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Veröffentlicht am 21.09.2024

Der heilige Elefant

Elefant
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Schoch, ein obdachloser Trinker, findet in seiner Schlafhöhle plötzlich einen rosa leuchtenden Mini-Elefanten. Erst hält er das Elefäntchen für ein Spielzeug oder eine Halluzination, aber es ist real. ...

Schoch, ein obdachloser Trinker, findet in seiner Schlafhöhle plötzlich einen rosa leuchtenden Mini-Elefanten. Erst hält er das Elefäntchen für ein Spielzeug oder eine Halluzination, aber es ist real. Er "verliebt" sich in das Elefäntchen und rettet es, als es krank wird. Der Beginn eines neuen Lebens für Schoch.

Das Cover zeigt einen rosafarbenen Elefanten und den schlichten Titel "Elefant". Das war es. Mich hat es neugierig gemacht, die Buchbeschreibung zu lesen und anschließend das Buch zu kaufen. Da sieht man, manchmal kann weniger mehr sein.

Ich kannte ein Buch aus der Allmen-Reihe, ansonsten habe ich noch nichts von Martin Suter gelesen. Sein klarer, schnörkelloser Schreibstil gefällt mir gut, ich war sofort in der Geschichte drin und konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Grundidee mit dem rosafarbenen Minielefanten, der im Dunklen leuchtet, hat mir gut gefallen und ich fand es interessant zu lesen, wie sich diese Idee weiterentwickelt. Und wer weiß, ob die Idee mit den leuchtenden Tieren so abwegig ist, wer von uns Laien weiß, woran mittlerweile geforscht wird?! Vielleicht erinnern wir uns in einigen Jahren an dieses Buch zurück. Im Buch fanden sich einige interessante Charaktere, u.a. auch Kaung, der Elefantenflüsterer. Ich wurde mit diesem Roman gut unterhalten und werde noch weitere Titel von Martin Suter lesen.

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Veröffentlicht am 01.07.2024

Warum eigentlich?

Ich. Will. Gefallen
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Elise Loehnen zeigt am Beispiel der sieben "Todsünden" auf, wie sehr das Handeln von uns Frauen kulturell geprägt ist. Sie hat durch viele Interviews, Berichte und Reportagen entdeckt, was an tiefsitzenden ...

Elise Loehnen zeigt am Beispiel der sieben "Todsünden" auf, wie sehr das Handeln von uns Frauen kulturell geprägt ist. Sie hat durch viele Interviews, Berichte und Reportagen entdeckt, was an tiefsitzenden Vorgaben und Vorurteilen in uns steckt und versucht, diese Muster zu durchbrechen. Warum sind diese Muster so schwer zu erkennen und zu ändern?

Das pinkfarbene Cover ist eindeutig an Frauen adressiert und zeigt durch den Apfel, den eine Schlage umwickelt und den Titel "Ich. Will. Gefallen." die Richtung des Buches an. Das ist unaufgeregt, aber stimmig. Kein direkter Hingucker, wirkt erst auf den zweiten Blick.

Elise Loehnen zeigt an eigenen Beispielen, was ihr die Augen geöffnet hat und warum. Das dieser durch Erziehung und kulturelle Programmierung zementierte Weg nicht sofort änderbar ist, wird schnell klar. Aber das Buch gibt einige Ideen und Denkanstösse, um vieles im eigenen Leben zu hinterfragen und ändern zu wollen. Es wird nicht alles auf Anhieb gelingen, aber jeder Versuch in diese Richtung ist wichtig und richtig. Ihr Schreibstil ist klar und gut verständlich, ihre Beispiele gut gelungen und eindrucksvoll. Ich kann mich nicht mit allen Punkten identifizieren, aber einiges hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein lehrreiches Buch, das viel mehr Frauen lesen müssten!

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Veröffentlicht am 22.05.2024

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Der Wolf
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Hinter der Fassade des recherchierenden Schriftstellers verbirgt sich der "böse Wolf". Er täuscht seine Frau, aber er hat nicht damit gerechnet, dass sich seine potentiellen Opfer finden und gegen ihn ...

Hinter der Fassade des recherchierenden Schriftstellers verbirgt sich der "böse Wolf". Er täuscht seine Frau, aber er hat nicht damit gerechnet, dass sich seine potentiellen Opfer finden und gegen ihn wenden. Da stellt sich doch ganz klar die Frage, wer hat Angst vorm bösen Wolf?!

Das schwarze Cover zeigt einen feuerroten Haarzopf, was direkt einen Einblick ins Buch gibt und sehr gut zu den potentiellen Opfern "Rote 1-3" passt.

Es war mein erstes Buch von John Katzenbach und nicht mein letztes. Er schreibt so, dass man direkt in der Geschichte ist und sich alles gut vorstellen kann. Ich fand es auch einen interessanten Schachzug, dem Protagonisten und auch seiner Frau keinen "richtigen" Namen zu geben, sondern sie nur mit Wolf, böser Wolf, Mrs. böser Wolf, etc. zu bezeichnen. Die Idee mit dem Märchen als Hintergrundstory, dem eine andere, bessere Wendung gegeben werden muss, hat mir auch sehr gut gefallen. Zwischendurch habe ich mir schon überlegt, wie die Auflösung wohl sein wird, aber auf diese Idee, den Spieß rumzudrehen und sich gegen den Wolf zu wenden, fand ich sehr unterhaltsam und gut umgesetzt.

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Veröffentlicht am 11.04.2024

Norma Jeane auf der Suche nach Liebe

Marilyn und die Sterne von Hollywood
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Norma Jeane erlebt in Hollywood eine traurige, einsame Kindheit. Sie muss immer wieder ins Waisenhaus, weil ihre leibliche Mutter Pearl krank ist. Durch ihre Pflegemutter Grace wird ihre Liebe zum Kino ...

Norma Jeane erlebt in Hollywood eine traurige, einsame Kindheit. Sie muss immer wieder ins Waisenhaus, weil ihre leibliche Mutter Pearl krank ist. Durch ihre Pflegemutter Grace wird ihre Liebe zum Kino geweckt und sie träumt davon, selbst Schauspielerin zu werden. Als ihre Pflegefamilie wegzieht, müsste Norma entweder wieder ins Waisenhaus oder heiraten. Sie entscheidet sich für die arrangierte Ehe mit Jimmie und erlebt glückliche Momente. Bis er zur Marine geht und sie bei ihren Schwiegereltern leben muss. Als sie bei Fotoaufnahmen entdeckt wird und als Fotomodell arbeitet, weckt das Jimmies Eifersucht, es kommt zur Trennung. Der erste Schritt zu ihrer Befreiung und der Wandlung zu Marilyn Monroe beginnt...

Das Cover von "Marilyn und die Sterne von Hollywood" zeigt Marilyn von hinten im türkisen Kleid an einer von Palmen gesäumten Allee. Das türkisfarbene Kleid spielt eine Rolle im Buch, deshalb passt das Cover sehr gut zum Roman.

Die Autorinnen schreiben einfühlsam und interessant von Norma Jeans Kindheit und Jugend, man kann sich in Normas Traurigkeit hineinversetzen. Ich konnte ihre Einsamkeit und Traurigkeit spüren und musste oft denken, was für ein bedauernswertes Kind Norma gewesen sein muss und dass ihr weiteres Leben sowie ihr mysteriöses Ende diesem Gefühl der Unzulänglichkeit geschuldet ist.

Dieses Buch gab mir einen neuen Einblick auf die Ikone Marilyn Monroe, hat mich nachdenklich gemacht und mich sehr berührt. Danke dafür an Claudia & Nadja Beinert!

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Veröffentlicht am 12.03.2024

Eine starke Frau

Astrid Lindgren
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Eine Romanbiografie, die in dem Moment beginnt, als Astrid ihren dreijährigen Sohn zu sich nach Stockholm holt und alleinerziehende Mutter wurde. Das Buch beschreibt die wichtigsten Stationen in Astrid ...

Eine Romanbiografie, die in dem Moment beginnt, als Astrid ihren dreijährigen Sohn zu sich nach Stockholm holt und alleinerziehende Mutter wurde. Das Buch beschreibt die wichtigsten Stationen in Astrid Lindgrends Leben und zeichnet ein klares Bild einer starken Frau.

Auf dem Cover sieht man ein typisches schwedisches Haus im Hintergrund und im Vordergrund eine Frau mit ihrem kleinen Sohn an der Hand. Genau die Anfangsszene des Buches, deshalb sehr passend. Wäre aber nicht groß der Name"Astrid Lindgren" gewesen, wäre mir das Cover zu unauffällig gewesen.

Der Anfang ist leider sehr traurig, wie auch das Buch die immer mal wieder traurige Stimmung von Astrid Lindgren auffängt. Es handelt sich um eine Romanbiografie, weshalb sich nicht alles wirklich so abgespielt hat wie im Buch beschrieben. Trotzdem gelingt es Susanne Lieder, Astrid Lindgren als eine starke Frau zu beschreiben, die sich ihr inneres Kind immer bewahren konnte und vor Phantasie nur so übersprudelte. Sie hat für ihre Liebe und ihre Familie viel einstecken müssen, was sie vermutlich mit ihrer Phantasie kompensiert hat. Wer weiß, was aus ihr geworden wäre, wenn sie sich damals nicht den Fuß verletzt hätte und nicht im Bett gelegen hätte? Wenn sie nicht Verleger gefunden hätte, die Pippi Langstumpf geliebt haben und die Chance genutzt haben, die Bücher zu veröffentlichen? Bisher wusste ich nicht viel von Astrid Lindgren und ich werde mir ihre Bücher jetzt nochmal aus einem anderen Blickwinkel anschauen. Was für eine starke Frau sie gewesen ist, die "Mama" von Pippi, Madita, Kalle, Karlsson, Ronja & Co.!

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