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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.10.2025

Humorvoll und authentisch

Ungezügelt
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Andrea Schnidt will nicht älter werden. Die lebt nach dem Motto "Schenkt das Leben dir Zitronen, mach Limonade daraus“.

Nachdem sie ihren Job verloren hat, möchte sie nun Autorin für Old Romance Bücher ...

Andrea Schnidt will nicht älter werden. Die lebt nach dem Motto "Schenkt das Leben dir Zitronen, mach Limonade daraus“.

Nachdem sie ihren Job verloren hat, möchte sie nun Autorin für Old Romance Bücher werden. Selbstverständlich muss sie dafür recherchieren, was des Öfteren zu sehr lustigen und missverständlichen Szenen führt. Denn Andrea möchte ihre Sache gut machen, und gibt alles dafür authentisch zu schreiben.

Auch um ihre zwei Enkelkinder möchte Andrea sich gut kümmern. Vor allem motiviert durch die Schwiegermutter ihrer Tochter, die sich auch dazu berufen fühlt die Kinder zu hüten. Hierbei kommt es zu lustigen Gedanken und Reaktionen, denn zwischen den Omas geht es hierbei zu, wie zwischen Mütter auf dem Spielplatz. Jede möchte die "bessere", "Ideenreichere" und "modernere" Oma sein. Herrlich humorvoll.

Trotz des tollen Humors, verarbeitet Susanne Fröhlich in dem Buch auch aktuelle und ernsthafte Themen wie Demenz, Alter und Kindererziehung. Dabei schreibt sie so charmant, dass die Ernsthaftigkeit zwar erhalten bleibt, aber der Humor nicht verloren geht. Denn oft sind die Situationen im Leben doch nur eine Ansichtssache, oder?

Susanne Fröhlich schreibt flüssig und mit einer guten Portion Humor. Die Ernsthaftigkeit mancher Themen regen zum Nachdenken an.Teilweise waren mir die Recherchen rund um das Buch zu langatmig. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten, und ich freue mich schon auf ein neues Buch der Autorin

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Glamour - Glanz - Liebe

Cartier. Der Glanz von Gold
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Der zweite Teil der Cartier Diologie entführt die Leser in die 20-er Jahre der Metropolen Paris, London und New York. Die Brüder Cartier-Louis, Jacques und Pierre haben den ersten Weltkrieg überlebt und ...

Der zweite Teil der Cartier Diologie entführt die Leser in die 20-er Jahre der Metropolen Paris, London und New York. Die Brüder Cartier-Louis, Jacques und Pierre haben den ersten Weltkrieg überlebt und arbeiten an der Zukunft des Hauses Cartier. Doch während die Wirtschaft sich zuerst erholt und die Menschen nach den Kriegsjahren wieder offene Augen für Vergnügen und Luxus haben, spielen sich teilweise tragische Szenen hinter den Kulissen der Luxusmarke ab.

"Schmuck transportiert immer ein Gefühl", so Jeannes Erkenntnis. Sie war jahrelang an Louis' Seite, und wünscht sich nicht sehnlicher, als offiziell seine Frau zu werden. Jedoch tritt eine andere Dame aus der gehobenen Gesellschaft in den Vordergrund und stellt Louis plötzlich und ganz selbstbewusst vor die Wahl. Wie wird er sich entscheiden?

Auch die anderen Cartier-Brüder haben ihre persönlichen Kämpfe auszutragen. Pierre wird plötzlich erpresst, und Jacques bekommt einen Sohn. Als dann plötzlich die Weltwirtschaftskrise über die Welt hereinbricht, ziehen alle an einem Strang und kämpfen um den Erhalt des exklusiven und luxuriösen Juweliers.

Mich hat das Buch gut unterhalten. Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Die Autorin schreibt mit viel Detailwissen betreffend der 20er Jahre und hat alle zu der Zeit berühmten Menschen mit in die Geschichte eingebaut. Auch die damalige Mode und der Musikstil werden sehr bildlich und lebendig beschrieben. Die Turbulenzen und die Gefühlswelt der Protagonisten sind gegen Ende des Buches sehr spannend geworden, das hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 05.04.2025

Hilfreich mit guten Ansätzen

Liebe braucht Grenzen
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Der Titel des Buches hat mich auf Anhieb neugierig gemacht. Tatsächlich ertappe ich mich immer wieder dabei, keine bzw. zu spät Grenzen zu setzen. Gerade in der christlichen Gesellschaft kann es hierbei ...

Der Titel des Buches hat mich auf Anhieb neugierig gemacht. Tatsächlich ertappe ich mich immer wieder dabei, keine bzw. zu spät Grenzen zu setzen. Gerade in der christlichen Gesellschaft kann es hierbei zu Missverständnissen kommen. Darf, oder soll ich als Christ auch mal nein sagen? Wird es dann auch nicht missverstanden? Oder muss ich als Christin immer helfen? Wo ist da die Grenze? Und wo befindet sich die Grenze beim Thema Vergebung? Wann ist es genug?

Lysa Terkeurst geht in diesem Buch genau auf diese Themen ein. Anhand biblischen Beispielen, zeigt sie die Wichtigkeit von Grenzen auf. Am Ende jedes Kapitels befinden sich praktische Tipps und Ratschläge die nachvollziehbar und verständlich erklärt sind. Außerdem runden biblische Verse und ein abschließendes Gebet die Kapitel ab. Durch Anmerkungen von Jim - ihrem Seelsorger - geht die Autorin auch auf die Psychologie der Thematik ein.

Lysa Terkeurst schreibt authentisch und nachvollziehbar. Die angesprochenen Themen sind wichtig. Ihre Tipps sind praktisch und lassen sich gut anwenden. Das Thema Grenzen setzen aus christlicher Sicht gefällt mir sehr gut, deshalb eine Leseempfehlung meinerseits.

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Veröffentlicht am 23.11.2024

Eine interessante Biografie einer Revolutionärin

Die Pädagogin der glücklichen Kinder
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Laura Baldini alias Beate Maly hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Auch dieses Buch ist ihr sehr gut gelungen. Es erzählt das Leben und Wirken der aus Ungarn stammenden jüdischen Kinderärztin Emmi Pikler. ...

Laura Baldini alias Beate Maly hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Auch dieses Buch ist ihr sehr gut gelungen. Es erzählt das Leben und Wirken der aus Ungarn stammenden jüdischen Kinderärztin Emmi Pikler. Diese hat aufgrund der damals in Ungarn herrschenden Repressalien gegen Juden ihr Medizinstudium in Österreich absolviert. Hier hat sie mit den zur damaligen Zeit besten Ärzten Europas zusammenarbeiten können. Bei den hoch angesehenen Ärzten wie Dr. Pirquet und Dr. Lazar konnte Emmi sich viel Wissen aneignen. Da sie eine gute Beobachterin war, fand sie schnell heraus, dass man Kindern mit Erklärungen die Angst vor den Untersuchungen nehmen kann. Und so begann Emmi damit die Kinder mit Respekt und Würde zu behandeln. Auch die Wirkung der Bewegungsfreiheit auf die Gesundheit der Kinder ist Dr. Pikler nicht entgangenen. Sie hat sich mit den pädagogischen Ansätzen von Maria Montessori auseinandergesetzt und wurde zu einer gefragten Kinderärztin.

Zurück in Ungarn eröffnete sie eine eigene Praxis. Der Hauptteil ihrer Arbeit bestand jedoch darin die Kinder und ihre Familien zu Hause zu besuchen. Die Mütter erhielten ein eigens angefertigtes Beobachtungsheft, in welches alle neuen Fortschritte der Kinder festgehalten wurden.

Dr. Emmi Pikler war in ihren Ansätzen sehr revolutionär und ihrer Zeit weit voraus. Sie war emanzipiert und hat auch einen Mann geheiratet, der sie gerne unterstützt hat.

Als ihr Mann eines Tages verhaftet wird, muss Emmi sich um die gemeinsame Tochter Anna alleine kümmern. Nicht lange danach ergreifen die Nazis die Macht und Emmi ist samt ihrer Tochter Anna in Gefahr.

Wird sie es schaffen den Nazis zu entkommen? Und was ist mit ihrem Mann György? Überlebt er die Zeit im Gefängnis als politischer Gefangener?

Laura Baldini schreibt flüssig und mit viel Detailwissen. Die Beschreibung der Orte und der politischen Lage in Österreich und Ungarn, und die damaligen Errungenschaften der roten Politik in Wien sind sehr aufschlussreich und gut recherchiert. Einige Stellen im Buch sind allerdings etwas langatmig und zu detailliert erzählt.

Allgemein hat mir das Buch gefallen und es hat mich gut unterhalten, daher eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.09.2024

Die Lebensgeschichte einer emanzipierten Medizinerin

Nur nachts ist es hell
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"Nur nachts ist es hell" ist die Fortsetzung des Buches "Über Carl reden wir morgen". Ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Einstieg anfangs schwer gefallen ist. Es wäre vielleicht besser den ersten ...

"Nur nachts ist es hell" ist die Fortsetzung des Buches "Über Carl reden wir morgen". Ich muss ehrlich gestehen, dass mir der Einstieg anfangs schwer gefallen ist. Es wäre vielleicht besser den ersten Teil vorab zu lesen. Hinten im Buch befindet sich ein Stammbaum der Familie, das erleichtert dann das Verständnis.

Elisabeth Brugger schaut auf ihr sehr interessantes Leben zurück und berichtet ihrer Großnichte aus der Ich-Perspektive darüber.

Elisabeth ist das jüngste von vier Kindern und wächst wohlbehütet auf. Während des ersten Weltkriegs arbeitet sie als Lazarettschwester. Anschließend studiert sie Medizin. Dies ist für die damalige Zeit etwas ganz besonderes, denn Frauen waren in Universitäten nicht gerne gesehen und mussten mit einigen Schwierigkeiten und Hürden rechnen. Elisabeth ist ihrer Zeit voraus und sehr emanzipiert, sie weiß was sie will und verfolgt ihr Ziel sehr zielstrebig.

Sie heiratet Georg den Freund ihres Bruders. Dieser ist versehrt aus dem Krieg zurückgekehrt und Sohn einer wohlhabenden Ärztefamilie aus Wien. Gemeinsam führen sie in Wien eine Praxis und bekommen zwei Kinder.

Da immer mehr Frauen ungewollt schwanger werden, setzt Elisabeth sich damit auseinander und betreibt Aufklärungsarbeit.

Innerhalb ihrer Herkunftsfamilie versteht sich Elisabeth mit ihrem Bruder Eugen am besten. Dieser lebt jahrelang in den USA und schreibt sehr interessante Briefe. Seiner Schwester vertraut er auch die Affäre mit Luzia, der Frau seines Zwillingsbruders Carl an.

Elisabeth beschreibt ihre Abneigung dem nazionalsozialistischem Regime gegenüber sehr authentisch. Auch ihr Eingreifen in Wien mitten auf der Straße um ein junges jüdisches Mädchen zu retten und die darauffolgenden Konsequenzen sind bildlich. Ich finde es auch realistisch und ehrlich als sie schreibt, dass die Wiener Bevölkerung serwohl wußte was da passiert, wer von den Sanktionen und Gräueltaten der Machthaber betroffen war, und dass sie persönlich aus Angst nicht mehr getan hat. Es klingt selbstreflektierend und glaubwürdig.

Ihr Bruder Eugen versteckt eine jüdische Familie und wird plötzlich von der SS gesucht. War es Carl aus Rache, den ihn verraten hat?

Durch die immer wiedekehrenden Zeitsprünge ist man als Leser teilweise verwirrt. Es gibt einige Kapitel, die ich dadurch nicht so flüssig wie von mir gewünscht lesen konnte. Dennoch ist es ein interessantes Buch und es konnte mich auch meistens gut unterhalten.

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