Arbie und Val ermitteln wieder
Mord im StudierzimmerArbie schreibt gerade am zweiten Teil seines Geisterreiseführers für Großbritannien und möchte eigentlich nur die Einladung der Eigentümer des neuen, luxuriösen Hotels Dashwood House in vollen Zügen auskosten. ...
Arbie schreibt gerade am zweiten Teil seines Geisterreiseführers für Großbritannien und möchte eigentlich nur die Einladung der Eigentümer des neuen, luxuriösen Hotels Dashwood House in vollen Zügen auskosten. Doch dann trifft nicht nur eine ganze Festgesellschaft für eine Verlobungsfeier ein, sondern unter ihnen ist auch noch seine Kindheitsfreundin Val, mit der er im letzten Jahr einen Mord aufgeklärt hat. Und Val weiß genau, was sie will: Arbies Sekretärin werden, um nicht allzu bald heiraten zu müssen. Als schließlich ein Gast tot aufgefunden wird, müssen die beiden einfach wieder gemeinsam ermitteln.
„Mord im Studierzimmer“ ist bereits der zweite Band der Reihe rund um Arbie und Val aus der Feder der britischen Autorin Faith Martin. Die deutsche Übersetzung verfasste auch hier Karin Dufner. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Arbie und Val, die beide jeweils ihre Stärken und Schwächen bei der Mordermittlung haben. Arbie strotzt nur so vor Faulheit und würde am liebsten gar nichts tun. Hat er jedoch einmal eine Fährte aufgenommen, führt die ihn zielsicher zum Täter. Val hingegen kommt immer dann ins Spiel, wenn eine Person gebraucht wird, der andere vertrauen. Das ist hinsichtlich der Geschlechterrollen natürlich etwas klischeehaft, das Buch spielt allerdings auch in den 1920er Jahren, wo das wohl zu erwarten ist.
Die Reihe lebt definitiv von der Dynamik zwischen der selbstbewussten Val und dem Lebemann Arbie. Dessen Tätigkeit als Autor von Reiseführern für Geisterjäger bringt ihn immer wieder in kuriose Situationen; in diesem Band sucht er beispielsweise den Geist eines geheimnisvollen Reiters und lauert ihm in einer herrlichen Szene gemeinsam mit Val auf. Diese Episoden lockern das eigentliche Kriminalgeschehen auf, welches intelligent konstruiert ist und zum Mitraten einlädt. Besonders gut gefällt mir auch, dass die Autorin – zumindest bisher – ihren beiden Hauptcharakteren keine Liebesgeschichte andichtet. Ich bin gespannt, wie sich das in den weiteren Bänden entwickeln wird.