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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.09.2024

Wespennest

Letzte Worte
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„Letzte Worte“ von Karin Slaughter ist der vierte Band ihrer Georgia Reihe um dem GBI-Ermittler Will Trent und die Ärztin Dr. Sara Linton.
Sara ist nach vier Jahren zum ersten Mal wieder in Grant County, ...

„Letzte Worte“ von Karin Slaughter ist der vierte Band ihrer Georgia Reihe um dem GBI-Ermittler Will Trent und die Ärztin Dr. Sara Linton.
Sara ist nach vier Jahren zum ersten Mal wieder in Grant County, um ihre Familie zu besuchen. Die Rückkehr fällt ihr überaus schwer und an jeder Ecke lauert eine Erinnerung an den Verlust ihres geliebten Ehemannes. Umso schlimmer ist es, dass sie auch noch vom Polizeichef wegen eines Gefangenen um Hilfe gebeten wird. Doch als Sara im Polizeirevier ankommt, hat sich der Gefangene bereits umgebracht und mit seinem Blut eine Unschuldsbeteuerung an die Wand geschrieben. Sein Geständnis wurde ausgerechnet von der Frau aufgenommen, die Sara für die Schuldige am Tod ihres Mannes hält. Also setzt sie nun alles daran, zu beweisen, dass Detective Lena Adams selbst ins Gefängnis gehört. Der mit den Ermittlungen betraute Special Agent Will Trent sieht sich jedoch einer Mauer aus Schweigen und Lügen gegenüber, welche seinen Auftrag äußerst schwierig machen.

Diesmal kehrt Sara in ihre Heimatstadt zurück, aber auch vier Jahre nach Jeffreys Tod kommt sie kaum damit zurecht. Überall lauern Erinnerungen und doch ist alles anders als früher. Die sonst so rationale Ärztin Sara wird von ihrem plötzlich möglichen Rachefeldzug gegen Lena Adams so geblendet, dass sie manch andere Dinge außer Acht lässt.
Karin Slaughter zieht einen mit ihrem fesselnden Schreibstil bereits im Prolog in ihren Bann und es wird schnell klar, dass in Grant County gefühlt jeder ein dunkles Geheimnis hat. Die Handlung ist komplex und packend aufgebaut, so dass man nie weiß, wem man überhaupt trauen kann.
Will ermittelt in seiner ruhigen und hartnäckigen Art, während sich die Polizei von Grant County in ihren Lügen und Intrigen verstrickt. Es gibt ein Wiedersehen mit Lena, die wohl zu den streitbarsten Charakteren dieser Reihe und der Vorgängerreihe gehört. Auf der einen Seite gebe ich zu, dass ich sie überhaupt nicht mag, aber anderseits ist ihr Charakter faszinierend und facettenreich.
Die wechselnden Perspektiven finde ich besonders gut, denn so ist man den Charakteren noch näher und baut sofort eine enge Verbindung auf. Der Sumpf, in den Will und Sara hier hineingeraten sind, zeigt erneut dunkelste Abgründe, aber er bietet definitiv eine spannende Lesezeit.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.09.2024

Tieftraurig und wunderschön

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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„Alles, was ich geben kann – The Last Letter“ von Rebecca Yarros erzählt eine herzzerreißende Lovestory, die wunderschön, aber todtraurig ist.
Aus einem spontanen Vorschlag ihres Bruders Ryan entwickelt ...

„Alles, was ich geben kann – The Last Letter“ von Rebecca Yarros erzählt eine herzzerreißende Lovestory, die wunderschön, aber todtraurig ist.
Aus einem spontanen Vorschlag ihres Bruders Ryan entwickelt sich zwischen Ella und dessen bestem Freund Chaos eine tiefe Brieffreundschaft. Beide verlieben sich in ihren gegenseitigen Briefen ineinander, obwohl zumindest Ella nicht weiß, wie Chaos aussieht. Doch kurz bevor ihr Bruder und Chaos alias Beckett auf Heimaturlaub gehen und Ella besuchen können, wird Ryan bei einer Mission getötet und Ellas Welt bricht zusammen. Denn sie hat nicht nur Ryan verloren, sondern auch ihren engsten Vertrauten Chaos, der ihr nicht mehr schreibt und den sie ebenfalls für tot hält. In seinem letzten Brief hat Ryan jedoch Beckett gebeten, sich um Ella zu kümmern. Und so beendet Beckett seinen Dienst und will sich um die Frau kümmern, die sein Herz schon ab dem ersten Brief erobert hat. Nur darf sie niemals erfahren, dass sie Beckett bereits kennt, denn dies könnte alles zerstören.

Nach dem Klappentext hätte ich zwar eine emotionale, aber niemals eine derart tragische Geschichte erwartet, wie man sie in diesem Buch findet. Von Rebecca Yarros kannte ich bisher nur ihre Fantasy Bücher und ich mochte ihren fesselnden Schreibstil. Ihr Schreibstil lässt mich auch diesmal fest an den Seiten kleben, aber ich gebe zu, dass ich beim Lesen immer mal eine Pause machen musste, um nicht völlig in Tränen zu zerfließen. Gerade als Mama sind einige Szenen nur sehr schwer zu ertragen und eine Triggerwarnung wäre angebracht.
Ella ist eine alleinerziehende Mutter und so viele schwere Schicksalsschläge, wie sie im Laufe der Handlung aushalten muss, kann ein einzelner Mensch eigentlich nicht ertragen. Ella begegnet allem mit einer verbissenen Stärke, die sie manchmal blind für das Gute direkt vor ihrer Nase macht.
Beckett, der wortkarge Elite-Soldat, hat sein Leben von heute auf morgen nur noch Ella und ihren Kindern gewidmet. Auch er kämpft verbissen und hartnäckig darum, Ella von seinen guten Absichten zu überzeugen. Der Grundkonflikt ist meiner Meinung nach eigentlich harmlos, wenn man die übrigen Geschehnisse betrachtet, aber irgendwann ist die Dynamik nicht mehr aufzuhalten.
Die Emotionen in diesem Buch sind ungefiltert und zerreißen einem das Herz. Ich weiß nicht, ob vor allem gegen Ende noch mehr Tragik notwendig gewesen wäre, denn das Fass war eigentlich schon übervoll. Auf jeden Fall braucht man jede Menge Taschentücher und wird diese tieftraurige, aber trotzdem immer hoffnungsvolle Geschichte nicht so schnell vergessen können.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
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Veröffentlicht am 19.09.2024

Sommeraffäre

Gin Fling
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„Gin Fling“ von Lucy Score und Claire Kingsley ist der fünfte Band der mitreißenden Small Town Romance Reihe Bootleg Springs.
Der Personal Trainer Jonah Bodine hat in Bootleg Springs zwar seine Familie ...

„Gin Fling“ von Lucy Score und Claire Kingsley ist der fünfte Band der mitreißenden Small Town Romance Reihe Bootleg Springs.
Der Personal Trainer Jonah Bodine hat in Bootleg Springs zwar seine Familie gefunden, aber irgendwie fühlt er sich immer noch nicht richtig zuhause und weiß nicht, ob er tatsächlich in der verrückten Kleinstadt im Süden bleiben soll. Als ihm seine Schwester Scarlett auch noch eine unerwünschte Mitbewohnerin aufzwingt, wird seine Geduld zusätzlich auf die Probe gestellt. Shelby ist Jonahs persönliche Erzfeindin, denn er ist immer noch der fälschlichen Meinung, dass sie eine Journalistin sei, die irgendwelchen Schmutz über seine Familie ausgraben will. In Wirklichkeit recherchiert Shelby lediglich für ihre Doktorarbeit über die Menschen in Kleinstädten, die in Bootleg Springs noch viel besonderer sind. Aber selbst als er die Wahrheit erfährt, weiß Jonah noch nicht, was das für seine Gefühle für Shelby bedeuten könnte.

Ich würde auf jeden Fall empfehlen, die Serie in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Erstens lohnt sich das und macht Spaß, und zweitens spannt sich die buchübergreifende Handlung um die verschwundene Callie über alle Teile der Reihe. Wenn sich zwei meiner Lieblingsautorinnen zusammentun kann das Ergebnis nur großartig werden und das gilt auch für den fünften Band. Der Schreibstil liest sich leicht und locker und die sympathischen Charaktere sorgen mit ihren witzigen Dialogen für beste Unterhaltung.
Jonah hat einen großen Beschützerinstinkt und ist wirklich einer von den Guten. Seine Unsicherheiten und seine Verletzlichkeit machen ihn noch liebenswerter und es ist kein Wunder, dass ihm Shelby verfällt.
Shelby hat mehrere Geheimnisse im Gepäck, die sie lieber mit sich ausmacht, da sie niemandem zur Last fallen will. Auch sie ist unsicher, aber auf der anderen Seite auch schonungslos direkt und einfach süß.
Es ist sehr witzig, wie sich die beiden Erzfeinde annähern, und gleichzeitig spannend, welche schockierenden Entwicklungen sich im Fall von Callie ergeben. In Bootleg Springs wird es wohl niemals langweilig und wir dürfen uns auf das kommende Finale freuen.

Mein Fazit:
Ganz klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2024

Waldschrat zum Verlieben

Imperfect Boss
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„Imperfect Boss“ von C. J. Crown ist eine witzige und unterhaltsame Office Romance, in der ein absoluter Grump eine enorme Wandlung durchmachen muss.
Ihr Meeting im Verlag, bei dem sie ihr erstes Buch ...

„Imperfect Boss“ von C. J. Crown ist eine witzige und unterhaltsame Office Romance, in der ein absoluter Grump eine enorme Wandlung durchmachen muss.
Ihr Meeting im Verlag, bei dem sie ihr erstes Buch unterbringen wollte, hätte für Jessica nicht schlechter laufen können. Erst wird sie fast überfahren und von dem unhöflichen und wild aussehenden Fahrer auch noch beschimpft. Dann trifft sie ihn im Bürogebäude wieder und beide liefern sich weitere Beleidigungen, zumindest bis Jessica erfährt, dass Charles Anderson der neue Verlagschef ist und sich ihre Autorenpläne in Luft auflösen. Sechs Monate später treffen sich beide unfreiwillig wieder, denn nun ist Charles plötzlich Jessicas Klient, der eine Imageberatung braucht, um nicht mehr als der furchtbarste Boss ever zu gelten. In drei Wochen soll Jessica aus dem unhöflichen Waldschrat einen vorzeigbaren Geschäftsmann machen, wovon Charles alles andere als begeistert ist.

Die witzige Enemies-to-Lovers Romance von C. J. Crown, in der das Sunshine meets Grump Trope zur Hochform aufläuft, macht einfach Spaß und sorgt für amüsante Lesestunden. Der lockere und leichte Schreibstil liest sich sehr gut und die sympathischen Charaktere, die sich anfangs bis aufs Äußerste reizen, schleichen sich schnell in die Herzen.
Jessica hat dank ihres Chefs und Selbsthilfegurus von einer grauen Maus in eine selbstbewusste und toughe Frau verwandelt. Nun soll sie den menschenscheuen und grob unfreundlichen Charles gesellschaftlich kompatibel machen und das wirkt wie eine unlösbare Mammutaufgabe.
Charles hat sich aus Gründen von anderen Menschen zurückgezogen und es ist zum Schreien witzig, wie er bei den ersten Maßnahmen von Jessica von einem Fettnapf in den nächsten springt. Seine Wandlung vollzieht sich langsam und glaubwürdig und es ist vor allem zuckersüß, wie die ersten Funken zwischen Jessica und Charles fliegen.
Die Story ist abwechslungsreich, voller amüsanter Schlagabtausche, spicy, herzzerreißend und auf jeden Fall romantisch. Ich habe mit Jessica und Charles mitgefiebert und wurde bis zur letzten Zeile bestens unterhalten.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.09.2024

Süß geht immer

Süßes backen
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„Süßes Backen“ von Christina Bauer ist ein neues Backbuch der bekannten Autorin, in dem es diesmal ausschließlich um süße Köstlichkeiten geht.
Süß geht definitiv immer und was wäre ein entspannter Kaffee ...

„Süßes Backen“ von Christina Bauer ist ein neues Backbuch der bekannten Autorin, in dem es diesmal ausschließlich um süße Köstlichkeiten geht.
Süß geht definitiv immer und was wäre ein entspannter Kaffee ohne eine süße Versuchung im Kuchenformat. Christina Bauer hat in diesem Buch wieder über 70 Rezepte zusammengestellt, für die es nicht viele Zutaten braucht und die Backanfänger nicht maßlos überfordern werden.
Wie man es von Christinas Büchern gewohnt ist, kommt am Anfang ein allgemeiner Einführungsteil, in dem die wichtigsten Basics erläutert werden. Alle unverzichtbaren Küchengeräte werden vorgestellt, genau wie ein paar Teile für Fortgeschrittene, falls man spontan dem Backfieber erliegt.
Es werden auch die Eigenschaften von häufig benutzten Zutaten erklärt und wie man sie im Bedarfsfall passend ersetzen könnte. Dazu kommt ein Saisonkalender für Obst und Beeren, so dass man die süßen Leckereien über das Jahr planen kann.
Die Rezepte basieren größtenteils auf einigen wenigen Basis-Teigarten, zum Beispiel Rührkuchenteig, Brandteig, Blätterteig usw., die gleich zu Beginn mit ihren Grundrezepten erläutert werden. Wie viele unterschiedliche süße Varianten man daraus zaubern kann, sieht man im folgenden Rezeptteil.
Ob es nun kleine Fingerfood-Backwerke, raffinierte Torten, Blechkuchen oder praktische No-Bake-Rezepte sind, es dürfte auf jeden Fall für jeden Geschmack und Zeitaufwand etwas dabei sein.
Die wunderschönen Fotos machen die Rezeptauswahl noch schwerer, denn am liebsten würde man alles ausprobieren.
Mein ganz persönlicher Favorit ist aber der Abschlussteil, in dem Christina beliebte Desserts zum einfachen Nachmachen vorstellt. Und auch beim letzten süßen Gruß kann ich nicht widerstehen, denn Schokotörtchen mit flüssigem Kern oder Soufflees sind mein absolutes Guilty Pleasure.

Mein Fazit:
Wer süßes mag, der ist hier perfekt aufgehoben. Einfach ausprobieren und genießen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Empfehlung!

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