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Veröffentlicht am 31.05.2025

Die lieben und netten Nachbarn

Marchfield Square
6

Ein kalter Herbst im Marchfield Square, einer geschlossenen Wohnanlagen im wunderschönen London. Celest ist in ihrem gemütlichen Erker und beobachtet Marchfield Square 10. Richard Gelad liegt hier leblos ...

Ein kalter Herbst im Marchfield Square, einer geschlossenen Wohnanlagen im wunderschönen London. Celest ist in ihrem gemütlichen Erker und beobachtet Marchfield Square 10. Richard Gelad liegt hier leblos und mit einer Kugel im Körper auf dem Boden der Küche. Aber wer hat ihn umgebracht. Da Celest nicht mehr die fitteste ist, bittet sie die Putzfrau Audrey und Lewis, einen Kriminalautor, in die Ermittlungen einzusteigen. Ein ungewöhnliches Ermittlerduo, welches mit Charme, Witz und Geschick ermittelt. Es entsteht ein Fall mit vielen Irrungen und Wirrungen und wer Krimis kennt, der weiß auch hier wird es nicht bei einem Mord bleiben.

Das Cover lässt schon ganz gut erkennen, worum es in dem Buch geht. Wie sehr man doch seine Nachbarn beobachten und ausspionieren kann. Marchfield Square ist ein Cozy-Crimie, ideal zum miträtseln und mitraten. Ein Buch welches mir super viel Spaß gemacht hat zu lesen. Die Charaktere sind super aufgebaut, die Handlung verläuft nachvollziehbar und der Schreibstil ist so super, dass man förmlich durch das Buch fliegt. Ich hatte auch das Gefühl, dass es im gesamten Buch keine unnötigen längen gibt und man es ungern wieder weglegen möchte. Auch sind die Kapitel nicht zu lang gehalten, ein kurzer Abstecher in das Buch in der Mittagspause oder auf dem Weg zur Arbeit war für mich immer möglich und man hat auch das ein oder andere Kapitel geschafft.

Für mich eine klare Leseempfehlung, für alle die es gemütlich und im Stile der alten Krimiautoren, wie Agatha Christie wünschen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 07.04.2025

Fesselnder Suspense-Roman in den Südstaaten

Beauty must die
6

Kira Licht und ein Suspense, da war mein erstes Interesse sofort da. Das wunderschöne Cover und die Leseprobe haben dann komplett überzeugt.

Wir begleiten in dem Buch Mae während ihrer Sozialstunden, ...

Kira Licht und ein Suspense, da war mein erstes Interesse sofort da. Das wunderschöne Cover und die Leseprobe haben dann komplett überzeugt.

Wir begleiten in dem Buch Mae während ihrer Sozialstunden, welche sie ausgerechnet in dem kleinen Örtchen Tallahawney, bei ihren Großeltern verrichten muss. Doch schnell zeigt sich, dass nicht alles idyllisch ist und es auch kein ruhiger Sommer wird. Nach dem Maes Freundin Shirley einen gewaltsamen und kaltblütigen Tod sterben muss, erwacht die dunkle Seite von Tallahawney. Jeder in diesem verschlafenen Ort hat irgendwo "Dreck am Stecken", jeder hat mehr oder minder große Geheimnisse und jeder könnte Shirley auf dem Gewissen haben. Mae beschließt endlich in ihrem Leben etwas richtig anzupacken und auf eigene Faust zu Shirleys Tod zu ermitteln. Schnell stellt sich raus, das diese Idee für Mae nicht einfach wird und vor allem auch nicht sicher. Und wenn da nicht auch noch der attraktive Nathan wäre.

Für mich ist "Beauty must die" von Kira Licht ein gelungener New Adult Krimi. Der wunderbare und verständliche Schreibstil lässt einfach durch das Buch fliegen und man möchte es doch ungern wieder aus der Hand legen. Die Dialoge sind nicht übertrieben, sondern in einem Stil, wie sie wahrscheinlich sich abspielen würden.
Die Charaktere sind hier auch nicht einfach aufgebaut. Man begleitet Mae eine ganze Weile und sieht immer wieder neue Schichten an ihr oder auch den anderen. Versteht dadurch auch Entscheidungen, welche sie vielleicht in früheren Kapiteln getroffen haben im Nachhinein besser. Ein super Aufbau und Zusammenspiel.
Was mir auch richtig positiv aufgefallen ist, ist die länge der Kapitel. Sie sind nicht zu lang, dass man sich durchquält, sondern sind eher angenehm gewählt, so das man das Buch auch mal nach einer kürzeren Lesesession weglegen kann, oder den roten Faden beim nächsten mal zu verlieren. Sie verleiten eher sogar zu direkten weiterlesen à la "Ein Kapitel geht doch noch".

Für mich ein super gelungener Krimi/Thriller mit super vielen Wendungen, Irrungen und Wirrungen. Ich kann jedem, der sich für das Genre interessiert, ihn nur wärmstens ans Herz liegen. Das Jahr ist noch lang, aber ich würde jetzt schon sagen, es ist definitiv eins meiner Highlights!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 19.09.2024

Spieglein Spieglein an der Wand

Mirror: Weiß wie Schnee
0

Bei "Mirror: Weiß wie Schnee" hat mich als erstes durch sein Cover überzeugt. Es stimmt in den vergangenen kalten Herbsttagen bereits super auf den Winter ein und wir wissen sofort in welchem Märchen wir ...

Bei "Mirror: Weiß wie Schnee" hat mich als erstes durch sein Cover überzeugt. Es stimmt in den vergangenen kalten Herbsttagen bereits super auf den Winter ein und wir wissen sofort in welchem Märchen wir uns befinden.
Es bietet beim Lesen eine tolle Neuinterpretation des klassischen Märchens "Schneewittchen".

Wir erleben das Buch am Anfang aus Sicht der bösen Königin/Stiefmutter aus dem Märchen Schneewittchen. Doch so richtig zufrieden ist sie in ihrem Märchenland nicht. Im Gegenteil, sie hat Angst um ihr Leben und sucht so nach einem Ausweg um zu fliehen.
In der jetzigen Zeit treffen wir auf die Münchner Ärztin Lena, welche auch nicht glücklich ist. Angst um ihre Stiefschwester, welche bei ihr aufwächst und eine unglückliche Beziehung und Stress auf Arbeit lässt sie zweifeln.
Beide Frauen haben nicht nur Probleme sondern ähneln sich auch optisch wie ein Zwilling und was passiert, wenn diese beiden jetzt tauschen. Das verrät uns das Buch.

Der Schreibstil ist super und hat mich durch das Buch fliegen lassen. Mit der Kapitellänge ist man immer wieder versucht weiter zu lesen, ganz nach dem Motto "eins geht doch noch".
Die Protagonisten handeln sehr nachvollziehbar und sind vielleicht nicht immer wie im originalen Märchen beschrieben aber dafür sind diese Abweichungen doch sehr gut erklärt.

Für mich ein super Buch, welches ich nur ungern aus der Hand gelegt habe und jedem empfehlen kann, der sich für Neuinterpretationen von Märchen interessiert. Ich freue mich schon total, sollte es eine Fortsetzung geben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2024

Heilen am anderen Ende der Welt

Lauter als das Meeresrauschen
0

"Lauter als das Meeresrauschen" spielt in Neuseeland, einem unglaublich schönen Setting, welches direkt Fernweh auslöst. Wir belgeiten Emmi, welche nach einem etwas zurück liegenden Unfall am anderen Ende ...

"Lauter als das Meeresrauschen" spielt in Neuseeland, einem unglaublich schönen Setting, welches direkt Fernweh auslöst. Wir belgeiten Emmi, welche nach einem etwas zurück liegenden Unfall am anderen Ende der Welt Abstand gewinnen und aus ihrem Alltag ausbrechen möchte. Sie begibt sich in den Semesterferien zu einer befreundeten Familie ihrer Mutter, welche ein Unternehmen für Whalewatching betreibt. Ideal für die Meeresbiologie-Studentin. In dieser neuen Umgebung trifft Emmi nach vielen Jahren wieder auf Valentin, den Sohn der Familie und er bricht die Mauern, die Emmi um sich und ihre Gefühle gezogen hat.

Nina Voss hat ein wunderschönen New-Adulte-Roman in einem traumhaften Setting geschaffen. Das Cover mochte ich schon von Anfang an. Begeistert war ich dann auch von der liebevollen Gestaltung des Inneren. Die kleinen Wahlflossen an jedem Kapitelbeginn sorgen für eine tolle Stimmung. Auch als Reihe macht sich die Buchgestaltung super und ergibt ein tolles und stimmiges Bild.

Nina Voss führt den Leser behutsam an doch sehr sensible Themen heran. Es geht darum, wie man mit der Wahrheit umgeht, wann darf man etwas verschweigen und wie ist es, wenn man dadurch doch einfach nur jemand schützen möchte. Es spielen unter anderem die Themen Alkoholkonsum, Panikattacken, Posttraumatische Belastungsstörungen und Zwangsstörungen eine Rolle. Eine Triggerwarnung findet man dazu im Buch.

Der Schreibstil ist super. Das Buch lässt sich sehr gut lesen und nachverfolgen. Es ist aus der Sicht von Emmi geschrieben und man muss so nicht zwischen den Protagonisten springen. Allgemein sind die Charaktere super angelegt. Man kann ihre Handlungen durchaus nachvollziehen und sie sind sympathisch und klar angelegt.

Ich durfte den Roman in meinem Urlaub lesen. Durch das Setting und das ich meine Füße selbst ins Wasser eines Sees halten durfte, sind definitiv die Gefühle rüber gekommen und ich habe mich direkt nach Neuseeland versetzt gefühlt. Leider haben die Wale gefehlt.

Ein tolles Buch, was ich jedem nur empfehlen kann. Die Geschichte ist mit diesem Buch abgeschlossen, aber ich freue mich auf die weiteren Bände der Reihe.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2024

Die letzten 12 Stunden eines Mörders

Notizen zu einer Hinrichtung
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In dem Buch "Notizen zu einer Hinrichtung" von Danya Kukafka geht es um den Serienmörder Ansel Packer in den 12 letzten Stunden vor seiner Hinrichtung. Wir erfahren wie es ihm geht, welche Gedanken in ...

In dem Buch "Notizen zu einer Hinrichtung" von Danya Kukafka geht es um den Serienmörder Ansel Packer in den 12 letzten Stunden vor seiner Hinrichtung. Wir erfahren wie es ihm geht, welche Gedanken in plagen und auch was er unbedingt noch mitteilen möchte. Das Buch erzählt aber auch die Geschichte der Frauen, die ihm begegnen. Nicht nur die Opfer erzählen hier seine Geschichte, sondern auch eine Kommissarin und seine Mutter sind Teil davon und lassen so ein Gesamtbild über Ansel Packer entstehen. Wir erfahren aus seiner jüngsten Kindheit bis hin zu dem, wie es zu dem Urteil mit der folge Todesstrafe kam.

Für mich ein erschreckend realitätsnahes Buch, welches die Sicht der Opfer nicht außen vor lässt sondern einbindet und so die Geschichte nicht nur aus Tätersicht erzählt. Für mich eine absolute Kaufempfehlung für jemanden, der auf Kriminalgeschichten steht und nach einem etwas anderen im gleichen Genre sucht.

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