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Kuckerneese

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Reise in die Vergangenheit

Dunkle Asche
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Der Ostsee-Krimi „Dunkle Asche“ von Jona Thomsen (Pseudonym) behandelt einen Cold Case, der nun wieder aufgerollt wird. Die beiden Kommissarinnen werden in ein Hospiz gerufen, da ein älterer Mann eine ...

Der Ostsee-Krimi „Dunkle Asche“ von Jona Thomsen (Pseudonym) behandelt einen Cold Case, der nun wieder aufgerollt wird. Die beiden Kommissarinnen werden in ein Hospiz gerufen, da ein älterer Mann eine Zeugenaussage machen möchte, um endlich sein Gewissen zu erleichtern. Kurz nach der Aussage verstirbt er. Die beiden Kommissarinnen nehmen umgehend die Ermittlungen auf. Die damals 18-jährige Sanna wurde Anfang der 90ziger Jahre in dem kleinen beschaulichen Ort an der Ostsee brutal mit mehreren Messerstichen ermordet und danach das Ferienhaus in dem sie lag angezündet um die Tat zu vertuschen. Wie so oft wird als Motiv der Verdächtigen eine nicht erwiderte Liebe genannt.

Durch die ständig neuen Indizien, gerät ein immer neuer Verdächtiger ins Visier der Ermittlungen. Dadurch ist ein durchgehender Spannungsbogen immer präsent.

Der stets flüssige und bildliche Schreibstil macht das Lesen leicht. Ich muss aber zugeben, das Buch ist ok, aber eine Fortsetzung würde ich mir nicht kaufen. Es hat mich nicht so richtig mitgenommen.

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Veröffentlicht am 27.01.2025

Gelungener Auftakt

Die Brandung – Leichenfischer
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Mit dem Ostsee-Krimi "Die Brandung - Leichenfischer" (zweiter Band) hat der Autorin Karen Kliewe wieder einen neuen und großartigen Folgeband auf den Büchermarkt gebracht.
Es werden zwei fast verweste ...

Mit dem Ostsee-Krimi "Die Brandung - Leichenfischer" (zweiter Band) hat der Autorin Karen Kliewe wieder einen neuen und großartigen Folgeband auf den Büchermarkt gebracht.
Es werden zwei fast verweste Frauenleichen im deutsch-dänischen Grenzgebiet bei archäologischen Ausgrabungen gefunden. Beide Leichen wurden nach Wikingerritualen mit Grabbeigaben „bestattet“. Die dänische Museumsleiterin Fria Svensson und der deutsche Hauptkommissar Ohlsen Ohlsen sind ein unschlagbares Team, doch manchmal holpert es etwas in der Umsetzung. Sie werden diesmal lange im Dunkeln tappen. Es folgt der langersehnte Durchbruch in diesem Fall, aber auch jede Menge Arbeit. Es betätigt sich, dass der Täter weiter morden wird. Die Uhr tickt, werden sie es schaffen mit einem speziellen Profil dem Täter das Handwerk zu legen?

Der Anfang des Buches gestaltete sich für mich etwas schwierig. Es gab zu vielen Namen und Personen in relativ kurzen Abschnitten, so dass ich oft den Personen- und Inhaltsüberblick verloren habe. Ab dem ersten Viertel des Buches war ich besser in der Geschichte drin. Die Überschriften ergaben teilweise nicht viel Sinn, hätte man entweder anders aufbauen oder weglassen können.

Die Schreibweise der Autorin ist bildlich und gut. Man fühlt sich sofort in raue Gegend der Küste mitgenommen. Das Buchcover ist hervorragend getroffen. Um den zweiten Band zu lesen, muss man nicht den ersten Band gelesen haben. Ich kann für mich sagen, dass ich das Buch gern gelesen habe und jederzeit weiterempfehlen würde.

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Veröffentlicht am 06.01.2025

Gelungener Auftakt

Dorn. Hotel der Angst
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Der Autor Jan Beck hat mit seinem neuen Buch „Dorn“ einen rundum gelungenen Auftakt um das Ermittlerduo der quirligen jungen Ermittlerin Leah Wagner und dem ehemaligen Kriminalpsychologen Simon Dorn eingeläutet.

In ...

Der Autor Jan Beck hat mit seinem neuen Buch „Dorn“ einen rundum gelungenen Auftakt um das Ermittlerduo der quirligen jungen Ermittlerin Leah Wagner und dem ehemaligen Kriminalpsychologen Simon Dorn eingeläutet.

In einem geschlossenen und heruntergekommenen Hotel lebt der kauzige Kriminalpsychologe Simon Dorn. An diesem schon etwas gruseligen Ort hadert er mit seinem einsamen Leben. Leah Wagner erfährt zufälligerweise von dem Mord an Karla Hofbauer und möchte sofort zur Aufklärung beitragen.
Es gibt des Weiteren einige Kapitel die in „Ich-Form“ geschrieben sind. Teilweise muss man da etwas den Zusammenhang für sich selbst herstellen, um das es in die jeweilige Situation des Buches passt. Dennoch war ein guter Spannungsaufbau vorhanden.

Ich muss gestehen, dass das Ende des Buches bei mir einige Fragen offengelassen hat. Letztendlich habe ich mir meinen eigenen Reim darauf gemacht. Vielleicht ist es auch von dem Autor so gewollt!

Das Buchcover ist richtig gut und lädt zum sofortigen Lesen ein. Es ist farb- und bildlich hervorragend gestaltet. Der Schreibstil war manchmal etwas „wenig“. Vielleicht aber auch eine Geschmacksache.
Das Buch bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 16.09.2024

Hoffentlich nie wieder!

Und später für immer
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Mit dem historischen Roman "Und später für immer" hat der Schriftsteller Volker Jarck ein Buch herausgebracht, dass dem Leser mit großer Wahrscheinlichkeit Nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Wir begleiten ...

Mit dem historischen Roman "Und später für immer" hat der Schriftsteller Volker Jarck ein Buch herausgebracht, dass dem Leser mit großer Wahrscheinlichkeit Nachhaltig in Erinnerung bleiben wird.
Wir begleiten den jungen Soldaten Johann Meinert in den letzten Kriegstagen des zweiten Weltkrieges im Frühling 1945. Er ist in seiner norddeutschen Heimat stationiert und desertiert gemeinsam mit drei weiteren Soldaten, nachdem ihnen die Sinnlosigkeit der letzten Kriegsbefehle bewusst wurden, denn sie wollten ganz einfach überleben. Johann möchte heim zu seiner jungen Ehefrau Emmy und seinem kleinen Baby.
Er wird auf dem Dachboden einer Scheune von seiner Tante Alma heimlich versteckt und versorgt. Die junge Nachbarstochter Frieda Clausen entdeckt ihn in der Scheune auf. Wird sie sein Versteck verraten?

Das Buch greift ein Thema auf, dass fast vergessen war. Durch die Erzählungen meines Opas – dem auch die Flucht von der Truppe gelungen war – konnte ich mich gut in die Erzählung hineinversetzen.
Das Buchcover ist perfekt getroffen und es ist ein wunderschönes lebendes Bild. Mit dem Schreibstil bin ich persönlich nicht so richtig warm geworden. Es hat sich bei mir kein richtiges Lesefluss entwickelt, worüber ich etwas enttäuscht war. Trotzdem empfehle dieses Buch gern weiter.
Ich hoffe, dass der Inhalt des Buches nie wieder Wirklichkeit wird!

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Veröffentlicht am 30.12.2025

Nachhaltig berührender Roman!

Adama
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Lavie Tidhars „Adama“ ist ein sehr eindringlicher Roman. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und nimmt den Leser behutsam mit in das Leben einer jüdischen Familie, geprägt von Verlust, Erinnerung und dem ...

Lavie Tidhars „Adama“ ist ein sehr eindringlicher Roman. Die Geschichte entfaltet sich ruhig und nimmt den Leser behutsam mit in das Leben einer jüdischen Familie, geprägt von Verlust, Erinnerung und dem Wunsch nach einem Ort, an dem man wirklich ankommen kann. Besonders die Figur Ruth verleiht dem Roman emotionale Tiefe – ihre Erfahrungen und inneren Kämpfe wirken lange nach.

Die klare, fast nüchterne und brutale Sprache lässt Raum für eigene Gefühle und Gedanken. Gerade dadurch gewinnen die Themen Krieg, Vertreibung und Neuanfang eine große Intensität. Tidhar erzählt ohne Pathos, aber mit spürbarer Empathie.

„Adama“ ist kein leichtes Buch. Der Leser sollte sich in einer sehr guten mentalen Lage befinden, wenn er mit dem Lesen des Buches beginnt. Mich hat es sehr heruntergezogen. Es war mir einfach zu brutal. Jeder misstraut jedem und das ein Leben lang. Dennoch berührt es auch sehr und fordert zum Nachdenken auf. Eines kann ich Ihnen versprechen, es wird Ihnen lange im Gedächtnis bleiben.

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