alle Fragen eine Antwort erhalten. 
Starke Message, schwacher Mittelteil, falscher Fokus, gute und authentische Charaktere.

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