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Veröffentlicht am 21.10.2024

Ein Hoch auf die Frauenfreundschaft

Die Blütenfreundinnen
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Aufmerksam geworden war ich auf das Buch zugegebenermaßen durch den ansprechenden Titel und das schöne Cover, offenbar ein cleverer Schachzug des Verlages, denn ein wirklicher Bezug zur Handlung hat sich ...

Aufmerksam geworden war ich auf das Buch zugegebenermaßen durch den ansprechenden Titel und das schöne Cover, offenbar ein cleverer Schachzug des Verlages, denn ein wirklicher Bezug zur Handlung hat sich mir nicht wirklich erschlossen! Aber sei es drum! Ellen Martin nimmt uns mitten hinein in die Handlung, was ihr durch den angenehmen, extrem lockeren und leichten Schreibstil sehr gut gelingt. Drei Frauen, alle etwa in der Mitte des Lebens, lernen sich zufällig kennen, als die Bahn mal wieder streikt, und die Züge von München nach Hamburg ausfallen. Kurzerhand nehmen sich die Damen gemeinsam einen Mietwagen. Da eine gewisse Grundsympathie besteht, bleiben die drei in Kontakt, und auch eine vierte ist schnell gefunden, nachdem eine Schwägerin, die nach einer Trennung verzweifelt ist, sich dazu gesellt. Aus der spontan geschlossenen Freundschaft entwickelt sich tatsächlich etwas Dauerhaftes, die Frauen stehen sich bei, muntern sich auf und meistern das eine oder andere Problem. Erzählt wird immer Kapitel weise wechselnd aus der Sicht der Protagonistinnen, was eine Menge Abwechslung in die Handlung bringt, und es nie langweilig werden lässt. Ja, es handelt sich um leichte Unterhaltung mit nicht unbedingt allzu viel Tiefgang, aber kurzweilige Leseunterhaltung ist garantiert, genau das richtige für einen verregneten Nachmittag auf der Couch. Und aufgrund des offenen Endes freue ich mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe!

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Klein aber fein

Tee auf Windsor Castle
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Die junge Kate, die aus einfachen Verhältnissen stammt, besucht auf großen Wunsch ihrer Freundin gemeinsam mit dieser eine Führung durch die Räume des Schlosses Windsor Castle. Als Kate einem menschlichen ...

Die junge Kate, die aus einfachen Verhältnissen stammt, besucht auf großen Wunsch ihrer Freundin gemeinsam mit dieser eine Führung durch die Räume des Schlosses Windsor Castle. Als Kate einem menschlichen Bedürfnis nachgehen muss, entfernt sie sich von der Touristengruppe, verläuft sich in den unübersichtlichen Fluren des Schlosses und trifft dabei zufällig auf eine alte Frau namens Betty, scheinbar eine schon ewig dort lebende Dienstbotin. Betty bietet Kate eine Tasse Tee an, und die beiden geraten ins Plaudern. Zu den Royals haben die beiden Frauen ganz unterschiedliche Ansichten, und auch sonst denken sie über das eine oder andere komplett anders, doch Kate merkt schnell, dass es sich lohnt, Dinge auch mal aus einem anderen Blickwinkel als dem üblichen zu betrachten. Bettys odfenbar reicher Schatz an Lebenserfahrung beschert ihr Interessante Denkansätze und bringt sie das eine oder andere Mal zum Nachdenken. Die beiden beleuchten ernstere Themen, lachen aber auch viel, und ein zartes Band der beginnenden Freundschaft bildet sich. Die Frauencharaktere sind großartig und sehr authentisch gezeichnet, man sieht Betty und Kate quasi die ganze Zeit direkt vor sich. Der leichte Schreibstil lässt einen das gerade mal 160 Seiten lange Büchlein in einem Rutsch durchlesen. Das eigentlich fast schon hervorsehbare Ende hat meinem Lesegenuss keinen Abbruch getan. Allerdings war ich zugegebenermaßen etwas traurig, dass die Geschichte nicht ein klein wenig länger war! Trotzdem gibt es natürlich eine Leseempfehlung für diese Lektüre, die sich hervorragend für einen verregneten Herbstnachmittag bei einer schönen Tasse Tee eignet!

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Judith Potts ermittelt wieder

Mrs Potts’ Mordclub und der tote Bürgermeister
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Da ich die beiden Vorgänger Teile der Reihe rund um Mrs Potts' Mordclub kenne und mochte, war die Lektüre des neusten Falles des englischen Damentrios rund um die alte Lady Judith Potts quasi ein Muss! ...

Da ich die beiden Vorgänger Teile der Reihe rund um Mrs Potts' Mordclub kenne und mochte, war die Lektüre des neusten Falles des englischen Damentrios rund um die alte Lady Judith Potts quasi ein Muss! Und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht! Robert Thorogood legt wiederholt einen abwechslungsreichen nett zu lesenden Cosycrime-Krimi vor, der gemütliche Leseunterhaltung bietet. Wir befinden uns wie gewohnt im kleinen englischen Städtchen, wo die drei Frauen, Judith Potts, Becks und Suzie, leben und bereits zum dritten Mal als Hobbyermittler der Polizei in einem Mordfall unter die Arme greifen. Diesmal wird der Bürgermeister der kleinen Gemeinde umgebracht, und dass obwohl alle ihn ausnahmslos als einen allseits beliebten eigentlich unangreifbaren Charakter beschreiben. Besonders schwer zu lösen also die Frage, wer hatte offenbar einen Grund, Geoffrey Lushington nach dem Leben zu trachten? Die drei Laienermittlerinnen machen sich an die Arbeit u. sind auch wie immer der Polizei regelmäßig mindestens einen Schritt voraus. Sie befragen unermüdlich einen nach dem anderen aus dem Umfeld des Bürgermeisters und decken dabei viele Geheimnisse auf, auch wenn diese nicht unbedingt immer etwas mit dem Tod des Opfers zu tun haben. Robert Thorogood erzählt diesen angenehm unblutigen Kriminalfall mit viel britischen Humor. Bis zum Schluss habe ich mit gerätselt und fand die letztendliche Auflösung äußerst originell. Gerne spreche ich eine Leseempfehlung für alle Cosycrime Fans aus u. freue mich schon jetzt auf den hoffentlich nächsten Fall für Judith Potts!

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Roadtrip von Mutter und Tochter mit ordentlich Tiefgang

Graceland – Die Geschichte eines Sommers
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Angesprochen hatte mich bei dem Debütroman "Graceland" von Kristen Mei Chase auf jeden Fall der Klappentext und das obwohl ich zugegebenermaßen überhaupt kein Elvisfan bin, ganz im Gegenteil seine Musik ...

Angesprochen hatte mich bei dem Debütroman "Graceland" von Kristen Mei Chase auf jeden Fall der Klappentext und das obwohl ich zugegebenermaßen überhaupt kein Elvisfan bin, ganz im Gegenteil seine Musik sogar stellenweise ziemlich schrecklich finde. Doch der Roadtrip, auf den sich eine Frau in etwa meinem Alter mit ihrer Mutter anlässlich deren 70. Geburtstag begibt, klang verheißungsvoll, und ich wurde auch nicht enttäuscht! Loralynn ist ein leidenschaftlicher Fan von Elvis Presley, sammelt sogar kleine Figuren des Stars, hat derer offenbar Dutzende, was ich schon für einen Frau in diesem Alter etwas skurril fand. Zu ihrer Tochter hat sie nur ein relativ distanziertes Verhältnis, sie telefonieren alle zwei Wochen und sehen sich nur alle zwei Jahre zu Weihnachten, was ich schon mal irgendwie recht traurig fand, da es in meiner Familie komplett anders zugeht, und Familienzusammenhalt immens wichtig ist! Als nun also Loralynns 70. Geburtstag ansteht, wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine Autofahrt zum "Wallfahrtsort" für Elvisfans. Anfangs recht zögerlich, ja sogar ablehnend, ist Tochter Grace von der Idee, die Mutter zu begleiten, nicht wirklich begeistert, und lässt sich letztendlich doch breit schlagen. So machen sich die beiden auf in einem gemieteten lila Cabriolet quer durch Texas auf nach Memphis. Sie machen diverse Stopps bei Bekannten, die Reise ist unterhaltsam geschildert und sehr abwechslungsreich, es geht aber nicht nur vordergründig um Spaß und Erreichen des Ziels, sondern auch und vor allem um die Aufarbeitung der keinesfalls einfachen Familiengeschichte der beiden Frauen. Was ist alles schief gelaufen in Graces Kindheit und Jugend, und wie kam es zu dem schwierigen und distanzierten Verhältnis zwischen Mutter und Tochter? Das Verhältnis der beiden Frauen und die damit verbundenen Emotionen haben mich wirklich berührt, das Buch lässt sich einerseits schnell weglesen und hat dabei doch eine Menge Tiefgang. Kristen Mei Chase hat einen unterhaltsamen Roman mit zwei authentischen Protagonistinnen und einer Menge Tiefgang vorgelegt, für den ich gerne eine Leseempfehlung aussprechen kann!

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Weniger wäre hier vielleicht sogar mehr gewesen

Die Frauen von Maine
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Da ich ein unbedingter Fan von J. Courtney Sullivan bin, hatte ich mich schon sehr auf ihr neustes Buch gefreut. Das Cover hat mich als Leser schon gut auf die Lektüre eingestimmt, die Titelbilder der ...

Da ich ein unbedingter Fan von J. Courtney Sullivan bin, hatte ich mich schon sehr auf ihr neustes Buch gefreut. Das Cover hat mich als Leser schon gut auf die Lektüre eingestimmt, die Titelbilder der Autorin passen eigentlich immer sehr gut zu ihren Werken. Auch der Klappentext machte sehr neugierig auf die Story und klang verheißungsvoll! Im Mittelpunkt steht Jane, eine Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter deren Haus aufräumt und auflösen will und dabei viele Geheimnisse der Vergangenheit und der Geschichte dieses Hauses bzw der damit verbundenen Menschen aufdeckt. Hierbei dreht sich vieles um die Alkoholsucht der Mutter und auch Jane selbst scheint hiervon nicht frei zu sein. Gerade von ihrem Mann getrennt, ist sie selbst in keiner einfachen Phase ihres Lebens. All das schildert J. Courtney in ihrem Ihr eigenen sehr angenehmen Schreibstil. Stellenweise fand ich diesmal leider,dass sich die Autorin ein wenig verzettelt. Die Handlungsstränge über das Medium, Spiritualität um allgemeinen und die vielen Hinweise auf indigene Vorfahren im Umfeld der Handlungsorte hätte es für mich nicht gebraucht. Trotzdem fühlte ich mich insgesamt gut unterhalten und spreche für das Buch gerne eine Leseempfehlung aus!

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