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Veröffentlicht am 24.10.2024

Großartige Illustrationen, Geschichte hat mich leider erst ab der Hälfte überzeugen können

Kepler62 - Buch 2: Der Countdown
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Ich möchte zuerst erwähnen, dass ich Band 1 leider nie gelesen habe, da mir nur Band 2 in die Hände fiel, meine Bewertung hat also eventuell auch viel damit zu tun, dass mir der "echte" Einstieg in die ...

Ich möchte zuerst erwähnen, dass ich Band 1 leider nie gelesen habe, da mir nur Band 2 in die Hände fiel, meine Bewertung hat also eventuell auch viel damit zu tun, dass mir der "echte" Einstieg in die Reihe fehlte. So kam ich zwar beim Lesen sehr gut mit und hatte keine Verständnisprobleme, gleichzeitig war alles in meinen Augen aber viel zu schnell geschrieben, hatte so einige Logiklücken, und der Aufbau hat dafür gesorgt, dass ich wirklich lange nicht in die Geschichte reinkam. Also bestimmt die ersten 60/70 Seiten oder so.
Marie hat irgendwie einen Plan, den sie umzusetzen versucht, und bezahlt andere Kinder, um für sie ein Spiel zu spielen, wird dann aber selbst in ein Team rekrutiert, das sie eigentlich aufgrund ihres Spielerfolgs auswählt, während die Leute, die sie Rekrutieren, aber komplett im Bilde darüber sind, dass sie selbst nicht gespielt hat? Das hat mich am Anfang leider durchgängig aus dem Lesen rausgebracht, weil das für mich einfach keinen Sinn ergeben wollte (und ehrlich gesagt bin ich auch jetzt noch etwas unsicher, warum genau das so passieren musste, denn da hätte es auch deutlich einfachere Wege geben können, habe ich das Gefühl).
Viel der Handlung kommt mir außerdem irgendwie "typisch" für irgendwelche Action-Filme oder ähnliches vor, und mit Marie als Charakter bin ich leider bis zum Ende nicht so richtig warm geworden, einfach weil sie irgendwie alles kann und total schlau ist, dann aber gleichzeitig auch das komplette Gegenteil sobald es ums Lernen geht, und insgesamt war sie zwar kein schrecklicher Charakter, mit ihr mitfühlen konnte ich aber auch nicht wirklich, weil sie sich für mich sehr lange ziemlich unnatürlich verhalten hat, und sie gleichzeitig irgendwie viel zu viel und überhaupt nichts hinterfragt, was für mich so gegensätzlich war, dass ich da auch öfter aus dem Lesen rauskam.

All diese Kritik geäußert muss ich aber auch sagen, dass das Buch trotzdem ab der Hälfte echt spannend geschrieben war, und obwohl es nicht wirklich überraschend kam (sieht für Kinder ganz sicher anders aus), was alles passiert ist, war es trotzdem so geschrieben, das man mitfiebern konnte, und man durchaus in die Welt eintauchen konnte. Wozu auch zweifellos die Illustrationen beigetragen haben, die einfach unglaublich toll sind. Ich hätte mir ehrlich hunderte Seiten einfach nur von den Bildern ansehen können, ohne jeglichen Text, denn die sind richtig großartig und so ausdrucksstark, dass sie auch ohne den Rest schon eine echt gute Geschichte erzählen.
Das Ende war auch spannend, und regt mit Cliffhanger zum Weiterlesen an. Ich weiß nicht, ob ich's tun werde, vermutlich nicht, einfach weil ich weitere Bände nicht habe und ich ja so lange gebraucht habe, um wirklich Spaß am Lesen zu haben, aber trotzdem ist die Anregung und der Wunsch, mehr zu erfahren, schon irgendwie vorhanden. Insofern auch ganz gut geschrieben.
Insgesamt konnte die Geschichte mich nicht komplett überzeugen, und die Illustrationen meine Probleme mit dem Text leider nicht genug ausgleichen, sodass es irgendwie doch eine Erfahrung eher im Mittelfeld bleibt, aber das Buch war auf jeden Fall schnell zu lesen und ich bleibe jetzt nach dem Ende nicht mit einem negativen Gefühl zurück, also wenn man mit Band 1 anfängt und einem der Einstieg da leichter gelingt, dann kann ich mir vorstellen, dass man eine sehr gute Zeit mit der Reihe haben könnte.

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Veröffentlicht am 10.10.2024

Zusammenhangslos aber schön geschrieben

Komplett Gänsehaut
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Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht. Hatte ich vorher nicht und nach dem Lesen bin ich auch nicht schlauer. Es sind einfach sehr viele Gedanken aus dem Leben einer Person, ...

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, worum es in diesem Buch geht. Hatte ich vorher nicht und nach dem Lesen bin ich auch nicht schlauer. Es sind einfach sehr viele Gedanken aus dem Leben einer Person, Erlebnisse und Geschehen, die maximal lose zusammenhängen, und eine wirkliche Geschichte steckt nicht dahinter.
Ich fand es allerdings alles sehr einfach zu lesen, teilweise war es auch ganz lustig, und auch wenn das alles kein Ziel hatte, kam ich damit doch gut zurecht. Irgendetwas an dem Stil hat mir einfach gefallen, und es hat mich nicht so sehr gestört, keine Zusammenhänge zu haben, ich kann aber auch absolut nachvollziehen, wenn das frustrierend ist. Normalerweise fände ich es wohl auch eher nervig, aber hier hat's für mich aus irgendeinem Grund funktioniert.

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Veröffentlicht am 08.10.2024

Goßteils chaotisch amüsant

Herr und Frau Hase - Die Superdetektive
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Das Buch an sich hat mir gut gefallen. Es ist sehr chaotisch, was meinen Humor ziemlich gut trifft, weshalb ich auch eine Menge Spaß am Lesen hatte. Leider ist es teilweise auch etwas zu chaotisch, worunter ...

Das Buch an sich hat mir gut gefallen. Es ist sehr chaotisch, was meinen Humor ziemlich gut trifft, weshalb ich auch eine Menge Spaß am Lesen hatte. Leider ist es teilweise auch etwas zu chaotisch, worunter die Geschichte zu leiden hat, auch wenn die Momente an sich amüsant sind. Außerdem gefallen mir die Hauptfiguren zwar ziemlich gut und man verbringt natürlich die meiste Zeit bei ihnen, die Nebenfiguren (die Eltern) sind dafür aber leider umso schwächer, und ich habe richtig gemerkt, wie es mich frustriert hat, wann immer die Eltern irgendwo aufgetaucht sind. Ich verstehe natürlich, dass auch da das Ziel eigentlich Humor war, leider waren die Eltern für meinen Geschmack aber einfach zu viel, was es dann wieder unlustiger gemacht hat. Das ganze ist natürlich mit voller Absicht passiert, und liest sich auch wie volle Absicht, leider hat das nichts daran geändert, wie inkompetent und verantwortungslos die Eltern sind, und an der Stelle konnte ich das Buch leider viel zu wenig genießen.
Ein Stellenweise sehr übertriebenes und manchmal eindimensionales Buch, gleichzeitig lebt der Humor im Buch aber auch genau davon, und ich denke, gerade für Kinder ist es vermutlich nur lustig, weil sie sich an vielen der anderen Dinge nicht stören, auch wenn ich denke, dass die manche Dinge vermutlich auch nicht so richtig verstehen würden.
Aber kein schlechtes Buch, und zumindest für die eigene Belustigung kann ich es (großteils) doch empfehlen.

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Veröffentlicht am 25.09.2024

Toller Kriminalfall und -polizist, schwache Figuren im zweiten Handlungsstrang

Tod in der Provence
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Dieses Buch hat es geschafft, dass ich mir einerseits sehr schnell sicher war, die Reihe fortsetzen zu wollen, weil mir der Fall und die Ermittlung wirklich gut gefallen hat (dabei bin ich in letzter Zeit ...

Dieses Buch hat es geschafft, dass ich mir einerseits sehr schnell sicher war, die Reihe fortsetzen zu wollen, weil mir der Fall und die Ermittlung wirklich gut gefallen hat (dabei bin ich in letzter Zeit gar nicht so Krimi-begeistert), andererseits gab es mehrfach auch Momente, in denen ich dachte, ich sollte es doch nur bei Band 1 belassen (und dabei habe ich schon einen ganzen Stapel der Bücher sogar in meinem Regal stehen).
Großteils besteht dieses Buch aus zwei Handlungssträngen: 1. Einem Kriminalfall, in dem Albin Leclerc ermittelt und versucht, endlich einen Fall aufzuklären, den er vor seinem Ruhestand nie lösen konnte, zu dem es jetzt aber endlich Hinweise gibt, das ganze aus Leclercs Sicht; 2. Familie Streuben, die nach Carpentras fahren, um sich dort um das gerade geerbte Chateau kümmern, das ganze aus Sicht der Ehefrau. Ab und an gibt es noch andere Perspektiven (von Täter und Opfer), diese sind aber nicht wirklich tragend für die Handlung und ich habe nicht das Gefühl, dass sie notwendig gewesen wären. Trotzdem fand ich deren Perspektiven auch nicht schlecht, sie waren mir eher gleichgültig. Und Leclercs Perspektiven und Handlungsstrang fand ich wirklich toll. Generell mochte ich den Schreibstil, war gleich im Geschehen, und konnte mir innerhalb weniger Kapitel vorstellen, durchaus mehr von der Reihe zu lesen, weil Leclerc und sein kleiner Mops Tyson ein super Duo sind und Leclerc so sympathisch ist, dass ich ihn echt gerne weiter bei seinen Fällen begleiten möchte. Leider steht im Gegensatz dazu die Perspektive von Hanna, die mir einfach viel zu lang war, und deren Familiendrama mich wirklich nicht interessiert hat, und im Endeffekt hat es zwar alles seine Berechtigung, wie es ist, leider ändert das aber nichts daran, dass ich von der ganzen Familie nur die Tochter sympathisch fand, und die eher selten auftaucht. Hanna und Niklas kommunizieren einfach überhaupt nicht miteinander, sind beide in meinen Augen ziemlich schreckliche Figuren (weil ich echt ungerne von ihn gelesen habe, nicht zwingend wegen dem, was sie tun, ich denke, das hätte man vermutlich auch so schaffen können, dass ich vielleicht lieber davon gelesen hätte), und so gerne ich von Leclerc gelesen habe, so ungerne habe ich mich durch Hannas Kapitel gequält.
Dennoch ergibt sich am Ende durchaus ein Gesamtbild, das ich auch in Ordnung fand. Ich hatte nicht zwingend das Gefühl, dass man das Puzzle selbst hätte zusammensetzen können, gleichzeitig war ich tatsächlich nicht so überrascht, also vielleicht war eine gewisse Vorahnung durchaus vorhanden, und Leclerc bei seinen Ermittlungen zu begleiten hat Spaß gemacht. Man merkt, dass er kompetent ist, gleichzeitig wirkt er aber trotzdem "nur" wie ein normaler Mensch mit sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet, nicht wie irgendein total intelligenter Überflieger, was ihn für mich total sympathisch gemacht hat. Er ist anderen oft einen Schritt voraus, oder so fühlt es sich an, aber nie sehr weit, und er wirkt nicht unersetzbar, und irgendwie hat das dafür gesorgt, dass ich ihn noch mehr mochte. Außerdem merkt man, dass er was im Kopf hat, und er ist nicht irgendein Held, der sich Hals über Kopf in alle Gefahren stürzt, wodurch er eher Bodenständig wirkt, und mit Tyson finde ich ihn einfach sehr niedlich.
Gibt auch ein wenig Liebesgeschichte, zumindest im Ansatz, die mir persönlich eher egal war, sie war aber auch nicht störend, und hat nie vom eigentlichen Geschehen abgelenkt, sodass Leclerc teils noch auf Dates mit Gedanken nur beim Fall war, was ich ziemlich mochte. Dadurch war klar, dass die Aufklärung der Morde immer im Vordergrund steht, was ich eindeutig zu schätzen weiß.
Insgesamt werde ich sehr sicher weiterlesen, und dann vermutlich je nach Aufbau des nächsten Bandes entscheiden, ob es sich der Rest in meinem Regal auch lohnt. Je nachdem, wie die Perspektiven aufgeteilt sind, oder was der zweite Handlungsstrang wird, kann ich mir vorstellen, dass mir weitere Bücher durchaus mehr gefallen könnten, aber das werde ich wohl nur durch ausprobieren feststellen können.

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Spannender Plot, flache Beziehungen, offene Handlungsstränge

Time*Out
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Vom Plot her ist dieses Buch durchaus mein liebstes aus der Reihe, würde ich behaupten. Es ist Spannung da, die einzelnen Handlungsebenen spitzen sich langsam zu, es gibt ein paar vermeintliche Lösungen ...

Vom Plot her ist dieses Buch durchaus mein liebstes aus der Reihe, würde ich behaupten. Es ist Spannung da, die einzelnen Handlungsebenen spitzen sich langsam zu, es gibt ein paar vermeintliche Lösungen aber auch immer so, dass nicht wirklich sicher ist, ob wirklich alles so ist, wie man es sich vorstellt, und auch die neue Perspektiv-Ebene die jetzt mehr oder weniger für die Kohärenz dazukommt hat mir durchaus gefallen. Auch fand ich die Hinweise und Andeutungen auf bestimmte Handlungen/Plotpunkte gut gelöst.
Leider wurden viele von den Kapiteln/Perspektiven aber durch Beziehungen betrachtet, und ich muss sagen, dass mir das mehr auf die Nerven ging als in den Büchern davor. Leider sehe ich im Schreiben von Gefühlen nicht wirklich Eschbachs Stärke, oder zumindest in dieser Reihe nicht, ich weiß nicht, wie es bei anderen wäre, und dass so viel Plot immer in vermeintlich romantische Momente gepackt wird, mit Figuren, für die ich aber gleichzeitig gar nichts empfinde oder die mir auf die Nerven gehen, hat dafür gesorgt, dass der Rest dadurch für mich irgendwie auch schwächer wurde. Auch hatte ich das Gefühl, dass die Figuren eigentlich keinerlei Grund hatten, zusammen zu sein. Es wirkte einfach ziemlich gezwungen auf mich, so als müsste Romanze jetzt eine Rolle spielen, einfach weil es sich so gehört, nicht als würde es tatsächlich für die Figuren funktionieren. Auch sehr auffällig finde ich, dass Serenity wieder sehr stark doppelmoralisch unterwegs ist, das Buch aber nie darauf eingeht/das irgendwie zu bemerken scheint. Also sie wird abweisend und genervt, weil sie eifersüchtig ist, sagt nichts dazu, das klärt sich irgendwie, und dann wenn Christopher Unsicherheiten äußert wird sie richtig wütend und wirft ihm Besitzansprüche vor. Was nicht heißt, dass Christopher das unbedingt gut gemacht hat, aber dass nicht mal aufzufallen scheint, wie sehr sie sich selbst gegenüber andere Maßstäbe anlegt als anderen, finde ich leider schade. (Also, dass es im Buch nicht auffällt, dass es ihr nicht auffällt finde ich in Ordnung, dann könnte es ja einfach eine Charakterschwäche sein, aber alle wirken einfach, als wäre das total normal oder "typisch Frau, die keiner versteht" oder so, und in der Hinsicht waren Figuren und Beziehungen wieder eher flach, fand ich.)
Ausnahme war Guy, den ich ziemlich sympathisch fand, aber vermutlich auch weil sein Fokus einfach anders lag, und ich mich da nicht durch vermeintliche Romanzen quälen musste.
Insgesamt jetzt nicht so, dass ich es bereuen würde, das Buch gelesen zu haben, aber ich wünschte, der Fokus wäre mehr auf der Handlung gewesen, als die Handlung ständig durch irgendwelche Beziehungen betrachten zu müssen, die in meinen Augen so flach geschrieben waren, dass sie die Handlung leider irgendwie mit runtergezogen haben.
Das Ende hat mir aber durchaus gefallen und fand ich ganz passend gewählt, denke ich (es gibt aber auch so ein paar Sachen, die nie wieder aufgegriffen werden und zu denen es daher keine wirkliche Auflösung oder ein Update gibt, was ich sehr schade finde, denn ich hätte schon ganz gerne an verschiedenen Stellen gewusst, wie es läuft, gerade weil es für die Reihe ja eigentlich typisch ist, ganz viele Perspektiven zu bekommen.

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